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    <title>Netz - Rettung - Recht - Unmut</title>
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    <description>Aus dem Leben eines Szlauszafs</description>
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    <pubDate>Wed, 20 Apr 2022 06:20:08 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Netz - Rettung - Recht - Unmut - Aus dem Leben eines Szlauszafs</title>
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    <title>Umgang mit Corona</title>
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            <category>Aus dem Leben</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Wir leben jetzt seit rund zwei Jahren mit &lt;em&gt;SARS-CoV-2&lt;/em&gt; und der &lt;em&gt;COVID-19&lt;/em&gt;-Pandemie einer- und den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie andererseits, und man sollte eigentlich annehmen, dass sich das alles mittlerweile einigermaßen eingespielt hat. Im Alltag ist das auch weitgehend der Fall, aber wenn man sich den Umgang von Politik und Verwaltung mit der Pandemie ansieht, kann man sich manchmal nur noch wundern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vielleicht sollte ich sinnvollerweise vorausschicken, dass ich &lt;em&gt;COVID-19&lt;/em&gt; nicht für eine Art Schnupfen halte, selbstverständlich dreimal geimpft bin und auch die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie - zum Schutz der, nun ja, Volksgesundheit, der vulnerablen Gruppen, der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens - nachvollziehen kann, mögen diese Maßnahmen auch einschneidend (gewesen) sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dessen ungeachtet hat mich doch manches verwundert oder kopfschüttelnd zurückgelassen. Dabei geht es mir weniger darum, dass sich das Wissen um das Virus ständig fortentwickelt, neue Erkenntnisse hinzukommen oder auch alten Gewissheiten widersprechen, oder das verschiedene Studien zu verschiedenen Ergebnissen kommen. Und natürlich widerstreiten in der Wissenschaft (erst recht der öffentlichen Meinung) verschiedene Theorien, und man kann auf Grundlage derselben Erkenntnisse, je nach Bewertung und Abwägung, zu ganz unterschiedlichen Auffassungen und Maßnahmen kommen, von &amp;#8220;No COVID&amp;#8221; bis &amp;#8220;Freedom Day&amp;#8221;. Ich hätte es aber doch für wünschenswert gehalten, wenn sich die Konzepte und Begründungen der Politik etwas besser logisch miteinander hätten vereinbaren lassen. Wenn &amp;#8220;social distancing&amp;#8221; das Gebot der Stunde ist, Kontakte minimiert werden sollen und es insbesondere um jeden Preis zu vermeiden ist, dass viele Menschen mit geringen Abständen in geschlossenen Räumen zusammenkommen - weshalb Geschäfte schließen müssen und sogar Gottesdienste ausfallen -, dann erschließt es sich nicht von selbst, weshalb der öffentliche Nahverkehr weiterbetrieben wird und Kinder und Jugendliche in Schulen und Kitas aufeinanderhocken. Natürlich kann man das begründen (wenn die Kinder nicht irgendwo &lt;s&gt;verwahrt&lt;/s&gt; betreut werden können, können die Eltern nicht arbeiten; und wenn der ÖPNV nicht fährt, dann kommt man ebenfalls nicht zur Arbeit oder zurück), aber eine solche Abwägung schien in den Zeiten von Lockdowns und Ausgangssperren sonst eher nicht en vogue, und die stattdessen gewählten Erklärungsmodelle der auf magische Weise immunen Kinder und des fehlenden Nachweises von Infektionen im ÖPNV (wie sollte man sie auch feststellen?) haben zumindest bei mir eine gewisse kognitive Dissonanz erzeugt. Dieser schwer miteinander zu vereinbarenden Widersprüchlichkeiten gab es viele.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber darum soll es mir hier gar nicht gehen, sondern um eine Betrachtung der Rechtslage im Winter/Frühjahr 2022 an einem konkreten Fall. Das mindeste, was man von einschneidenden, freiheitsbeschränkenden Maßnahmen meines Erachtens erwarten darf, ist nämlich, dass sie in sich schlüssig sind, erwünschtes Verhalten fördern und unerwünschtes Verhalten verbieten oder pönalisieren. Inwieweit solche Regelungen dann durchgesetzt und überprüft oder Verstöße verfolgt werden (können), ist noch eine andere Frage - die stellt sich aber immer, und nur deshalb, weil nicht an jeder Ecke Radarfallen oder Alkoholkontrollen stehen, sind Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Promillegrenzen im Straßenverkehr nicht gleich sinnlos.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der konkrete Fall:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor einigen Wochen gab es hier im Haushalt einen Corona-Fall: Selbsttests negativ, aber der (damals noch kostenfrei mögliche) PCR-Test aufgrund einer roten Warnung in der Corona-Warn-App war positiv. Der erste Kritikpunkt, der den Sinn von Quarantänemaßnahmen für mich ein wenig in Frage stellt, war dabei der zeitliche Verlauf: die Warnung über Risikokontakte vom Montag - eine Fahrt im ÖPNV &amp;#8230; - kam am Freitag, das Ergebnis des PCR-Tests vom Freitag dann am Dienstag. Das ist mehr als eine Woche; in dieser Zeit kann viel passieren. Nun denn, wie dem auch sei - jetzt stellte sich für mich die Frage, wie es weitergeht. Nach zwei Jahren sich ständig ändernder Regelungen hatte ich es schon lange aufgegeben, mich über die aktuelle Rechtslage zu informieren und deren Änderungen zu verfolgen. Es war also an der Zeit, sich als Mitbewohner und damit nahe Kontaktperson einer positiv getesteten Person über den aktuellen Stand der Dinge und die damit verbundenen Rechte und Pflichten zu informieren. Relevante Rechtsquelle: die &lt;em&gt;Corona-Verordnung Absonderung&lt;/em&gt; eines südwestdeutschen Bundeslandes. Ich nahm an, dass ich mich nun ebenfalls testen lassen und bei einem positiven PCR-Test ebenfalls isolieren muss; das wäre ja naheliegend. Das erwies sich allerdings als Irrtum. Weder musste ich mich absondern, noch hatte ich auch nur die Möglichkeit, einen kostenlosen PCR-Test zu erhalten; hätte ich einen gewollt, hätte ich ihn bezahlen dürfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Rechtslage war - und ich denke: ist - nämlich folgende:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;&amp;#8220;Krankheitsverdächtig&amp;#8221; ist man, wenn man typische Symptome einer &lt;em&gt;COVID-19&lt;/em&gt;-Infektion hat &lt;strong&gt;und&lt;/strong&gt; entweder vom Gesundheitsamt verdonnert wird, an einem PCR-Test teilzunehmen, oder dies aufgrund der Symptome selbst getan hat. Hat man keine Lust auf einen Test, ist man nicht krankheitsverdächtig und daher von der Verordnung nicht betroffen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;&amp;#8220;Krankheitsverdächtige Personen&amp;#8221; müssen sich sofort isolieren. Das heißt: Hat man Symptome und geht zum PCR-Test, muss man sich bis zu dessen Ergebnis isolieren. Hat man Symptome, aber keine Lust auf einen Test, kann man sein Leben einfach wie vorher fortführen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Isolieren muss man sich auch, wenn man ein positives Schnelltestergebnis mitgeteilt bekommt.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Hat man einen positiven Selbsttest, muss man sofort zum Schnell- oder PCR-Test. (Aber isolieren muss man sich nicht, es sei denn, dieser &amp;#8220;offizielle&amp;#8221; Test ist dann positiv.)&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Halten wir also fest: Positive Selbsttests lösen Testpflichten aus; testet man sich einfach nicht (oder verschweigt den positiven Selbsttest), muss man nicht zur Testung. Fühlt man sich krank und lässt sich testen, ist man bis zum Ergebnis in Quarantäne, auch wenn das Ergebnis dann negativ ist. Hat man keine Lust auf eine Testung, passiert nichts. Je häufiger und sorgfältiger man sich also testet, desto eher kommt man in Quarantäne. Wer sich nicht testet und Symptome ignoriert, bleibt von der Quarantänte verschont. Das allein scheint mir schon ein eigenartiges Anreizsystem zu sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun gut. Was ist jetzt mit Haushaltsangehörigen von positiv getesteten Personen?&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Grundsätzlich müssen diese in Quarantäne, sobald sie von dem positiven Schnell- oder PCR-Test des Mitbewohners erfahren; es sei denn, sie sind dreifach geimpft und damit &amp;#8220;quarantänebefreit&amp;#8221;. Das heißt also: wenn der dreifach geimpfte A sich dennoch infiziert hat, kann der ebenfalls dreifach geimpfte B, der mit ihm Tisch und Bett teilt, das fröhlich ignorieren. Er muss sich nicht absondern und auch nicht testen.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Es gibt nämlich auch keine Testpflicht für &amp;#8220;quarantänebefreite&amp;#8221; Mitbewohner. Selbst wenn sie Symptome bekommen - so lange sie sich nicht selbst für einen Test entscheiden, dürfen sie völlig frei weiter alles tun, was sie auch sonst tun dürfen: einkaufen, arbeiten, Party machen, ohne jede Einschränkung.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Okay. Nun nehmen wir an, unser Mitbewohner B ist verantwortungsvoll und möchte Klarheit, ob er sich infiziert hat. Seine Selbsttests sind negativ (das waren sie ja beim infizierten A auch), der Schnelltest auch; je nach Schnelltest, bei dem nur der Naseneingang vorsichtig berührt wird, überrascht das auch nicht. Dann gibt es aber keinen PCR-Test für B. - Auch die Testverordnung des Bundes hilft da nicht weiter. Dort kommen zwar in § 2 Abs. 1 Nr. 2 TestV &amp;#8220;asymptomatische Kontaktpersonen nach Absatz 2, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten&amp;#8221;, vor, und zu diesen Personen gehört man als Mitbewohner. Aber der Einleitungssatz zur § 2 Abs. 1 lautet wie folgt: &amp;#8220;Wenn sie von einem behandelnden Arzt einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person, von Einrichtungen oder Unternehmen nach § 3 Absatz 2 oder vom öffentlichen Gesundheitsdienst festgestellt werden, haben folgende Personen Anspruch auf Testung&amp;#8221;. Ohne ärztliche Feststellung (oder Feststellung durch den Gesundheitsdienst) also kein PCR-Test. (Und ja, ich habe mir das telefonisch beim Hausarzt bestätigen lassen. Die Anweisung war: Schnelltest, wenn der positiv ist PCR-Test, sonst nichts.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Okay. Und wann endet nun die Absonderung für Infizierte und nicht &amp;#8220;quarantänebefreite&amp;#8221; Mitbewohner?&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Grundsätzlich endet die Absonderung nach 10 Tagen ab Abnahme der Probe für den Erstnachweis, sowohl für den Infizierten als auch für seine Mitbewohner. Nach sieben Tagen kann man sich mit einem negativen Schnelltest freitesten, wenn man symtomfrei ist.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Und wenn man nach 10 Tagen immer noch Symptome hat? Ha, das ist egal, die Absonderung endet und es gibt auch keine Testpflicht. Blöd nur, wenn man sich selbst nochmal testet - das löst dann ja eine Pflicht zum Schnell- oder PCR-Test aus. Ist der aber negativ, ist die Absonderung trotz Symptomen beendet.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Um das zusammenzufassen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;In Quarantäne muss man nur nach einem positiven PCR- oder Schnelltest; aber nach einem positiven Selbsttest muss man immerhin zu einem solchen PCR- oder Schnelltest hingehen. Hat man aber Symptome, passiert gar nichts, solange man sich bloß nicht testet. (Ist das ein Anreiz, sich zu testen? Wenn man verantwortungsvoll ist, ja, aber dann würde man es ja ohnehin tun. Ansonsten ist das eine sehr verquere Regelung: will man nicht in Quarantäne, tut man gut daran, die Symptome zu ignorieren. Das ist rechtlich völlig okay.)&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Ist man als Mitbewohner oder anderweitig naher Kontakt dreimal geimpft, passiert gar nichts - selbst wenn man Symptome hat. (Solange man sich nicht testet und der Test positiv wird &amp;#8230;) Immer dann also, wenn es eine Durchbruchsinfektion bei einem geboosterten Menschen gibt - und das ist mit Omikron nicht ganz selten -, dürfen die gleichfalls geboosterten Familienangehörigen das schlicht ignorieren, obwohl sie sich natürlich genausogut angesteckt haben können wie der positive Geboosterte. (Welchen Sinn macht das? Wenn A sich trotz Booster ansteckt, muss man doch annehmen, dass sich dann auch B bei ihm trotz Booster anstecken kann, wenn sie nah oder gar intim zusammenleben?)&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Wenn der Mitbewohner geboostert ist, kommt er nicht - ohne Tricks - an einen PCR-Test, solange seine Schnelltest und Selbsttests negativ sind. Wenn diese Tests schon beim Infizierten jeden Tag durchgehend (!) während der gesamten zehntätigen Absonderung negativ sind, dann ist natürlich nicht zu erwarten, dass der Mitbewohner einen positiven Test macht.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Vorzeitig kommt man aus der Quarantäne nach sieben Tagen nur raus, wenn man symptomfrei ist und einen negativen Test hat. Nach 10 Tagen endet die Quarantäne aber immer, ganz egal, ob man Symptome hat oder nicht. Man darf nur keinen Test machen &amp;#8230;&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Nach einem positiven Selbsttest muss man zu einem Schnell- &lt;strong&gt;oder&lt;/strong&gt; PCR-Test. Wenn man also ein Testzentrum kennt, das nur ganz vorsichtig ein- oder zweimal einen halben Zentimeter in die Nase wischt, ist die Chance sehr gut, dass man dort einen negativen Schnelltest bekommt, so dass der positive Selbsttest dann konsequenzlos ist.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ich verstehe, ehrlich gesagt, diese Regelungen nicht. Natürlich kann man sagen, das sei alles egal, weil verantwortungsvolle Menschen sich sowieso regelmäßig testen und im Falle eines Falles auch isolieren, aber für verantwortungsvolle Menschen brauche ich auch keine Absonderungs-Verordnung; wir machen Vorschriften ja regelmäßig für die nicht so verantwortungsvollen Menschen. Diejenigen, die eine Absonderung vermeiden wollen, haben bei der bestehenden Rechtslage dazu aber jede Möglichkeit, auch wenn sie die gesetzlichen Vorschriften vollständig einhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und das nach zwei Jahren Pandemie und den in dieser Zeit gemachten Erfahrungen, wie weit es mit der Eigenverantwortung her ist - spätestens wenn der Job, der Urlaub, die Teilnahme am Fußballspiele davon abhängen &amp;#8230;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Titelbild © thodonal - stock.adobe.com&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;[Nachträglich veröffentlicht im April 2022.]&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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    <pubDate>Tue, 08 Mar 2022 05:15:00 +0000</pubDate>
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    <category>covid19</category>

