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Scatha - ein neuer Drache tat not

Nach einer langen Zeit eher “nomadischer” Nutzung arbeite ich seit einigen Jahren zuhause in erster Linie am Desktoprechner; nicht nur, dass er auch für Spiele pp. die nötige Leistung liefert, ich schätze auch die Möglichkeit, den großen Bildschirm zu nutzen und eine vernünftigen Tastatur unter den Fingern zu haben. (Nach den Erfahrungen, die ich seit Anfang des Jahres dienstlich mache - alle Rechner wurden durch Laptops der zumindest oberen Mittelklasse mit externer Tastatur und Maus und zwei großen Bildschirmen ersetzt -, muss ich das Konzept aber irgendwann noch einmal überdenken: vielleicht ist auch ein leistungsfähiger Laptop mit geeigneter Dockingstation eine gute Lösung?)

Schon lange allerdings hat sich bei meinem Rechner die damals sparsam gekaufte SSD (120 GB) selbst als bloße Systemplatte - das Benutzerverzeichnis hatte ich ausgelagert - als arg eng erwiesen: seit drei Jahren kämpfe ich um die letzten 5-10 GB Platz, muss immer wieder aufräumen und die Systemwiederherstellungspunkte wegräumen, damit der Platz nicht ausgeht. Außerdem würde ich gerne auch auf Windows 10 wechseln; das schien mir aber mit 5-10 GB Restplatz und einem auf eine andere Platte “umgebogenen” Benutzerverzeichnis keine optimale Idee. Und auch die Leistungsfähigkeit der nunmehr gut fünf Jahre alten Hardware kommt an ihre Grenzen

Normalerweise würde man dann vermutlich Komponenten tauschen (oder hätte schon längst einfach eine größere SSD eingebaut). Ich war allerdings noch nie ein großer Hardwareschrauber, versuche das mittlerweile wenn irgend möglich zu vermeiden und bin auch nicht allzu optimistisch, wie “leicht” man unter Windows den Inhalt der Boot- und Systemplatte auf ein anderes, größeres Medium umziehen kann. Also habe ich mich immer wieder geärgert, aber dennoch eine - für mich mehr oder weniger einzig in Betracht kommende - Neuanschaffung immer wieder aufgeschoben, denn dann muss man ja ganz furchtbar viel Software neu installieren, alle Daten kopieren, muss “gewachsene” Installationen wieder herstellen und sollte irgendwelche versteckten “Depots” in ~/AppData nicht übersehen.

Nach dem “Bard’s Tale IV”-Test-Debakel hatte ich mich dann aber zeitnah und recht plötzlich aufgerafft und war mir nach einem Einstieg über den hervorragenden Konfigurator von pc-kombo und dem Wechsel zum Konfigurator von Arlt, dem Kistenschieber meines Vertrauens, dann auch bald schlüssig. Schnell bestellt, knapp zwei Wochen später fertig, gut zwei Wochen später abgeholt, dann noch etwas hier herumgestanden, bis sich zumindest ein wenig Zeit fand … und damit ist Scatha jetzt in Betrieb genommen. (Wie seine Vorgänger trägt er den Namen eines Drachens aus Tolkiens Werk; allerdings sind mir die großen Feuerdrachen ausgegangen, so dass es nunmehr ein Cold-drake sein muss. Meine Frau fand das sehr passend, immerhin hätte ich ja für eine gute Kühlung des neuen Rechners gesorgt, der sich flüsterleise zeigt.)

Jedenfalls hat Scatha nunmehr Smaug abgelöst, der hier im Sommer 2013 eingezogen war. Der 24-Zoll-Bildschirm (Samsung SyncMaster) und die Webcam sowie die Lautsprecher sind geblieben, der Rest ist neu: ein Intel Core i7-8700 mit 6 Kernen (und 12 Threads) sitzt auf einem Asus-Mainboard (Prime B360-Plus) mit 32 GB RAM, das wiederum in einem gut gedämmten und belüfteten Silent Base 800 von be quiet! steckt, zusammen mit einer (vielleicht etwas überdimensionierten …) GeForce RTX2080, die mit 8 GB RAM alleine soviel Speicher hat wie der vorherige Rechner an sich. Mit drei DisplayPort- und je einem HDMI- und USB-C-Ausgang kann ich nun theoretisch viele Bilder in der Gegend verteilen; die restliche Peripherie lässt sich an 12 USB-Anschlüsse (6x 2.0, 4x 3.1 und 2x 3.1 Gen. 2) anschließen. Der SSD habe ich mit 1 TB nunmehr ausreichend Platz auch für die Benutzerverzeichnisse eingeräumt; zudem stecken noch zwei 2-TB-Platten als RAID darin, auf denen sich zum einen (selten genutzte) Archive - Postings, Mails, Bilder, Videos, Downloads, … - finden und zum anderen die Spiele.

