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Kalender und Notizbuch

Vor vier Jahren, kurz nach dem Neustart dieses Blogs, hatte ich von meiner damaligen Lösung für den Umgang mit Terminen und Notizen berichtet. Ich kam über einen Mini-Taschenkalender, der dann später durch einen großen Taschenkalender ersetzt und um Outlook, Outlook + Palm und dann Outlook + Exchange + OWA und im Büro durch einen großen Wandkalender für die Jahresplanung ergänzt wurde, hin zum Google-Kalender mit Android- und Webanbindung plus großen Manitu-Wandkalender. Die fehlende Notizmöglichkeit für zwischendurch habe ich dann durch ein Notizbuch aufgefangen.

Und ich muss sagen: die Lösung hat sich sehr bewährt.

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Kindle your kindle?

Seit rund 4 Jahren nenne ich einen Kindle Paperwhite mein eigen, der oft recht stiefmütterlich behandelt wurde. Zum einen komme ich kaum mehr regelmäßig zum Lesen; die Freizeit neben Job, Nebentätigkeiten und Hobbys ist knapp, und Bücher konkurrieren dort mit Onlineressourcen (Webseiten, Blogs u.a.), Fachzeitschriften und, nun ja, dem Fernseher in Form von Netflix oder Amazon. Man kann diese Verschiebung recht gut an der jährlich veröffentlichten Übersicht über meine Lesetagebücher und den Serienkonsum erkennen. Und dann teilt sich der Kindle die Aufmerksamkeit noch mit mittlerweile zwei doppelreihig gestellten Regalen und einigen zusätzlichen Stapeln ungelesener konventioneller Bücher ...

Üblicherweise gerät er also erst beim Packen für den Urlaub in den Fokus, denn gerade da ist es natürlich sehr, sehr praktisch, statt etlicher dicker Schmöker ein schmales Gerät einzupacken. (Meistens packe ich beides, aber nun gut.) Selten einmal überkommt mich sonst zwischendurch die elektronische Leselust, und dann ist der Akku sowieso in der Regel leer.

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Empfehlungen für Android-Smartphones

Demletzt hatte ich nach Empfehlungen für Android-Tablets gefragt; heute frage ich nach Smartphones.

Vor anderthalb Jahren benötigte ich aufgrund eines Defekts ein neues Smartphone; schon damals verwies ich darauf, dass die Preise, die Google für seine aktuellen Pixel-Telefone aufruft, einigermaßen sportlich sind. Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, für technische Spielzeuge viel Geld auszugeben, aber 1.000,- € für ein Smartphone? Das ist schon ein sehr stolzer Preis, und bisher ist mir nicht so recht klar, was ich dafür an Gegenwert bekomme. Klar, einen Minicomputer, aber wo ist der Mehrwert gegenüber günstigen Geräten? Nur die Qualität der Kamera wird es ja wohl nicht sein.

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RSS-Reader für Android

Nach dem unerwartet frühen Tod meines Tablets folgte bei der Einrichtung des Nachfolgers - die mittlerweile durch das Einspielen der Sicherung vom Vorgänger ziemlich bequem möglich ist - der nächste Schreck: gReader, meine RSS-Reader-App, steht nicht mehr zur Verfügung!

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Keine automatisierten Facebook-Posts mehr

Für die meisten Leser wird das keine Neuigkeit mehr sein, aber man liest - und findet - doch im Web sehr wenig zu dem Thema (oder ich habe schlechte Suchbegriffe bei Google gewählt): Facebook erlaubt es mit Ablauf des 31.07.2018 nicht mehr, durch Apps etwas direkt in die eigene Timeline zu posten.

Das betrifft die Facebook-Integration bei Twitter ebenso wie Plugins bspw. für Wordpress, die neue Blogartikel nicht nur auf Twitter, sondern auch bei Facebook ankündigen, und es trifft vor allem sehr viele Social-Media-Apps, die zeitgesteuertes Posten und Reposten von Beiträgen ermöglichen; dazu gehören auch Automatisierungsdienste wie IFTTT oder Zapier, die es ermöglichen, verschiedenste Dienste miteinander zu verknüpfen.

