Meneldor - ein neuer Laptop
Als ich Computer kennengelernt habe, waren das immer - teilweise recht klobige - stationäre Geräte. Anfang dieses Jahrtausends habe ich als Pendler dann zunehmend Laptops genutzt, erst nur unterwegs, dann auch zuhause - schon weil die Synchronisierung von Mail und News zwischen Laptop und (später zwei) Desktop(s) in meinem Setup kaum sinnvoll möglich war. Zwischendurch war der Laptop mein Hauptarbeitsgerät, bis ich wieder “sesshaft” wurde und mir in den letzten Jahren - nacheinander - zwei sehr schöne Desktoprechner gegönnt habe. Mittlerweile nutze ich den Laptop praktisch nur noch für das Usenet und den Mailverkehr, den ich teilweise aber auch über einen Webmailer abwickle; manchmal läuft das Mobilgerät sogar nur noch am Wochenende.
Dennoch ist Landroval, mein Laptop einigermaßen in die Jahre gekommen. Mit ihm habe ich nämlich den langjährigen Rhythmus des letzten Jahrzehnts durchbrochen, in dem alle drei Jahre ein Neugerät angesagt war.
Von einem anfänglich “geerbten” Gerät und meinem “Erstling” Gwaihir abgesehen, der nach nur einem Jahr außer Betrieb genommen werden musste (Pro-Tip: Weingläser nicht auf einem aufgeklappten Laptop balancieren, wenn man eine Treppe hinaufsteigt!), passt das ganz gut:
- Windlord (Thinkpad R52, 07/2005-06/2008)
- Thorondor (Thinkpad T61, 06/2008-07/2011)
- Landroval (Thinkpad T520, seit 07/0211)
2014 sah ich eigentlich noch keinen echten Bedarf für einen neuen Laptop (eine für mich ganz ungewohnte Sparsamkeit …), mit dem ich einmal die Woche Mails und News erledige und vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr untewegs bin (und ihn in den Urlaub mitnehme). Zwar lief das Gerät gefühlt - im Vergleich zum neuen Desktoprechner mit einer (zu kleinen …) SSD für Betriebssystem und Programme - arg langsam, aber vielleicht könnte das ja eine Neuinstallation beheben und Landroval für einen weiteren Zyklus bis 2017 fit machen?
Gesagt, getan: im Dezember 2014 habe ich nach einer letzten Komplettsicherung alles neu aufgesetzt. Das Ergebnis war aber nicht wirklich berauschend; und auch der ständig laufende Lüfter - den man vermutlich nur einmal entstauben müsste, aber ich schraube technische Geräte wirklich sehr ungern auf - machte keinen Spaß. Und wie gut ein Upgrade auf Windows 10 wirklich funktioniert, weiß man auch nicht so recht … Außerdem gibt es (wieder) Laptops mit schön größen, hochauflösenden Bildschirmen, die auch in der Höhe auf FHD kommen.
Lange habe ich - schon vergangenes Jahr - verglichen und mich dann dieser Tage, rechtzeitig vor dem Urlaub, schnell entschlossen: 5 Jahre sind genug, es muss - oder jedenfalls darf - etwas neues her.
Inzwischen ist der Neue eingetroffen und eingerichtet: Meneldor heißt er - wie auch seine Vorgänger einer der Großen Adler aus Tolkiens Werk - und ist ein - etwas kleinerer (14 Zoll) und vor allem sehr schlanker und leichter - Thinkpad T460s mit folgender Ausstattung:
- Lenovo Thinkpad 406s, 14 Zoll, FHD-TFT (1920x1080) mit HD Graphics 520 (onboard)
(Ein 4K-Bildschirm war in der Ausstattungskombination, die ich gerne gehabt hätte, nicht fertig konfiguriert verfügbar.) - Intel Core i7-6600U vPro (Skylake 2x 2.6 GHz), 20 GB RAM, 512 GB M.2-SSD
- Gigabit-LAN, WLAN (Intel® Dual Band Wireless-AC 8260 ac (2x2)), 4G, Bluetooth 4.1, 3x USB 3.0
- HDMI, Mini-DisplayPort, SmartCard-Reader und SD-Card Slot
Ungewohnt: kein optisches Laufwerk mehr und kein ExpressCard-Slot - und beide Akkus sind fest verbaut, können also weder beim Netzbetrieb ausgebaut noch ohne weiteres gewechselt werden. Letzteres gefällt mir nicht so, aber wir werden sehen.
Abgesehen davon gefällt mir das neue Gerät sehr: es ist gefühlt wieselflink und flüsterleise, die Kompletteinrichtung (einschließlich Fingerabdruckleser und Aktivierung der mitgelieferten SIM für Lenovo Connect) war in weniger als einem Tag erledigt.
Dann werden wir mal sehen, wie sich der Kleine im kommenden Urlaub bewährt.
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