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    <title>Black screen of death und die Haltbarkeit heutiger Technik</title>
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            <category>Bits'n'Bytes</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Erst im Oktober freute ich mich darüber, dass mein rund drei Jahre altes &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2127-Jetzt-doch-Pixel-3.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;&lt;em&gt;Pixel 3&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; noch ein Update auf &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2361-Android-12.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;&lt;em&gt;Android 12&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; bekommen hat und dachte so bei mir, dass ich immer noch sehr zufrieden mit dem Gerät bin und damit gut noch ein paar Jahre auskomme. Immerhin hatte sich das &lt;em&gt;Pixel 4&lt;/em&gt; durch den fehlenden Fingerabdruckscanner disqualifiziert, das &lt;em&gt;Pixel 5&lt;/em&gt; bekommt man nicht mehr, und über das &lt;em&gt;Pixel 6&lt;/em&gt; las man bei Scalzi (der mir damals in seinem Blog &lt;em&gt;Whatever&lt;/em&gt; das &lt;em&gt;Pixel 3&lt;/em&gt; schmackhaft gemacht hatte) eher &lt;a href=&quot;https://whatever.scalzi.com/2021/10/28/pixel-6-pro-very-first-impressions/%3E&quot; title=&quot;Page not found | Whatever&quot;&gt;zurückhaltende&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;https://whatever.scalzi.com/2021/11/03/one-week-with-the-pixel-6-pro/%3E&quot; title=&quot;Page not found | Whatever&quot;&gt;Kommentare&lt;/a&gt; und anderswo &lt;a href=&quot;https://www.heise.de/news/Android-Update-verschlechtert-Mobilfunkempfang-bei-Pixel-6-und-6-Pro-6302757.html&quot; title=&quot;    Android-Update verschlechtert Mobilfunkempfang von Pixel 6 und 6 Pro | heise online&quot;&gt;Horrornachrichten&lt;/a&gt;; da bleibt man doch besser bei dem, was man hat und kennt. Speicher ausreichend, Leistung gut, Akkulebensdauer noch in Ordnung - passt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann wurde es 2022. Am Nachmittag des 1. Januars ging ich zufällig an meinem abgelegten Handy vorbei und wunderte mich bei einem Seitenblick, dass der Bildschirm komplett ausgeschaltet war. Normalerweise sollte er aber Datum, Uhrzeit und Icons für die Benachrichtigungen anzeigen. Vielleicht einfach der Akku leer, obwohl ich glaubte, ihn über Nacht geladen zu haben? Also ans Ladekabel - aber es erscheint nicht wie sonst nach kurzer Zeit eine Ladeanzeige. Einschalten? Geht nicht. Einschalter lange drücken für einen Reboot? Geht nicht. Ganz lange drücken? Geht auch nicht. Auch nicht nach einer Stunde Wartezeit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Telefon ist tot und bleibt tot, was immer es auch hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und das ist schlecht. Es ist immer schlecht, wenn ein technisches Gerät, namentlich ein Computer, ausfällt; das belastet mich oft überproportional. Es ist aber beim Smartphone ganz schlecht - nicht nur, weil ich (gerade über das verlängerte Wochenende) erreichbar sein muss, sondern weil sich das Smartphone graduell zur Schaltzentrale entwickelt hat. Es stellt (wie jedes Mobiltelefon) die mobile Erreichbarkeit sicher, aber nicht mehr nur über Telefonie (und SMS), sondern auch über den Zugriff auf Messenger und E-Mails, auf Kalender und Todolisten, auf Karten und Fahrpläne. Ich neige nicht dazu, &lt;em&gt;alles&lt;/em&gt; auf dem Smartphone zu konzentrieren; bislang zahle ich mit Karte (nicht mit dem Telefon) und habe daher auch die PINs der wichtigsten Karten im Kopf, und auch der zweite Faktor fürs Onlinebanking ist bei mir schon aus Sicherheitsgründen keine App, sondern ein TAN-Generator mit QR-Code. Dennoch ist das Smartphone auch zuhause ein wichtiges Utensil geworden: ich greife primär zum Telefon (nicht zum Tablet), wenn ich auf dem Sofa oder im Bett mal schnell durch Twitter oder Facebook blättern oder meine RSS-Feeds durchgehen oder nach neuen Mails schauen will. Es ist die bequeme Fernbedienung für die Sonos-Lautsprecher, es ist ein E-Book-Reader.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und es ist vor allem auch der zweite Faktor für viele Accounts, willentlich oder gezwungenermaßen. Ich zögere sehr, die Zwei-Faktor-Authentisierung für Accounts zu aktivieren, weil das umständlich ist und weil es einen weiteren &lt;em&gt;Single Point of Failure&lt;/em&gt; einführt, aber der Google-Account (zentral für vielerlei) und aus Rücksicht auf meine Mitentwickler auch Github haben 2FA aktiv. Dieser Handy-Ausfall war damit der richtige Zeitpunkt, um die Backup-OTPs (Einmalpassworte) beider Dienste in den Passwortmanager zu werfen; glücklicherweise war ich in beiden Accounts noch eingeloggt, und glücklicherweise bietet Google primär eine Loginbestätigung auf allen mit dem Account verbundenen Android-Geräten an, und mein Tablet war betriebsbereit. Viele Anbieter verlangen aber manchmal oder immer ungefragt als zweiten Faktor eine SMS; nur manche akzeptieren stattdessen einen Anruf (und dann ist meist doch die Handynummer hinterlegt) oder eine E-Mail. Man entsperrt mit dem Smartphone Autos von Carsharing-Anbietern, man öffnet damit Packstationen. Und erst als ich gestern aufbrechen wollte, um mein neues Telefon abzuholen, dachte ich gerade noch rechtzeitig an eine neue wichtige Aufgabe, die das Smartphone im letzten Jahr erhalten hat: es speichert das Impfzertifikat. Glücklicherweise hatte ich gerade vor einigen Wochen, nach meiner Booster-Impfung, alle Zertifikate wiedergefunden, an einem definierten Ort verstaut (ohne dass ich mich erinnern würde, wo genau) und gescannt. Also ließ sich das letzte Zertifikat schnell ausdrucken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt fühlte ich mich also zu Beginn des neuen Jahres sehr unschön, und eine schnelle Lösung war auch nicht in Sicht; das letzte Telefon, irgendwo im Keller, war ein altes &lt;em&gt;Nexus 5x&lt;/em&gt;, auf das ich einfach keine Lust hatte, auch wenn es sich wahrscheinlich hätte aufladen lassen - immerhin ist die Einrichtung eines Telefons ja oft mehrstündige Arbeit, und das will ich nicht zweimal machen. Also habe ich darauf gesetzt, dass überall dort, wo ich wirklich erreichbar sein muss, auch meine Festnetznummer hinterlegt ist (das hat dann auch funktioniert), und dass ich schnell etwas neues finde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Suche danach war auch recht kurz: ich war mehr oder weniger von Anfang an entschlossen, dass das neue Gerät ein &lt;em&gt;Pixel 6&lt;/em&gt; werden sollte; etwas anderes bietet Google ja derzeit nicht wirklich an, und ich hatte nicht den Nerv, nach anderen Smartphones im &lt;em&gt;Android-One&lt;/em&gt;-Programm zu suchen. Außerdem haben mir die Smartphones von Google bisher immer gefallen; von meinem &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2219-Samsung-Galaxy-Tab-5e.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;Tablet&lt;/a&gt; kann ich das nicht in gleicher Weise sagen. Es funktioniert gut, es erfüllt seinen Zweck, aber es hat komische Samsung-Apps in komischen Bonbonfarben, und es ist einfach nicht so, wie die Google-Tablets davor waren. Auch da muss ich allerdings festhalten, dass mich das &lt;em&gt;Nexus 10&lt;/em&gt; vier Jahre lang begleitet hat, bis ich etwas neues, schnelleres wollte, die beiden &lt;em&gt;Pixel C&lt;/em&gt; aber nach knapp zwei Jahren und dann nach einem Jahr auch verreckt sind. Entweder habe ich einfach Pech, oder das ist ein echtes Thema bei derzeitiger Technik: mein Laptop entwickelte drei Jahre nach dem Kauf ein &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2206-Lenovo-T-460s-mit-Stromausfall.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;Akkuproblem&lt;/a&gt;. Nur kann man mit dem Akkuproblem leben (man sucht sich eben immer Strom, und ich bin kaum mehr lange mit Laptop unterwegs), und Tablets sind nur &amp;#8220;nice to have&amp;#8221;, nicht zentral wie das Smartphone.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anyway, ich war beim &lt;em&gt;Pixel 6&lt;/em&gt;. Groß soll es sein; das muss ja nicht unbedingt ein Fehler sein, so lange es noch in die Tasche passt. Einen Fingerabdruckleser hat es, allerdings vorne ins Display integriert. Das finde ich nicht so schön; mir ist der Handgriff mit Aktivierung des Telefons durch Fingerabdruck auf der Rückseite in Fleisch und Blut übergegangen, und das geht auch recht unauffällig, ohne dass man auf den Bildschirm drücken muss. Außerdem fürchte ich, dass ein ins Display integrierter Scanner im Zweifel sehr viel anfälliger ist als ein separater Scanner auf der Rückseite; aber nun gut, es ist so, wie es ist. Die Kamera &amp;#8230; wirkt auf den Bildern sehr klotzig, aber ich freute mich zwar an dem schlanken Design des &lt;em&gt;Pixel 3&lt;/em&gt;, habe es aber an 364 von 365 Tagen in einer sehr stabilen Schutzhülle, die von seiner Eleganz überhaupt nichts übrig lässt und es klobig-klotzig wirken lässt, so dass mir das nichts ausmachen dürfte.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1170px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:1162 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1170&quot; height=&quot;600&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2022/2022-01-pixel-6.png&quot; title=&quot;Pixel 6&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Pixel 6 (© russell102 - stock.adobe.com)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Nachdem die Entscheidung gefallen war, ging die Suche nach Bezugsquellen los. Normalerweise bestelle ich die Google-Smartphones ja direkt bei Google oder sonst online, aber ein paar Tage Lieferzeit will ich nicht abwarten; das spricht für die Abholung vor Ort, im Mediamarkt. Das präferierte &lt;em&gt;Pixel 6 Pro&lt;/em&gt; ist dort aber derzeit nicht verfügbar, und Amazon hat es zwar im Angebot, aber mit einer Lieferung erst Ende der Woche (und für ein paar hundert Euro mehr). Nach einigem hin und her habe ich mich daher zu einem &amp;#8220;normalen&amp;#8221; &lt;em&gt;Pixel 6&lt;/em&gt; entschlossen und es zur Abholung im Markt vorbestellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ging dann auch recht reibungslos; nach der Bestellbestätigung am Samstag kam am Sonntagabend die Nachricht, dass die Bestellung vorbereitet werde, und am Montag um neun die Abholbenachrichtigung. Mit einem Ausdruck dieser (samt QR-Code), der Rechnung und einem Ausdruck des Impfzertifikats (an den ich gerade noch gedacht hatte) ging es dann zum Mediamarkt in einem Nachbarort (wo ich bisher noch nie war, der aber gut erreichbar ist und ausreichend Parkraum bietet). Dort war alles gut organisiert: nach einer 2G-Kontrolle mit Scan des Impfzertifikats und Kontrolle des Personalausweises (!) konnte ich meine Bestellung an der Kasse abholen und gleich bezahlen. Offenbar wird das &amp;#8220;Click-and-Collect&amp;#8221;-Angebot gerne angenommen, denn da lag doch einiges an Vorbestellungen herum, und es dauerte auch etwas, bis mein neues Handy gefunden wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf dem Hin- und Rückweg - und bei einigen weiteren Erledigungen im Nachgang - wurde mir dann richtig bewusst, wie gewöhnt ich an die ständig verfügbare Technik bin: meine weitgehend unbewusste interne Checkliste, ob ich alles dabei habe (Geldbörse? Schlüssel? Handy?) alarmierte mich regelmäßig, dass da etwas fehlt; beim Aussteigen aus dem Auto hatte ich jedes Mal das Gefühl, etwas vergessen zu haben; man kann einen Notizzettel nicht einfach durch ein schnelles Foto ersetzen; und man kann weder die geplanten Erledigungen in &lt;em&gt;Todoist&lt;/em&gt; nachsehen noch sie dort abhaken. Ein ganz ungewohntes Gefühl, und kein schönes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Einrichtung des neuen Geräts lief dann reibungslos, wenn sie auch - wegen der Nichtverfügbarkeit des vorherigen Smartphones - aufwendiger war, als sie sein müsste. Immerhin können aber zumindest die Apps selbst und deren Anordnung aus dem Backup rekonstruiert werden, und auch etliche Einstellungen kamen richtig rüber. Während ich mich also mit dem Gerät vertraut machte, installierte es Zeugs; und während es Updates für alle vorinstallierten Apps lud, bin ich stur App für App, Bildschirm für Bildschirm systematisch durchgegangen, habe lange Passworte aus dem Passwortmanager abgetippt, haufenweise Mails erhalten (&amp;#8220;Wir haben eine neue Anmeldung registriert. Wenn Sie das selbst waren, dann müssen Sie nichts tun.&amp;#8221;), Konfigurationen angepasst oder wieder neu erstellt, und nach fünf Stunden war wieder alles so wie vorher. Das alte Gerät ist jetzt aus den wichtigsten Accounts entfernt, das neue ist eingebucht und installiert. In den Messengern (mit Ausnahme ausgerechnet von &lt;em&gt;WhatsApp&lt;/em&gt;) ist die gesamte Historie weg, aber nun gut; schade ist das primär für die Corona-Statusmeldungen des Landes, in denen man sonst schön die Inzidenzen der letzten anderthalb Jahre nachlesen konnte. Der Fingerabdruckleser am neuen Gerät tut (nicht mehr mit Zeige- und Ringfinger, sondern mit dem Daumen, denn der ist am ehesten im Bereich, wenn man das Telefon in der Hand hat), und meine Frau hat mir dann noch gezeigt, wie man diese unsägliche Gestensteuerung abdrehen und stattdessen wieder die alten drei Softbuttons erhalten kann. Das Gerät ist sehr schön, und die klotzige Kamera wird vermutlich nicht mehr auffallen, wenn in den nächsten Tagen die stabile Schutzhülle kommt (wieder eine &lt;em&gt;Spigen Tough Armor&lt;/em&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eigentlich alles paletti, aber die Freude ist nicht so groß, wie sie an meinem Geburtstag vor drei Jahren war, als ich das &lt;em&gt;Pixel 3&lt;/em&gt; ausgepackt und installiert habe - denn das Telefon damals &lt;em&gt;wollte&lt;/em&gt; ich haben, das jetzige &lt;em&gt;musste&lt;/em&gt; schnell-schnell beschafft werden. Das ist schon ein deutlicher Unterschied bei der Vorfreude. Aber so lange das &lt;em&gt;Pixel 6&lt;/em&gt; ejtzt seinen Dienst tut, will ich ja zufrieden sein, und ich bin nun vor allem wieder &amp;#8220;digital handlungsfähig&amp;#8221;.&lt;/p&gt;
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    <pubDate>Tue, 04 Jan 2022 08:00:00 +0000</pubDate>
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    <category>android</category>
<category>mobiltelefonie</category>

