Skip to content

Hütten bauen

Wie auch in den vergangenen Jahren habe ich mich des vormittags beim Hüttenbau auf dem Abenteuerspielplatz - im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt - vergnügt und zwischen 60 und 100 Kindern im Alter zwischen geschätzt 6 und 12 Jahren dabei zugesehen, wie sie Bretter heranschleppen, zurechtsägen und mit Hammer und Nagel zu Hütten zusammenzimmern, einschließlich Fenstern, Türöffnungen, Fensterborden, Türen,  Dächern und teilweise Rampen und Dachboden. Seitdem die Betreuer strikt darauf achten, daß Arbeitshandschuhe getragen werden, hat sich die Verletzungsrate deutlich gesenkt; trotzdem bleibt genug zu tun, wenn man auch beim Anblick der unbekümmert drauflos hämmernden und sägenden (!) Kinder deutlich mehr und deutlich schwerere Verletzungen erwarten würde.

Besonders interessiert fand ich übrigens so manche Beobachtung am Rande, wie beispielsweise das Dreier-Grüppchen von schon etwas älteren Mädchen (vielleicht 10-12 Jahre alt), bei dem die eine versuchte, die Arbeit vorausschauend zu organisieren ("Erst sägen wir das hier zurecht, dann bringen wir da die Bretter an, solange bis die Säge frei ist, können wir das und jenes schon erledigen"), während eine der anderen jeweils etwas zu mäkeln fand ("Für die Wand sind doch die anderen zuständig, die Bretter da anbringen ist blöd, zum Holen neuer Bretter habe ich keine Lust, …"), ohne allerdings auch nur einen Vorschlag zum besseren zu machen, und die dritte schweigend, aber ebenso inaktiv dabeisaß. Irgendwann machte sich die Organisatorin dann mal auf, nach der Säge zu schauen - auch dazu waren die beiden anderen vorher nicht bereit gewesen -, und kaum war sie weg und eine der Betreuerinnen in Sichtweite, glaubte ich meinen Ohren nicht trauen zu dürfen: die Mäkelnde fing nämlich unverzüglich an zu klagen, daß ihnen ja sooooo langweilig sei und es niiiiiiiichts zu tun gäbe. kopfschüttel

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

HTML-Tags werden in ihre Entities umgewandelt.
Markdown-Formatierung erlaubt
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
BBCode-Formatierung erlaubt
Gravatar, Identicon/Ycon Autoren-Bilder werden unterstützt.
Formular-Optionen
tweetbackcheck