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Spiele, Steam und Humble Bundle

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, seit wann ich Steam und Humble Bundle kenne und nutze; ich bin ja so alt, dass meine ersten beiden Spiele für den C 64 von einer Datasette geladen wurden - alle weiteren dann glücklicherweise von Diskette, anfangs üblicherweise von einer aus einer ganzen Sammlung von Dutzenden, die jeweils Dutzende raubkopierter Spiele enthielten. :-) Eines der ersten, selbst gekauften Spiele war vermutlich Elite, die anderen Gunship und Bard’s Tale, jedenfalls soweit ich mich bewusst erinnere.

Aber man kann das ja nachschauen: Humble Bundle kenne ich demnach seit April 2011 (“Humble Frozenbyte Bundle”), und Steam offenbar seit August 2014. Über die Jahre habe ich immer mal wieder Humble Bundles gekauft, bis ich dann im April 2018 das Humble Monthly abonniert habe: jeden Monat ein Dutzend Spiele, retrospektiv meist keine besonders guten. Über ein paar davon (meistens allerdings solche, die ich mir gezielt gekauft habe) habe ich in der Vergangenheit berichtet; früher selten (so bspw. 2016 über eine North vs South-Variante und Sid Meier’s Pirates!), seit 2018 (Bard’s Tale, Battletech, …) häufiger, und seit dem vergangenen Jahr sogar einigermaßen regelmäßig.

Nicht jedes Spiel rechtfertigt allerdings einen eigenen Eintrag, deshalb möchte ich hier einige der in den letzten fünf Jahren ausprobierten Spiele einigermaßen summarisch zusammenfassen.

2016

Zwei Beispiele habe ich schon genannt; daneben habe ich Puzzle Pirates ausprobiert, auf die ich durch YARRG gestoßen bin (für mich zu kompliziert, die Welt einerseits überfüllt und andererseits leer), mir auch Puzzle Quest angesehen (und rund neun Stunden gespielt) und BioShock Infinite angespielt - nicht einmal eine Stunde, bevor ich wegen migräneartiger Beschwerden abbrechen musste, die ich manchmal bei bestimmten 3D-Spielen bekomme, insbesondere bei First-Person-Perspektive und schnellen Bewegungen/Drehungen.

2017

Da habe ich ein paar Minuten Carrier Command: Gaea Mission angespielt, weil ich mich erinnerte, dass mich dieses Spiel früher mal faszinierte, als es neu war (1988). Train Fever habe ich fast 40 Stunden gespielt - in Erinnerung an OpenTTD, die freie Neuimplementierung von “Transport Tycoon Deluxe” -, und dann die Weltraumvariante Offworld Trading Company ausprobiert. Zu nennen auch noch: Stellaris, ein typisches 4X-Strategiespiel.

2018

Wieder ein Eisenbahn-Aufbauspiel, das ich aber nur kurz angespielt habe: Sid Meier’s Railroads. Auch kurz angespielt: Summoner.

Länger beschäftigt habe ich mich mit Avadon: The Black Fortress, das ich bis zum Endkampf gespielt habe, in dem ich allerdings bei jedem Anlauf gescheitert bin. Außerdem: Endless Space 2 (4X-Strategie, 18 Stunden) und Endless Sky, über das ich hier im Blog schon berichtet habe. Außerdem habe ich damals Bard’s Tale IV gekauft … und danach den passenden Rechner, um es auch spielen zu können.

Daneben kennt meine Steam-Bibliothek einige klangvolle Namen (z.B. Kerbal Space Program) und viele sehr interessant klingende Spiele, die ich offensichtlich noch gar nicht ausprobiert habe.