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    <title>Modeaccessoire statt Infektionsschutz</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2333-Modeaccessoire-statt-Infektionsschutz.html</link>
            <category>Aus dem Leben</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Die COVID-19-Pandemie kann einen ab und an schon zur Verzweiflung bringen: die Pandemie und die erkrankten, dauerhaft beeinträchtigten und verstorbenen Menschen selbst, die mit den Bekämpfungsmaßnahmen verbundenen Einschränkungen, die ganze Gewerbezweige in den Ruin zu treiben drohen, die Einschränkungen und Folgen für einen ganz selbst und persönlich - aber auch die oft wenig konsequenten und nachvollziehbaren und dazu ständig wechselnden Maßnahmen und nicht zuletzt die Reaktionen darauf und die Spaltung in der Bevölkerung, die sich in Gruppierungen wie den &amp;#8220;Querdenkern&amp;#8221; zeigt, aber auch durch Familien und Freundeskreise geht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch die staatlichen Maßnahmen haben in den vergangenen Monaten nicht immer durch große Überzeugungskraft geglänzt. Warum betreibt man den öffentlichen Personennah- und -fernverkehr, wenn dort oft nicht gelüftet werden kann und Abstände kaum einzuhalten sind? Warum bleiben Schulen, Horte und Kindertagesstätten geöffnet, teilweise ohne die Einhaltung von Mindestabständen und durchgehende Maskenpflicht, wenn die Infektiosität von Kindern und Jugendlichen nicht relevant geringer ist als bei Erwachsenen und insbesondere längerer Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit geringen Abständen und ohne Masken gefährlich ist? Warum schließt man monatelang die Gastronomie und viele Geschäfte, schränkt aber die Ein- und Ausreise (und auch innerstaatliche Reisen) kaum ein? Natürlich gibt es für fast jede Maßnahme einen Grund, aber nicht immer ist dieser Grund überzeugend - und vor allem passen Prioritätensetzungen oftmals nicht richtig zueinander.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weit übertroffen wird das staatliche Chaos dann durch das private. Die einen wollen sich nicht impfen lassen (oder nicht jetzt, oder nicht mit diesem oder jenem Impfstoff), die anderen müssen unbedingt auch mitten in der Pandemie den Familienurlaub mit dem Flieger ins Ausland durchziehen oder - endlich können wir wieder leben! - engumschlungen Großveranstaltungen besuchen. Sei es, wie es sei: was ich besonders schlecht verstehen kann sind die Probleme beim Tragen von Masken, sei es in Form von Mund-Nasen-Schutz oder Behelfsmaske aus Stoff, in Form eines OP-Mundschutzes oder auch FFP2/3-Masken. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass eine schicke Stoffmaske oder der Mundschutz am Rückspiegel des Kfz das modische Accessoire der Saison 2020/2021 geworden sei, dass aber das (richtige! konsequente!) Tragen desselben für den Durchschnittsbürger eine nicht zu bewältigende Aufgabe darstelle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es sollte dabei weder wissenschaftlicher Forschung noch großer Studien bedürfen, um zu verstehen, dass jede Form der Maske zumindest eine Verminderung der Ansteckungsgefahr bedeutet, und dass sowohl der Fremd- als auch der Eigenschutz umso besser wird, je höher die Filterwirkung der Maske ist und je dichter sie sitzt. Seitdem meine (straff und recht dicht sitzende) Stoffmaske den Anforderungen am Arbeitsplatz (medizinische Maske ist beim Verlassen des Einzelbüros im ganzen Gebäude zu tragen) und anderswo nicht mehr genügt, war deshalb der Wechsel auf eine FFP2-Maske die für mich einzig logische Reaktion; ein OP-Mundschutz kann schon prinzipbedingt nicht so dicht sitzen, dass er das Aus- und vor allem Einatmen von Aerosolen verhindert. In jedem Fall ist aber neben der Dichte des Stoffes auch die Dichtigkeit der Maske ein wesentlicher Faktor; ein locker vor dem Gesicht flatterndes Stück Stoff oder Filter ist wenig hilfreich, wenn die Luft beim Ein- und Ausatmen an allen Ecken und Seiten daran vorbeizieht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schon deshalb ist es mir schwer verständlich, warum es so en vogue ist, die Maske am oder unter dem Kinn zu tragen, solange man sie nicht tragen muss. Dass muss doch eigentlich dazu führen, dass die (oft elastischen) Bändsel ausleiern und die Maske dann in ihrer eigentlichen Position nicht mehr dicht sitzt. Und spätestens dann, wenn die Masken beim Tragen immer wieder herunterrutscht, &lt;em&gt;kann&lt;/em&gt; sie nicht ausreichend dicht sitzen - und doch sieht man immer wieder beim Gespräch &amp;#8220;rutschende&amp;#8221; Masken. Zudem führt das regelmäßig dazu, dass das &amp;#8220;Hochziehen&amp;#8221; der Maske vergessen wird, oder dass sie nur vor dem Mund getragen wird, aber die Nase als Zinken darüber hängt - was die Wirkung weitgehend negiert. Genau das sieht man aber regelhaft, sowohl am Arbeitsplatz als auch in Geschäften als auch im ÖPNV als auch in Fernsehdokus, die neueren Datums sind und deshalb bereits zu Pandemiezeiten gedreht wurden. Was ist so schwer daran, die Maske entweder aufzuziehen (so, dass sie über Mund und Nase sitzt und unten am Kinn wie insbesondere oben an der Nase angeformt ist und so dicht wie möglich sitzt) oder abzunehmen? Ganz egal, ob man sie dann nur an einem Ohr herunterhängen lasst, ablegt oder in der Hand (oder der Tasche) trägt - alles ist besser als das Herumschieben im Gesicht. Dann merkt man nämlich auch bewusst, ob man die Maske nun trägt (aber richtig!) oder nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann ist mir auch noch nicht ganz klar, warum man die Maske im Freien dann unbedingt direkt herunterziehen oder abnehmen und (besonder schick) am Unter- oder Oberarm tragen muss (ganz abgesehen von Fragen der Hygiene). Es ist ja nicht so, dass es in irgendeiner Weise schädlich wäre, Maske zu tragen, auch dort, wo man es nicht zwingend muss. Bisher fahre ich mit einem ganz einfachen System gut: bevor ich aus dem Haus gehe, ziehe ich die Maske auf; im Auto ziehe ich sie ab; beim Aussteigen ziehe ich sie auf; und wenn ich in meinem Büro ankomme, ziehe ich sie wieder ab. Begebe ich mich auf den Flur, oder in einen anderen Raum, oder kommt jemand zu mir herein, ziehe ich die Maske auf. So bin ich immer richtig gekleidet und muss die Maske nicht gesondert von einem Ort zum anderen verbringen; denn am einfachsten lässt sie sich schlicht im Gesicht transportieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und jedenfalls dann, wenn man keine schwere körperliche Arbeit leistet, ist das Tragen einer Maske auch kein Problem. Ich trage seit vielen Monaten Maske - ich habe letztes Jahr mit einer recht dicht sitzenden Stoffmaske mehr als drei Stunden auf einer Veranstaltung gesprochen (und in den Pausen alle 45 Minuten die Maske natürlich auch nicht abgenommen), ich trage regelmäßig mehrere Stunden am Stück FFP2-Masken, meistens einmal pro Woche fast den ganzen Arbeitstag mit nur kurzen Pausen (und einer längeren Pause über Mittag), und ich habe ein recht ausgeprägtes Asthma; das ist kein Problem. Weder erstickt man, noch schließt eine (ordnungsgemäß behandelte) obstruktive Atemwegserkrankung das Tragen einer dicht sitzenden Maske bei normaler Büro- oder Geschäftsarbeit (auch über mehrere Stunden oder den gesamten Arbeitstag mit kleinen Pausen) aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umso weniger verstehe ich, ehrlich gesagt, das Verhalten. Ich habe einigermaßen Verständnis dafür, dass persönliche Einschränkungen - Reisen, enge Kontakte, Partys, Veranstaltungen - schwer fallen; ich kann jedenfalls gedanklich nachvollziehen, dass man sich mit einer Impfentscheidung schwer tut. Warum man nicht in der Lage sein sollte, zumindest immer dann eine Maske zu tragen, wenn man sich in einem geschlossenen Raum aufhält, in dem gleichzeitig, davor oder danach auch andere Menschen sind oder wenn man länger nahe mit anderen Menschen zusammen ist, und diese Maske dicht vor Mund und Nase zu ziehen &amp;#8230; das verstehe ich nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und es ist m.E. auch nicht zu verstehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Titelbild © koldunova_anna - stock.adobe.com&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;[Nachträglich veröffentlicht im September 2021.]&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/c27e7b4321dd4643b6306ceb426ed8b0&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Tue, 25 May 2021 17:00:00 +0000</pubDate>
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    <category>covid19</category>

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    <title>Der lange Weg zur Impfung</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2331-Der-lange-Weg-zur-Impfung.html</link>
            <category>Aus dem Leben</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Letzte Woche haben wir den ersten Schritt auf dem langen Weg zur - hoffentlich - Immunität und - hoffentlich auch - Normalität gemacht und die erste Impfung gegen &lt;em&gt;SARS-CoV-2&lt;/em&gt; erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:1026 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1500&quot; height=&quot;977&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2021/2021-05-07-impfung.jpg&quot; title=&quot;SARS-Cov-2-Impfung&quot; alt=&quot;&quot;&gt;
So weit, so gut - der Weg dahin &amp;#8230; hatte aber noch Potential.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dabei geht es mir nicht nur um die Impfstoff-Knappheit, die einerseits eine Priorisierung notwendig gemacht hat, andererseits aber auch dazu führte, dass man weder die Hausärzte (und niedergelassenen Fachärzte) unmittelbar an der Kampagne beteiligen noch die Kapazität der Impfzentren voll ausnutzen konnte, sondern auch um durchaus vermeidbare technische Schwierigkeiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anfang des Jahres, als die Prio-Gruppen 1 und 2 an der Reihe waren, habe ich mich um Impftermine für meine Eltern bemüht, wie man das als guter Sohn so macht. In Rheinland-Pfalz, wo sie wohnen, erwies sich das als einfach: die Anmeldung erfolgt über eine Website, die eine Vielzahl von Informationen abfragt - neben Personalien und Anschrift auch alle für eine Priorisierung in Betracht kommenden Indikationen (Alter, Vorerkrankungen, Beruf usw. usf.), alle für die Aufklärung bedeutsamen Umstände und die (relativen) Kontraindikationen. Danach konnte man sich genau ein Impfzentrum auswählen, nämlich das örtlich für den Wohnort zuständige - fertig. Dann hieß es warten auf einen Termin, der nach recht kurzer Zeit dann erst per Mail und dann schriftlich kam, mit Terminen sowohl für die Erst- als auch bereits für die Zweitimpfung. Es wäre auch möglich gewesen, Termine für (Ehe-)Partner zu vereinbaren, die dann beide zum selben Termin zur Impfung einbestellt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Lösung hat eine Vielzahl von Vorteilen. Gut, es mag sein, dass man einige Geduld aufbringen muss, bis man drankommt, aber ein anderes System würde ja nicht mehr Impfstoff verimpfen, sondern könnte allenfalls zu einer anderen Reihenfolge führen. Ansonsten ist das für den Impfinteressenten das Optimum: einmal alle Angaben machen und dann hat man das seinige getan und muss nur auf den Termin warten, der dann auch per Mail und - gerade für die ältere Bevölkerung, die ja primär geimpft werden sollte - zugleich per Post mitgeteilt wird. Aber auch für das Land hat das Vorteile: Man weiß zum einen genau, wo man steht, d.h. wer (Altersgruppen, Anzahl usw.) im jeweiligen Landkreis bereits geimpft ist und wie viele Personen dort aktuell auf der Warteliste stehen. Zum anderen ist man flexibel bei der Priorisierung innerhalb der einzelnen Prio-Gruppen, ohne dass jeweils nach außen kommunizieren zu müssen, und man kann auch bspw. je nach Auslastung der Impfzentren die Impfstoff-Zuteilung steuern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürlich kann man das auch anders machen - zum Beispiel, indem man kein eigenes System aufsetzt, sondern auf die &lt;a href=&quot;https://www.impfterminservice.de/&quot; title=&quot;&quot;&gt;IT-Lösung&lt;/a&gt; zurückgreift, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zur Verfügung gestellt hat, wie das Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Hessen und auch Baden-Württemberg getan haben. Da ist der Ablauf &amp;#8230; etwas anders.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Grundsatz läuft das so: Man registriert sich für ein beliebiges Impfzentrum, ganz egal, wo man wohnt. In einem ersten Schritt werden Handynummer und Mailadresse verifiziert, und man bekommt einen Buchungscode. Mit dem kann man sich einen freien Termin aussuchen und buchen. Fertig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:1027 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1160&quot; height=&quot;977&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2021/impfterminservice.jpg&quot; title=&quot;impfterminservice.de&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man könnte jetzt annehmen, dass das noch flexibler sei - immerhin kann man sich so einen Termin selbst aussuchen, statt einen zugeteilt zu bekommen, und man kann auch einen Termin in einem anderen Impfzentrum buchen, was vielleicht günstiger ist, wenn man direkt an der Kreisgrenze wohnt und schneller im Impfzentrum des Nachbarkreises ist als im &amp;#8220;eigenen&amp;#8221;. Das ist in der Theorie auch sicher richtig; in der Praxis ist allerdings nicht die Frage, welcher Termin in welchem Zentrum am besten in die Lebensplanung passt, sondern - Impfstoffknappheit! - ob man überhaupt einen Termin bekommt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Praxis ist der Ablauf dann folgendermaßen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zunächst wählt man sein Bundesland und ein Impfzentrum aus und startet die Vorregistrierung. Wenn das Impfzentrum Termine zur Verfügung hat, bestätigt man - ohne jede Abfrage, ohne jede Prüfung - durch Mausklick, dass man zu einer der bereits zur Impfungen aufgerufenen Gruppen gehört (wer das jeweils ist, muss man selbst nachlesen). Dann gibt man Name, Handynummer und Mailadresse ein, bestätigt einen Link in einer E-Mail und gibt eine PIN aus einer SMS ein. Danach bekommt man einen Buchungscode für dieses Impfzentrum. - Natürlich ist dieser Ablauf noch theoretisch. In der Praxis kann es zunächst sein, dass der Server, auf dem man landet, gerade überlastet ist. Dann landet man auf einer Warteseite, dem &amp;#8220;virtuellen Wartezimmer&amp;#8221;, wo ein Counter rückwärts läuft und dann erneut einen Aufruf versucht. Das dauert, und dass es funktioniert, habe ich noch nicht erlebt. Also lädt man - ggf. in verschiedenen Browserfenstern - die Anmeldeseite so lange neu, bis man zur Anmeldung kommt. Man kann sich aber nur anmelden, wenn das jeweilige Impfzentrum gerade Termine hat. Normalerweise ist das nicht der Fall. Daher muss man diese Schritte immer wieder wiederholen, bis man sie erfolgreich absolviert hat, am besten über den Tag verteilt und zu Randzeiten oder nachts. Aufgrund der Schwierigkeiten, einen Termin zu bekommen, versuchen die meisten es an mehreren Impfzentren; meist nur die in der Nähe, aber oft auch vor lauter Verzweiflung über das ganze Land verteilt. Irgendwann gelingt es, diese Schritte zu absolvieren und einen Buchungscode zu erhalten; in der Regel sollte das in den ersten 24-48 h für drei oder mehr Zentren gelingen, je nachdem, wie oft man es versuchen kann - im Home-Office lässt sich das ja regelmäßig nebenbei absolvieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das war aber nur der einfache Schritt - dass man jetzt seinen Buchungscode hat, bedeutet nämlich keineswegs, dass das Impfzentrum auch wirklich buchbare Termine hat. Man muss jetzt also immer wieder (bei allen Impfzentren, für die man Codes ergattern konnte) versuchen, einen Termin zu buchen. Ab und an landet man im &amp;#8220;virtuellen Warteraum&amp;#8221;, siehe oben, meist aber nur auf der Hinweisseite, dass gerade keine Termine frei wären und man es später noch einmal versuchen solle. Anfangs gab es wohl kurz nach Mitternacht gute Erfolge, aber dann hat man angefangen, die neuen Termine über den Tag verteilt freizuschalten. Hier Erfolg zu haben und einen Termin angeboten zu bekommen ist deutlich schwieriger als das Erlangen eines Buchungscodes; hat man aber Geduld und bleibt dran, wird man in der Regel binnen weniger Tage ein Erfolgserlebnis haben - es gibt einen Termin (also genau genommen zwei Termine, für Erst- und Zweitimpfung), manchmal sogar zwei, und der Termin ist für 10 Minuten reserviert! (Natürlich interessiert es dann überhaupt nicht mehr, wann der Termin ist - Hauptsache Termin! Und auch nur bedingt, wo - manche fahren quer durchs ganze Bundesland, vom Bodensee in den Mannheimer Raum und umgekehrt, um sich impfen zu lassen. Und natürlich kann man keine parallelen Termine für Paare buchen - viel zu komplex!)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Erfolg ist aber nur ein scheinbarer - man gibt zwar seine persönlichen Daten ein (Name, Anschrift usw.), auch Handynummer und Mailadresse, wobei diese Daten übrigens nicht mit denen identisch sein müssen, die man im Verifizierungsschritt verwendet hat. Man kann seinen Buchungscode an andere weitergeben und die können dann völlig problemlos einen ganz anderen Namen mit einer anderen Handynummer und Mailadresse für die tatsächliche Terminbuchung angeben - was m.E. die Vorregistrierung (die wegen der Koppelung an verfügbare Termine ja ebenfalls viel Zeit kostet) völlig überflüssig macht. Nach der Eingabe klickt man auf &amp;#8220;Termin buchen&amp;#8221;, während der Counter für die Reservierungszeit von 10 Minuten rückwärts gelaufen ist und jetzt vielleicht bei 8 oder 9 Minuten steht. Nur: die Antwort ist dann, dass der Termin leider bereits vergeben sei und nicht mehr zur Verfügung stehe. Nichts mit &amp;#8220;für 10 Minuten reserviert&amp;#8221;. Ruft man dann wieder die Terminbuchung auf, bekommt man wieder denselben Termin als &amp;#8220;frei&amp;#8221; angezeigt, kann ihn aber wieder nicht buchen. Ab und an stürzt das System dann auch mal mit Fehlermeldungen im Hinblick auf die API ab. Das macht Spaß! In der Folge muss man es dann einfach weiterprobieren &amp;#8230; In der Regel sollte es (bei ausreichend vielen Impfzentren, mindestens drei bis vier, und regelmäßigen Abrufen, gerade auch spätabends, nachts oder frühmorgens) möglich sein, binnen einer knappen Woche auch wirklich einen Termin zu erhalten. (So war es jedenfalls bei uns; und die Erstimpfung war sogar am selben Termin, nur die Zweitimpfung ein paar Tage auseinander.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Subjektiv mag es angenehm sein, mit ausreichend Zeitaufwand die Chance darauf zu haben, schon frühzeitig einen Termin zu erhalten. Objektiv finde ich den unterschiedlichen Zeitaufwand zwischen &amp;#8220;ich gebe mal meine Daten ein und bekomme dann einen Termin ohne weiteren Zeitaufwand&amp;#8221; und &amp;#8220;ich probiere tage-, ggf. wochenlang mehrfach pro Stunde, erst einen Buchungscode und dann einen Termin zu erhalten&amp;#8221; gravierend, insbesondere für berufstägige oder anderweitig zeitlich eingespannte Menschen und gerade auch Ältere, die sich vielleicht mal in Ruhe durch eine Anmeldemaske kämpfen können, aber kaum willens und in der Lage sein werden, über Tage am Rechner zu hängen (und sich dann beeilen zu müssen, bevor der angeblich reservierte Termin &amp;#8220;weg&amp;#8221; ist). Dazu kommt der völlig überflüssige Aufwand für das vorgeschaltete Erlangen eines Buchungscodes, der keinen erkennbaren Mehrwert hat: die Verifizierung ist überflüssig, weil man die verifizierten Daten komplett neu eingeben muss und auch anders eingeben kann, und die Prüfung der Impfberechtigung beschränkt sich auf einen Klick auf &amp;#8220;Ja&amp;#8221; (und die Angabe des Alters, die aber egal ist, so lange sie =&gt; 18 und &amp;lt; 60/65 ist). Auch für die Planung kann das nicht hilfreich sein: weil die Menschen für Impfungen quer durchs Land fahren - schon das ist in einer Pandemie nicht völlig optimal -, weiß ohne weiteres niemand, wer in welchem Stadt- oder Landkreis schon geimpft ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun gut. Wenn man sich durch die Terminhölle gekämpft hat, ist der weitere Ablauf wieder gut strukturiert: Im Vorfeld des Kreisimpfzentrums werden die Anmeldungen auf einer Liste abgeprüft, dann geht es in eine (Kfz-)Warteschlange, Auto für Auto geht es auf den Parkplatz und dann in die Warteschlange - mit großen Abständen - vor dem Impfzentrum. Ein Wachmann am Eingang lässt den oder die nächste(n) Impflinge ein, sobald innen Platz ist. Am Empfang wird nochmal der Termin geprüft und dann wird man einem von 6-8 Anmeldeschaltern zugewiesen. Dort erfolgt dann die Erfassung der persönlichen Daten (wenn möglich durch Einlesen einer Krankenversicherungskarte, denn dort sind sie ja schon drauf, sonst durch Abtippen eines Ausweises), die Prüfung der Impfberechtigung und der (Neu-)Ausdruck von Anamnesebogen, Aufklärungsbogen und Co., und es gibt einen Laufzettel. Danach geht es in eine von zwei großen Videokabinen mit einem Aufklärungsfilm, und dann in einen Quergang, der mit Stühlen als Wartezone ausgebaut ist. Auf der anderen Seite des Ganges finden sich Aufklärungskabinen; wird man aufgerufen, erfolgt dort das ärztliche Aufklärungsgespräch und der Impfpass wird ausgefüllt und durch den Arzt unterschrieben. Danach wieder ein Quergang als Wartezone, und nach kurzer bis keiner Wartezeit dann der Aufruf in die Impfkabine. Dort erfolgt die eigentliche Impfung durch nichtärztliches Fachpersonal, der Impfpass bekommt den Chargen-Aufkleber und es geht in die große Nachbeobachtungszone (viele Stühle, ausreichend Abstand). Dort meldet man sich an und nach 15 Minuten Wartezeit wieder ab. Fertig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt ist diese Terminbucherei ein ganz großes und zudem völlig überflüssiges Ärgernis, eben gerade deshalb, weil es auch anders geht. Für mich persönlich war das jetzt nicht das große Problem; wäre ich nicht letzte Woche als Prio 3 wegen Vorerkrankungen im Kreisimpfzentrum geimpft worden, dann hätte ich diese Woche einen Termin in einem von meinem Arbeitgeber als Pilotprojekt betriebenen Impfzentrum gehabt. Diese Möglichkeit haben aber eben nicht alle.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Letztlich aber: Ende gut, alles gut. Wobei dieses Ende ein Anfang ist; Mitte Juni habe ich den nächsten Termin, und 14 Tage später (ab Juli) gehöre ich dann in die Kategorie &amp;#8220;geimpft&amp;#8221;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;[Nachträglich veröffentlicht im September 2021.]&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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    <pubDate>Tue, 11 May 2021 16:35:00 +0000</pubDate>
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    <category>covid19</category>

