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Meine Autos

Wie ich schon vergangene Woche berichtete, bin ich - schon von jeher - ein eingefleischter Autofahrer, und ich freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn ich ein neues, modernes Automobil fahren kann. Daher ist es eigentlich recht überraschend, wie selten ich mir diese Freude mache - zumindest wenn ich anderswo sehe, dass alle ein, zwei Jahre das Leasingfahrzeug gegen ein neues getauscht wird.

Und da das Jahresende eine Zeit der Rückblicke ist, warum nicht ein Rückblick auf die letzten dreißig Jahre und meine bisherigen vierrädrigen Gefährte(n)?

Aller Anfang war gelb - sehr gelb (1991)

Mit dem Führerschein fing es 1991 an. Gerne liest man ja heute von Fahranfängern, die mit überraschend neuen, überraschend gut motorisierten Fahrzeuge unterwegs sind (manchmal auch unterwegs in die Leitplanke). So war das bei mir nicht; der Deal mit meinen Eltern lautete: “Du bekommst ein Auto, aber wir entscheiden, welches. Und es wird auf jeden Fall ‘dickes Blech’ haben.” Und so war mein erstes eigenes Auto ein locker ein Jahrzehnt alter Audi 80 mit Automatikgetriebe, der recht günstig zu haben war, weil der Vorbesitzer gestorben nicht mehr Auto fahren wollte.

Mein erstes Auto.

Quietschgelb war das Auto, nicht übermäßig schnell und bar jeder Technik und jeden Komforts; das Automatikgetriebe war zudem von einer gewissen Gemächlichkeit und der Hektik abhold - trat man es energischer oder gar bis zum Anschlag (“Kickdown”) durch, legte es eine Gedenksekunde ein, bevor die Beschleunigung dann ruckartig einsetzte: optimal, um erst den Verkehr zu behindern und dann einen Satz zu machen.

Insgesamt war das aber ein guter Deal (wobei ich rückblickend denke, unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit wäre weniger “dickes Blech”, dafür aber ABS und Airbag vielleicht die klügere Lösung gewesen). Wir lebten damals zwar keineswegs auf dem Dorf, aber die ÖPNV-Anbindung war im Wesentlichen auf die Schulzeiten abgestimmt und wenig nutzerfreundlich, so dass Führerschein und eigenes Auto durchaus ein Gewinn waren, wenn es darum ging, irgendwo hinzukommen, irgendetwas zu transportieren oder irgendwen mitzunehmen.

Auch das Automatikgetriebe war vielleicht keine schlechte Idee - mit dem Schalten stand ich während der Fahrschulzeit wohl etwas auf Kriegsfuß (oder es lag eben umgekehrt an der fehlenden Übung, wer weiß?).

Ein Sammelsurium: der Elch am Spiegel, Quack-Quack die Ente auf der Ablage und auch sonst allerlei Zeugs.

Golf III (1996)

Fünf Jahre später hatte sich vieles geändert.

Mittlerweile hatte ich meinen Grundwehrdienst absolviert und dabei den (militärischen) Führerschein der Klassen BCE erworben, der zivil der Klasse 2 entsprach; und was mir während meiner Zeit bei der zivilen (retrospektiv: ausgesprochen schlechten) Fahrschule schwer gefallen war, fiel mir nach der Fahrschulzeit dort durchaus leicht. Wer einige Wochen lang einen Lkw mit Anhänger durch die Gegend kutschiert, der kann danach Auto fahren; ja, auch Schaltwagen. Und im Gegensatz zu manchem Kameraden fiel mir auch die Prüfung leicht - der Theorieteil sowieso, schließlich hatten wir so viele Bögen geübt, dass man im Prinzip alles im Schlaf hätte ausfüllen können (ich kam deutlich später zur Prüfung, war es doch ein Montag, also Anreise von zuhause, und ich hatte bei einem Unfall auf der Autobahn Erste Hilfe leisten müssen, war aber deutlich früher fertig als manch anderer), aber auch in der praktischen Prüfung lief es besser als bei anderen. Weder verkeilte ich meinen Anhänger unter einer Eisenbahnbrücke, noch überholte ich eine Kehrmaschine in einer Kurve durch Überfahren der Sperrfläche - also alles gut.