2019

Im Jahr 2019 habe ich insbesondere zwei Spiele etwas intensiver gespielt: Interplanetary - Enhanced Edition hat mich 16 Stunden beschäftigt. Das Spiel ist so skurril wie simpel und komplex: verschiedene Planeten umkreisen dieselbe Sonne auf unterschiedlichen Bahnen in unterschiedlichen Entfernungen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (und in unterschiedlichen Richtungen), und deren Bewohner sind sich nicht grün - genau genommen beschießen sie sich. Zu diesem Zweck errichten sie Gebäude zur Energieversorgung, zum Bergbau, zur Verteidigung, zur Forschung und verschiedene Arten von Waffen, mit denen sie sich dann beschießen, was durch die Eigenbewegung der Planeten einigermaßen kompliziert wird. Wo die Raketen usw. einschlagen, wächst dann kein Gras mehr; daher sollte neben Angriff auch auf Verteidigung gesetzt werden, und auf Ressourcen, aber auch auf Forschung, denn je weiter man im Forschungsbaum kommt, desto stärker die Waffen, desto besser die Abwehrmöglichkeiten. Tricky.

Das zweite Spiel, mit dem ich Zeit verbracht habe, war Factory Town, ein typisches Aufbauspiel. Ressourcen sind abzubauen, Häuser sind aufzubauen (Arbeitskräfte!), die Bevölkerung will versorgt werden, und das Spiel ist gekennzeichnet durch potentiell komplexe Produktionsketten. Dabei lassen sich die einzelnen Produktionsstätten nicht nur mit Wegen verbunden, auf denen dann zu Fuß und mit Pferdewagen agiert wird, sondern bspw. auch durch Laufbänder verschiedener Arten und Schnelligkeiten. 50 Stunden lang hat mich das fasziniert - macht Spaß! Vorher hatte ich je knapp 15 Minuten Cities in Motion und Cities: Skylines ausprobiert; der Funke sprang da ersichtlich nicht über.

Cook, Serve, Delicous 2 habe ich ebenfalls ausprobiert; das Original fand ich mal ganz nett, aber der zweite Teil war nicht so faszinierend, so dass ich es nach ein paar Runden wieder drangegeben habe. Bei Total War: EMPIRE - Definitive Edition sprang der Funke auch nicht über, aber Road’s of Rome habe ich in dem Jahr insgesamt acht Stunden gespielt.

Und, natürlich, zum Jahresende hin Battletech, aber darüber habe ich ja bereits berichtet.

2020

Anno 2020 habe ich ja über einige Spiele, die ich ausprobiert und gespielt habe, bereits im Blog berichtet:

Außerdem gespielt habe ich

  • Colony Siege (2 Stunden)
    (im Prinzip eine Art Tower-Defense-Variante)
  • Through the Ages (7 Stunden)
    (eine Adaption eines Karten- bzw. Brettspiels, die mir empfohlen wurde)

Angespielt (wenige Minuten bis zu knapp einer Stunde) habe ich darüber hinaus:

  • Mount & Blade II: Bannerlord (viel zu komplex)
  • Hearts of Iron IV (viel zu komplex!)
  • Railway Empire (der Funke sprang nicht über)
  • Industry Giant 2 (der Funke sprang nicht über)
  • Battlestar Galactica Deadlock (der Funke sprang nicht über),
  • Cogs (interessant, aber nicht mein Ding)
  • Scrap Mechanic (ganz nett, hatte aber zu wenig Zeit)
  • Hardspace: Shipbreaker (3-D-Grafik, die ich nicht gut vertragen habe), und schließlich
  • X4: Foundations (über das ich bei Beko gestolpert bin, für das ich aber ebenfalls einfach nicht genug Zeit mitgebracht hatte).