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    <title>Spass mit Mailadressen</title>
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            <category>Netzleben</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Wie &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2271-Ade,-Internet!.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;bereits berichtet&lt;/a&gt; verliere ich meine bisherige &amp;#8220;Haupt-E-Mailadresse&amp;#8221; und muss daher bei einer Vielzahl von Accounts die dort hinterlegte Adresse ändern. Diese Aufgabe bin ich lieber direkt und noch vorletzte Woche während meines Urlaubs angegangen. Wie erwartet verlief das meistens reibungslos, aber beileibe nicht immer; es gab eine ganze Reihe &amp;#8230; eher skurrile Erfahrungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt weist mein Passwortmanager mehr als 300 Accounts auf, und bei der weit überwiegenden Mehrzahl stand die verwendete Mailadresse zur Änderung an. Ohne Passwortmanager wäre die Aufgabe vermutlich unlösbar gewesen &amp;#8230; So konnte ich mit den wichtigsten Accounts (Google, Microsoft, Dropbox, Github &amp;#8230;) anfangen und mich dann systematisch durch die Vielzahl wichtiger oder weniger wichtiger Accounts bei einer Unzahl von Diensten, Webshops, Publikationen u.a. kämpfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der ganz weit überwiegenden Anzahl der Fälle war das mit wenigen Klicks völlig unproblematisch erledigt. Allerdings kommen bei mehreren hundert Accounts doch überraschend viele Ausnahmen mit gleichfalls teilweise überraschenden Varianten zusammen.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;seid-ihre-alle-da-&quot;&gt;Seid ihre alle da?&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Schon beim allerersten Schritt, nämlich dem Aufruf des entsprechenden Dienstes mit nachfolgendem Login, kann man Überraschungen erleben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Manche Dienste gibt es schlicht nicht mehr, oder die Domain gehört jetzt einem ganz anderen Anbieter; das waren allerdings nur wenige Fälle. Hinzu kamen ein paar Anbieter, die offenbar - ohne weiteren Hinweis - meinen Account gelöscht hatten; gut, nach oft vielen Jahren ohne Login ist das eine nachvollziehbare Bereinigung der Kundendatenbank. Eine - seltene - Variante davon war dann aber eher skurril: der Account war noch vorhanden, aber das Passwort wurde nicht mehr erkannt, so dass der Mechanismus für vergessene Passworte genutzt werden musste. Hintergrund mag eine Änderung bei der Verschlüsselung der Passwörter sein. In manchen Fällen war der Login auch nicht mehr mit der ursprünglich vergebenen Benutzerkennung möglich, sondern stattdessen nur noch mit der Mailadresse.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;mailadressen-kann-man-ndern-oder-auch-nicht&quot;&gt;Mailadressen kann man ändern - oder auch nicht&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Man sollte annehmen, dass die Änderung der mit dem Account verknüpften Mailadresse vielleicht keine alltäglich genutzte, aber (ebenso wie die Änderung des Passworts) doch recht verbreitete Funktion darstellt. Diese Annahme ist meistens auch richtig - aber nicht immer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt tatsächlich Dienste, die eine Änderung der Mailadresse (die dann in der Regel zugleich die Benutzerkennung darstellt) nicht vorsehen. Da bleibt dann nur ein Weg: einen neuen Account mit der neuen Mailadresse anlegen, Daten übertragen und dann den alten Account löschen. (Man mag es kaum fassen.) Andere Anbieter möchten bei der Änderung der Mailadresse auf Nummer sicher gehen (oder halten das für eine so wenig verlangte Funktion, dass die Implementation einer Benutzerschnittstelle dafür nicht lohnt), so dass die Änderung der Mailadresse nur durch Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice möglich ist. Auch das ist mir allerdings glücklicherweise nur bei einer Handvoll Diensten begegnet und war meistens binnen weniger Tage erledigt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der ganz weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle ist die Änderung der Mailadresse aber online möglich; dabei sind allerdings bei der Entscheidung, wo man diese Funktion anbieten möchte, der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Accountdaten, Profil, Kontaktdaten &amp;#8230; manchmal glich die Suche derjenigen nach der Nadel im Heuhaufen. Einige (wenige) Anbieter lassen eine unmittelbare Änderung der Mailadresse gar nicht zu; oft geht das mit der Möglichkeit einher, mehrere Mailadressen mit dem Account zu verbinden. Dann muss die neue Mailadresse zunächst als zusätzliche Adresse angelegt werden; dann kann man sie zur primären Mailadresse bestimmen und dann die bisherige Mailadresse (die dann nur noch eine zusätzliche Mailadresse ist) löschen. In ein oder zwei Fällen kam es zu ganz esoterischen Fehlern, namentlich in der Variante, dass die Änderung der E-Mail-Adresse akzeptiert und durch einen entsprechenden Text bestätigt wurde, beim erneuten Aufruf des entsprechenden Menüpunkts aber wieder die alte Mailadresse eingetragen war. Eigenartig. Sehr eigenartig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ab und an war die Änderung allein der Mailadresse nicht möglich; in einem eher skurrilen Fall musste zugleich auch das Passwort geändert werden (vielleicht, weil grundsätzlich dessen regelmäßige Änderung vorgesehen ist und der dafür bestimmte Zeitraum lange überschritten war?). In ein paar anderen Fällen mussten zugleich die Accountdaten vervollständigt werden, vermutlich, weil seit der Accountanlage zusätzliche Felder (oft Anschrift und/oder Telefonnummer) zu Pflichtfeldern geworden sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und natürlich gab es eine (ganz kleine!) Gruppe von Spezialisten, die &lt;code&gt;thh@thh.name&lt;/code&gt; nicht für eine gültige Mailadresse hält. Die Validierung von Mailadressen ist ja ohnehin ein Thema für lange Winterabende (sowohl die - weitgehend - richtige Lösung, die überraschend komplex ist, als auch die Vielzahl von Möglichkeiten, diese Aufgabe falsch oder unvollständig zu lösen); hier vermute ich am ehesten, dass den Entwicklern der Gedanke von Top-Level-Domains (TLDs) mit mehr als drei Zeichen ganz ungewohnt war (obschon die TLD &lt;code&gt;.info&lt;/code&gt; alles andere als neu ist).&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;mailadressen-als-benutzerkennungen&quot;&gt;Mailadressen als Benutzerkennungen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Besonders spannend gestaltet sich die Angelegenheit, wenn die Mailadresse zugleich auch den Accountnamen darstellt, also die Benutzerkennung - sei es zwingend, sei es auch nur, wenn man bei der Anlage des Accounts nichts anderes angibt. Für den Umgang mit einer Änderung der Mailadresse in dieser Konstellation gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Man kann schlicht mit der Änderung der Mailadresse auch den Accountnamen, also die Benutzerkennung, ändern; das wäre der naheliegende Weg, der allerdings technisch erfordert, dass jeder Account noch eine interne, eindeutige Bezeichnung hat, über die er mit anderen Datenbanken verknüpft ist. Man kann stattdessen natürlich auch anbieten, Benutzerkennung und E-Mail-Adresse getrennt voneinander zu ändern; das liegt nahe, wenn beim Registrierungsprozess nur die Mailadresse abgefragt und diese dann zugleich auch als Benutzerkennung verwendet wird, das System an sich diese Attribute aber getrennt verwaltet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es gibt aber noch interessantere Lösungen. Man kann, zum Beispiel, die Mailadresse ändern lassen, aber die Benutzerkennung (die alte Mailadresse) beibehalten, ohne dass man sie ändern könnte. Dann ist die hinterlegte Mailadresse &lt;code&gt;thh@thh.name&lt;/code&gt;, für den Login muss man aber weiterhin &lt;code&gt;thh@inter.net&lt;/code&gt; verwenden. Das ist schon einigermaßen verwirrend - es geht aber noch verwirrender: dann ist die geänderte Mailadresse auch die neue Benutzerkennung für den Login (so weit, so logisch), der Name des Accounts (der angezeigt wird) bleibt aber die alte Mailadresse (!). So löst das unter anderem Microsoft: mein Account dort heißt weiterhin &amp;#8220;thh@inter.net&amp;#8221; (und wird auch in allen Office-365-Produkten so angezeigt), die Benutzerkennung (und die verknüpfte Mailadresse) ist aber &lt;code&gt;thh@thh.name&lt;/code&gt;. Das ist dann nicht nur einigermaßen, sondern sogar sehr verwirrend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unterschiedlich ist auch die Handhabung bei Programmen und Apps, die sich bei einem solchen Account automatisch anmelden; man denke bspw. an den Dropbox-Client, oder auch an Android-Mobiltelefone, die mit einem Google-Account verknüpft sind. Diese melden sich (bei Dropbox bzw. Google) an, aber die dort hinterlegte Benutzerkennung stimmt ja nicht mehr mit der geänderten Benutzerkennung (Mailadresse) des Dienstes überein. Auch mit diesem Problem gehen Anbieter verschieden um. Dropbox zum Beispiel stellt die Benutzerkennung eines verknüpften Clients transparent um; war man zuvor als &amp;#8220;thh@inter.net&amp;#8221; eingeloggt, ist man es nach der Änderung dann eben als &amp;#8220;thh@thh.name&amp;#8221;. Bei anderen Anbietern scheitert aber die nächste automatische Anmeldung mit der Fehlermeldung, der entsprechende Account (&amp;#8220;thh@inter.net&amp;#8221;) sei unbekannt; dann muss man sich mit der neuen Benutzerkennung (und dem alten Passwort) neu anmelden.&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;sicherheitsfragen-und-best-tigungen&quot;&gt;Sicherheitsfragen und Bestätigungen&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Manche Anbieter erlauben die Änderung einer mit dem Account verknüpften Mailadresse einfach so; viele Anbieter verlangen für die Änderung der Mailadresse die erneute Eingabe des Passworts, auch wenn man in den Account eingeloggt ist. Oft wird auch eine Bestätigung der neuen Mailadresse verlangt, indem eine E-Mail an diese geschickt wird, die einen Code oder zumeist einen Link enthält, mit dem man die Adressänderung bestätigen muss. Erst nach dieser Bestätigung wird die Änderung tatsächlich vorgenommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das ist grundsätzlich wichtig und richtig, führt aber potentiell zu einer Vielzahl von Problemen - denn E-Mail ist nicht mehr ein so stabiles Medium, wie das einmal der Fall war. Gerne dauert es eine Weile, bis die (in der Weboberfläche angekündigte) E-Mail wirklich versandt wird; das ist dann nur aufhaltsam (und summiert sich bei mehreren hundert Accounts), und man kann sich solange ja schon einmal den nächsten Account vornehmen. Manchmal steht der Host, von dem aus diese Bestätigungs-E-Mail versandt wird, auf einer Blacklist (RBL); das löst dann auf meiner Seite Greylisting aus, also zunächst eine Ablehnung der Mail mit einer vorübergehenden Fehlermeldung, wobei die Mail dann nach einer Wartezeit bei einem erneuten Zustellversuch angenommen wird. In diesen Fällen dauert es dann teilweise &lt;em&gt;richtig&lt;/em&gt; lange, bis die Bestätigungsmail eingeht. Noch &amp;#8220;besser&amp;#8221;, aber gar nicht so selten ist es, wenn die Bestätigungs-E-Mail mit einer ungültigen - weil nicht existenten - Absenderadresse versandt wird. Dann nimmt mein Mailserver sie nämlich nicht an. Viel seltener kommt es vor, dass Bestätigungs-E-Mails andere Mängel enhtalten, bspw. Zeilen, die länger als 998 Zeichen sind. Auch das führt zu einer Abweisung. Hilfreich ist es dann, wenn man sein eigener Provider ist und Zugriff auf das Logfile hat, aus dem man dann ersehen kann, dass und vor allem auch warum die E-Mail nicht angenommen wurde; sonst kann man lange warten (und muss sich dann immer fragen, ob es einfach nur lange dauert oder die Mail nicht angenommen wurde).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In den Fällen abgewiesener Mails muss man (nach Whitelistung des Absenders) dann einen neuen Versand der E-Mail anstoßen; das ist normalerweise kein Problem, weil regelmäßig ein Button oder Link vorhanden ist, mit dem man einen erneuten Versand der Bestätigung auslösen kann. Schlimmstenfalls muss man die Mailadresse zurücksetzen und dann noch einmal ändern; in den seltenen Fällen - die aber vorkommen -, in denen eine erneute Änderung der E-Mail-Adresse nicht möglich ist, bis die erste Änderung bestätigt wurde, muss man notfalls warten, bis der Zeitraum für die Bestätigung der Mailadresse (meistens zwischen 24 und 72 Stunden) abgelaufen ist und dann einen neuen Anlauf starten. Ein Anbieter (&lt;em&gt;bit.ly&lt;/em&gt;) sticht hier heraus: dort kann man zwar den erneuten Versand einer Bestätigungs-E-Mail über das Webinterface anstoßen - sie kommt aber nicht. Gar nicht. Niemals. Auch dann nicht, wenn man die E-Mail-Adresse löscht und nochmals neu anlegt. Nicht, wenn man das sofort tut; nicht, wenn man das am selben Tag tut; nicht, wenn man das eine Woche oder 14 Tage später tut. War die Bestätigungs-E-Mail nicht zustellbar, wird kein neuer Versuch unternommen - Punkt. (Möglicherweise liegt das auch am dort für den Mailversand verwendeten Dienstleister, der Fehlermeldungen dauerhaft speichert und die Mailzustellung nicht erneut versucht.) Deshalb habe ich dort jetzt eine ganz andere Adresse mit dem Account verknüpft &amp;#8230;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Erfolgt eine notwendige Bestätigung nicht, wird die Änderung normalerweise nach Ablauf eines gewissen Zeitraums verworfen. Nicht wenige Foren lösen das aber anders und loggen den Nutzer nach einer Änderung der Mailadresse aus und deaktivieren den Account, bis die Änderung der Mailadresse bestätigt wurde. Wenn dann die Bestätigungs-E-Mail nicht zustellbar ist, ist das natürlich fatal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Anbieter (aber nur einer!) hat auch an die alte Mailadresse eine Bestätigungs-E-Mail geschickt; dort muss man also sowohl die neue Adresse bestätigten als auch von der alten Mailadresse aus bestätigen, dass man die Adresse wirklich ändern will. Dort wird Sicherheit demnach besonders groß geschrieben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die meisten Anbieter schicken erwartungsgemäß eine Bestätigung über die Änderung, und das meistens an beide Adressen, die neue wie die alte; das ist auch wichtig, denn nur so bekommt man mit, wenn ein Unbefugter Zugriff auf den Account erlangt und die hinterlegte Mailadresse unbefugt geändert hat. Diese Benachrichtigungen erfolgen regelmäßig auch dann, wenn die Adressänderung zuvor erst einmal bestätigt werden musste. Einige Anbieter informieren zudem per Mail darüber, dass man sich - nach langer Zeit einmal wieder - eingeloggt hat. Eines ist also sicher: man bekommt viel E-Mail &amp;#8230;&lt;/p&gt;

