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Google Calendar ausdrucken

Wie ich bereits vor 2 Monaten berichtet hatte, nutze ich den Kalender von Google, benötige aber auch “Ausdrucke” (richtiger: PDF-Fassungen) meiner Termine. Bislang hatte ich dazu Outlook genutzt, das die Daten aus dem Google-Kalender importieren kann, aber diese Möglichkeit fällt seit der Neuinstallation meines Laptops weg, weil ich - wenn möglich - nicht nur zum Drucken des Google-Kalenders Outlook installieren (und ggf. kaufen …) möchte.

Also benötige ich jetzt eine neue Lösung zum Drucken meines Kalenders (unter Windows, ersatzweise auf einer Linux-Shell) … und das erweist sich als überraschend schwierig. Dabei sind meine Anforderungen gar nicht so groß:

  • Auch längere Terminsbeschreibungen sollen - durch Zeilenumbruch - im Ausdruck lesbar bleiben.
  • Es sollen beliebige Zeiträume (jeweils ganze Wochen) auf eine Seite gedruckt werden können, also bpsw. 4-5 Wochen ab heute, auch wenn diese Wochen in verschiedenen Monaten liegen.

Optional wäre es noch nett, wenn …

  • … der Ausdruck einigermaßen ansehnlich ist, vielleicht sogar dem Druckergebnis von Outlook nahekommt.
  • … die farbige Kennzeichnung der Termine aus dem Google-Kalender übernommen wird.
  • … neben der Startzeit eine Dauer oder die Endzeit gedruckt werden kann.
  • … verschiedene Google-Kalender gedruckt werden können.

Google selbst ermöglicht natürlich den Kalenderdruck, scheitert aber an beiden zwingenden Anforderungen. Weder gibt es einen Zeilenumbruch - was zur Wahl zwischen “unlesbar kleiner Schrift” und “abgeschnittenen Terminsbeschreibungen” führt - noch können freie Zeiträume auf eine Seite gedruckt werden. Es ist zwar möglich, bspw. die letzten beiden Dezember- und die ersten Januar-Wochen zu drucken; die finden sich dann aber zwingend nach Monaten getrennt auf zwei Seiten. Dafür scheint es auch nicht wirklich eine Lösung zu geben.

Also habe ich mich frohgemut zur Google-Recherche aufgemacht. So schwer sollte das ja nicht sein, schließlich muss ich nicht direkt aus dem Google-Kalender drucken können; mir genügt eine Applikation, die sich mit dem Google-Kalender synchronisieren lässt oder wenigstens ICAL- (oder XML-) Dateien einlesen kann und dann entsprechende Ausdrucke ermöglicht.

Unerwartet schwierige Recherche

Offenbar ist mein Wunsch aber ein sehr ungewöhnliches Anliegen … Ich habe daher einige Stunden damit verbracht, festzustellen, was alles nicht funktioniert (und dass es offenbar kaum mehr originäre Kalender-/Terminverwaltungssoftware für Windows gibt):

  • GCalToolKit scheint eine ganze Menge Tools rund um den Google-Kalender mitzubringen, allerdings nichts, was mir bei meinem Druckproblem wirklich weiterhilft.
  • Mozilla Thunderbird mit der Lightning-Erweiterung lässt sich prima mit dem Google-Kalender koppeln, auch ohne den Provider for Google Calendar, der nur für bi-direktionale Synchronisierung erforderlich ist. Leider lassen die Ausdrucke nicht nur in optischer Sicht noch mehr zu wünschen übrig als die Druckfunktion des Google-Kalenders.
  • Auch das Thunderbird-Addon FG Printers hilft insoweit nicht wirklich weiter, auch dann nicht, wenn man statt der Homepage auf mozdev.org eine Version gefunden hat, die auch mit dem aktuellen Thunderbird zusammenarbeitet. Man kann immer noch nicht sinnvoll freie Druckzeiträume auswählen: beschränkt man den Ausdruck auf bestimmte Wochen, werden trotzdem die jeweiligen Monate komplett (ein Monat pro Seite) gedruckt, bloß in den “ausgeschlossenen” Wochen ohne Termine (obschon dort welche vorhanden sind). Das ist eher nicht hilfreich.
  • Dann gibt es Print My Cal, eine Java-Applikation, die aus einem Google-Kalender ein RTF machen können soll. Funktionierte bei mir nicht; insbesondere wurden Serientermine auch nach ihrem Ende noch angezeigt, und manchmal “verrutschten” Daten und Termine um einen Tag. “Elegant” ist, davon abgesehen, auch anders. Und der Weg “Google-Kalender nach RTF, RTF in Word öffnen, in PDF drucken” enthält für meinen Geschmack einen Zwischenschritt zuviel.
  • Im Netz findet man auch WinCalendar, der u.a. Kalender für Word, Excel oder direkt als PDF erstellen kann und als Quelle auch den Google-Kalender akzeptiert. Allerdings nicht mit der 64bit-Version von MS-Office, warum auch immer.
  • Und schließlich hat auch PrintableCal bei mir nicht vernünftig funktioniert.