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Empfehlungen für Android-Tablets

Bei der Durchsicht meines Blogs habe ich festgestellt, dass ich zwar bereits öfter über die von mir in den letzten Jahren genutzten Smartphones geschrieben habe, nicht aber über mein(e) Tablet(s). Das Tablet begleitet mich zwar nicht - wie das Smartphone - außerhalb des Hauses auf Schritt und Tritt, wird dafür aber in den heimischen vier Wänden intensiv genutzt; dort ist mir nämlich der Bildschirm des Smartphones für ein bequemes Arbeiten zu klein.

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Auswahl des SSH-Ports auf Servern

Damit zwei Rechner über das Internet kommunizieren können, müssen sie ihre IP-Adressen kennen; will man einen bestimmten Dienst auf einem Rechner ansprechen, muss man auch den Port kennen, unter dem dieser Dienst angeboten wird. Damit das nicht zu einem Ratespiel gerät, gibt es für die meisten Dienste Standardports - der Webserver läuft auf Port 80 (kann aber auch mal auf Port 8080 oder anderswo lauschen), SMTP funktioniert über Port 25 (oder 465 oder 587), und SSH-Verbindungen werden standardgemäß auf Port 22 erwartet.

Dienste auf ungewohnte Ports zu verlegen macht meist nur wenig Sinn, weil der Rest der Welt damit nicht rechnet - wer seinen SMTP-Server auf Port 2525 laufen lässt, wird nicht allzuviel Mail erhalten. Beim SSH-Dienst kann das aber schon sinnvoll sein, weil SSH-Zugänge üblicherweise nicht öffentlich verfügbar sind, und den Berechtigten kann man neben dem Hostnamen, ihrer Benutzerkennung und ggf. dem Passwort dann auch den richtigen Port mitteilen.

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Wechselnde WLAN-MAC-Adressen beim Nexux 5x?

Demletzt stolperte ich über eine unbekannte MAC-Adresse im lokalen Netz - wie sich dann herausstellte, hatte ein Nexus 5x plötzlich eine neue MAC-Adresse für seine WLAN-Schnittstelle.

Die vorige Adresse begann mit dc:0b:, dem Smartphone-Hersteller LG Electronics zugeordnet; die neue Adresse lautete 00:A0:C6:EB:5C:6F, zugeordnet dem Chiphersteller Qualcomm. Und es scheint sich dabei um eine ganz spezifische MAC-Adresse zu handeln, quasi einen Default, der unter bestimmten, nicht ganz klaren Umständen gesetzt wird, wie man nach einer Google-Recherce - neben viel Spekulationen und Unsinn, wie üblich - einem Bericht im Nexus-Help-Forum entnehmen kann.

Ein Reboot hat das Phänomen beseitigt.

Hat ein Mitleser ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann das Auftreten des Phänomens eingrenzen? Potentiell kann das mit mehr als einem Nexus 5x im WLAN etwas unschön werden, wenn es zu dieser Änderung kommt, weil sich dann MAC-Kollisionen ergeben ...

Webserver-Tuning

Alle paar Monate wieder turnt ein - weniger rücksichtsvoller - Crawler vorbei und spidert sich zügig durch alle Einträge meines Blogs. Damit brachte er meinen bisherigen Server gerne an den Rand seiner Leistungsfähigkeit, durfte dieser doch für jeden Link einen php-cgi-Prozess starten. Man merkte das recht schnell an den steigenden Antwortzeiten, und auch interaktiv auf der Shell machte sich die steigende load bemerkbar. Am Ende blieben meist einige php-cgi-Prozesse übrig, die man dann manuell mittels kill entsorgen durfte. (Vielleicht lag auch hier das eigentliche Problem, dass nämlich die genutzten Ressourcen nicht wieder freigegeben wurden. Hinter die Einzelheiten bin ich nie so recht gekommen.)