&lt;h3 id=&quot;das-ende-ist-in-sicht&quot;&gt;Das Ende ist in Sicht&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Nun bin ich mit den Adressänderungen weitgehend durch; ein paar weniger Accounts habe ich noch auf der Liste, wo die Änderung nicht funktioniert hat oder wo noch irgendwelche Bestätigungs-Mails auf ihre Zustellung warten oder der Kundenservice noch reagieren muss. Sicherheitshalber bin ich auch alle Mailinglisten und Newsletter durchgegangen, die ich in diesem Jahr bereits erhalten habe, und habe auch dort die Adresse geändert (oder, gar nicht selten, die Gelegenheit genutzt, einen Newsletter abzubestellen, den ich ohnehin nicht mehr brauche). Außerdem habe ich auf einer Unzahl von Webseiten die Kontaktadresse angepasst und bei einer Vielzahl von mir gesposteter FAQs den Absender geändert. Der bisherige Mailaccount hat einen Autoresponder, der auf die Adressänderung hinweist, und eine Handvoll regelmäßiger Kommunikationspartner habe ich per Mail informiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jetzt bleibt abzuwarten, welche Accounts ich vergessen habe und welcher frühere Kontakt mich in den nächsten Monaten und Jahren über die alte Adresse zu erreichen versucht. Einen Trost immerhin gibt es: wer mich wirklich sucht, wird mich vermutlich ohne große Mühe über Google finden. Immerhin das.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Titelbild © pixelkorn - stock.adobe.com&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;[Nachträglich veröffentlicht im Mai 2021.]&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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    <pubDate>Sun, 06 Sep 2020 18:15:00 +0000</pubDate>
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    <title>Ade, Internet!</title>
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            <category>Netzleben</category>
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Vor recht genau 18 Jahren, im August 2002, stieß ich auf ein interessantes Angebot des Berliner Providers &lt;a href=&quot;https://www.snafu.de/&quot; title=&quot;IT-Infrastruktur, Digitalisierung &amp;amp; Prozessoptimierung für KMU und E-Commerce | mit JTL &amp;amp; Odoo - snafu&quot;&gt;snafu&lt;/a&gt;, dessen Name mir aus dem Usenet-Umfeld grundsätzlich bekannt war. Seit Juli 2000 war das unter diesem Namen auftretende Privatkundengeschäft der &lt;em&gt;Interactive Networx GmbH &amp;amp; Co KG&lt;/em&gt; auf die &lt;em&gt;Inter.net Germany GmbH&lt;/em&gt; übergegangen; das entsprach dem Vorgehen der Muttergesellschaft &lt;em&gt;PSINet Inc.&lt;/em&gt;, die auch in anderen Ländern ihr Privatkundengeschäft auf die &lt;em&gt;Inter.net Ltd.&lt;/em&gt; übertragen hatte. Und es gab für schmales Geld die Möglichkeit, dort eine providerunabhängige E-Mail-Adresse unterhalb der Domain &lt;em&gt;inter.net&lt;/em&gt; zu erhalten. Das war mir sehr recht: eine interessante Domain, mein Kürzel &lt;code&gt;thh&lt;/code&gt; war noch verfügbar, und ich musste mir weder um Spamfilterung noch um die Verfügbarkeit der Mailadresse Sorgen machen. Zwar hatte ich mir im Juni 2002 meinen ersten &amp;#8220;Rootserver&amp;#8221; geleistet, aber das war mir für meine hauptsächliche Erreichbarkeit noch zu unsicher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seitdem habe ich &lt;code&gt;thh@inter.net&lt;/code&gt; zunächst primär im Usenet - und als Kontaktadresse auf Webseiten - genutzt, zunehmend aber als meine Haupt-E-Mailadresse: leicht zu merken, schnell zu tippen, leicht zu diktieren - viel angenehmer, als für jeden neuen Account in irgendeinem Onlineshop eine spezifische Adresse neu anzulegen. Und so trat ich öffentlich mit der Zeit nur noch unter dieser Adresse auf: Usenet, Webseiten, Accounts in sozialen Netzwerken, aber auch bei Google oder Github, ja sogar auf Visitenkarten. Vor ein paar Monaten dachte ich einmal darüber nach, das zu ändern; eine Mailadresse unterhalb einer eigenen Domain hat (wie bei Webseiten) den großen Vorteil, dass man sie jederzeit mitnehmen kann (und mittlerweile bieten auch die meisten Anbieter von E-Mail-Diensten die Möglichkeit an, eine eigene Domain zu nutzen). Nach einer Abwägung des Gewinns gegen den damit verbundenen Aufwand entschloss ich mich aber dagegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann trudelte letzte Woche - während unseres Urlaubs - eine E-Mail von (nunmehr nach Umfirmierung seit Juni 2020 wieder) &lt;em&gt;snafu&lt;/em&gt; ein: Im Rahmen der Umfirmierung stelle man das Produkt &lt;em&gt;PeoplePlus.inter.net&lt;/em&gt;, also das Angebot provider-unabhängiger Mailadressen unterhalb der Domain &lt;code&gt;inter.net&lt;/code&gt;, ein. Zum 30.11.2020 falle damit die Adresse &lt;code&gt;thh@inter.net&lt;/code&gt; weg.&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;
  &lt;p&gt;Wir danken Ihnen für die Treue, Geduld und Zusammenarbeit.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ja, dankeschön auch. :-/&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So werde ich mich nach 18 Jahren (!) von einer gewohnten und liebgewonnen Mailadresse trennen müssen. Und ich weiß nicht, was ärgerlicher ist: dass mich Kontaktversuche unter dieser Adresse (von alten Freunden und Bekannten, die man aus dem Blick verloren hat; aufgrund von alten Beiträgen im Netz; &amp;#8230;) nicht mehr erreichen werden, oder daß ich jetzt bei einer Vielzahl von Accounts die damit verknüpfte Adresse ändern muss. Und das, obwohl ich mir seit so vielen Jahren Mühe gebe, dass URLs, aber auch Mailadressen möglichst dauerhaft erreichbar bleiben, weil es mich furchtbar nervt, wenn jemand alle 12 Monate seine Mailadresse (oder Handynummer) ändert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sehr ärgerlich. Und wieder einmal eine Bestätigung der alten Weisheit: im Netz gehört Dir bestenfalls das, was unter der eigenen Kontrolle steht. Dienste werden eingestellt, Anbieter verschwinden - Domains bleiben (hoffentlich!).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Titelbild © pixelkorn - stock.adobe.com&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;[Nachträglich veröffentlicht im Mai 2021.]&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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    <pubDate>Tue, 25 Aug 2020 09:52:00 +0000</pubDate>
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    <category>e-mail</category>

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    <title>Pixel C im Zeitlupenmodus</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2215-Pixel-C-im-Zeitlupenmodus.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Das neue Jahr beginnt in mancher Hinsicht so, wie das alte geendet hat - und ich kann nur sinngemäß wiederholen, was ich schon schrieb: die Technik meint es derzeit offenbar nicht besonders gut mit mir. Immerhin funktioniert das Telefon, mit dem man &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2186-Das-Telefon,-mit-dem-man-nicht-telefonieren-kann.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;nicht telefonieren konnte&lt;/a&gt;, nach dem &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2188-Update-Man-kann-jetzt-doch-telefonieren!.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;letzten Update&lt;/a&gt; doch, aber für das &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2206-Lenovo-T-460s-mit-Stromausfall.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;Akku-Umschalt-Problem&lt;/a&gt; meines Laptopos gibt es noch keine Lösung. Und nun kränkelt das nächste Gerät: mein &lt;em&gt;Pixel C&lt;/em&gt;-Tablet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ende 2016 beschafft, nach nicht ganz zwei Jahren mit einem Display-Defekt ausgefallen und dann durch ein gebrauchtes Gerät von einem Drittverkäufer ersetzt (ich hatte &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2105-Empfehlungen-fuer-Android-Tablets.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;berichtet&lt;/a&gt;), beides nicht ganz billig - und nun schon wieder Ärger.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schon vor etlichen Wochen ließ sich das Gerät (scheinbar) nicht mehr anschalten, und wenn es nach einem Reset (Einschalter lange gedrückt halten) dann doch einmal startete, lief die Bootsequenz nur in Zeitlupe oder blieb ganz stehen. Lief sie durch, blieb oder wurde das Gerät langsam: das Entsperrmuster ließ sich gar nicht zeichnen oder blieb lange stehen, Apps öffneten sich erst mit Verzögerung oder gar nicht (&amp;#8220;blieb lange stehen&amp;#8221; oder &amp;#8220;mit Verzögerung&amp;#8221; meint dabei keine spürbare Verzögerung im Bereich von Sekunden, sondern ein Quasi-Einfrieren mit Verzögerungen im Bereich von halben oder ganzen Minuten). Insgesamt wirkte das wie eine völlige Auslastung des Prozessors - aber durch was?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schon aus Mangel an Zeit ließ ich die Sache länger liegen, habe dann aber über den Jahreswechsel mal herumprobiert (Neustart, Safe Mode - blieb in einer Fehlermeldung hängen - und was sonst noch so geht). Dabei stellte sich u.a. heraus, dass der nach dem Einschalten verbleibende schwarze Bildschirm sich zur energisches &amp;#8220;Tatschen&amp;#8221; oder Wischen doch zum Aufwachen bringen ließ. Mit viel Geduld und sehr vielen Resets erwischte ich dann einmal einen günstigen Zeitpunkt mit wenig Verzögerung, der es mir erlaubte, durch die Menüs zu wuseln und das Tablet auf den Auslieferungszustand zurückzusetzen. Danach habe ich dann bei der Reinstallation ein partielles Backup zurückspielen lassen (im Wesentlichen die Apps) und einige Tage später dann die notwendige Zeit investiert, alle Accounts und Anmeldungen in den Apps wieder durchzuspielen. Danach lief das Tablet dann wieder wie früher. Fast zwei Tage lang. Seitdem wieder dasselbe Fehlerbild - und mit wiederum viel Geduld habe ich einen erneuten Werksreset durchgeführt, jetzt allerdings wenig Begeisterung für einen neuen Versuch. (Zumal es - gerade getestet - auch ohne Neinstallation schon dasselbe Fehlerbild zeigt: nach dem Einschalten bleibt der Bildschirm schwarz und kann nur ab und an mit energischem Drücken und/oder Wischen zur Einschaltung bewegt werden, und im Wesentlichen scheint das Gerät eingefroren zu sein.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Insgesamt ist das &lt;em&gt;Pixel C&lt;/em&gt; ein wirklich sehr schönes Gerät, an dem ich viel Freude hatte - nur leider zu kurz (insbesondere für den Preis).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stellt sich die Frage: was nun? Ein anderes Android-Tablet? Wenn ja, welches? (Meine Vorstellungen dazu hatte ich bereits im &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2105-Empfehlungen-fuer-Android-Tablets.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;schon verlinkten Beitrag&lt;/a&gt; aus dem September 2018 zusammengefasst.) Oder ganz etwas anderes? Oder gar nichts mehr? (Das Smartphone ist zum Lesen von Feeds, Mail und Social Media sowie zum &amp;#8220;schnellen Googeln zwischendurch&amp;#8221; ebenfalls gut geeignet, aber ein großer Bildschirm ist dann doch etwas schönes.) Insgesamt bin ich mit der Lage am Tablet-Markt derzeit einigermaßen unglücklich.&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/c67617bf011d436c971300216d0a51d8&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Wed, 08 Jan 2020 09:45:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://netz-rettung-recht.de/archives/2215-guid.html</guid>
    <category>android</category>

