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Mobilfunk-Datentarife

Ein Mobiltelefon nutze ich - für Telefonie und SMS - seit gut 20 Jahren. Seitdem hat sich vieles geändert, nicht zuletzt an den Tarifen. Lange Zeit war ich Vertragskunde - seit 2000 bei Vodafone - und hatte mir irgendwelche Pakete aufschwatzen lassen, für die ich dann im Monat bis zu 30,- € bezahlt habe (ohne Datenoption, wohlgemerkt!), obwohl ich Wenigtelefonierer bin und das Mobiltelefon v.a. benötige, wenn (und weil) ich erreichbar sein muss und - wenn wirklich nötig - kurze (!) Telefonate zu führen. Vor rund 7 Jahren wurde mir das alles zuviel, und ich bin in einen Prepadi-Tarif gewechselt. Seitdem lade ich im Monat - für Telefonie und SMS - in der Regel weniger als 15,- € auf, und ich vermute, dass der Löwenanteil dieser Kosten auf dienstliche Gespräche entfällt (die ich meinem Arbeitgeber bislang großzügigerweise schenke).

Vor gut 10 Jahren war ich einmal einige Jahre täglicher Fernpendler und habe zudem erstmals einen Laptop genutzt; klar, dass ich irgendwann einmal mein Telefon damit via Kabel oder Bluetooth gekoppelt und dann (per GPRS) Mail und News von unterwegs gecheckt (und teilweise auch gechattet) habe. Auch klar, dass ich - bei zeit- oder volumenbezogener Abrechnung! - einige Zeit lang meine monatlichen Rechnungen dank Kostenexplosion quasi mit einem roten Schleifchen zugeschickt bekam; es fehlte eigentlich nur noch ein Dankesbrief des Vorstands für die Sanierung des Unternehmens. Später bin ich dann sinnvollerweise auf eine entsprechende Karte umgestiegen und habe vor allem einen günstig(er)en Anbieter genutzt. Insbesondere als ich dann vor vier Jahren als “late adopter” mein erstes Smartphone mein Eigen nennen durfte, stellte sich die aber auch die Frage nach einem brauchbaren “Flatrate”-Angebot (bzw. einem Volumentarif mit Freivolumen und nachfolgender Drosselung bei Überschreitung).

Über die Jahre hin habe ich alle vier großen Netzbetreiber (bzw. deren Reseller) genutzt. Mein Ziel bei diesem “Providerhopping” (wobei ich in der Regel nur alle paar Jahre “gehoppt” bin, wenn ohnehin eine Hardware-Neuanschaffung anstand oder ich mal experimentiern wollte) war dabei, möglichst viel Freivolumen, mindestens aber 500 MB zu bekommen, weil ich für mein übliches Nutzungsmuster rund 200-300 MB monatlich benötige und “Luft nach oben” haben möchte, und ein Netz mit möglichst wenig Verbindungsproblemen zu nutzen. Dabei bin ich zu folgendem Fazit gelangt: brauchbare Verbindungsqualitäten bundesweit bekommt man einigermaßen zuverlässig eigentlich nur bei der Telekom (D1) oder Vodafone (D2), mehr als 500 MB Freivolumen für 10,- € (oder weniger) bekommt man hingegen dort gerade nicht.

Im Netz von E-Plus

Angefangen habe ich mit simyo bzw. blau, beides Reseller von E-Plus. Beide bieten brauchbare Prepaid-Tarife für Telefonie, SMS und Datennutzung und ein Freivolumen von 1 GB pro Monat für rund 10,- €. Leider habe ich - nach anfänglicher Zufriedenheit - auf die Dauer keine guten Erfahrungen mit der Netzabdeckung gemacht; in ländlichen Bereichen gibt es kaum oder kein Netz, und auch im Zentrum einer größeren Stadt hatte ich nicht selten das Problem, dass das Smartphone zwar eine UMTS-HS(D)PA-Verbindung anzeigte, tatsächlich aber keine Daten flossen. So richtig nett war das nicht; weder mit dem Laptop noch mit dem Smartphone.

Im Netz von O2

Also bin ich zu Tchibo mobil gewechselt, einem Reseller von O2. Auch hier ein ähnlicher Tarif; ich meine zwar, dass man damals(tm) für 10,- € nur weniger als 1 GB bekam, nämlich 750 MB oder so, aber zumindest derzeit gibt es auch dort ein Freivolumen von 1 GB mit nachfolgender Drosselung. Das Netz von O2 war - lt. Anzeige - von der Abdeckung her zwar schlechter als das von E-Plus, aber (ein angenehmer Unterschied) immer dann, wenn mir ein Netz angezeigt wurde, gab es auch tatsächlich Datenverkehr in der anzunehmenden Geschwindigkeit. Nach einem Urlaub an der Nordsee - ja, direkt an der Küste -, bei dem selbst ein minimaler Empfang nur am landseitigen Ende unser Wohnung möglich war, hat mich aber auch das nicht so recht überzeugt.