Die brandneue Maschine hingegen sollte durch FastCGI und massenhaft RAM sowie schnelle SSDs einem solchen Ansturm (auch bei weiterer Verwendung des doch eher schwergewichtigen Apachen) besser gewachsen sein - dachte ich mir. Bis eines Freitagmorgens die E-Mails des Monitoring-System eingingen, die mir mitteilten, dass der Webserver nicht mehr auf Anfragen reagiert. Gar nicht mehr.

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Firefox und Chrome

Ich weiß gar nicht, wie lange ich schon Firefox als Webbrowser verwende - ein Jahrzehnt sicherlich, vermutlich länger. In letzter Zeit bin ich aber zunehmend unzufrieden: nicht nur, dass es mit einigen Webseiten (vor allem "Webapps") Schwierigkeiten in der Darstellung bzw. Bedienung gibt, das Ding ist vor allem unerträglich lahm und fühlt sich furchtbar behäbig an geworden - und nein, ich habe nicht Hunderte Tabs offen, auch nicht Dutzende, sondern allenfalls mal ein Dutzend.

Auf meinem Desktoprechner (Win7, i7-3770, 8 GB RAM, SSD für die Systempartition mit Programmverzeichnis) benötigt der aktuelle Firefox 54.0.1 rund 7 Sekunden für den Start (vom Anklicken des Icons bis zur Anzeige des leeren Tabs mit den Icons der am meisten aufgerufenen Seiten). Chrome braucht rund 2 Sekunden. Wenn ich Twitter aufrufe, benötigt Firefox gut 18 Sekunden, bis er die Seite so weit geladen hat, dass ich in der Timeline zügig scrollen kann. Chrome braucht 5 Sekunden.

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Anbieter von Mietservern

Seit bald 15 Jahren nutze ich Mietserver; ursprünglich ausschließlich bei 1&1, zwischendurch mal bei Alturo, dann auch bei Strato, später bei Hetzner. Und es ist jetzt mehr als 10 Jahre her, dass ich - nach mehreren Berichten über Verbesserungen des Angebots bei 1&1 - zum letzten Mal meine Präferenzen zu dem Thema geäußert und verschiedene Anbieter verglichen habe.

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letsencrypt jenseits des Webservers

Vor einigen Monaten hatte ich über letsencrypt, die neue Zertifizierungsstelle für TLS-Zertifikate, berichtet und demletzt meine guten Erfahrungen damit dargestellt. Doch HTTP ist ja nicht das einzige Protokoll, das einer Absicherung bedarf. Wie sieht es mit TLS-Zertifikaten für Mail (SMTP und POP3 oder IMAP) und News (NNTP) oder noch andere Dienste aus?

Grundsätzlich ist das kein Problem: vorhandene Zertifikate mit dem (oder den) passenden Hostnamen müssen nur eingebunden werden.

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VPN mit der FRITZ!Box

Schon lange interessiere ich mich für die Möglichkeiten eines VPN, eines Virtual Private Network. Dabei geht es mir weniger darum, meine tatsächliche IP-Adresse zu verstecken, um Geoblocking zu umgehen oder böse Dinge[tm] zu tun - gereizt hat mich vielmehr einerseits die Möglichkeit, meinen Datenverkehr aus unsicheren Netzen gesichert auszuleiten, vor allem aber der Gedanke, mein heimisches Netzwerk mit anderen Netzen zu koppeln oder mich von außen in mein hausinternes Netz einloggen und auf alle Ressourcen zugreifen zu können, statt einzelne Dienste über SSH zu tunneln. Mit dem letzteren Gedanken spiele ich schon seit etlichen Jahren, zur Umsetzung ist er aber nie gekommen.

Doch jetzt bietet die neue FRITZ!Box die Möglichkeit dazu, das einmal auszuprobieren.

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Blogparade: Webspace-Inventar

Über Dirk und onli stieß ich auf die Blogparade "Webspace-Inventar: Was ist auf deinem Webspace installiert?". Ich kann mich nicht erinnern, mich jemals an einer Blogparade beteiligt zu haben, aber warum nicht?