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    <title>Lenovo T 460s mit Stromausfall</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2206-Lenovo-T-460s-mit-Stromausfall.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Ich habe manchmal den Eindruck, mit der Wahl meiner technischen Arbeitsmittel in der letzten Zeit keine durchgehend glückliche Hand gehabt zu haben. Nach dem &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2186-Das-Telefon,-mit-dem-man-nicht-telefonieren-kann.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;Telefon, das nicht telefoniert&lt;/a&gt;, kann ich jetzt über den Laptop klagen, der die Umschaltung zwischen seinen Batterien oft nicht hinbekommt. Bleibt zu hoffen, dass sich auch dafür ein Update oder eine Lösung findet (wie für das &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2188-Update-Man-kann-jetzt-doch-telefonieren!.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;Telefonproblem&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber von vorne: seit gut drei Jahren nutze ich - nicht mehr so oft, aber mit Freude - &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1928-Meneldor-ein-neuer-Laptop.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;&lt;em&gt;Meneldor&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; als meinen Laptop, einen &lt;em&gt;Lenovo 460s&lt;/em&gt;. Bereits damals sprach ich an, dass mich die Stromversorgungslösung nicht völlig überzeugte: das Gerät hat zwei Akkus, die aber beide fest verbaut sind und nicht ohne Wartung gewechselt werden können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun bin ich mit der Akkulaufzeit an sich eigentlich ganz zufrieden; es schadet ja ohnehin nicht, den Rechner vor einer mobilen Nutzung aufzuladen, und fast überall - sogar in der Bahn, was auch immer sonst man über sie sagen kann - finden sich mittlerweile Stromanschlüsse. Das Problem ist ein ganz anderes: manchmal wird schlicht der Bildschirm schwarz. Ich dachte erst, ich wäre vielleicht an den Ausschalter gekommen oder es gäbe einen überraschenden, aber nicht wiederholbaren Defekt; aber nachdem der &amp;#8220;Blackout&amp;#8221; mal auf einen unglücklichen Moment während des Mailabrufs fiel (Mails auf dem Server schon gelöscht, aber im Client offensichtlich noch nicht sicher gespeichert), habe ich mir das doch einmal näher angesehen - und wurde bei Google leider mit nur wenig Mühe fündig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Umschaltung zwischen den beiden Batterien erfolgt offenbar, wenn die derzeit aktive Batterie gerade noch ca. 5% Ladung hat. Danach wird auf die andere Batterie umgeschaltet, und wenn der Laptop dann wieder ans Netz gehängt wird, wird die fast leere Batterie als erste aufgeladen. Nun kommt es aber offenbar - gar nicht so selten - vor, dass eine Batterie etwas schwächelt oder der Ladezustand nicht ganz korrekt eingeschätzt wird, so dass sie bei einer scheinbaren Ladung von 5-6% tatsächlich schon leer ist. Und dann ist eben (vor der Umschaltung auf die volle Batterie) schlicht der Strom weg, mit allen Folgen, die das für den laufenden Betrieb eines Rechners hat. Man kann das nach dem Neustart (dafür muss der Rechner gar nicht ans Netz, so lange die zweite Batterie noch ausreichend geladen ist) gut sehen: die eine Batterie wird dann nämlich als völlig leer angezeigt (0%).&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 360px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:780 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;360&quot; height=&quot;343&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2019/lenovo-kein-strom-2019-12-25.png&quot; title=&quot;Eine Batterie ist komplett leer.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Unmittelbar nach Blackout und Neustart: Batterie 2 ist komplett leer.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Nachdem ich das recherchiert - und mich sehr geärgert - hatte, blieb ich von dem Problem allerdings lange Zeit verschont. In den letzten Wochen saß ich aber direkt mehrfach vor einem plötzlich schwarzen Bildschirm, so dass ich jetzt regelmäßig den genauen Ladezustand der beiden Batterien abprüfe und alles speichere, wenn die derzeit aktive Batterie kritisch wird. Eine befriedigende Dauerlösung ist das freilich nicht. Die Forenthreads machen verschiedene Vorschläge, die ich bei Gelegenheit einmal durchprobieren werde, aber die entscheidende Lösung zeigt sich dort, wenn ich das richtig sehe, bisher auch nicht. (Es wäre ja völlig ausreichend, wenn man die Umschaltung zwischen den Batterien auf einen früheren Zeitpunkt, bspw. 10%, vorverlegen könnte, aber soweit ich sehe, lässt sich der Zeitpunkt gar nicht konfigurieren.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hat jemand aus der werten Leserschaft damit eigene Erfahrungen oder vielleicht eine gute Idee?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ressourcen zu dem Thema:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://forums.lenovo.com/t5/ThinkPad-T400-T500-and-newer-T/T460s-switch-from-Battery-2-to-Battery-1-causes-immediate-power/td-p/3935466&quot; title=&quot;ERROR: The request could not be satisfied&quot;&gt;T460s switch from Battery 2 to Battery 1 causes immediate power-off&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://forums.lenovo.com/t5/ThinkPad-T400-T500-and-newer-T/T460s-Sudden-death-when-swiching-to-battery-2/td-p/3780854&quot; title=&quot;ERROR: The request could not be satisfied&quot;&gt;T460s Sudden death when swiching to battery 2&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/4131bcbaffc641b4acfbec5af57c65a0&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 30 Dec 2019 08:00:00 +0000</pubDate>
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    <category>lenovo</category>

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    <title>Bahnfahren - das letzte große Abenteuer</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2203-Bahnfahren-das-letzte-grosse-Abenteuer.html</link>
            <category>Bahnfahren</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Die Bahn &amp;#8230; bemüht sich sicherlich sehr, aber macht es einem wirklich nicht leicht, sie zu schätzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich scherzte noch, bei einem durchgehenden Zug mit reichlich Zeitpuffer, der noch nicht einmal umgekehrt gereiht ist, könne jetzt wohl nicht mehr viel schiefgehen, und sah eine längere Bahnfahrt auf zwei reservierten Plätzen in der 1. Klasse vor mir, gegenüber an einem Tisch, so dass man in Ruhe noch etwas arbeiten kann. So war der Plan.
Allerdings hatte sich die Bahn offensichtlich zwischen der Buchung und dem Tag der Fahrt entschlossen, eine andere ICE-Baureihe einzusetzen, nämlich einen ICE-1 statt einem ICE-4. Daher waren die reservierten Plätze jetzt durchaus woanders als gedacht, und deshalb hat man sie beide auch sinnigerweise doppelt reserviert. (Ich glaube solche Geschichten ja normalerweise nicht: in der Regel stimmen Datum, Zug oder Wagen nicht überein. Nicht so hier: wir standen nebeneinander, beide mit der Reservierung in der App, und haben die Daten verglichen.) Kurz danach tauchte aber ein weiterer ratloser Fahrgast auf, dessen reservierter Sitzplatz schlicht nicht existierte - damit war der Fall dann recht klar. Wir haben uns dann woanders auf reservierte Plätze gesetzt, und als ein Zugbegleiter vorbeieilte (wohin auch immer man im letzten Wagen des Zuges noch eilen kann), diesen angesprochen und um einen Lösungsvorschlag gebeten. (Dem Kundendialog online fiel als &amp;#8220;Lösung&amp;#8221; nur die Erstattung der Reservierung ein; das allerdings ist keine. Ich bezahle nicht einen größeren Geldbetrag für die 1. Klasse samt Reservierung, um dann - statt konzentriert arbeiten oder wenigstens entspannen zu können - irgendwo zu stehen oder sonstwo zu sitzen.) Der Rat war, sich zwei Wagen weiter zu begeben; da seien alle Plätze als reserviert gekennzeichnet, aber faktisch für genau diese Fälle freigehalten. (Wie sich herausstellte, war das wohl nicht zutreffend, denn es tauchten mehrfach Fahrgäste mit Reservierungen für diese Plätze auf, die wir dann aber ans Zugbegleitpersonal verwiesen haben und danach nicht wiedersahen.) So landeten wir dann in einem Abteil, wenig später zusammen mit einer vierköpfigen Familie auf dem Weg in den Urlaub - aber immerhin gab es dort einen Tisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man mag noch Verständnis dafür haben, dass die Bahn einfach nach Buchung den Zug austauscht - wobei mein Verständnis dafür überschaubar ist; für technische Ausfälle sollte man Reservern einplanen. Mir fehlt aber das Verständnis dafür, dass die Bahn nicht in der Lage ist, die Fahrgäste, über deren Buchungen und Mailadressen sie verfügt, nicht darüber zu informieren und im Optimalfall die Reservierung direkt umzubuchen oder umbuchen zu lassen. Stattdessen offensichtlich die Plätze freizugeben, so dass sie erneut reserviert werden können, ist eine typische &amp;#8220;Lösung&amp;#8221; der Bahn. Vor Ort geht der &amp;#8220;Service&amp;#8221; dann weiter: es gibt keinerlei Hinweise, keine Durchsagen (das kam erst - reichtlich kryptisch - im weiteren Zugverlauf), und auch keine anderen &amp;#8220;Lösung&amp;#8221;svorschläge als &amp;#8220;da vorne müsste noch Platz sein, schauen Sie da mal&amp;#8221;, und selbst das nur auf Ansprache. Ich würde zumindest erwarten, dass für die betroffenen Fahrgäste ein konkreter, nach Möglichkeit äquivalenter Ausweichplatz angeboten wird.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 598px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; title=&quot;Bahnfahren - oder auch nicht.&quot; href=&#039;https://twitter.com/dasgesetzbinich/status/1202660481326034944&#039;&gt;&lt;!-- s9ymdb:773 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;598&quot; height=&quot;113&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2019/dasgesetzbinich-bahn.png&quot; title=&quot;Bahnfahren - oder auch nicht.&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ich sollte mich eigentlich gar nicht beschweren. Immerhin fuhr mein Zug.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Als Ergebnis kann man - wie so oft - mitnehmen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Die Bahn ist weder willens noch in der Lage, geschlossene Verträge einzuhalten und die gebuchte Leistung zu erbringen. Sie hält es auch nicht für notwendig, sich darum in irgendeiner Weise - gar noch vorausschauend - zu kümmern&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;p&gt;Wer sich bemüht, vorausschauend zu planen oder eine ordnungsgemäße Lösung zu suchen, ist selbst schuld.&lt;/p&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ich sollte, glaube ich, dazulernen und mich in Zukunft - im Sinne der Bahn - klüger verhalten.&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/7d4a53a0afb048ebb50059d184b76666&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Dec 2019 08:05:00 +0000</pubDate>
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    <title>Wenn die Amazonen nur noch kriechen</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2196-Wenn-die-Amazonen-nur-noch-kriechen.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Grundsätzlich bin ich ja mit meinem Provider, der Deutschen Telekom, und meinem &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2164-VDSL-250-Hyper,-hyper!.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;VDSL-Anschluss&lt;/a&gt; sehr zufrieden: bislang (überraschend) guter Kundenservice, wenn man ihn denn mal braucht, stabile Anbindung (vor dem letzten Disconnect am frühen Morgen war ich weit über einen Monat ununterbrochen verbunden), auch sonst keine Probleme.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwar las ich bereits vor (nunmehr bald fünf!) Jahren bei &lt;a href=&quot;https://www.daniel-weber.eu/&quot; title=&quot;daniel-weber.eu | Blog eines Entwicklers, &amp;quot;wenn&amp;#039;s sein muss&amp;quot;-Admins und Newsmasters&quot;&gt;Daniel Weber&lt;/a&gt; über die &lt;a href=&quot;https://www.daniel-weber.eu/2015/03/fehlende-netzneutralitaet-fuer-telekom-kunden-spuerbar/&quot; title=&quot;Fehlende Netzneutralität für Telekom-Kunden spürbar | daniel-weber.eu&quot;&gt;Peering-Policy&lt;/a&gt; der Telekom, die man wohl zusammenfassen kann als &amp;#8220;wir bauen überlastete Verbindungen gezielt nicht aus, es sei denn, die großen Inhaltsanbieter (Facebook, Youtube, große Hoster &amp;#8230;) kommen uns finanziell oder anderweitig entgegen; dann schaffen wir für die eine Sonderlösung&amp;#8221;. Wer da nicht mitspielen will, muss eben damit leben, dass die Telekom-Kunden (und das sind ja nun viele) den Eindruck haben, der Anbieter sei schlecht zu erreichen. Das ist fraglos nicht fair, und es ist auch für das Netz und im Grundsatz auch für die Telekom-Kunden nicht gut; bislang habe ich insoweit aber keine großen Auswirkungen gespürt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Anfang November &lt;a href=&quot;https://www.daniel-weber.eu/2019/11/depeering-stunt-mit-desastroesem-ergebnis/&quot; title=&quot;Depeering-Stunt mit desaströsem Ergebnis | daniel-weber.eu&quot;&gt;berichtete&lt;/a&gt; Daniel dann von der versuchten Umschaltung der Kunden eines aufgekauften niederländischen Anbieters auf das Netz der Telekom, unter Kündigung der bisherigen dezentralen Peering-Angebote. Und das ging nun offenbar kräftig in die Hose.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ungefähr zur gleichen Zeit fielen mir sehr langsame Reaktionszeiten bei verschiedenen Webanbietern auf: zunächst bei &lt;em&gt;XING&lt;/em&gt;, dem Business-Netzwerk, dessen Profilseiten sich - jedenfalls, was die Bilder betrifft - geradezu quälend langsam aufbauten; die Ladezeiten näherten sich teilweise dem Minutenbereich. Interessanterweise schien mir das Phänomen nur manchmal aufzutreten; bei genauerer Betrachtung vor allem am Wochenende, teilweise auch abends, also zu den Zeiten, wo mit intensiverer Netznutzung zu rechen ist. Danach ging es dann bei &lt;em&gt;Keybase&lt;/em&gt; weiter: unter der Woche laufen die Webseiten ganz normal, ein Klick und die Seite öffnet sich. Am Wochenende kann man teilweise erst einmal einen Kaffee holen gehen; da kann es mal 10, mal 20, mal 30 Sekunden oder länger dauern, bis einzelne Seiten geladen werden. Wo &lt;em&gt;XING&lt;/em&gt; hostet, sei mal dahingestellt, &lt;em&gt;Keybase&lt;/em&gt; jedenfalls nutzt (wie sehr viele Anbieter) die Amazon-Cloud, also &lt;em&gt;AWS&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Amazon Web Services&lt;/em&gt;, und da sollte eigentlich ausreichend Leistung bereitstehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun kann man natürlich nie ausschließen, dass ein Unternehmen - zumal eines, das vermutlich bislang ohne größere Einnahmen arbeitet, von Venture-Kapital abgesehen - mit dem Ausbau seiner Kapazitäten eher zurückhaltend umgeht, aber vorletzte Woche wurde es dann völlig lächerlich. Ich hatte eine Lizenz für ein Programm erworben und dieses nun herunterzuladen; das sollte mit 250 MBit in der Anbindung eine Sache von Sekunden, vielleicht Minuten sein, jedenfalls - samt Installation - noch schnell vor dem Abendessen erledigt. Sollte man denken.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 429px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:755 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;429&quot; height=&quot;71&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2019/2019-11-09-paperless-01.png&quot; title=&quot;Paperless-Download per DSL&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Download im Browser über VDSL.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;Offenbar ein Irrtum. Rund anderthalb Stunden für 165&amp;#160;MB. Wie bitte?!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch der Download kommt von Amazon - und es war Wochenende. Offenbar ist das kein Problem eines einzelnen Anbieters, sondern ein Problem der Verbindung zu &lt;em&gt;AWS&lt;/em&gt; insgesamt; nur, von welcher Seite aus? Von Amazon oder von der Telekom? Sollte Daniel mit seinen Bemerkungen zur Peering-Politik der Telekom recht haben? Nun, das lässt sich testen (und zugleich der Download deutlich beschleunigen); wozu betreibe ich einige Server? Also versuchen wir den Download eben von dort, aus dem Rechenzentrum eines größeren deutschen Serverhosters.&lt;/p&gt;

