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Plugins für Wordpress und Serendipity

Blogsysteme wie Wordpress oder das hier installierte und von mir sehr geschätzte Serendipity bringen von Haus aus bereits einen großen Funktionsumfang mit, der die Basisfunktionalitäten eines Blogs gut abdeckt. Ein wichtiger Grund dafür, das Bloggen nicht neu zu erfinden und ein eigenes Blogsystem zu schreiben, ist aber die große Zahl der verfügbaren Erweiterungen, die vielfältige neue Möglichkeiten bieten, Widgets in Seitenspalten zu plazieren, das Blog ans “Web 2.0” anzubinden, die eine Spamfilterung oder neue Ein- und Ausgabeformate ermöglichen oder ganz neue Funktionen wie Formulare, Foren, Fotoalben etc. pp. in das Blogsystem integrieren und es damit zu einer Art “CMS light” ausbauen.

Der große, manchmal kaum überschaubare Umfang der Plugin-Welt, die zudem in Bewegung ist und ständig größer wird oder auch an anderer Stelle (durch nicht mehr gepflegte Plugins) wieder schrumpft, birgt natürlich die Gefahr in sich, das ultimative Plugin zu übersehen, das man sich für das eigene Blog schon immer gewünscht hätte. Manchmal denkt man auch gar nicht an bestimmte Funktionen, stößt man aber anderswo darauf, hätte man sie auch gerne selbst zur Verfügung.

Daher die Frage in die Runde: Welche Plugins nutzt ihr in eurem Blog, sei es Wordpress, sei es Serendipity? Und, sinnvoller und wichtiger als bloße - oft endlose - Listen installierter Plugins, welche Erweiterungen findet ihr besonders wichtig, welche sind besonders neu oder vielleicht auch noch ziemlich unbekannt? Welche(s) Plugin(s) würdet ihr empfehlen, um mal etwas neues auszuprobieren, welches Plugin sollte bekanter werden?

Auf eure Empfehlungen und Erfahrungen bin ich erneut gespannt , gerne als Kommentar, gerne aber auch als eigener Beitrag mit Trackback nach hier.

Themes für Wordpress

Vor anderthalb Monaten hatte ich gefragt, welche Themes und Templates für s9y oder Wordpress wohl empfehlenswert sein könnten. Die Resonanz war sehr gering; das mag aber daran gelegen haben, dass es für Serendipity derzeit außer dem aktuellen Standard-Theme 2k11 wohl keine sehenswerte, moderne Alternative für ein “allgemeines” Blog gibt (oder?), und dass die Leserschaft hier, soweit sie bloggt, vermutlich eher Serendipity als Wordpress verwendet.

Daher möchte ich hier noch ein paar Beispiele für schöne - oder zumindest schön abzuwandelnde :-) - Wordpress -Themes nachliefern:

  • Twenty Fourteen
    Das aktuelle (2014er) Standard-Template für Wordpress-Installationen - durchaus elegant, aber auf größeren (breiteren) Bildschirmen bleibt am rechten Rand unschöner Weißraum.

  • Decode - Beispiel-Blog: Beyond The Code
    Ein angenehm minimalistisches, aufgeräumtes Theme ohne viel Schnickschnack - aber auch ohne große Interaktionsmöglichkeiten. Themenzentriert eben. - Es erscheint mir persönlich aber eher für eine Homepage o.ä. geeignet als für ein Blog, weil Dinge wie Kategorien, letzte Beiträge pp. standardmäßig ausgeblendet sind.

  • Required - Beispiel-Blog: Strafakte
    Ebenfalls sehr minimalistisch, aber - wie das Beispiel-Blog zeigt - durchaus ausbaufähig.

  • Blaskan
    Im Gegensatz zu den beiden vorigen Beispielen bietet dieses Theme eine Menge Möglichkeiten für Spielereien und Funktionen, beginnend schon mit der Option, zwei Randspalten einzubauen. Es zentriert sich bei größeren Bildschirmen in der Mitte der Seite, d.h. es bleibt nicht einseitig ein großer Rand, sondern beidseitig.

Hat die werte Leserschaft weitere Empfehlungen für Themes, die man gesehen haben sollte, gleich für welche Blog-Engine?

Todoist: weitere Funktionen

Todoist, die von mir verwendete Aufgabenliste, bietet eine ganze Reihe Funktionen, die in der Hilfe auch schön erläutert sind. Nicht alle Features der Premium-Version finden sich aber dort (oder ich finde sie jedenfalls dort nicht), und auch die Werbeseite für Todoist Premium zählt Features wie “E-Mails als Aufgaben hinzufügen” oder “Projektvorlagen” zwar auf, beschreibt sie aber nicht.

