Skip to content

Keine automatisierten Facebook-Posts mehr

Für die meisten Leser wird das keine Neuigkeit mehr sein, aber man liest - und findet - doch im Web sehr wenig zu dem Thema (oder ich habe schlechte Suchbegriffe bei Google gewählt): Facebook erlaubt es mit Ablauf des 31.07.2018 nicht mehr, durch Apps etwas direkt in die eigene Timeline zu posten.

Das betrifft die Facebook-Integration bei Twitter ebenso wie Plugins bspw. für Wordpress, die neue Blogartikel nicht nur auf Twitter, sondern auch bei Facebook ankündigen, und es trifft vor allem sehr viele Social-Media-Apps, die zeitgesteuertes Posten und Reposten von Beiträgen ermöglichen; dazu gehören auch Automatisierungsdienste wie IFTTT oder Zapier, die es ermöglichen, verschiedenste Dienste miteinander zu verknüpfen.

Das war es dann mit der automatischen Veröffentlichung meiner Postings bei Facebook ...

Erfahren habe ich das als Nutzer mehrerer dieser Dienste, und man kann es auch einer Facebook-Ankündigung aus dem April 2018 entnehmen (wenn man denn versteht, welche APIs und Permissions da jeweils gemeint sind; dass die Live API nicht nur zum Veröffentlichen von Videos dient, sondern auch überhaupt dem Posten von Beiträgen in der Timeline, dem eigenen "Feed", erschließt sich mir daraus jedenfalls nicht direkt).

Das Posten auf eigene "Pages" - also in Ergänzung zum eigenen Profil gesondert angelegte "Seiten" - soll wohl weiterhin möglich sein.

Angeblich soll aber auch das Posten in die Timeline zukünftig zumindest "bestimmten Partnern" wieder ermöglicht werden; bisher ist dazu aber nichts in Sicht, und auch die Social-Media- und Automatisierungs-Apps hüllen sich offenbar weitgehend in Schweigen. Der weitere Verlauf erscheint mir daher nicht wirklich absehbar.

Bis dahin ist es mir dann nicht mehr möglich, meine Blog-Beiträge weiterhin auch auf meiner Facebook-Seite (gemeint hier: mein Profil) zu veröffentlichen, es sei denn, ich mache das jeweils von Hand - was vermutlich nicht auf Dauer skalieren wird und einigermaßen unbequem ist. Das finde ich schade, denn auch wenn ich selbst Facebook praktisch nicht nutze, so sind viele Menschen (nur) dort aktiv; und ich möchte wenigstens Pointer auf meine Blogartikel auch dort posten.

Das hat übrigens auch für andere einen Mehrwert. Zwar folgt man einem Blog sinnigerweise über den RSS-Feed und nicht bei Facebook oder Twitter, aber die Benachrichtigungen dort sehen zum einen diejenigen, die mir dort folgen, aber meinem Blog bisher nicht, und zum anderen kann man die Pointer dort retweeten, teilen und/oder liken, so dass auch diejenigen sie sehen, die meinen Followern folgen, mir aber (bisher) nicht. RSS ist prima, um den Menschen oder den Blogs zu folgen, die man schon kennt; Twitter (und Facebook) eignen sich dafür, bei Menschen bekannt zu werden, die einen noch nicht kennen (und, natürlich, selbst neue Webseiten und Blogs zu finden). Natürlich ließe sich diese Reichweite auch durch Kurzbeiträge in Blogs erreichen, in denen man im Wesentlichen nur auf Blogbeiträge anderer verweist. Ich bin allerdings nicht böse, wenn diese Aufgabe durch Twitter und Facebook übernommen wird; dafür sind sie nämlich gut geeignet.

Mehr dazu

Mehr Informationen zu den Änderungen bei Facebook finden sich bspw.

Gebloggt dazu haben u.a.

Feedback?

Was halten meine Leser von den Änderungen? Wie geht man am besten damit um? Wie wird es weitergehen?

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Thomas Hochstein am :

Thomas Hochstein

Wenn ich die Dokumentation bei Buffer, wieder einem anderen Anbieter für automatische Social-Media-Posts, recht verstehe, wird es in Zukunft tatsächlich gar nicht mehr möglich sein, auf einer Profilseite automatisch Inhalte zu veröffentlichen. Man wird sich dann eine "Page" anlegen müssen.

Ich finde das schade. Eine eigene "Fanpage" oder "Unternehmensseite" nur für ein Blog erscheint mir sinnlos, und nachdem ich Facebook kaum aktiv nutze, war die Veröffentlichung meiner Blogbeiträge auf meiner persönlichen Seite eine gute Möglichkeit zur Interaktion mit denjenigen Freunden und Bekannten, die dort (und oft nur dort) aktiv sind.

Nun denn ...

Kommentar schreiben

HTML-Tags werden in ihre Entities umgewandelt.
Markdown-Formatierung erlaubt
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
BBCode-Formatierung erlaubt
Gravatar, Identicon/Ycon Autoren-Bilder werden unterstützt.
Formular-Optionen
tweetbackcheck