&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1833px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:756 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1833&quot; height=&quot;221&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2019/2019-11-09-paperless-02.png&quot; title=&quot;Paperless-Download vom Server aus&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Derselbe Download vom Server aus.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;

&lt;p&gt;2.54&amp;#160;MB/s ist jetzt auch kein Überschallknall, aber doch &amp;#8220;etwas&amp;#8221; flotter als 33&amp;#160;kB/s. So war der Download dann auch in etwas mehr als einer Minute erledigt, statt nach weit über einer Stunde. Und vom Server nach Hause dauerte es auch länger als eine Minute, aber nicht viel. Offenkundig liegt das Problem also nicht in der Anbindung von Seiten der &lt;em&gt;Amazon Web Services&lt;/em&gt; (was mich auch überrascht hätte).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Womit ich jetzt wirklich fragen muss: Telekom, ist das echt euer Ernst?!&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/d283734943b54db084a3e81a629216f4&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 21 Nov 2019 06:40:00 +0000</pubDate>
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    <category>aws</category>
<category>dsl</category>
<category>telekom</category>

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    <title>Das Telefon, mit dem man nicht telefonieren kann</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2186-Das-Telefon,-mit-dem-man-nicht-telefonieren-kann.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Vor einem knappen Jahr hatte ich &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2127-Jetzt-doch-Pixel-3.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;davon berichtet&lt;/a&gt;, dass ich mir nunmehr doch ein &lt;em&gt;Pixel 3&lt;/em&gt; als neues Smartphone zugelegt habe, und das gerade einmal anderthalb Jahre nach der &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1977-Ein-neues-Smartphone.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;Ersatzbeschaffung&lt;/a&gt; eines &lt;em&gt;Nexus 5x&lt;/em&gt;. Und ich hatte auch geschildert, wie zufrieden ich mit dem Gerät (trotz des einigermaßen happigen Preises von mehr als 800,- €) war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das würde ich jetzt nicht mehr so unterschreiben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oh, alles &amp;#8220;smarte&amp;#8221; an diesem Smartphone ist weiterhin fein: die Kamera macht hervorragende Bilder und reagiert sehr schnell, die Apps laufen flott, es ist genügend Platz da, mir gefallen auch der &lt;em&gt;Google Assistant&lt;/em&gt; und die anderen Komfortfunktionen, es gibt regelmäßige Updates (einer &lt;em&gt;der&lt;/em&gt; Gründe für mich, unmittelbar von &lt;em&gt;Google&lt;/em&gt; unterstützte Smartphones zu kaufen) &amp;#8230; über die Verwendung als Taschencomputer kann ich überhaupt nicht klagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nur hatte ich ja vor knapp drei Jahren die witzige Idee, das Smartphone &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1965-Telefonieren-mit-dem-Smartphone.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;auch zum Telefonieren&lt;/a&gt; zu verwenden. Und da, beim zweiten Teil des zusammengesetzten Wortes &amp;#8220;Smartphone&amp;#8221; (also dem &amp;#8220;phone&amp;#8221;), sieht es leider nicht so rosig aus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der wichtigste Grund für den Erwerb eines Mobiltelefons war für mich schon in der ersten Hälfte der 90er Jahre, als ich kurz nach dem Abitur das erste Mal ein solches Gerät mein Eigen nannte, die mobile Erreichbarkeit. Statt Cityruf und Eurosignal (wer nicht mehr weiß, was das ist, kann sich bei der &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Funkrufnetz&quot; title=&quot;&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; auf Stand bringen lassen) einfach ein Telefon in der Tasche (bzw. am Gürtel) - toll! Mittlerweile schätze ich es natürlich auch, unterwegs telefonieren zu können, und nutze prozentual weit vorne die &amp;#8220;smarten&amp;#8221; Funktionen, aber Erreichbarkeit ist immer noch und zunehmend von Bedeutung. Hinzu kommt, dass ich auch beruflich grundsätzlich durchgehend (24/7) erreichbar sein muss und wenig Lust verspüre, ein weiteres, dienstliches Telefon für diese Zwecke mitzuschleifen, so dass dort überall meine private Rufnummer hinterlegt ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun musste ich seit Anfang diesen Jahres mehrfach feststellen, dass mich zuhause Anrufe nicht erreichen. Ich bekomme - praktisch instantan - eine SMS-Benachrichtigung, dass ein Anruf auf der Mailbox eingegangen ist, aber das Telefon klingelt nicht. Und wenn ich danach mit dem Gerät zu telefonieren versuche, geht der Anruf nicht raus. Nun ist die Mobilfunk-Versorgung in der Wohnung nicht optimal, aber eigentlich ausreichend; so jedenfalls die Anzeige im Display, und so auch die Erfahrung. Man sucht sich manchmal einen Platz, an dem die Verbindung besser ist, aber telefonieren und vor allem Anrufe annehmen kann man überall. Ich dachte also allmählich - unwillig - über einen Austausch nach (dazu müsste ich mir ein Ersatzgerät besorgen und auf mein schönes Telefon einige Zeit verzichten, und es schließlich wieder neu einrichten), wollte mich aber zuvor online informieren. Vielleicht war das ja ein bekannter Fehler, der sich leicht beheben ließ?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und freilich - bekannt war der Fehler offensichtlich, aber mit der Behebung &amp;#8230; war es nicht so weit her.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Google spuckt massenhaft Informationen zu dem Thema aus:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://thedroidguy.com/2019/10/how-to-fix-google-pixel-3-poor-call-quality-1095233&quot; title=&quot;&quot;&gt;How To Fix Google Pixel 3 Poor Call Quality&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Eine englischsprachige Zusammenfassung.&lt;br /&gt;
(&lt;em&gt;Personally, my wife and I are on our 5th RMA Pixel 3 and all have had the same issues.&lt;/em&gt;&amp;#8221;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://support.google.com/pixelphone/thread/4484228?hl=de&quot; title=&quot;Google Pixel 3 - Telefonabbrüche und oder keine Erreichbarkeit.  - Google Pixel-Community&quot;&gt;Google Pixel 3 - Telefonabbrüche und oder keine Erreichbarkeit.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://support.google.com/pixelphone/thread/676760?hl=de&quot; title=&quot;Ständige Verbindungsabbrüche bei der Telefonie mit Pixel 3XL - Google Pixel-Community&quot;&gt;Ständige Verbindungsabbrüche bei der Telefonie mit Pixel 3XL&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://issuetracker.google.com/issues/124412355&quot; title=&quot;Google Issue Tracker&quot;&gt;Pixel 3 call quality issues&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Eintrag im Google Issue Tracker.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Der Eintrag im &lt;em&gt;Issue Tracker&lt;/em&gt; fasst das Problem und seinen Umfang gut zusammen. Es handelt sich offenbar um einen systematischen Fehler, der nicht nur bestimmte Geräte, sondern die gesamte Serie betrifft, und für den es bisher keinen Bugfix gibt. Das Problem zeigt sich dabei in zweierlei Form: zum einen ist das Gerät - unerkennbar! - aus dem Netz nicht erreichbar (jedenfalls nicht für Anrufe), und zum anderen treten Verbindungsabbrüche während laufender Telefonate auf, gekennzeichnet dadurch, dass die Gegenstelle einen nicht mehr hört, obwohl man den Partner gut versteht, und/oder dass das Gespräch einfach abbricht. Beides scheint (!) damit zu tun zu haben, dass (vor allem) die LTE-Versorgung schlecht ist oder sich vor allem durch Bewegung verschlechtert, und das Telefon nicht richtig auf UMTS zurückfällt. Jedenfalls besteht ein erkennbarer Bezug zu einer schlechteren Mobilfunk-Versorgung. Wer sich nur in gut (mit LTE) versorgten Bereichen aufhält, hat das Problem nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mittlerweile habe ich ausreichend Erfahrungen gesammelt, um die diese Überlegungen zu bestätigen. Im Büro und unterwegs in der Innenstadt gibt es keine Probleme mit der Erreichbarkeit, zuhause jedoch ständig. Ich kann das deshalb einschätzen, weil ich seit vielen Monaten nach der Heimkehr eine generelle Rufumleitung vom Mobiltelefon auf die Festnetznummer einrichte (die ich natürlich bezahlen muss, was aber dank Freieinheiten kein Problem ist) und diese dann nach dem Verlassen der Wohnung wieder lösche. In über 90% der Fälle ist die Einrichtung dieser Rufumleitung über den entsprechenden Menüeintrag aber primär gar nicht möglich - technisch gelöst ist das so, dass das Gerät zunächst (etwas langwierig) den Status aller vier denkbaren Rufumleitungen aus dem Netz abruft, anzeigt und dann ggf. Änderungen ans Netz sendet. Bereits der Abruf läuft in Fehlermeldungen, offenbar nach einem Timeout. Ich habe - früher - mehrfach bestätigt, dass man dann auch nicht telefonieren kann, und wenigstens einmal, das eingehende Anrufe nicht durchgehen. Ein Neustart des Geräts behebt das Problem dann: die Rufumleitung ist instantan einrichtbar.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach unserem Sommerurlaub kann ich auch das zweite Problem - Verbindungsabbrüche bei schlechterem Netz - bestätigen. Die Netzabdeckung direkt an der Küste ist - wie wir wissen - nicht optimal; sie reicht aber normalerweise problemlos für Telefonate und jedenfalls am &amp;#8220;landseitigen&amp;#8221; Ende der Wohnung auch für eine stabile UMTS-Datenverbindung (und &amp;#8220;seeseitig&amp;#8221; funktionieren Datenverbindungen über LTE auch meistens gut). Telefonie geht aber gar nicht, selbst dann nicht, wenn man sich um einiges &amp;#8220;landeinwärts&amp;#8221; im Ort bewegt und der Empfang laut Display optimal ist. Dennoch versteht einen der Gesprächspartner nach kurzer Zeit nicht mehr, und/oder das Gespräch reißt ab. Letzteres - plötzliche Gesprächsabbrüche - habe ich mittlerweile auch mehrfach auf der Autobahn erlebt; dort ändert sich ja die Netzabdeckung ständig, wenn es mal bergauf, mal bergab geht, mal auf freier Fläche, mal durch Waldschneisen. Plötzlich ist das Gespräch dann weg (was man dank Freisprechanlage auch nicht sofort bemerkt). Und reproduzierbar ist das Phänomen auch, wenn man mit dem Auto auf den Hof fährt; das Gespräch wird schlechter und ist bald unterbrochen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mag es noch möglich sein, zuhause eine Rufumleitung aufs Festnetz einzurichten, hilft das unterwegs nicht weiter. Zum einen kann man nicht gesichert telefonieren (also weder stabil anrufen noch angerufen werden - die Verbindungsabbrüche im laufenden Gespräch betreffen beide Varianten), zum anderen gibt es eben auch anderswo &amp;#8220;Funklöcher&amp;#8221;, in denen die Mobilfunkversorgung nicht optimal ist, so dass man aber dennoch eigentlich telefonieren können müsste, aber eben gar nicht erreicht wird, weil das Telefon (unerkennbar) &amp;#8220;offline&amp;#8221; ist und alle Anrufe direkt auf die Mailbox gehen, obschon die Datenverbindung stabil steht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Lösung erscheint nicht wirklich in Sicht; ein Austausch des Geräts hilft - wie auch andere Tipps und Tricks - nicht zuverlässig oder dauerhaft, wie Käufer bestätigen können, die beim fünften Austauschgerät angelangt sind, und Google scheint das Problem selbst noch nicht im Griff zu haben, obschon es seit März 2019 als &amp;#8220;&lt;em&gt;Priority 1&lt;/em&gt;&amp;#8221; und &lt;em&gt;&amp;#8220;Severity 1&lt;/em&gt;&amp;#8221; eingestuft ist:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;P1&lt;/strong&gt;: An issue that needs to be addressed quickly. Such an issue significantly impacts a large percentage of users; if there is a workaround it is partial or overly painful. The impact of the issue is to a core organizational function, or fundamentally impedes another team.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ich bin also erst einmal weiter unglücklich und warte ab - und denke sowohl über mögliche Lösungen als auch über zukünftige Kaufentscheidungen nach. &lt;img src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/plugins/serendipity_event_emoticate/img/emoticons/sad.png&quot; alt=&quot;:-(&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit einem positiven Aspekt kann ich aber immerhin schließen: Die Updates kommen weiterhin, und sie funktionieren auch. So habe ich heute das Update auf Android 10 installiert, und weil der Reboot ungewöhnlich lange dauerte, direkt nach diesem Symptom gegoogelt - was ich vielleicht besser nicht getan hätte:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.androidcentral.com/android-10-update-stuck-boot-screen-youre-not-alone&quot; title=&quot;Android 10 update stuck on the boot screen? You&#039;re not alone | Android Central&quot;&gt;Android 10 update stuck on the boot screen? - You&amp;#8217;re not alone&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Ein &amp;#8220;Hänger&amp;#8221; für zwei Stunden, fünf Stunden oder wie lange auch immer klang angesichts einer geplanten Reise an diesem Tag nicht gut &amp;#8230; aber die Sorge war umsonst. Als ich das nächste Mal nach dem Telefon geschaut habe, war alles gut. Puh. Immerhin.&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/c691294b8b5f4da6921113b70c30f2f3&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 01 Oct 2019 20:30:00 +0000</pubDate>
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    <category>android</category>
<category>mobiltelefonie</category>

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    <title>Internationaler Warenversand wird teurer</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2150-Internationaler-Warenversand-wird-teurer.html</link>
            <category>Aus dem Leben</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Bereits in der vergangenen Woche hatte ich darüber &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2144-Was-tun-mit-alten-Buechern.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;berichtet&lt;/a&gt;, dass ich meine alten Bücher nicht mehr über &lt;a href=&quot;http://bookmooch.com/&quot; title=&quot;301 Moved Permanently&quot;&gt;Bookmooch&lt;/a&gt; anbiete, sondern anderweitig loswerden möchte (und weitgehend auch losgeworden bin). Einer der Gründe dafür war auch eine heimlich, still und leise eingeführte enorme Portoerhöhung für den Warenversand ins Ausland.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die einfachste Versandmöglichkeit für Bücher oder andere Kleinigkeiten, bspw. eine CD, stellt - innerdeutsch wie international - der Brief dar, den es auch in den günstigeren Varianten &amp;#8220;Warensendung&amp;#8221; (im Prinzip für alles, was kein Brief und kein Buch ist) und &amp;#8220;Büchersendung&amp;#8221; (für - ha! - Bücher) gibt. Kurz und gut: bis zu ein Kilo Bücher ließen sich international als Büchersendung für sechs Euro verschicken, und als Brief war&amp;#8217;s nicht wesentlich teurer - für kleinere, leichtere Sendungen sogar günstiger (3,70 EUR). Genauso gut funktionierte das mit anderen nicht zu sperrigen, nicht zu schweren Waren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Seit dem 01.01.2019 ist das anders. Internationale Briefe dürfen nämlich nur noch Dokumente enthalten: keine Waren, keine Bücher, keine Zeitschriften. Das ist wohl eine Vorgabe des Weltpostvereins, der bereits seit 01.01.2018 zwischen dem Versand von Dokumenten und dem Versand von Waren unterscheidet. Kein Problem, sollte man denken; schickt man eben Bücher als Büchersendung (&amp;#8220;Buch International&amp;#8221;) und andere Waren als Warensendung (&amp;#8220;Warenpost  International&amp;#8221;). Das hat allerdings einen Haken: &amp;#8220;Warenpost International&amp;#8221; bietet die Deutsche Post AG nur Geschäftskunden mit einem Mindestvolumen von fünf Sendungen pro Quartal an; Privatkunden können diesen Dienst nicht nutzen. Und wenn ich das richtig sehe, wurde zum 01.01.2019 auch &amp;#8220;Buch International&amp;#8221; abgeschafft. Beides ist nach meiner Kenntnis keine Vorgabe des Weltpostvereins, sondern eine unternehmerische Entscheidung der Post.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das bedeutet: die einzige legale Möglichkeit, Bücher, CDs und alles andere, was nun eben keinen Brief (mit Dokumenten) darstellt, international zu versenden, ist ab jetzt ein Päckchen. Das kostet innerhalb der EU mindestens neun Euro (ja, auch für eine einzelne CD), ins EU-Ausland einschließlich der Schweiz mindestens 16,- EUR! Klar, die Sendung darf dann bis zu zwei Kilo wiegen &amp;#8230; aber ein oder zwei Bücher oder eine DVD (oder auch nur ein paar Aufkleber) lassen sich eben nicht mehr billiger verschicken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das schafft dann wohl faktisch den privaten Versand von kleinen Warenmengen ins Ausland ab.&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/10ae5f2acd79451ca3b7e2bb038f70c0&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Wed, 16 Jan 2019 06:30:00 +0000</pubDate>
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    <category>post</category>

