<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
   >
<channel>
    
    <title>Netz - Rettung - Recht (Artikel mit Tag squeeze)</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/</link>
    <description>Netzleben, Rettungs- und Rechtswesen</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.5.0 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Tue, 08 Feb 2011 04:28:31 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>https://netz-rettung-recht.de/templates/2k11/img/s9y_banner_small.png</url>
    <title>RSS: Netz - Rettung - Recht - Netzleben, Rettungs- und Rechtswesen</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/</link>
    <width>100</width>
    <height>21</height>
</image>

<item>
    <title>Debian 6.0 Squeeze ist released</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/1679-Debian-6.0-Squeeze-ist-released.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
    
    <comments>https://netz-rettung-recht.de/archives/1679-Debian-6.0-Squeeze-ist-released.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://netz-rettung-recht.de/wfwcomment.php?cid=1679</wfw:comment>

    <slash:comments>3</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://netz-rettung-recht.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=1679</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Seit diesem Wochenende steht jetzt - wie geplant und angekündigt - die aktuelle und brandneue Debian-Version 6.0 &amp;quot;Squeeze&amp;quot; &lt;a title=&quot;Debian 6.0 Squeeze veröffentlicht&quot; href=&quot;http://www.debian.org/News/2011/20110205a&quot;&gt;zur Verfügung&lt;/a&gt;. Der Release-Prozess war in diesem Jahr nicht nur von einer Vielzahl von Release-Parties, sondern auch von einer fortlaufenden Berichterstattung via Twitter bzw. identi.ca begleitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mein &lt;a title=&quot;Ein neuer Homeserver&quot; href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1664-Ein-neuer-Homeserver.html&quot;&gt;neuer Rechner&lt;/a&gt; läuft &lt;a title=&quot;Installation von Debian Squeeze&quot; href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1665-Installation-von-Debian-Squeeze.html&quot;&gt;bekanntlich&lt;/a&gt; bereits unter Debian Squeeze; mit den Updates der bestehenden Server werde ich hingegen noch ein wenig warten, bis möglicherweise bestehende Probleme erkannt und behoben sind, Erfahrungen von anderen Updatern vorliegen, ich wieder über ein größeres Budget an freier Zeit verfüge und mal ein Wochenende für eventuell notwendig werdende Reparaturen zur Verfügung habe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch Debian hat nicht nur released - man hat die Gelegenheit genutzt und auch direkt den Webseiten ein &lt;a title=&quot;New look for Debian&#039;s websites&quot; href=&quot;http://www.debian.org/News/2011/20110205b&quot;&gt;neues Gesicht&lt;/a&gt; gegeben, also den lange geplanten und vorbereiteten Relaunch pünktlich zum Release-Wochenende umgesetzt.&lt;/p&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 06 Feb 2011 17:36:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://netz-rettung-recht.de/archives/1679-guid.html</guid>
    <category>debian</category>
<category>squeeze</category>

</item>
<item>
    <title>DHCP-Server und automatische DNS-Zone-Updates</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/1666-DHCP-Server-und-automatische-DNS-Zone-Updates.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
    
    <comments>https://netz-rettung-recht.de/archives/1666-DHCP-Server-und-automatische-DNS-Zone-Updates.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://netz-rettung-recht.de/wfwcomment.php?cid=1666</wfw:comment>