Außerdem war ich seit einigen Jahren im Rettungsdienst - und auch sonst bei einer Hilfsorganisation - tätig, fuhr also in meiner Freizeit regelmäßig die verschiedensten Fahrzeuge aller Größen (Pkw, Kleinbusse, KTW, RTW, Lkw des Katastrophenschutzes), Marken und Getriebearten. Und schließlich war das schon beim Kauf sehr alte Gefährt mittlerweile wirklich sehr, sehr alt geworden, und dementsprechend reparaturanfällig - alles sprach also für ein neues Auto. (Beim Verkauf des alten Fahrzeugs über Kleinanzeigen habe ich dann tatsächlich ganz neue Erfahrungen gemacht, aber das ist wiederum eine andere Geschichte.)

Der neue Golf (III).

Das sollte diesmal ein Neuwagen werden, und ich hatte mich für einen VW Golf entschlossen. Nach langer Recherche, dem Studium verschiedenster Kataloge und Besuchen bei allen Händlern im Umkreis wurde es dann tatsächlich im Mai 1996 ein dunkelburgunderroter Golf III. Und der war sehr schön und hätte mich bestimmt ein Jahrzehnt begleitet - wäre da nicht im Dezember des Jahres 1999, also zum Ende des Jahrtausends hin, eine bestimmte Kreuzung auf der Bundesstraße kurz vor dem elterlichen Wohnort gewesen, an der ich bei grün geradeaus fuhr und der Fahranfänger (eine Woche Führerschein), der mir entgegenkam, bei grün links abbog … Ich versuchte noch zu bremsen und auszuweichen, er erwischte mich an der Fahrertür und ich landete - dank Aufprall und Ausweichmanöver - auf der Gegenseite im Graben. Achsbruch, Knick im Rahmen, wirtschaftlicher Totalschaden - und ich habe mir beim Herausklettern auf der Beifahrerseite noch den Knöchel umgeknickt.

Gut drei Jahre und einen entgegenkommenden Führerscheinneuling später.

Golf IV (2000)

Mit dem, was die gegnerische Versicherung zahlte, und dank der Bereitschaft meiner Eltern, sich quasi als Geschenk zum Abschluss meines Studium zu beteiligen, hatte ich ab dem Frühjahr 2000 dann wieder einen fahrbaren Untersatz: ein burgunderdunkelroter Golf IV Turbo-Diesel mit zwar nicht allen Schikanen, aber doch ein paar Extras - Schiebedach und (zum ersten Mal in meinem Leben) Klimaanlage. Und auch das eigentlich nur, weil der Verkäufer meinte, ohne das sei der Wiederverkaufswert sehr viel niedriger. (Klimanlage, wohlgemerkt, nicht Klimaautomatik. Letztere hält eine eingestellte Temperatur, erstere kühlt, wenn man sie anschaltet, also muss man entweder zum Temperaturregler greifen, der dann ggf. beheizte Luft zumischt, was energetisch gaga ist, oder sie regelmäßig an- und ausschalten. Anyway, ich lernte sie in den kommenden heißen Sommern lieben.) Außerdem gab es eine Freisprechanlage fürs Mobiltelefon: damals noch eine telefonspezifische große Halterung am Rande der Mittelkonsole mit Ankopplung an die Außenantenne, mit der man entweder freisprechen oder sie quasi als kabelgebundenen Hörer verwenden konnte.

Nach III kommt IV (Golf IV, hier mehr als 13 Jahre alt).

Leider war auch dieses Auto etwas vom Pech verfolgt, und zugleich wohl auch eine Art Montagsgefährt. Die Freisprechanlage machte von Anfang an regelmäßig Ärger; das war aber bald egal, weil das neue Mobiltelefon eh nicht mehr passte. (Die letzten Jahre hatte ich einen kleinen Bluetooth-Hörer im Auto liegen, den ich mir auf ein Ohr klemmen und mit einem Knopf am Ohr bedienen konnte. Anrufe annehmen ging sehr gut, Hören meistens auch, Sprechen so la-la, selbst anrufen über Sprachsteuerung nur sehr bedingt.) Das eine oder andere Mal war auch plötzlich die Batterie leer - und noch unangenehmer: es regnete auch mal herein und man kam morgens ans Auto, nur um einen See dort drinnen zu finden. Das Wasser stand mehrere Zentimeter hoch im Fußraum, was absaugen und tagelange Trocknung erforderte; der Bodenbelag (Teppich) erholte sich davon aber nie so richtig. Nach dem ersten Schock recht bald nach dem Kauf passierte mir das in den kommenden Jahren noch zweimal. (Inzwischen weiß man wohl, dass es an verstopften Abläufen im Bereich des Schiebedachs lag, die später und bei späteren Modellen im Wartungsplan standen.) Irgendwann einmal fiel auch eine Seitenscheibe beim Herunterfahren (mittels elektrischem Scheibenheber) einfach in die Tür. All das spielte sich in den ersten fünf oder sechs Jahren ab, gehäuft in den ersten zwei. In dieser Zeit fuhr mir auch - als das Auto noch fast nagelneu war - an einer Ampel irgendwo im Schwarzwald jemand von hinten auf.

