Da holt man mal knapp zwei Tage keine Mails ab - und merkt prompt nicht, daß die Kiste, die sie eigentlich sammeln sollte, gar nicht mehr online ist. Der letzte externe Logfile-Eintrag ist vom 20.04. kurz nach Mitternacht, danach … Stille. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: es liegt am Rechner - der allerdings in letzter Zeit genügend gekränkelt hat und mit im wesentlichen neuer Hardware ausreichend versorgt sein sollte - oder es liegt an der Internet-Anbindung.
Also habe ich mich zwecks Feststellung, wo es hakt, heute abend einmal auf die Reise zum Serverstandort gemacht, von finstersten Vermutungen geplagt - es sieht T-Online nämlich gar nicht ähnlich, mehrere Tage lang auszufallen. 
"Offline" vollständig lesen
Ich verkünde euch eine grosse Freude. Wir haben einen Papst!
Cbr. Joseph Kardinal Ratzinger ist Papst Benedikt XVI.; und ich glaube, es ist eine gute Wahl - nicht nur - für die katholische Kirche. Ein brillianter Theologe, eine der prägenden Figuren des zweiten Vatikanums, aber auch jemand, der die Wahrscheinlichkeit bietet, das von seinem Vorgänger begonnene fortzusetzen. Ich bin auf sein Pontifikat gespannt.
Nachtrag: Bei Felix Pfefferkorn läßt sich mehr - und viel kenntnisreiches - dazu lesen.
Sven ist schuld: heute habe ich mir "Battle for Wesnoth" heruntergeladen und dann auch prompt den Abend damit verbracht, nachdem ich es endlich zum Starten überreden konnte (Trick: in der Config-Datei "fullscreen" abschalten, dann ging’s bei mir). Jetzt hänge ich auf der Insel Anduin oder wie sie heißt - und werde wohl nochmal taktisch etwas geschickter die Kampagne ganz von vorne beginnen müssen, denn so wird das nix.
Heute abend waren wir mal wieder im - sanitätsdienstmäßigen - Kollegenkreis essen.
Abgesehen davon, daß der Kellner für einige lustige Dialoge gut war ("Kann man bei Ihnen auch mit Karte zahlen?" - "Nein, das geht leider noch nicht." - "Oh …" - "Soll ich Ihnen trotzdem die Speisekarte geben?" ) und es auch ein Tagesgericht gab, das sich auf der Karte nicht fand ("Wir haben heute auch ‘Dreckische Grumbeere’." - "Aha? Äh … was ist das?" - "Das sind Bratkartoffeln mit Blut- und Leberwurst, pikant gewürzt." - "Ach so. Gut, wenn das so ist …. Dann nehme ich den gebackenen Camenbert." ), erwischte mich mal wieder die Unaufmerksamkeit beim Blick auf den Preis.
"Die Mutter aller Schnitzel" vollständig lesen
Ein spannendes Thema, aber leider ein enttäuschender Vortrag, zu dem heute abend der CCCS einmal wieder in die Stuttgarter Wagenhalle lud.
Das man bei diesem Thema nicht notwendig mit einer neutralen Sichtweise rechnen muß, ist ja klar und war daher nicht überraschend. Schade aber, daß nicht nur die Darstellung m.E. teilweise tendenziös war, sondern auch die Fachkenntnis des Vortragenden mit der Zeit immer zweifelhafter erschien. Ich glaube ja gerne, daß es nicht einfach ist, vom Verfassungsschutz Auskunft über gespeicherte personenbezogene Daten zu erhalten - aber der Großteil der begeistert ausgebreiteten Schwierigkeiten dürfte eher in der Unkenntnis des Anfragenden gelegen haben. Wer sich nicht nur darüber wundert, daß ein Gericht nach Klageerhebung einen Gerichtskostenvorschuß anfordert, und daher dort entsprechend nachfragt, warum er denn Geld bezahlen soll, sondern diese Frage dann auch noch dem Justizministerium stellt, hätte vermutlich besser jemanden gefragt, der sich damit auskennt.