    <slash:comments>1</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://netz-rettung-recht.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=1666</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Für lokale Netze ist ein DHCP-Server eine nützliche Einrichtung, ermöglicht er doch die automatische Adreßvergabe. Die meisten Consumer-DSL-Router (und nicht nur diese) haben entsprechende Funktionalitäten eingebaut; noch schöner und flexibler ist es aber natürlich, selbst einen entsprechenden Dienst bereitzustellen, weil man ihn dann genau so konfigurieren kann, wie man ihn gerne hätte, um neben der automatischen Vergabe von IP-Adressen auch bestimmten Rechnern feste Adressen zuzuweisen und zugleich im internen Netz eine Namensauflösung zu organisieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dafür bedarf es im Prinzip dreierlei:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt; 
&lt;li&gt;Zunächst benötigt man einen DHCP-Server (&lt;em&gt;dhcpd&lt;/em&gt;), bspw. den des ISC, der dann so konfiguriert werden muß, daß er die erwünschten Adressen an die Clients zuweist.&lt;/li&gt; 
&lt;li&gt;Dann benötigt man einen DNS-Server, bspw. den BIND des ISC, der dann so konfiguriert werden muß, daß er Namen im lokalen Netz zu IPs auflöst und umgekehrt lokale IPs zu den richtigen Namen.&lt;/li&gt; 
&lt;li&gt;Und letztlich muß man in einem zweiten Schritt die beiden so miteinander verheiraten, daß der DHCP-Server dem DNS-Server erzählt, welche IPs er an welche Maschinen dynamisch vergeben hat.&lt;/li&gt; 
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;All das ist vergleichsweise einfach unter Debian möglich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im folgenden Beispiel gehe ich davon aus, daß das lokale Netz den IP-Bereich von 10.0.0.1-10.0.0.254 (&lt;em&gt;10.0.0.1/24&lt;/em&gt;) umfassen soll und die Domain &lt;em&gt;example.org&lt;/em&gt; verwendet wird. Der Host, auf dem DHCP- und DNS-Server laufen, heißt &lt;em&gt;server.example.org&lt;/em&gt; und hat die (fest konfigurierte) IP-Adresse &lt;em&gt;10.0.0.1&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;1. Installation und Einrichtung des DNS-Servers&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;code&gt;aptitude -r install bind9&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; Die DNS-Zonen für das lokale Netz sollen später dynamische Updates zulassen; aufgrund der dann notwendigen Schreibrechte für den Benutzer &lt;em&gt;bind&lt;/em&gt; auf diese Dateien darf man sie unter Debian nicht in &lt;em&gt;/etc/bind/&lt;/em&gt; anlegen, sondern im dafür vorgesehenen Verzeichnis &lt;em&gt;/var/lib/bind&lt;/em&gt;. Also legen wir eine Zone-Datei &lt;em&gt;/var/lib/bind/example.org&lt;/em&gt; für die Vorwärtsauflösung an, in der auch schon die Maschinen stehen, die feste IP-Adressen vergeben bekommen sollen:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;$ORIGIN .
$TTL 604800     ; 1 week
example.org            IN SOA  server.example.org. hostmaster.server.example.org. (
                                2011012101 ; serial
                                28800      ; refresh (8 hours)
                                7200       ; retry (2 hours)
                                604800     ; expire (1 week)
                                39600      ; minimum (11 hours)
                                )
                        NS      server.example.org.
$ORIGIN example.org.
server                  A       10.0.0.1
desktop                 A       10.0.0.11
laptop1                 A       10.0.0.21
laptop2                 A       10.0.0.22
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Und dasselbe dann für die Rückwärtsauflösung:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;$ORIGIN .
$TTL 604800     ; 1 week
0.0.10.in-addr.arpa            IN SOA  server.example.org. hostmaster.server.example.org. (
                                2011012101 ; serial
                                28800      ; refresh (8 hours)
                                7200       ; retry (2 hours)
                                604800     ; expire (1 week)
                                39600      ; minimum (11 hours)
                                )
                        NS      server.example.org.
$ORIGIN 0.0.10.in-addr.arpa.
1            PTR    server.example.org.
11            PTR    desktop.example.org.
21            PTR    laptop1.example.org.
22            PTR    laptop2.example.org.
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Jetzt werden die Zonen in die Nameserver-Konfiguration eingebunden, und zwar durch Anpassen der Datei &lt;em&gt;/etc/bind/named.conf.local&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;zone &quot;example.org&quot; {
  type master;
  file &quot;/var/lib/bind/zone.example.org&quot;;
};

zone &quot;0.0.10.in-addr.arpa&quot; {
  type master;
  file &quot;/var/lib/bind/zone.10.0.0&quot;;
};
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Nach einem Reload der Zonen (&lt;code&gt;rndc reload&lt;/code&gt;) sollte die Auflösung vor- und rückwärts funktionieren, was man mit &lt;code&gt;host laptop1.example.org&lt;/code&gt; und dann mit &lt;code&gt;host 10.0.0.21&lt;/code&gt; testen kann.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;2. Installation und Einrichtung des DHCP-Servers&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;code&gt;aptitude -r install isc-dhcp-server&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun ist &lt;em&gt;/etc/dhcp/dhcpd.conf&lt;/em&gt; (ggf. nach Sicherung der Originaldatei) anzupassen:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;server-name Server;