Der Zahn der Zeit nagte an vielen Orten.

Danach wurde es besser. Irgendwann fuhr nur noch mal jemand am geparkten Fahrzeug den Außenspiegel ab, und 2007 übersah ich beim Ausparken in einer Tiefgarage den Pfeiler auf der Beifahrerseite, drückte diese ein und riss den Außenspiegel dort ab - um so dann die ganze Strecke bis an die Ostsee fahren zu müssen. Kaum repariert, versagte auf der Rückfahrt von dort der Luftmengenmesser, so dass das Fahrzeug im Notlaufbetrieb nicht mehr richtig beschleunigte; es macht Spaß, auf der Autobahn an einer Steigung mit nicht ganz 40 km/h von hupenden Lkw überholt zu werden. Die letzten Jahren verliefen dann aber einigermaßen ereignislos; das Auto wurde nur immer älter, die Repaturen immer teurer, und trotzdem dachte ich (aus mir selbst kaum erklärlichen Gründen) offenbar über keinen Neuerwerb nach. So kam dann der Rußpartikelfilter hinein, die teuren Reparaturen an Motor und Achsen und auch sonst überall (wenn die Sitzheizung nicht warm macht, aber verbrannt riecht, ist das auch nicht okay) … bis ich mir 2013 während einer längeren Reparatur mal ein Werkstattersatzfahrzeug gönnte. Das war auch ein Golf - aber ein aktueller Golf. Er hatte (von mir bis dahin bei allen anderen Autos im Umfeld neidisch beguckt!) eine Fernbedienung, um die Türen zu öffnen und zu schließen. Er hatte eine Klimaautomatik. Er hatte alle mögliche Technik eingebaut. Er war großartig! Ich habe die komplette Gebrauchsanleitung verschlungen und dann eine lange, lange Spritztour gemacht und alles, alles ausprobiert, was dieses Wunder der Technik so bot. Und es war großartig! Als ob sich die Technik über viele Jahre weiterentwickelt hätte …

Golf VII (2013)

Also stand mein Entschluss fest: es war an der Zeit für ein neues Auto. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits mehr als ein Jahrzehnt berufstätig, hatte dementsprechende Ersparnisse und war fest entschlossen, dass es diesmal - nach dieser langen Zeit mit einem sehr anfälligen und inzwischen auch sehr alten Auto - wirklich ein tolles Gefährt werden sollte. Und so klickte ich mich im Konfigurator im Internet (ja, das gab es inzwischen) durch die ganzen Möglichkeiten und landete im Juni 2013 bei einem fabrikneuen (dunkel-burgunder-roten) Golf VII Highline BlueMotion Technology 2,0 l TDI, den ich mit fast allem versah, das der Konfigurator hergab.

Golf VII (13 Jahre und zwei Baureihen übersprungen).