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    <title>Kindle your kindle?</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/2114-Kindle-your-kindle.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Seit &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1738-Late-adopter-bleich-wie-Papier.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;rund 4 Jahren&lt;/a&gt; nenne ich einen &lt;em&gt;Kindle Paperwhite&lt;/em&gt; mein eigen, der oft recht stiefmütterlich behandelt wurde. Zum einen komme ich kaum mehr regelmäßig zum Lesen; die Freizeit neben Job, Nebentätigkeiten und Hobbys ist knapp, und Bücher konkurrieren dort mit Onlineressourcen (Webseiten, Blogs u.a.), Fachzeitschriften und, nun ja, dem Fernseher in Form von Netflix oder Amazon. Man kann diese Verschiebung recht gut an der jährlich veröffentlichten Übersicht über meine &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/plugin/tag/bücher&quot; title=&quot;&quot;&gt;Lesetagebücher&lt;/a&gt; und den &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/plugin/tag/videos&quot; title=&quot;&quot;&gt;Serienkonsum&lt;/a&gt; erkennen. Und dann teilt sich der &lt;em&gt;Kindle&lt;/em&gt; die Aufmerksamkeit noch mit mittlerweile zwei doppelreihig gestellten Regalen und einigen zusätzlichen Stapeln ungelesener konventioneller Bücher &amp;#8230;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Üblicherweise gerät er also erst beim Packen für den Urlaub in den Fokus, denn gerade da ist es natürlich sehr, sehr praktisch, statt etlicher dicker Schmöker ein schmales Gerät einzupacken. (Meistens packe ich beides, aber nun gut.) Selten einmal überkommt mich sonst zwischendurch die elektronische Leselust, und dann ist der Akku sowieso in der Regel leer.
Im &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/2112-Schwarzwald.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;Schwarzwald&lt;/a&gt; jedoch hatte ich Muße und Lust zur Lektüre, nachdem ich die beiden mitgebrachten Taschenbücher schon bald verschlungen hatte. Und so habe ich den &lt;em&gt;Kindle&lt;/em&gt; erst einmal aufgeladen, bis die grüne LED den Abschluss des Ladevorgangs signalisierte, und dann hier und dort dieses oder jenes Buch studiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch als ich dann kurz vor der Abreise noch ein halbes Stündchen Zeit gehabt hätte, wollte der &lt;em&gt;Kindle&lt;/em&gt; nicht mehr mitspielen: er zeigte zwar die letzte gelesene Seite, reagierte aber nicht mehr auf den Touchscreen. Auch der Ein-Aus-Schalter war wirkungslos. Also hielt ich ihn sehr lange gedrückt (wie ich mir dann online bestätigen ließ soll das nach 20-40 Sekunden einen Reset auslösen), doch es tat sich (auch nach mehr als einer Minute) nichts - nur die LED blinkte zweimal kurz gelb. Also habe ich die halbe Stunde Lesezeit stattdessen mit dem Kampf mit der Technik verbracht - nicht annähernd so entspannend wie Lektüre, kann ich versichern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zuhause dann bin ich das Problem systematisch angegangen; die Hilfeseiten und Google-Suchergebnisse rieten mir dabei das, was ich auch selbst vorgesehen hatte: den Kindle aufladen, bis er voll ist, und dann einen neuen Reset versuchen. Leider war die Mühe ohne Ergebnis: nach mehr als zehn Stunden signalisierte die gelbe LED immer noch &amp;#8220;wird geladen&amp;#8221; statt &amp;#8220;voll aufgeladen&amp;#8221;, und Reset-Versuche (mit oder ohne Anschluss ans Ladekabel) führten nur zum kurzen gelben Blinken. Das gute Stück hängt jetzt nochmal für einen halben Tag am Strom, aber bisher zeichnet sich keine Verbesserung der Lage ab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ist der &lt;em&gt;Kindle&lt;/em&gt; jetzt nur noch, symbolisch gesprochen, Feuerholz? Ist das Gerät defekt oder hat es der Akku hinter sich? (Der &lt;em&gt;Kindle&lt;/em&gt; zeigt getreulich noch die letzte von mir gelesene Seite, aber das heißt bei einem E-Ink-Display ja wohl nichts.) Oder gibt es noch gute Ideen, was ich ausprobieren könnte?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mittlerweile liegt hier zwar ein Ersatzgerät - ich will die ganzen gekauften E-Books ja noch lesen -, und ich habe auch erfahren, dass ein Tablet mit &lt;em&gt;Kindle&lt;/em&gt;-App auch recht gut funktioniert, aber ich wüsste trotzdem ganz gerne, ob ich das (erst vier Jahre alte) &amp;#8220;Altgerät&amp;#8221; noch einmal in Betrieb setzen kann (oder sonst, wie ich am besten darauf enthaltene Daten wie Bücher, die Verknüpfung mit meinem Account und WLAN-Keys löschen kann - ein Factory-Reset ist ja im Moment nicht möglich).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gibt es dazu noch Ideen?&lt;/p&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/2534d06c17f04efdaa4c09e15e2b8c4f&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
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    <pubDate>Tue, 16 Oct 2018 06:48:00 +0000</pubDate>
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    <category>followerpower</category>

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    <title>Spaß mit der Deutschen Post</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/1896-Spass-mit-der-Deutschen-Post.html</link>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
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    &lt;p&gt;Normalerweise gibt es keinen - oder wenig - Grund zur Beschwerde über die Deutsche Post und die mit ihr verbundenen Zustellunternehmungen. Briefsendungen und Pakete kommen dort an, wo sie sollen, die Annahme und der Versand von Paketen und ähnlichen Sendungen sind durch &amp;#8220;Paketabwürfe&amp;#8221; und Packstationen durchgehend möglich, und die Tarife sind im internationalen Vergleich nach meinem Eindruck jedenfalls nicht ungünstig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aufwendig ist es nur, wenn man tatsächlich einmal eine Filiale - ungeachtet dessen, dass das Unternehmen &amp;#8220;Filialen&amp;#8221; im eigentlichen Sinne nicht mehr hat, sondern diese in der Regel von Einzelhändlern betrieben werden, sei es nebenbei oder nahezu ausschließlich - aufsuchen muss: die Öffnungszeiten sind nicht zwingend günstig und die Schlangen dann, wenn jeder Zeit hat, entsprechend lang. Oft auch deshalb - wie bei der Deutschen Bahn -, weil Dienstleistungen am Schalter in Anspruch genommen werden, die zwanglos auch online oder anderweitig im Selbstbedienungsbetrieb nötig wären: das Porto kann man selbst nachsehen, Briefmarken kann man online bestellen, wenn man nicht ohnehin elektronisch frankiert, Pakete, wie gesagt, zumeist in der Packstation einliefern usw.  Dementsprechend versuche ich Filialbesuche nach Möglichkeit zu vermeiden und halte mich ansonsten für einen eher pflegeleichten Kunden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Grund, weshalb ich ab und an in der Schlange stehen, ist der Versand von internationalen Büchersendungen - &lt;a href=&quot;http://bookmooch.com/&quot; title=&quot;301 Moved Permanently&quot;&gt;Bookmooch&lt;/a&gt; läßt grüßen. Offiziell nennt sich die Sendungsform &amp;#8220;Buch International&amp;#8221; bzw. &amp;#8220;Presse/Buch International&amp;#8221; und ist zumindest im &amp;#8220;Economy&amp;#8221;-Bereich erschwinglich, bei vertretbaren Auslieferungszeiten: Sendungen innerhalb der EU benötigen wenige Tage, nach Übersee (USA, Kanda, Südamerika) ungefähr eine Woche oder ein bißchen mehr, und nur in südliche Gefilde (Australien, Südostasien) dauert es tatsächliche etliche Wochen oder Monate. Der &amp;#8220;Priority&amp;#8221;-Versand ist dabei nicht wesentlich teurer, aber man muss ja kein Geld verschenken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Selbstverständlich bereite ich auch diese Sendungen daheim entsprechend vor: Verpackung, Anschriftaufkleber, Frankierung - alles einwurffertig, und wenn die Abmessungen der Sendung es zulassen, befördere ich sie auch selbst in den Briefkasten. Nicht immer funktioniert das allerdings: manchmal ist der Schlitz des Kastens einfach nicht hoch genug, so dass die Sendung sich nicht einwerfen lässt. Also führt kein Weg daran vorbei, sie in der &amp;#8220;Filiale&amp;#8221; abzugeben. Das ist nach dem Schlangestehen in der Regel auch kein Problem; ab und an bedarf es eines kurzen Hinweises, dass die Sendung versandfertig ist und es sich um eine internationale Büchersendung handelt, aber dann wird sie anstandslos angenommen und erreicht ohne Schwierigkeiten ihr Ziel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jedenfalls war das bislang immer in Dutzenden von Fällen so. Offensichtlich ist das aber nicht garantiert - gefährlich wird es nämlich dann, wenn (nach der Einlieferung) jemand mitzudenken versucht.
So bekam ich demletzt eine solche Sendung wenige Tage später zurück:&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 800px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:408 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;800&quot; height=&quot;481&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2016/buch-international.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die retounierte Sendung - bereits nachfrankiert.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Nach kurzer Verwunderung und Nachzählen der Portowerte dann die Lösung: &amp;#8220;Buch international economy&amp;#8221; - ohne weitere Kennzeichnung - kostet bis 1.000g sechs Euro. Wenn hingegen jemand sich genötigt fühlt, nach Einlieferung und nachdem ich die Filiale verlassen hatte, nicht nur handschriftlich (und unnötig) &amp;#8220;Büchersendung&amp;#8221; darauf zu vermerken, sondern auch (ungebeten) einen Aufkleber &amp;#8220;Priority/Luftpost&amp;#8221; anzubringen, wird daraus &amp;#8220;Buch international priority&amp;#8221;, und das kostet dann tatsächlich sieben Euro. Ohne relevanten Vorteil, denn sehr viel schneller geht es damit (in diesem Fall: nach Großbritannien) auch nicht. Konkret wurde es nicht nur teurer, sondern auch langsamer, denn bis ich (nach dem Nachfrankieren, das auf dem Foto schon erledigt war) wieder einmal Zeit für einen Besuch in der Filiale hatte, wäre die Sendung normalerweise schon angekommen. (Sie ist es bis jetzt übrigens nach über einer Woche noch nicht.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um meiner Verärgerung Luft zu machen, habe ich mich - nach meinem Erlebnis mit dem &lt;a href=&quot;https://netz-rettung-recht.de/archives/1601-Keine-Reaktion-von-DHL.html&quot; title=&quot;Keine Reaktion von DHL | Netz - Rettung - Recht&quot;&gt;Kundenservice von DHL&lt;/a&gt; - auf die Suche nach einem Social-Media-Team gemacht und bin tatsächlich - leider nicht wie bei der Bahn bei &lt;a href=&quot;https://twitter.com/DB_Bahn/&quot; title=&quot;&quot;&gt;Twitter&lt;/a&gt;, aber immerhin - bei &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/deutschepost/&quot; title=&quot;&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt; fündig geworden. Und immerhin: es gab eine Antwort binnen weniger Stunden, danach noch einen Brief (mit einem Textbaustein, würde ich vermuten) und 4x 70 Cent als Entschädigung. Ich will also nicht klagen - ärgerlich ist&amp;#8217;s hingegen doch. Nicht wegen des Geldes, doch wegen der unnütz aufgewandten Zeit.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 800px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:410 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;800&quot; height=&quot;424&quot;  src=&quot;https://netz-rettung-recht.de/uploads/articles/2016/post-kundenservice.jpg&quot;  alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Entschuldigungsformbrief - immerhin. Und 2,80&amp;#160;€ in Briefmarken gab es noch dazu.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;img src=&quot;https://ssl-vg03.met.vgwort.de/na/fe1de7d960974c66a6038f7cb23045c3&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot;&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 07 Mar 2016 06:35:00 +0000</pubDate>
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    <category>post</category>

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<item>
    <title>Die neue Google-Calendar-App</title>
    <link>https://netz-rettung-recht.de/archives/1783-Die-neue-Google-Calendar-App.html</link>
            <category>Bits'n'Bytes</category>
            <category>Unmut</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Thomas Hochstein)</author>
    <content:encoded>
    &lt;p&gt;Google hat - u.a. - den Google-Kalender und auch die damit verbundene Android-App &amp;#8220;hübscher&amp;#8221; gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sagen wir so: Es ist jetzt alles ziemlich bunt, aber dieses Update war keine Verbesserung. Am schlimmsten ist, dass die Schrift (und alle Elemente) ein gutes Stück größer geworden sind und man zudem auch nicht mehr die Kalender&amp;#8221;höhe&amp;#8221; durch eine Zwei-Finger-Geste ändern, also v.a. verkleinern, kann. Selbst nach dem Deaktivieren der für Grafiken ohne konkreten Nutzwert neu eingerichteten Kopfzeile bleibt auf dem Tablet deutlich weniger Platz und Übersicht (ganz abgesehen davon, dass man die neue Schrift und die Farben mögen muss).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Katastrophal ist das User-Interface dann aber auf einem Smartphone (hier: Nexus 5): es passen nur noch fünf Wochentage auf das Display, und dank der &amp;#8220;fetten&amp;#8221; Schrift für die Termine passt nur noch so wenig Text in das Kästchen, dass oft gar nicht mehr richtig erkennbar ist, um welchen Termin es geht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kris Köhntopp&lt;/strong&gt; stellt das Problem textuell und graphisch an einem Beispiel dar: &lt;a href=&quot;https://plus.google.com/+KristianK%C3%B6hntopp/posts/dUFCYVyWQTJ&quot; title=&quot;301 Moved&quot;&gt;Whitespace, low information density and no way to shrink the hours&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er hat auch noch weitere Kommentare zu dem Thema, auch zum neuen Google Maps:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://plus.google.com/+KristianK%C3%B6hntopp/posts/bhjk8CM2hbc&quot; title=&quot;301 Moved&quot;&gt;Useless users are uselessly shown.&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://plus.google.com/+KristianK%C3%B6hntopp/posts/PYC4S3Lfq1k&quot; title=&quot;301 Moved&quot;&gt;Burger menu and three dot menu&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://plus.google.com/+KristianK%C3%B6hntopp/posts/intGqZH4h8e&quot; title=&quot;301 Moved&quot;&gt;Non-Discoverable UI elements&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Mehr kann man dazu kaum sagen, außer: Google, so geht das nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hat jemand Vorschläge für eine andere Kalender-App?&lt;/p&gt;
 
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    <pubDate>Sat, 15 Nov 2014 09:15:00 +0000</pubDate>
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    <category>Android</category>

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