option domain-name &quot;example.org&quot;;
option subnet-mask 255.255.255.0;
option domain-name-servers 10.0.0.1; # der oder die DNS-Server

default-lease-time 86400; # 24 h
max-lease-time 172800;    # 48 h

authoritative;
ignore client-updates;

subnet 10.0.0.0 netmask 255.255.255.0 {
  range 10.0.0.101 10.0.0.199;          # DHCP-Adressen werden zwischen .101 und .199 vergeben
  option broadcast-address 10.0.0.255;
  option routers 10.0.0.200;            # das Gateway ins Internet, bspw. der DSL-Router
}
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Das genügt zunächst einmal; nach einem &lt;code&gt;/etc/init.d/isc-dhcp-server restart&lt;/code&gt; sollte der DHCP-Dienst funktionieren und IP-Adressen zwischen 10.0.0.101 und 10.0.0.199 vergeben. Die vergebenen Adressen lassen sich unter &lt;em&gt;/var/lib/dhcp/dhcpd.leases&lt;/em&gt; ersehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Logfile (standardmäßig &lt;em&gt;/var/log/daemon.log&lt;/em&gt;) kann man die Vergabe der Leases verfolgen; dort ersieht man auch die MAC-Adressen der Hosts, die sich per DHCP Adressen holen. Mit Hilfe dieser MAC-Adressen kann man dann den Hosts, die feste Adressen per DHCP vergeben erhalten sollen (im Beispiel sind das &lt;em&gt;desktop&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;laptop1&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;laptop2&lt;/em&gt;), ebensolche zuweisen. Nehmen wir an, &lt;em&gt;desktop &lt;/em&gt;hat die MAC-Adresse &lt;em&gt;00:30:05:5a:db:a0&lt;/em&gt;, dann müßte der entsprechende Eintrag in der &lt;em&gt;/etc/dhcp/dhcpd.conf &lt;/em&gt;folgendermaßen lauten:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;host desktop {
  hardware ethernet 00:30:05:5a:db:a0;
  fixed-address 10.0.0.11;
}
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Nach einem erneuten Restart des DHCP-Servers wird &lt;em&gt;desktop&lt;/em&gt; jetzt immer fest diese DHCP-Adresse zugewiesen bekommen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;3. Dynamische Aktualisierung der DNS-Zonen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der letzte Schritt sorgt jetzt dafür, daß durch den DHCP-Server dynamisch vergebene Adressen (10.0.0.101-199) in den Zonen-Dateien des Nameservers mit dem entsprechenden Namen erfasst werden. Diese Updates kann man entweder durch jedes Programm, das auf dem Server läuft, erlauben, oder kryptographisch absichern. Ich stelle hier ersteres dar.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Konfiguration des DNS-Servers in &lt;em&gt;/etc/bind/named.conf.local&lt;/em&gt; ist folgendermaßen zu ergänzen:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;zone &quot;example.org&quot; {
  type master;
  file &quot;/var/lib/bind/zone.example.org&quot;;
  allow-update { localhost; };
};

zone &quot;0.0.10.in-addr.arpa&quot; {
  type master;
  file &quot;/var/lib/bind/zone.10.0.0&quot;;
  allow-update { localhost; };
};
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Reloaden der Konfiguration nicht vergessen! &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Konfiguration des DHCP-Servers in &lt;em&gt;/etc/dhcp/dhcpd.conf&lt;/em&gt; ist folgendermaßen zu ergänzen:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;[...]

ddns-update-style interim;
ignore client-updates;

subnet 10.0.0.0 netmask 255.255.255.0 {
  range 10.0.0.101 10.0.0.199; # DHCP-Adressen werden zwischen .101 und .199 vergeben
  option broadcast-address 10.0.0.255;
  option routers 10.0.0.200; # das Gateway ins Internet, bspw. der DSL-Router
  ddns-domainname &quot;gast.example.org&quot;