Und dieses Auto war keineswegs ein Montagsauto: es hatte keine Macken und machte von Anfang an viel Freude. Es war schick, es war sehr flott - früher war irgendwo bei 160 km/h nach Tacho Schluss, da fing es hier erst an - und hatte all die kleinen elektronischen Helfer, die auf die Dauer wirklich praktisch sind: Öffnung per Fernbedienung oder “keyless access”, ein Startknopf statt eines Schlüssellochs (so dass man den Autoschlüssel gar nicht mehr aus der Tasche nehmen muss), per Lichtsensor ging die Beleuchtung automatisch an oder aus, per Regensensor passierte das gleiche mit dem Scheibenwischer, per Kamera geschah das gleiche mit dem Fernlicht, wobei ein einzelnes voranfahrendes oder entgegenkommendes Auto einfach aus dem Lichtkegel “ausgeblendet” wurde, so dass das Fernlicht an bleiben konnte (ein faszinierender Anblick). Beim Parken automatisch anklappende Außenspiegel. Rundherum Sensoren, die auf einer Draufsicht des Kfz genau die verbleibenden Abstände an allen Seiten anzeigen und ein automatisches Ein- und Ausparken ermöglichen (fast nie genutzt, aber wenn, dann ein Segen - beim Paralleleinparken fehlt mir einfach die Routine, und der Technik genügt eine Lücke, die einen halben Meter länger ist als das Auto). Ein großes Infotainment-System, das nicht nur Radio “kann”, sondern auch Musik abspielt, und zwar von einem iPod oder einfach einer SD-Karte; das war … ein Schritt vorwärts vom CD-Wechsler im Kofferraum des Vorgängermodells. Und ein Navi hatte es auch (wenn ich auch damit nicht richtig warm geworden bin und stattdessen lieber weiter mein TomTom genutzt habe). Was es aber vor allem hatte: eine Freisprechanlage, bei der man sein Telefon per Bluetooth koppeln und dann über das Infotainment-System bedienen kann. Problemloses Hören und Sprechen, Verfügbarkeit der Kontakte und der Anrufliste, Anrufsignalisierung im Blick- und Bedienfeld mit Anzeige der Rufnummer - Wunder über Wunder. Und dazu eine ganze Reihe Assistenten für das Fahren: ein Notbremsassistent, eine Motorabschaltung an der Ampel und ein Tempomat, der (wie bequem!) nicht nur eine eingestellte Geschwindigkeit hält, sondern auch den Abstand vom Vordermann, also wirklich einigermaßen automatisch fährt; gerade auf längeren Fahrten mit dichterem Verkehr und/oder Geschwindigkeitsbeschränkungen eine tolle Sache. Hätte ich mich nicht bewusst für einen Schaltwagen entschieden und stattdessen ein Automatik- bzw. Doppelkupplungsgetriebe genommen, hätte das Wunderwerk der Technik sogar in der Stadt im Stop-and-Go-Verkehr automatisch anhalten und wieder anfahren können. Und die ganze Technik ließ sich mehr oder weniger komplett am Lenkrad bedienen: Meldungen im Display bestätigen, Tempomat steuern, Radiosender und Lautstärke regeln, Telefonate annehmen und beenden - top!

Ich war wirklich begeistert und bin damit sehr gerne gefahren: vielfach an die Nordsee (das erste Mal kurz nach dem Kauf), auch an den Atlantik und sonstwohin, eigentlich immer ohne Problem - nur bei einem Heimatbesuch bei den Eltern schlug einmal der Marder zu (Notlaufprogramm, 40 km/h auf der Autobahn am Berg, you know the drill), und mit der Zeit gab es einige Schrammen, manche selbst verschuldet, andere auch nicht.

Golf VII (acht Jahre später).

Dessen ungeachtet war ich fest entschlossen, dieses Auto nicht wieder fast anderthalb Jahrzehnte zu fahren, bis die Reparaturen so teuer werden, dass sie den Restwert überschreiten. Daher habe ich mich Ende 2019 sehr interessiert mit dem neuen Golf VIII beschäftigt, geschaut und getestet. Allerdings wurde das Bedienkonzept - mit Recht! - sehr kritisiert: fast alle Bedienelemente durch einen Touch-Bildschirm und in seltenen Fällen auch noch berührungsempfindliche Touch-Leisten zu ersetzen, ist eine ausgesprochen blöde Idee. Nicht nur, wenn und weil das System fragil ist und sich mal “verschlucken” kann, sondern vor allem, weil man im Gegensatz zu einem Touchscreen Tasten und Regler quasi blind bedienen kann: man weiß, wo sie sitzen, kann sie ansonsten ertasten, ohne den Blick von der Straße zu nehmen, und schlimmstenfalls genügt ein ganz kurzer Blick von einer Sekunde. Für einen Touchscreen muss man aber (mehr oder weniger kontinuierlich, oder mit mehreren schnelle Blicken) durchgehend schauen, was man da tut, gerade wenn man sich durch mehrere Menüebenen wühlen muss. Das ist für Radio oder Medien okay (da kann man sich die fünf oder sechs beliebtesten Sender auf die oberste Ebene legen, und ansonsten eine Playlist definieren, das kostet also nur einen Blick), aber für das Einstellen der Lüftung oder der Sitzheizung usw. oder das Öffnen des Schiebedachs ist es das definitiv nicht. Außerdem gab es zunächst nur wenige Lackfarben: vor allem Grautöne, schwarz und weiß sowie ein gruseliges Gelbgrün, aber kein dunkles Rot … Also habe ich meine Entscheidung aufgeschoben. Etwas später war ich dann fast soweit, mich diesmal nolens volens für ein blaues Auto zu entscheiden, bis dann irgendwann im Jahr 2020 auch mein geliebtes Dunkelrot als Lackierung verfügbar wurde. Zu dem Zeitpunkt war aber schon lange Pandemie, und ich habe kaum mehr etwas auf die Reihe bekommen. Mehrfach habe ich mich durch den Konfigurator geklickt, konnte mich aber oft nicht entscheiden und hatte vor allem nicht den notwendigen Elan, mich ernsthaft damit zu beschäftigen. So wenig wie mit meinem Blog, mit Webseiten oder mit diversen anderen Projekten, die teilweise jetzt, anderthalb Jahre später, immer noch nicht wieder in der richtigen Spur laufen.