Im Netz von Vodafone (D2)

Mein nächster Wechsel führte mich also ins Netz von Vodafone, das ich noch als D2 kennengelernt habe. Das Freivolumen, das man beim Netzbetreiber direkt bekommt, erschien mir nicht ausreichend, aber mit Fyve fand sich wiederum ein Reseller mit vergleichbaren Konditionen wie gewohnt, der allerdings nur 500 MB Freivolumen bis zur Drosselung für die üblichen 10,- € monatlich anbieten mag. Das allerdings genügt mir, jedenfalls für das Smartphone, so dass ich dort “meinen” Anbieter gefunden habe, nachdem die Netzabdeckung bisher unvergleichbar besser als bei den bisher getesteten Netzen war. (Aus Gründen, deren Darlegung hier zu weit führen würde und die auch nicht alle unbedingt als rational bezeichnet werden könnten, benutze ich mein Smartphone nicht zur Telefonie, sondern greife insoweit auf ein älteres, “dummes” Gerät zurück. Die Telefonie-Tarife von Fyve wären aber gleichfalls in Ordnung für mich.)

Im Netz der Telekom (D1)

Um bei Bedarf meinen Laptop online bringen zu können, brauchte ich dann gleichfalls eine SIM-Karte aus einem anderen Netz als E-Plus oder O2 und habe mich entschieden, nunmehr das Netz der Telekom (D1) zu testen. Meine Wahl fiel hier auf congstar als Reseller. Auch hier gibt es, wie bei Fyve, für 10,- € monatlich ein Freivolumen von 500 MB bis zur Drosselung, und auch das D1-Netz funktionierte bislang zu meiner vollen Zufriedenheit. Gerade für mein Nutzungsmuster, nämlich die Anbindung meines Laptops (und ggf. weiterer Geräte über einen UMTS-WLAN-Router/-Accesspoint) auf Reisen oder im Urlaub, bietet sich mit der Tagesflat aber noch eine interessante Variante. Den größten Teil des Jahres benötige ich die SIM-Karte nämlich nicht; regelmäßig brauche ich sie auch keinen Monat “am Stück”, manchmal aber über Monatsgrenzen hinweg, und das Bestellen und Abbestellen einer Monats-“Flatrate” ist dann eher nervig. Die Tagesflat bietet sich da als Lösung an: einmal gebucht, wird sie mit dem ersten Datenabruf für den laufenden Tag (bis Mitternacht) zu 99 Cent (pro Tag) berechnet und bietet dann 200 MB Freivolumen, allerdings - und hier ist dann der Haken - pro Monat (!). Ab dem 9. Tag in Folge ist also (selbst dann, wenn das Volumen ausreicht) einer der “Flat”-Tarife günstiger. Für kurze Reisen - oder nur seltene Nutzung in einem längeren Urlaub - allerdings ist die Tagesflat eine attraktive Lösung.

Trackbacks

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Kommentare

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Jörg am :

Jörg

Ist bei dir inner Gegend/dort wo du dich größtenteils aufhältst Vodafone tatsächlich besser als E-Plus? Ich bin bei Base, und ein Kumpel von mir hat Vodafone, und es ist oftmals so das ich ihm einen Hotspot auf meinem Smartphone einrichte weil er keinen Datenfluß hat, obwohl auch angezeigt wird das er per HSDPA angebunden ist. Ist allerdings erst in letzer Zeit (letzte halbe bis dreiviertel Jahr) so schlimm geworden.

Thomas Hochstein am :

Thomas Hochstein

QUOTE:
Ist bei dir inner Gegend/dort wo du dich größtenteils aufhältst Vodafone tatsächlich besser als E-Plus?

Ja, bisher schon.

Meine Erfahrungen mit E-Plus (und O2) sind tendentiell älter als mit Vodafone, aber mit letzterem habe ich bisher das Problem der nur scheinbar vorhandenen Datenverbindung nicht. Und 500 MB Datenvolumen sind für mich ausreichend; kein Grund also, in ein jedenfalls potentiell eher schlechteres Netz zurückzuwechseln. :-)

Jörg am :

Jörg

Dann besteht ja noch Hoffnung für Vodafone, daß, es hier auch wieder besser wird.

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