  zone example.org. {
    primary 127.0.0.1;
  }

  zone 0.0.10.in-addr.arpa. {
    primary 127.0.0.1;
  }
}
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;Restart des DHCP-Servers nicht vergessen!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nunmehr wird die Maschine, die sich - bspw. - als &lt;em&gt;gastnetbook&lt;/em&gt; meldet und eine IP möchtet, bspw. die IP &lt;em&gt;10.0.0.105&lt;/em&gt; zugewiesen bekommen; in die Nameserver-Zonen werden jetzt entsprechende Einträge für &lt;em&gt;10.0.0.105&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;gastnetbook.gast.example.org&lt;/em&gt; vorgenommen. Das erfolgt zunächst in Dateien, die den Namen der jeweiligen Zone plus die Endung &amp;#8220;.jnl&amp;#8221; (für &amp;#8220;Journal&amp;#8221;) tragen; regelmäßig werden aber auch die Zonendateien aktualisiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Manuelle Änderungen der DNS-Zonen dürfen dann nicht mehr ohne weiteres vorgenommen werden!&lt;/strong&gt; Zunächst müssen die dynamischen Updates unterbrochen werden, danach kann man Änderungen vornehmen und die dynamischen Updates wieder starten:&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;rndc freeze example.org
vim /var/lib/bind/zone.example.org
rndc thaw example.org
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;

&lt;p&gt;oder&lt;/p&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code&gt;rndc freeze 0.0.10.in-addr.arpa 
vim /var/lib/bind/zone.10.0.0
rndc thaw 0.0.10.in-addr.arpa
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/44f181acb90b43159126e6ae73544b91&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 21 Jan 2011 18:46:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://netz-rettung-recht.de/archives/1666-guid.html</guid>
    <category>anleitung</category>
<category>debian</category>
<category>dhcp</category>
<category>dns</category>
<category>linux</category>
<category>squeeze</category>

</item>
<item>
    <title>Installation von Debian Squeeze</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/1665-Installation-von-Debian-Squeeze.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
    