Golf VIII (2021)

Mitte 2021 bekam ich dann aber einiges wieder besser in den Griff, und in einer Woche Urlaub im Juli habe ich dann nicht nur mein Blog vom Kopf auf die Füße gestellt, sondern quasi täglich Punkte auf der Todo-Liste abgehakt: Frisörtermin, neuen Computer bestellt und abgeholt (soll den mittlerweile 11 Jahre alten “Homeserver” ersetzen, ist aber noch nicht ausgepackt …), Winter- auf Sommerreifen gewechselt (ja, im Juli) und endlich den seit Wochen überfälligen Inspektionstermin gemacht. Für den habe ich mir dann ein Werkstattersatzfahrzeug gegönnt (ich hatte ja viel zu erledigen), und was soll ich sagen? Das war ein Golf VIII. Und es dauerte etwas, sich damit auseinanderzusetzen, aber er war schon schick. Und wie angenehm so manche Assistenten sind! Es gibt mittlerweile sogar einen Quasi-Autopilot, der den Spurhalteassistent mit einem Lenkassistenten und dem abstandsgeregelten Tempomaten koppelt und die Daten aus dem Navi und der Verkehrszeichenerkennung hinzunimmt. Damit kann das Auto dann die zulässige Höchstgeschwindigkeit einhalten, den richtigen Abstand zum Vordermann halten, vor Kurven bremsen und sowohl auf gerade Strecke als auch in Kurven automatisch lenken! Und so ein Doppelkupplungsgetriebe ist schon eine nette Sache, gerade im Stau. Ich bin also fast zwei Stunden über Autobahnen und Bundesstraßen und durch Stuttgart durch gekurvt (wo es eigentlich immer irgendwo einen Stau gibt, aber diesmal musste ich ihn ziemlich lange suchen), und war überzeugt: das Auto gefällt mir, das will ich haben, mit dem Bedienkonzept komme ich klar (wenn ich es auch nicht lieben werde).

Und so habe ich direkt noch für diese Juliurlaubswoche einen Termin mit dem Verkäufer vom letzten Mal ausgemacht (der schon einige Male per Mail gefragt hatte, ob ich noch zufrieden oder auf der Suche nach etwas Neuem sei), den Konfigurator mehrfach in allen Varianten durchgespielt, unter Zuhilfenahme online verfügbarer Prospekte und Ausstattungslisten … und dann kurz entschlossen ein neues Auto bestellt: wieder ein Golf, wieder im dunkelroten Burgunderton, wieder ein Turbodiesel (mehr weiß, ob das klug ist - andererseits erscheint mir die mittlere Zukunft schwer abschätzbar, und für den ernsthaft in der Auswahl befindlichen Hybriden fehlte es mir an der Lademöglichkeit in der Garage), wieder die größte verfügbare Motorisierung und wieder mit (fast) allen Extras, die der Konfigurator hergab.

Ich rechnete wohlgemut mit den üblichen zwei bis drei Monaten Lieferzeit … hatte aber meine Rechnung ohne die Chipkrise gemacht. Jahreswechsel sollte es werden … wenn es gut läuft.

Der neue Golf (VIII).

Und das hat geklappt - Anfang Dezember kam der Anruf, dass das Fahrzeug im Auslieferungslager sei. Schnell war ein Termin vereinbart (mit etwas Vorlauf, weil ich gerne das Kennzeichen behalten wollte, was die Abmeldung des alten vor der Anmeldung des neuen Fahrzeugs erfordert, was wiederum aufgrund der chaotischen Situation bei der örtlichen Zulassungsstelle mal eine Woche dauern kann), und rechtzeitig vor Weihnachten konnte ich dann das neue Gefährt in Empfang nehmen (beim zweiten Versuch; beim ersten hatte die chaotische Zulassungsstelle die TÜV-Plakette vergessen …).

Über meine ersten Erfahrungen damit werde ich dann zu gegebener Zeit berichten.

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