Und am Schluss verbleiben für 2020 dann noch drei Spiele, die ich intensiver gespielt habe und die eigentlich jeweils einen eigenen Blogbeitrag wert wären (vielleicht komme ich ja noch dazu):

Prison Architect, das mich rund 36 Stunden gefesselt hat, steht in einer Reihe mit Project Highrise oder Two Point Hospital - oder auch Sim City: ein Simulations- bzw. Aufbauspiel, aber aufzubauen ist in diesem Fall eben ein typisch amerikanisches Gefängnis mit Infrastruktur, Zellenbauten, Kantine, Werkstätten und fakultativ auch einem elektrischen Stuhl. Gebäude benötigen regelmäßig Strom und häufig auch Wasser (für Toiletten, Duschen, die Küche, die Reinigung …), Kraft- und Wasserwerk müssen ggf. ausgebaut werden, um genügend Leistung zu liefern. Die Häftlinge sind von verschiedener Gefährlichkeit, Mauern und Türen von verschiedener Stabilität; sie können offenstehen oder von jedermann, von Mitarbeitern oder nur von Wachpersonal geöffnet und geschlossen werden, und für alle Bereiche lässt sich einstellen, welche Gefangenen (nach Gefährlichkeit geordnet) sie betreten können oder auch nicht. Dann gibt es noch einen Tagesplan, der Freizeit, Arbeit, Duschen, Essenszeiten und Co. enthält, und dann ist das Ziel, möglichst viel Gefangene aufzunehmen (und damit möglichst viel Geld zu machen) und diese arbeiten zu lassen, aber auch zu therapieren und zu qualifizieren - und dafür zu sorgen, dass sie einigermaßen zufrieden sind, denn sonst gibt es einen Aufstand: und dann wird sich zeigen, wie gut es um die Sicherheit bestellt ist und wie gut gesichert und redundant bspw. Strom und Wasser sind, wenn das eine oder andere Gebäude demoliert wird.

Star Traders: Frontiers (42 Stunden Spielzeit) war die Antwort auf meine Suche nach einem CRPG - oder jedenfalls einer Art CRPG - im Weltraum. Man hat ein Raumschiff samt Besatzung zur Verfügung; das Schiff kann man ausbauen, die Besatzung regelmäßig trainieren und bewaffnen, und dann sind Missionen zu erfüllen, die zugleich auch das Verhältnis zu den verschiedenen Fraktionen im Spiel verbessern oder belasten. Man sollte daran denken, rechtzeitig zu tanken und die Moral der Besatzung im Griff zu haben. Kämpfe zwischen verschiedenen Schiffen haben zwei Phasen: den Kampf Schiff gegen Schiff und danach eine Enter-Phase. In beiden Fällen stehen sich die Gegner gegenüber, das eigene Schiff oder die eigenen bis zu vier Kämpen links, der Gegner rechts, und man wendet dann abwechselnd die Waffen des Schiffes und dann später die Waffen und Spezialfähigkeiten der Besatzungsmitglieder an. Daneben gibt es die Möglichkeit der Blockade im Oribt oder auch der Erforschung eines unbewohnten Planeten, die durch Minispiele realisiet sind, bei denen jeweils Karten gezogen werden müssen. Anfangs ganz spannend, fand ich es später eher repetitiv - und wurde dann von einem (durch das Erreichen einer bestimmten Spielzeit getriggerten) Plot-Twist erwischt, dem ich nicht gewachsen war.

Stellar Tactics habe ich danach 12 Stunden gespielt; es ist ebenfalls ein Weltraum-RPG, aber, so scheint mir, vielseitiger oder doch von der Bewegung her freier. Wo Star Traders: Frontiers nur die Bewegung des Raumschiffs kennt und alles andere durch “Kartenspiele” oder weitgehend stationäre Gefechte gelöst wird, kann man sich in Stellar Tactics in Gebäuden oder Höhlen mit seiner Truppe bewegen und dort Kämpfe ausfechten. Dafür scheint mir der Raumflug dann etwas unterkomplex umgesetzt zu sein; ehrlich gesagt habe ich in meiner Spielzeit davon aber auch noch nicht so viel mitbekommen.

2021

Über die Spieleerlebnisse aus 2021, die keinen eigenen Eintrag erhalten haben, werde ich vielleicht später - oder im kommenden Jahr - noch einmal berichten.

[Nachträglich veröffentlicht im Oktober 2021.]

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