    <comments>https://netz-rettung-recht.de/archives/1665-Installation-von-Debian-Squeeze.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://netz-rettung-recht.de/wfwcomment.php?cid=1665</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://netz-rettung-recht.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=1665</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Gestern schrieb ich schon, daß ich mal wieder wahrlich &lt;a title=&quot;Erledigungen, Erledigungen, nicht als Erledigungen ...&quot; href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1663-Erledigungen,-Erledigungen,-nicht-als-Erledigungen-....html&quot;&gt;zu nichts komme&lt;/a&gt; (jedenfalls nicht zu den Sachen, die ich mir vorgenommen hatte) - daher mußte bislang auch die Einrichtung des &lt;a title=&quot;Ein neuer Homeserver&quot; href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1664-Ein-neuer-Homeserver.html&quot;&gt;neuen Rechners&lt;/a&gt; (die ich eigentlich in der ersten Woche des neuen Jahres abzuschließen hoffte) zurückstehen. Heute habe ich damit aber dann einmal - mit Unterstützung aus dem IRC - angefangen und ein &lt;strong&gt;Debian Squeeze&lt;/strong&gt; (dessen Release ja unmittelbar bevorsteht) installiert. Da die Maschine per KVM-Switch an Monitor, Tastatur und Maus hängt, habe ich mich mittlerweile entschlossen, sie nicht nur als Server, sondern auch als Desktop zu nutzen, auch um einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich ein Linux auf dem Desktop so anfühlt - denn obschon ich seit gut 10 Jahren mit Linux als Server-OS umgehen, arbeite ich auf dem Desktop immer noch unter Windows (zunehmend ergänzt um Tools aus der unixoiden Welt).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aufgrund meiner bisher mangelnden Erfahrung mit der Installation eines Systems (ich kenne den Arbeitsgang in der Regel erst beginnend mit der Anpassung eines vom Provider aufgespielten Images und habe Erfahrung im wesentlichen mit dem Zugang via SSH, nicht mit der Arbeit an der Konsole &amp;#8230;) und der Tatsache, daß Debian für das bevorstehende Release alle nicht-freie Firmware aus dem &lt;em&gt;main&lt;/em&gt;-Archiv entfernt hat, befürchtete ich erhebliche Probleme, schließlich sind mir aus den vorgenannten Gründen im weitesten Sinne hardwarenahe Arbeiten (Treiber, Kernel, Partitionierung von Platten, Auswahl des Filesystems und Einrichtung von RAID, LVM und Co.) nicht wirklich vertraut. Der Ablauf erwies sich aber als angenehm einfach.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem &lt;a title=&quot;debian-installer&quot; href=&quot;http://www.debian.org/devel/debian-installer/&quot;&gt;Herunterladen&lt;/a&gt; eines Netinstall-Images aus den täglichen Snapshots und dessen Brennen auf CD wurde mir nach dem Boot angeboten, den graphischen oder den konsolenorientierten Installer zu starten, wobei ich mich für letzteres entschied; danach wurde ich durch die Ersteinrichtung geführt, bis &amp;#8230; tatsächlich eine fehlende Firmware (&lt;em&gt;rtl8168d-1.fw&lt;/em&gt;) gefunden wurde, sinnigerweise ausgerechnet für die (Realtek-)Netzwerkkarte (ohne die sich ein Netinstall dann vermutlich nicht so richtig erfolgreich gestalten dürfte). Glücklicherweise hatte ich mich bereits vorher informiert, wo Debian die nicht-freie Firmware jetzt versteckt hat, so daß ich den entsprechen &lt;a href=&quot;http://cdimage.debian.org/cdimage/unofficial/non-free/firmware/squeeze/current/&quot; title=&quot;Index of /cdimage/unofficial/non-free/firmware/squeeze/current&quot;&gt;Tarball&lt;/a&gt; herunterladen und via USB-Stick bereitstellen konnte. Das half aber nicht; weder der Tarball noch die ausgepackten Debs konnten den Installer glücklich machen. Weitere Suche mit dem Namen der vermißten Firmware führte dann zu einem &lt;a href=&quot;http://bugs.debian.org/cgi-bin/bugreport.cgi?bug=609388&quot; title=&quot;&quot;&gt;Bugreport&lt;/a&gt; und dem entsprechenden &lt;a href=&quot;http://packages.debian.org/sid/firmware-realtek&quot; title=&quot;&quot;&gt;Firmware-Paket&lt;/a&gt; mit Realtek-Firmware; ich habe dann entsprechend das dort verlinkte Tar-Archiv heruntergeladen, ausgepackt und - nach mehreren erfolglosen Versuchen - die Realtek-Firmware in das Root-Verzeichnis des USB-Sticks gepackt. Jetzt war der Installer glücklich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im weiteren Verlauf gelang es mir allerdings dennoch nicht, eine Netzwerkverbindung aufzubauen, was die weitere Installation etwas hinderte, insbesondere soweit Repositories eingebunden und Sicherheitsupdates geladen werden sollte; nach deren Abschluss und einem Reboot war jedoch eine Netzwerkverbindung vorhanden. Hilfreich für den absoluten Anfänger &lt;em&gt;*hüstel*&lt;/em&gt; ist es übrigens in solchen Fällen zu wissen, daß man mit Alt-4 ein Terminal mit den Logs und Fehlermeldungen angezeigt bekommt, mit Alt-1 wieder zurückkomt und ggf. auf einem der anderen TTYs eine Shell starten kann. &lt;a href=&quot;http://www.debian.org/releases/squeeze/amd64/ch06s01.html.en&quot; title=&quot;302 Found&quot;&gt;Dokumentiert&lt;/a&gt; ist das im &lt;a href=&quot;http://www.debian.org/releases/squeeze/amd64/&quot; title=&quot;302 Found&quot;&gt;Install-Manual&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;[&lt;strong&gt;Update vom 23.01.2011:&lt;/strong&gt; Offenbar handelt es sich bei dem Problem mit der Firmware für die Realtek-Netzwerkkarte noch um einen Bug, der mit dem ersten Point-Release behoben werden soll - sowohl hinsichtlich der Probleme des Installers, die Firmware auf dem USB-Stick zu finden, als auch hinsichtlich der fehlenden Netzwerkkonnektivität nach dem Finden der Firmware.]