Was funktioniert: VueMinder

Am Ende bin ich bei VueMinder gelandet, einer funktionsreichen Kalender-Software für Windows mit einem furchtbar überladenen UI, die aber umfangreich konfigurierbare Ausdrucke ermöglicht und zudem eine Anbindung an eine große Vielzahl von Kalendersystemen mitbringt, auch an den Google-Kalender. Allerdings erfordert eine Auswahl des Druck-Designs die Pro-Version (“Print additional layouts”), die immerhin mit 50 $ zu Buche schlägt (und natürlich sehr viel mehr kann als bloß den Google-Kalender zu drucken).

Derweil arbeite ich mit einer 45-Tage-Testversion und bin damit durchaus sehr zufrieden: per Knopfdruck aktualisiere ich den Kalender, ein weiterer Druck erzeugt ein PDF-Dokument (oder einen Ausdruck) im Outlook-Stil, nur mit mehr Information. Dennoch finde ich es sehr unbefriedigend, für nicht wenig Geld ein komplettes Terminverwaltungs-/Kalenderprogramm erwerben zu müssen, nur um den kostenlosen Google-Kalender drucken zu können. Das erscheint mir irgendwo zu skurril, um wahr zu sein.

Vielleicht hat ja noch jemand eine andere Idee?

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Kommentare

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Matthias am :

Matthias

Ich habe eben dieses Problem und kann nicht mal verstehen, dass Google selber nicht eine passende Lösung zur Hand hat, da der Google Kalender doch schon eine ganze Weile unter uns weilt. Ich kann auch nicht glauben, dass sonst keiner dieses Problem haben sollte. Ich habe heute noch einmal einen allerersten Versuch zum Thema unternommen (weil ich meiner Frau auf eine Vorstandssitzung einen Kalender mitgeben wollte). Es gibt unter Linux ein kleines Kommandozeilentool: ical2html. Damit ist es mir gelungen, mit dem Befehl: ical2html -d 20150101 P365D basic.ics > test.htm die zuletzt genannte Datei (Übersicht über das ganze Jahr 2015) zu erzeugen und diese, in libreoffice importiert (calc), in eine einigermaßen ansehnliche Form zu bringen. Sicherlich ist da noch sehr viel Arbeit vonnöten, aber es war ein Anfang :-)

Besch am :

Besch

Man höre und staune, ich bin nicht alleine. Ich ärgere mich seit langem über das gleiche Thema.

Als Notfallplan B mache ich einen Screenshot von der Bildschirmansicht den Google-Kalenders und ärgere mich jedesmal dabei, dass der Ort in einer zweiten Zeile nicht angegeben werden kann.

In meiner Wunschwelt wünsche ich mir 4-Wochen-Ausdrucke mit jeweils dreizeiligen Terminen: Zeile 1: Von - bis Zeile 2: Termintext Zeile 3: Ort

Idealerweise 3 Termine (oder mehr) pro Tag

Wenn die Zeilen jeweils nach 20 Zeichen oder so abgeschnitten werden, kann ich damit gut leben.

Hat denn seit 2015 niemand eine Lösung dafür gefunden?

Ist das zuviel verlangt?

Liebe Grüße Besch

Thomas Hochstein am :

Thomas Hochstein

Das bereits in meinem Beitrag genannte Programm Vueminder kann auf Wunsch auch von-bis, Termintext und Ort, allerdings nicht auf drei Zeilen begrenzt: entweder schaltet man den Umbruch ab, dann gibt es nur eine Zeile, in der dann kaum etwas hineinpasst, oder man schaltet ihn an, dann gibt es so viele Zeilen wie nötig, so dass in der Regel nicht mehr als zwei Termine pro Tag sichtbar sind (und der Kalender betrifft entweder den laufenden Monat oder fünf Wochen).

Wenn es für die Papierübersicht genügt, Anfangsuhrzeit und Termintext anzuzeigen, funktioniert das allerdings ganz wunderbar. (Das ist mein Anwendungsfall; die Details kann ich online anschauen.)

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