Genannt sind in der Folge nur Dienste, die auf Webspace / Servern außerhalb meines heimischen Netzwerkes installiert sind - und große Überraschungen sind vermutlich nicht dabei. Über die meisten der Dienste habe ich bereits gebloggt, so dass entsprechende Beiträge über das jeweilige Tag in der Seitenleiste abrufbar sind.

  • Serendipity ist die Blog-Engine, die auch dieses Blog seit 2005 betreibt. Ich glaube nicht, dass ich dazu noch viel schreiben muss. :-)

  • Auch Wordpress bedarf sicherlich keiner Vorstellung mehr; es handelt sich um die wohl am weitesten verbreitete Blog-Engine, die oft auch als "CMS für Arme" hüstel Verwendung findet und die ich seit vergangenem Jahr teste.

  • Dokuwiki nutze ich in einer Multisite-Installation als Wiki, aber auch als mein "CMS für Arme" für einige kleinere Webseiten. Dokuwiki wird sehr aktiv entwickelt, ist leichtgewichtig, weil es keine Datenbank benötigt, sondern alle Seiten-Revisionen als Dateien speichert, ist durch Module leicht erweiter- und durch Templates gestaltbar (für beides gibt es eine große Auswahl), und es hat eine Rechteverwaltung mit Benutzern und Benutzergruppen, denen unterschiedliche Rechte für einzelne Seiten, aber auch für Namespaces zugewiesen werden können.

  • Die von mir gehosteten Git-Repositories sind über das Web via Gitweb zugänglich, also über die Weboberfläche, die bei git direkt dabei ist.

  • Mantis verwende ich für einige Projekte als Bugtracker. Er lässt sich mit dem Source-Integration-Plugin insoweit mit git verknüpfen, als Commits, die eine Issue-ID referenzieren, mit dem entsprechenden Mantis-Eintrag verknüpft werden bzw. dieser ggf. als erledigt markiert wird. Das ist allerdings in meinem Fall über das Parsing der Webseiten von Gitweb realisiert und geht daher regelmäßig bei jedem größeren Update von Gitweb erst einmal kaputt ...

  • Auf der Suche nach einer Foto-Galerie ist mir Piwigo als Alternative zu Gallery ans Herz gelegt worden. Bisher bin ich ganz zufrieden, allerdings nicht der große Fotograf, weshalb ich die Software bisher kaum genutzt habe und daher wenig beitragen kann (das ist alles schon so lange her). Einen Blick ist es aber wert.

  • Für meine Mailman-Mailinglisten gibt es natürlich auch ein Webinterface.

  • phpMyAdmin nutze ich direkt aus der Debian-Paketverwaltung als Weboberfläche für mySQL.

  • Piwik ist das von mir an manchen Stellen genutzte freie Webstatistik-System. Viel Erfahrung habe ich damit noch nicht.

  • Für ältere Webseiten benutze ich teilweise aus historischen Gründen noch awstats, ein Tool zur statistischen Auswertung und Visualisierung von (Webserver-)Logfiles, also quasi die statische Version von Piwik.

Außerdem laufen hier und dort eigene kleinere Entwicklungen, die aber bislang nicht für Dritte verfügbar sind.

Gerne ausprobieren würde ich gelegentlich:

  • TinyTinyRSS als Ersatz für Feedly.
  • Einen URL-Verkürzer.
  • Etherpad.
  • Ob ich Owncloud wirklich brauchen würde, weiß ich nicht.

Und was habt ihr so installiert?

Wissensmanagement mit Bookmarks und Co.

"Informationsgesellschaft" und "Wissensgesellschaft" - oft hört man diese Schlagworte (wobei sich alleine über den Unterschied zwischen beiden vermutlich schon Werke größeren Umfangs verfassen ließen), und tatsächlich sind viele Informationen und allerlei Wissen in unser heutigen Welt im Netz oft nur wenige Klicks entfernt; wer dort regelmäßig umherstreift, kann eine ganze Menge dazulernen. Allerdings stellt sich früher oder später die Frage, wie man diese ganzen interessanten Ressourcen so aufbewahren und strukturieren kann, dass man das, was man einmal gelesen hat, später auch nochmals wiederfinden kann.