Nach … ähm … etwas Stress bei der Einrichtung scheint der Neuzugang - toi, toi, toi - mittlerweile seine zugedachten Aufgaben gut zu erfüllen. Und Windows 10 macht schon Spaß; vor allem laufen jetzt alle drei von mir genutzten Rechner (Desktop, Laptop, Dienstrechner) unter demselben Betriebssystem, so dass ich mich an eine Bedienphilosophie gewöhnen kann und nicht immer umdenken muss.

Ich freue mich jedenfalls!

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Netz - Rettung - Recht am : Wie ich arbeite

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2012 hat s9y-Entwickler yellowled zum ersten Mal eine dreiteilige Serie über seine Arbeitsweise oder richtiger die von ihm verwendeten "Werkzeuge" - Hardware und Software - gestartet, die er seitdem kontinuierlich jedes Jahr ergänzt hat, zuletzt 2018 (und

Kommentare

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Dirk Deimeke am :

Dirk Deimeke

Ich habe mich vor einigen Jahren (2016) bewusst für das Szenarion "Notebook mit Dockingstation" entschieden.

Es ist sehr spannend, wie das Kriterium "brauche Dockingstation" die Auswahl minimiert hat. Den Entscheidungsweg habe ich hier dokumentiert.

Anders als Du habe ich einen zusätzlichen Monitor, der hat dann aber eine Auflösung von 2560x1440 .

mitch am :

mitch

Klingt super! Nur eine Sache fällt mir auf: Warum hast Du die Spiele auf die Festplatten gepackt? Sind die heutzutage so groß? Das letzte aktive Spielen bei mir waren allerlei Blizzard-Games unter wine (WoW, Hearthstone, Diablo, …) und die haben sich alle gar mächtig darüber gefreut, von SSD gestartet zu werden (wobei auch ich ständig mit dem letzten freien GB jonglieren musste ;-).

Thomas Hochstein am :

Thomas Hochstein

Warum hast Du die Spiele auf die Festplatten gepackt? Sind die heutzutage so groß?

Ich fürchte schon - mein Steam-Order (ein Dutzend Spiele installiert) hat bislang 100 GB, und ich habe bspw. Elite Dangerous noch nicht wieder installiert. Gut, mit der jetzigen SSD würde das wohl passen, da sind noch > 800 GB frei, aber dann müsste ich schon wieder Pfade anpassen …

Und ich habe leider so selten Zeit, zu spielen, dass das für mich nie im Zentrum stand. Die Leistung scheint auch so zu reichen; Bard’s Tale IV jedenfalls (nur mal gestartet und zwei Minuten angespielt …) läuft jetzt flüssig. :-)

Aber im Prinzip habe ich dabei, wie so oft, gar nicht bewusst nachgedacht. (Ich schätze an der SSD bisher im Übrigen vor allem den schnellen Bootvorgang, gar nicht unbedingt den schnellen Start von Applikationen. Es macht kaum mehr einen Unterschied, ob der Laptop im Suspend to RAM/Disk ist oder man ihn abschaltet, und der Desktop ist jetzt genauso flink.)

Jörg Tewes am :

Jörg Tewes

Deine Bedenken bzgl. eines Umzugs der System und Bootplatte kann ich übrigens zerstreuen. Mit Imagern wie z.b. Acronis True Image ist es problemlos möglich das Image der kompletten Festplatte zu sichern, und zurück zu spielen und in einem Aufwasch die Partitionsgröße anzupassen. BTDT mehrfach.

Thomas Hochstein am :

Thomas Hochstein

Danke! - Das ist - fürs nächste Mal - gut zu wissen und sehr beruhigend.

Allerdings hätte ich dann immer noch mit zwei linken Händen mal wieder selbst schrauben müssen, die weiteren Komponenten wären nicht jünger geworden und das Upgrade von Win 7 auf Win 10 wäre auch notwendig geblieben, mit dem potentiellen Problem des von C:\ auf eine andere Platte verlegten Benutzerverzeichnisses. Ich denke daher weiterhin, dass der Komplettwechsel eine gute Idee war.

Hätte ich allerdings gewusst, dass man problemlos die Systemplatte gegen eine größere ersetzen kann, hätte ich das vermutlich schon Jahre früher getan und mich nicht so lange mit dem knappen Platz herumgeärgert!

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