&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Rest der Installation bis zum ersten Reboot verlief ereignislos, gut unterstützt und dokumentiert - es gelang mir auch auf Anhieb (naja, mit einigen Versuchen), aus meinen beiden Festplatten ein RAID 1 (mit gesonderter Bootpartition) zu erstellen, darüber LVM zu legen, die einzelnen &lt;em&gt;Logical Volumes&lt;/em&gt; anzulegen und zu formatieren, ohne daß ich (abgesehen von Hinweisen zu der grundsätzlichen Auswahl des Filesystems und der Partitionierung) irgendeine Unterstützung via IRC gebraucht hätte.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach dem Reboot saß ich dann zum ersten Mal vor einer graphischen 
Konsole mit Gnome - und ich muß sagen, das gefällt mir bisher gut. &lt;img src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
Momentan muß ich mich dort noch zurechtfinden, aber immerhin kann die 
Maschine schonmal MP3s abspielen (nächster Eintrag auf der ToDo-Liste: 
Musikbibliothek mit korrekten MP3-Tags versehen &amp;#8230; &lt;em&gt;*seufz*&lt;/em&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch der Weg dorthin war allerdings nicht ganz ohne Probleme, denn ich mußte
 dem System noch beibringen, die On-Board-Soundkarte richtig 
anzusteuern. Insoweit hilfreich war nach längerem Googeln - wie gesagt, 
bei solchen Dingen war ich bislang völlig ahnungslos - ein Eintrag im &lt;a href=&quot;http://wiki.ubuntuusers.de/Soundkarten_konfigurieren/HDA&quot; title=&quot;&quot;&gt;Ubuntuusers-Wiki&lt;/a&gt;, dem ich die Lösung für mein Problem entnehmen konnte: die Datei &lt;em&gt;/etc/modprobe.d/alsa-base.conf&lt;/em&gt; möchte um den Eintrag &lt;em&gt;options snd-hda-intel model=auto&lt;/em&gt; ergänzt werden. Statt dem dort empfohlenen Reboot (das erschien mir so &amp;#8230; Windows-artig) habe ich mich dann auf ein modprobe snd-hda-intel beschränkt - und auch das hat genügt. &lt;img src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt
 muß &amp;quot;nur noch&amp;quot; alles eingerichtet werden - insbesondere deshalb 
bestimmt ein großer Spaß, weil ich nach dem Einrichten des Basis-Systems
 den Fehler gemacht hatte, die zu installierenden weiteren Pakete mittels &lt;em&gt;tasksel&lt;/em&gt; auszuwählen. Für den Desktop, von dem ich bekanntlich keine Ahnung habe, mag
 das noch eine gute Idee gewesen sein, aber der Rest - Mailserver, 
Webserver, Datenbankserver, &amp;#8230; - entspricht nun wirklich gar nicht 
meinen (teilweise sicherlich speziellen) Vorstellungen. Also werde ich 
das in den nächsten Tagen einfach neu machen. &lt;img src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/wink.png&quot; alt=&quot;;-)&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt muß ich sagen, daß meine erste Debian-Installation (auf aktueller Hardware) mich sehr positiv überrascht hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der
 einzige Punkt, bei dem ich mir mehr Dokumentation gewünscht hätte, war 
die richtige Vorgehensweise, um dem Installer die fehlende Firmware 
unterzuschieben. Schön zu wissen, daß man sich .debs herunterladen (die 
dem Installer aber AFAIS nicht helfen, also nur für Updates hilfreich 
sein dürften) oder die notwendige Firmware &amp;quot;bspw. via USB-Stick&amp;quot; 
bereitgestellt werden kann; noch schöner wäre aber zu erläutern, wo und 
wie man ggf. die einzelnen Firmware-Dateien findet und wo genau auf dem 
Stick sie dann bereitgestellt werden sollen. (Vielleicht habe ich die 
entsprechende Doku einfach nicht gefunden, das glaube ich in diesem Fall
 aber noch nicht einmal.) Der Kampf mit der Soundkarte dürfte hingegen 
für jemanden, der so ungefähr weiß, was er tut, nicht problematisch 
sein; die Anleitung im Ubuntuusers-Wiki ist auch völlig hinreichend. (Ob
 man sie aus der Installationsanleitung verlinken sollte, sei 
dahingestellt; ich habe, ehrlich gesagt, nicht einmal nachgeschaut, ob 
das nicht vielleicht sogar der Fall ist.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt; &lt;em&gt;[&lt;strong&gt;Update vom 23.01.2011:&lt;/strong&gt; Vermutlich ist die Doku über das Bereitstellen zusätzlicher Firmware völlig korrekt und das Problem besteht im Installer bzw. dem konkreten Firmware-Paket. Siehe dazu auch die Errata-Seite des Debian-Installers.]&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/1f470982a9364ffaa726aa9b4697e54e&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 20 Jan 2011 21:47:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://netz-rettung-recht.de/archives/1665-guid.html</guid>
    <category>debian</category>
<category>linux</category>
<category>squeeze</category>

</item>

</channel>
</rss>