Insofern blieb leider aus meiner Sicht auch sonst offen, auf welcher Faktenbasis die teilweise durchaus interessanten Darstellungen zu - angeblichen - tatsächlichen Vorgehensweisen des Verfassungschutzes, aber auch anderer Sicherheitsbehörden basieren. Schade eigentlich, denn der Komplex wirft auch ohne das genügend Fragen auf - so zum Beispiel, warum nicht nur Strafverfolgungsbehörden, sondern auch die Polizei für Eingriffe wie Post- und Telefonüberwachung, sei es nun repressiv oder präventiv, richterliche Anordnungen brauchen, der Verfassungsschutz aber offenbar nicht, so daß er nur parlamentarischer, nicht richterlicher Kontrolle unterliegt, über deren Effektivität ich mir wenig Illusionen mache …
War der INN in Version 1.7.x wohl recht stabil und genügsam, so daß er auch nach einem unsanften Beenden - des Prozesses oder auch gleich des gesamten Systems - beim Neustart direkt auf die Füße gefallen ist, so sind neuere Versionen (wenigstens unterhalb von 2.4.x) erwiesenermaßen ziemlich mimosig. Gut, wenn man dann das passende Script mit den richtigen Maßnahmen zur Bepuschelung zur Hand hat.
Nachdem gerade allenthalben das große Newsserver-Fieber ausgebrochen ist, habe ich mal wieder zwei neue Schnippsel online gestellt:
Vielleicht kann ja jemand etwas damit anfangen.
Heute gab’s zum Mittagessen - in einer italienischen Pizzeria mit ganz unzweifelhaft italienischem Wirt - kostenlos eine Live-Übertragung des Begräbnisses von Papst Johannes Paul II., via großem Fernseher (und für die ungünstig sitzenden auch via großem Wandspiegel).
Manchmal treiben Ereignisse seltsame Blüten.
Heute waren wir mal gemeinsam essen, und auf Wunsch einer Kollegin ging’s zum Afrikaner, genauer zu einem eritreischen Restaurant. Von außen nicht sehr anheimelnd wirkend (und vergleichsweise weit weg, und natürlich regnete es), erwies es sich innen als durchaus gemütlich, bis auf uns völlig leer und in der Speisekarte gewöhnungsbedürftig.
Die Sauerteigfladen mit dem jeweiligen Hauptgericht (Linsen, Lammfleisch, Spinat, was auch immer, dampfend heiß in kleinen Töpfen am Tisch serviert) erwiesen sich jedoch als ausgesprochen lecker und auch mächtig. Abgesehen von kleineren Sachschäden beim Servieren (rote Soße auf weißem Mantel wirkt leicht unvorteilhaft) ging das Essen dann auch unfallfrei vor sich, trotz der vielen heißen Gefäße auf dem Tisch. Zum Abschluß einen eisgekühlten Honigwein auf Kosten des Hauses, und einmal mehr war bewiesen, daß man vom Äußeren nicht auf das Innere schließen sollte.
Eigentlich hätte ich mich schon lange wundern müssen, warum in meinen gegateten Mailinglisten überhaupt keine Mail mehr aufschlägt. Oder warum ich keine Benachrichtigungen über Systemjobs mehr bekomme, und auch keine Berichte mehr über Followups auf meine Postings. Nicht mehr jedenfalls, nachdem ich das Onlineupdate seine Arbeit tun ließ.
Heute, als ich gerade einmal früh ins Bett gehen wollte, fiel mir das allerdings auf, und ich wunderte mich - wunderte mich genug, um mal in die Mailqueue zu schauen. Ein mailq und viele hundert Zeilen Output später beginnt dann leichtes Wundern, da es sich da ganz eindeutig um die Ausgabe eines Postfix handelt - das auf der Maschine, dem heimischen Server, aber gar nicht in Betrieb ist. Stattdessen werkelt da ein selbstkompilierter Exim, das Postfix ist stillgelegt und nur deshalb nicht entfernt, weil der tatsächlich in Betrieb befindliche MTA nicht in der rpm-Datenbank steht und deshalb mit Postfix der scheinbar einzige MTA entfernt würde, was aus Dependency-Sicht suboptimal ist. *hüstel*
"Ein MTA reicht mir völlig, dankeschön" vollständig lesen
Wie ich bereits vor ca. zwei Wochen berichtete, ist Amango schneller als Netleih. Und ich kann jetzt bestätigen, daß sie wirklich fix sind. Für zwei über die Osterfeiertage verschickte Filme, die also am Dienstag dort gewesen sein werden, lagen mir gestern - Donnerstag - die beiden neuen schon wieder vor. Den am Dienstag- oder Mittwochmorgen verschickten dritten Film bekam ich heute bereits wieder zurück. Weiter so!