Dennoch gibt es die Dokumentation, und über Google ist sie auch zu finden, nämlich hier:

Außerdem gibt es noch einmal eine Einführung, wenn man “Aufgaben per E-Mail an dieses Projekt senden” auswählt:

Dokumentation zum Hinzufügen von Aufgaben per E-Mail

Hilfreich ist es, sich jedenfalls die zum Ordner Eingang gehörende E-Mail-Adresse zu speichern; so kann man einfach und schnell dort Aufgaben hinzufügen und sie dann später im richtigen Projekt ablegen. Natürlich kann man - wenn man möchte - sich auch die E-Mail-Adressen verschiedener Projekte ablegen, um die neuen Aufgaben per Mail direkt an der richtigen Stelle einzufügen.

Ein weiterer Tip:

Standardmäßig sortiert Todoist die hinzugefügten Tasks nach der Reihenfolge des Hinzufügens, und bei einer Ansicht nach Fälligkeitszeitraum (nicht nach Projekt) werden sie mit höherer Priorität noch nach ihrer … nun ja, Priorität sortiert. So bekommt man die Aufgaben in der Reihenfolge Prio 1, Prio 2, … angezeigt, und innerhalb der Prioritäten werden sie nach der Reihenfolge des Hinzufügens geordnet. Man kann sie aber stattdessen auch von Hand durch “drag and drop” so anordnen, wie man das haben möchte. So kann man seine Aufgaben dann auch der Reihe nach abarbeiten.

Vielleicht hilft das alles ja dem einen oder anderen. :-)

Alternativer Android-Kalender: aCalendar+

Wie ich berichtet hatte, kann mich die neue Google-Calendar-App gar nicht überzeugen.

Auf Empfehlung u.a. von Dirk habe ich jetzt einmal aCalendar+ ausprobiert. Und, was soll ich sagen? Eine sehr schöne Lösung! Ich kann das jedem Android-Nutzer nur empfehlen.

Das einzige, was mir noch fehlt, ist die Darstellung eines Zeitrasters in der Wochenübersicht. aCalender+ zeigt ein typisches “Kalenderblatt” aus einem Wochenkalender und stellt die Termine dort zwar dar, bietet aber keine Darstellung eines Zeitrasters und damit auch keine einfach optisch erfassbare Dauer der Termine dar. Das ist schade, hat man doch so auf einen Blick direkt eine Übersicht darüber, wie “voll” die Woche wirklich ist. Denn selbst wenn sich an jedem Tag zwei Termine von einer Stunde Dauer finden, ist das weniger Zeit als drei vierstündige Termine …

Die neue Google-Calendar-App

Google hat - u.a. - den Google-Kalender und auch die damit verbundene Android-App “hübscher” gemacht.

Sagen wir so: Es ist jetzt alles ziemlich bunt, aber dieses Update war keine Verbesserung. Am schlimmsten ist, dass die Schrift (und alle Elemente) ein gutes Stück größer geworden sind und man zudem auch nicht mehr die Kalender”höhe” durch eine Zwei-Finger-Geste ändern, also v.a. verkleinern, kann. Selbst nach dem Deaktivieren der für Grafiken ohne konkreten Nutzwert neu eingerichteten Kopfzeile bleibt auf dem Tablet deutlich weniger Platz und Übersicht (ganz abgesehen davon, dass man die neue Schrift und die Farben mögen muss).

Katastrophal ist das User-Interface dann aber auf einem Smartphone (hier: Nexus 5): es passen nur noch fünf Wochentage auf das Display, und dank der “fetten” Schrift für die Termine passt nur noch so wenig Text in das Kästchen, dass oft gar nicht mehr richtig erkennbar ist, um welchen Termin es geht.

Kris Köhntopp stellt das Problem textuell und graphisch an einem Beispiel dar: Whitespace, low information density and no way to shrink the hours

Er hat auch noch weitere Kommentare zu dem Thema, auch zum neuen Google Maps:

Mehr kann man dazu kaum sagen, außer: Google, so geht das nicht.

Hat jemand Vorschläge für eine andere Kalender-App?

Aufgabenverwaltung (To-Do-Listen)

Vor einige Zeit hatte ich über meine Suche nach einem brauchbaren Kalender berichtet. Im Zusammenhang damit steht auch eine Aufgabenverwaltung bzw. To-Do-Liste oder neudeutsch task manager (nicht umsonst bieten viele Applikationen beides an) - und solche habe ich auch bereits ausprobiert. Gerne habe ich Listen geschrieben (und hier liegen immer noch Listen mit unerledigten Aufgaben von vor 10 und vor 15 Jahren), diese immer mal wieder neu sortiert und strukturiert, auch mal “getting things done” (GTD) gelesen, aber bisher nicht umgesetzt, die elektronische Variante des “Listen-Zettelkastens” in Form von Listen in einem Wiki ausprobiert, und natürlich auch schon einmal auf Apps gesetzt.

