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markdown: Text in HTML verwandeln

Auf dem Umweg über ikiwiki - was vielleicht zukünftig einmal einen eigenen Beitrag wert ist - bin ich letzte Woche auf markdown gestoßen - ein Perl-Script, das einen strukturierten Klartext in (X)HTML verwandelt. Das ist, wie ich finde, eine tolle Sache, weil auf diese Weise der Quellcode der HTML-Seite für sich als Text lesbar bleibt. Es ist sogar möglich, auf diese Weise eine Text- und HTML-Version eines Dokuments parallel zu nutzen (um den Preis, daß Links in der Textversion etwas eigenartig wirken, und der HTML-Version eine interne Navigation fehlt).

Beispielsweise habe ich den Einführungstext in die Newsgroup de.etc.notfallrettung, der regelmäßig in die Gruppe gepostet werden soll, auf diese Weise verfaßt. Der Text - der in genau dieser Fassung auch gepostet wird - ist gut lesbar, und markdown erstellt daraus ohne weiteren Aufwand die HTML-Version. (Das erfolgt automatisch durch ein Script, das die entsprechende Fassung des Textes aus dem Git-Repository auscheckt, durch markdown laufen läßt und dann an den richtigen Ort auf meinem Webserver verschiebt.)

Mantis: Git-Integration - ein steiniger Weg

Sehr praktisch ist es bei einem Bugtracker, wenn er mit dem verwendeten Versions-/Sourcecode-Verwaltungssystem (SCM-System, source code management) interagieren kann, Änderungen im Code, die - laut Kommentar (Commit-Message) - einen bestimmten Fehler beheben, also direkt auch dazu führen, daß der entsprechende Fehlerbericht (Bugreport) als erledigt gekennzeichnet wird. Man kennt dieses Verhalten - bspw. - vom Debian-Bugtracker.

Grundsätzlich ist das auch schon immer mit Mantis möglich; allerdings war die bisher vorhandene Unterstützung rudimentär und primär auf SVN abgestellt; sie wurde auch in der aktuellen Entwicklungsversion 1.3 entfernt. Seit Anfang 2009 gibt es nämlich von einem der Mantis-Entwickler, John Reese, ein Plugin namens Source Control Integration, das sich beim Bugtracker für Mantis selbst bereits seit Monaten im Echtbetrieb bewährt hat. Es liefert ein Framework für die Anbindung beliebiger Versionsverwaltungssysteme, und fertige Plugins für die Anbindung an git via GitHub oder GitWeb und an SVN via SourceForge oder WebSVN sind direkt dabei.

Leider ist auch hier die Dokumentation der schwache Punkt. Eine solche fehlt nämlich bisher völlig; einen Einstieg liefert einzig ein Blogbeitrag vom 07.01.2009, der die Vorgehensweise beschreibt. Weitere Blogbeiträge (von März und Oktober 2009) umreißen die technischen Grundlagen und beschreiben den Einsatz für Subversion, helfen aber ansonsten auch nicht wirklich weiter.

"Mantis: Git-Integration - ein steiniger Weg" vollständig lesen

Mantis Bug Tracker und Mantis Graphs 1.0

Mantis (aktuell in der Version 1.2.1) ist ein ganz netter Bugtracker, also ein Ticketsystem (Fallbearbeitungssystem) für die Softwareentwicklung, dessen auffallendstes Manko allerdings die unterirdische Qualität der Dokumentation (weitgehend schlicht nicht vorhanden, ansonsten grob unvollständig oder weit veraltet) ist. *seufz*

"Mantis Graphs 1.0" ist ein Plugin für Mantis, das graphische Darstellungen ermöglicht, und ich habe heute längere Zeit damit verbracht, es in Betrieb zu setzen, nachdem es immer nur "unable to read/find font" von sich geben wollte. Einer der ersten Schritte war die Installation der msttcorefonts (aptitude install ttf-mscorefonts-installer), aber das genügte nicht. Längeres Debugging mit eingestreuten Statements im Quellcode ergab schließlich, daß Mantis weder das passende Font-Verzeichnis erkennen noch - bei expliziter Angabe des Verzeichnisses in der Konfiguration mit $g_system_font_folder - die Fontdatei laden wollte. Die Lösung dafür fand sich in der Dokumentation der PHP-Funktion file_exists(): diese liefert auch dann false zurück, wenn auf die entsprechende Datei aufgrund von safe_mode-Restriktionen nicht zugegriffen werden kann …

Und natürlich ist das der Fall: das Font-Verzeichnis - bpw. /usr/share/fonts/truetype/msttcorefonts/ - gehört root, und die Font-Dateien auch. Jedenfalls ist Owner dieser Dateien niemals der Webserver oder der Benutzer, unter dessen Kennung die PHP-Scripts dank su_php o.ä. ausgeführt werden. *brummel*

Es bleibt demnach nur der Verzicht auf die Grafiken oder die Deaktivierung von safe_mode (für Mantis).

Datentarife für Mobiltelefone

Ich muß meine Berichte über das neue Spielzeug noch um einen Nachtrag ergänzen, denn was wäre ein Smartphone ohne SIM-Karte und passenden Tarif?

Für mein bisheriges Mobilelefon habe ich seit Menschengedenken Vodafone - früher D2 Mannesmann - genutzt; vor einigen Jahren (Ende 2007) bin ich dann auf einen Prepaid-Tarif umgestiegen, was sich als ausgesprochen lohnenswert erwiesen hat (die bisherigen Fixkosten von rund 30,- € im Monat für irgendwelche meistens ohnehin nicht genutzten Inklusivleistungen, -minuten und -SMS sind auf im Schnitt 15,- € pro Monat und weniger gefallen, so daß ich die Kosten für das zugleich erworbene neue Mobiltelefon selbst lange reingeholt habe). Für die UMTS-Karte in meinem Laptop nutze ich eine Prepaid-Karte von simyo, was mir einen recht günstigen Datentarif von 24 Cent pro MB beschert und für die eher seltene Nutzung ausreichend ist.

Aber was nutzt man jetzt für ein Smartphone? Schön wäre ein Anbieter, der das D1- oder D2-Netz nutzt, um vom besseren Netzausbau im Vergleich zum E-Plus-Netz profitieren zu können; allerdings habe ich dort keine auch nur einigermaßen preislich interessanten Angebote gefunden, allenfalls vielleicht noch bei O2. Daher sprach wieder alles für einen E-Plus-Reseller; ich bin dann auf Anregung von Bekannten bei blau.de gelandet. Die Tarife sind vergleichbar zu simyo, es handelt sich gleichfalls um einen E-Plus-Reseller, aber es gibt einige zusätzliche Tarifoptionen wie die Tagesflatrate.

Bestellung, Auslieferung und Aktivierung waren unproblematisch, ich habe nach kurzem Test dann die sich monatlich erneuernde 1-GB-Option gebucht und kann nach der bisherigen Nutzung sagen, das der Netzausbau bei E-Plus zumindest befriedigend ist und der gebuchte Inklusivtraffic von 1 GB für eine übliche Nutzung - dauerhafter Sync, ab und an mobiles Internet, Kartendownloads etc. pp. - völlig ausreichend ist. Ich werde das nach einem Monat natürlich noch einmal evaluieren, aber bislang kann ich beruhigt festhalten, daß eine 1-GB-Option für meinen Bedarf völlig hinreichend ist (wie mir auch mein Fachberater zuvor versicherte ;-)).

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