Seit rund zwei Stunden hat bei news.individual.de (aka news.individual.net aka news.dfncis.de aka news.cis.dfn.de aka news.fu-berlin.de aka ….) nur noch derjenige Nicht-DFN-Akademiker Zugriff, der sein Scherflein - in Höhe von fast einem Euro monatlich
- beigetragen hat. Der Untergang des de.*-Usenet ist vollzogen, Usenet ist jetzt kostenpflichtig, das Internet ist kommerziell und morgen wird ein Arzt aus Interlaken dana-Moderator.
Kurz, film at eleven. Ich traue mich schon kaum mehr, News zu holen - ob es noch jemand gibt, irgendwo dort draußen?
""Das Usenet wird kostenpflichtig!"" vollständig lesen
Unter dem Titel "WPA und Wireless Security im heterogenen Umfeld" fand heute endlich mal wieder nach langer Zeit (Oktober vergangenen Jahres) ein Treffen der Karlsruher sage@guug statt. Und ich weiß nicht, wie’s den anderen Anwesenden ging, ich fand das Thema diesmal ungewohnt gut verständlich und praxisrelevant.
Es ging nämlich nicht bzw. weniger um die theoretischen Grundlagen der Geschichte, sondern ganz praktisch darum, wie man seinen Mac (oder auch Windows-PC) authentifiziert und in ein verschlüsseltes drahtloses Netzwerk einbindet, komplett zusammen mit der Authentifizierung über RADIUS und einer Zertifikatsverwaltung.
Interessant auch die sage-Tips zum Thema "Wie lösche ich eine Festplatte, bevor ich sie an Dritte weitergeben / verkaufen / whatever kann?", "Debian vom USB-Stick booten" - letzteres von Julian Wingert sehr amüsant geschildert, der sein schriftliches HowTo dazu an die Mailingliste nachliefern wird - und "MacOS X remote updaten". Gleiches galt für die Möglichkeit, in den Räumlichkeiten des ZKM, wo die Veranstaltung stattfand, die dort ausgestellte Zuse Z22 in Augenschein zu nehmen. Schlicht beeindruckend!
Da ich diesmal motorisiert angereist war und daher nicht vergleichsweise früh den letzten Zug erreichen mußte, konnte ich mich den zwei Dutzend Zuhörern anschließen, die im Anschluß Richtung "Alter Brauhof" marschierten - eine Gelegenheit, nicht nur einige meiner Peeringpartner, bspw. aus der Gnuherde,
einmal persönlich kennenzulernen, sondern auch einen Blick in Vorgänge hinter den Kulissen größerer ISPs zu erhaschen. Außerdem fand ich die Umgebung ganz angenehm und das Knoblauchrahmschnitzel gut. *g*
Oder: die Welt ist klein.
Heute vormittag wurden meine Dienste als Fahrer benötigt, ging es doch um einen Transport zur Augenklinik zwecks Betropfen der Äuglien mit diversen Tropfen, die dann längerfristig sicherstellen, daß man - wenn überhaupt noch etwas - nicht mehr sehr viel sieht, und dann macht das Autofahren nicht so besonders viel Spaß.
""Diesen Notarzt kenne ich doch!"" vollständig lesen
Nachdem die szafisze Neuigkeitenverbreitung gesichert ist, ist nun auch der seit Jahren veschobene Startschuß für die Newshierarchie "szaf.*" gefallen, eine geschlossene Hierarchie für Gleichgesinnte - Szafe & friends eben, die auf einigen wenigen Servern geführt werden soll, die die Garantie dafür bieten, daß es ein Unter- und Miteinander von (und sei es nur im weitesten Sinne) Bekannten bleiben wird. Noch eine neue allgemeine deutschsprachige Hierarchie, die sich in nichts von den vorhandenen anderen unterscheidet, brauchen wir schließlich nicht. 
Wer Readerzugriff haben möchte, wendet sich an einen der Serverbetreiber, der ihn kennt, sei es persönlich, sei es aus dem Netz. Wer keinen der Betreiber kennt, aber einen der Nutzer, der wendet sich halt an diesen, der sein Anliegen dann weitergeben kann. Mehr dazu in aller bislang vorhandenen Ausführlichkeit findet sich auf den Webseiten von szaf.*.
Die Theorie ist ja, daß eine geschlossene Hierarchie mit Weitergabebeschränkung nicht (gut) funktionieren kann. Ich bin gespannt, ob sich diese Theorie bewahrheitet. 