Nicht umsonst haben viele private Homepages - auch meine - einmal im wesentlichen als Linksammlungen begonnen, und Linksammlungen waren lange Zeit ein durchaus wesentlicher Teil vieler Webseiten. Das ist auch sicherlich eine gute Möglichkeit, Verweise auf Informationen zu einem bestimmten Thema sowohl für sich selbst an einer Stelle zu sammeln als auch dieses gesammelte Wissen anderen zur Verfügung zu stellen. Nur stellt sich dann sehr schnell die Frage, welche Links in eine solche Sammlung gehören und wie man sie strukturiert. Denn das Netz bietet schon seit vielen Jahren eine solche Fülle an Information, dass es nicht mehr damit getan ist, wie in den Anfangszeiten einfach alle Ressourcen an eine Stelle zu sammeln; daraus entsteht nur eine viele Bildschirmseiten füllende Textwüste ohne größeren Nährwert. Ziel muss es vielmehr sein, die Quellenverweise inhaltlich zu bewerten und sinnvoll zusammenzufassen. Und, nicht zu vergessen, bequem muss es sein: neue Links zu notieren, um sie bei Gelegenheit einmal in eine Linksammlung einzupflegen, ist nicht besonders effizient.

Das Netz wäre nicht das Netz, wenn es für diese Aufgaben nicht eine Vielzahl an Tools gäbe.

Bookmarks, Social Bookmarking und "Read it later"

Eine Lösung stellen Bookmarks, also Lesezeichen, im Browser dar: mit ihnen kann man sich Links zu regelmäßig verwendeten Seiten in das Browser-UI integrieren, und da man Bookmarks auch in Ordnern sammeln und diese nahezu beliebig tief verschachteln kann, ließen sich auf diese Weise auch strukturierte Quellensammlungen erstellen. Diese stehen dann allerdings nur dem Nutzer selbst und grundsätzlich nur auf einem Rechner zur Verfügung; außerdem neigen verschachtelte Ordnerstrukturen ab einem gewissen Umfang dazu, unhandlich zu werden.

Eine andere Möglichkeit stellen Anwendungen für Social Bookmarking dar, soziale Netzwerke, in denen die Nutzer Links (und kurze Beschreibungen) miteinander teilen, sie -zumeist durch Tags - strukturieren und ggf. auch bewerten können. Das ist durchaus praktisch, jedenfalls dann, wenn man die entsprechenden Links öffentlich teilen kann und möchte. Andererseits gibt es auch bei diesen Diensten ein ständiges Kommen und Gehen und viele Veränderungen; der wohl bekannteste Dienst, del.ici.ous bzw. jetzt Delicious, ist ein Paradebeispiel dafür. Und was ist ärgerlicher, als viel Zeit in eine strukturierte Linksammlung zu investieren, nur damit der Anbieter irgendwann einmal von der Bildfläche verschwindet?

Nicht immer ist es im übrigen mit einem Link getan; manche Inhalte verschwinden irgendwann auch wieder aus dem Netz, sei es, weil sie bewusst offline genommen werden, sei es durch ständige Reorganisationen ohne Beachtung der Ratschläge des W3C "Cool URIs don't change", sei es, weil der jeweilige (kostenlose) Anbieter schließt oder der Webseitenbetreiber seine Präsenz aufgibt. Da ist man dann für eine eigene Kopie der jeweiligen Ressource dankbar, wie sie bspw. "Read-it-later"-Dienste wie Pocket oder Instapaper ermöglichen. Auch Notizen- und Archivdienste wie Evernote eignen sich für diese Zwecke.

Und wie so oft stellt sich also heraus, dass die richtige Frage eigentlich nicht lautet, wie man Quellenverweise und Inhalte sammeln und strukturieren kann, sondern welche der vielen denkbaren Lösungen, welches Tool am besten seinen Zweck erfüllt.

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