Vor einigen Jahren hatte ich sogar verschiedene solche ausprobiert; mal Webapplikationen wie “Remember the Milk” oder “Hiveminder”, dann auch einige Zeit lang (weil ich damals Webapplikationen noch grundsätzlich ungeeignet fand) ein herunterladbares Programm, das sich sogar - aber nur kompliziert - mit meinem Smartphone synchronisieren ließ und dessen Namen ich so gründlich vergessen habe, dass ich es gar nicht mehr wiederfinde … (Mittlerweile - am 20.12.2014 - habe ich eine alte Datensicherung von 2011 gefunden und kann daher den Namen, “ThinkingRock”, beisteuern. Es lohnt sich aber nicht; man kann das direkt wieder vergessen. :-)) Ich habe viel probiert, der Funke ist allerdings nie so richtig übergesprungen. Immer war die Eingabe zu kompliziert, die Übersicht zu gering, und/oder ich habe das System einfach nicht richtig genutzt.

Heute liegen hier immer noch Notizzettel, gerade für größere Projekte, die ich “irgendwann” einmal angehen möchte; ich habe mich aber vor einigen Wochen entschlossen, den “elektronischen” Aufgabenverwaltungen noch einmal eine Chance zu geben, und mich nach etwas Google-Suche an ein System erinnert, das ich schon einmal einigermaßen erfolgreich in Betrieb, dann aber wieder aufgegeben hatte: Todoist

Todoist

Todoist bietet mir - in der kostenpflichtigen Premium-Version - tatsächlich alles, was ich momentan in dieser Hinsicht benötige: verschiedene Themenbereiche oder “Projekte”, die jeweils (wohl sogar gestaffelt) Unterprojekte erlauben, in denen jeweils Aufgaben angelegt werden können (die auch Unteraufgaben erlauben). Diesen Aufgaben können dann - neben einem Fälligkeitsdatum, das auch Wiederholungen ermöglicht - noch Prioritäten und “Tags” zugeordnet werden. Gebräuchliche Fälligkeitszeiträume - namentlich “heute”, “morgen”, “nächste Woche” sind vordefiniert und erlauben auch ein schnelles Verschieben von Aufgaben, wenn Prioritäten sich ändern oder ein Backlog für die kommende Woche neu sortiert werden soll. Zugriff ist möglich über die Web-Applikation und Apps für Smartphones und Tablets, außerdem gibt es Plugins zumindest für Outlook und Thunderbird. Schließlich ist auch noch ein “Karma”-System implementiert, das für das Eintragen und Erledigen von Aufgaben Punkte vergibt (und für lange überfällige Aufgaben Punkte abzieht) und in regelmäßigen Abstände zu einer “Beförderung” auf eine neue “Fähigkeitsstufe” führt - ein wenig Gamification, so habe ich festgestellt, schadet gar nicht.

Bislang komme ich damit sehr gut klar - vor allem vergesse ich nicht ständig Kleinigkeiten, die ich noch erledigen wollte, weil ich einfach alles (und sei es “Spülmaschine anstellen” oder “Geburtstagsglückwünsche schreiben”) dort notiere, mag die Aufgabe noch so klein sein. Und es hilft mir, einen Überblick über die anstehenden Aufgaben zu haben, so dass ich mir entweder den am dringendsten anstehenden Task oder eine Aufgabe auswählen kann, der ich mich eher gewachsen fühle. Und, schließlich, es hilft, den Kopf freier zu bekommen und nicht immer daran zu denken, was man unbedingt noch erledigen muss und nicht vergessen darf.

Den Schritt zum umfassenden “GTD” habe ich noch nicht gemacht, aber immerhin schon angefangen, einige Prinzipien zu übernehmen, so bspw. Kontexte (“im Büro”, “zuhause” oder “Telefon”, “E-Mail”) oder den “Eingang”, den Todoist selbst vorsieht. Vielleicht schaffe ich es schrittweise, wirklich alle anstehenden Themen in dieses Tool hineinzupacken, “next actions” zu definieren und was dieser Dinge mehr sind … Bis dahin habe ich aber immerhin das Gefühl, meine Abläufe zumindest ein kleines wenig besser im Griff zu haben (und nicht zuletzt auch meinen Kalender von “Terminen” zu entlasten, die in Wahrheit gar keine sind, sondern vielmehr Erinnerungen an anstehende Aufgaben).

"Aufgabenverwaltung (To-Do-Listen)" vollständig lesen
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