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Ausflug mit Hindernissen

Den heutigen Freitag hatte ich mir ausgesucht, um mal einen Bekannten zu besuchen; der Plan war, ganz einfach zum Bahnhof zu fahren, dort einen Zug zu besteigen und gemütlich an den Zielort zu bummeln, dort Essen zu gehen und das eine oder andere sehenswerte zu besichtigen, und schließlich abends heimwärts zu fahren.

Die Schwierigkeiten gingen allerdings schon damit los, daß das Auto - für die Fahrt zum Bahnhof - nicht anspringen wollte; natürlich parkte es vor der Garage, in der das zweite vorhandene Gefährt stand. Also halfen nur Startversuche und viel Glück, letztendlich mit Erfolg. Nach diesem Dämpfer entschloß ich mich daher, mein Glück nicht zu versuchen und auf die Pünktlichkeit des Zubringerzuges von Neustadt nach Mannheim zu setzen, sondern lieber direkt nach Mannheim zu fahren.

Doch schon kurz nach der Auffahrt auf die Autobahn fiel mir weiter vorne ein Pkw auf, der direkt hinter einem Lkw fuhr und gerade die Warnblinklichter anschaltete; außerdem sonderte er etwas Dampf oder Qualm ab. Während ich noch verlangsamte und grübelte, was genau wohl geschehen sein könnte, taumelte das Fahrzeug auf die linke Spur und blieb dort liegen; zum anderen fiel auf der Fahrbahn ein gewisses Trümmerfeld mit Autoanbauteilen auf. Offensichtlich war es zu einer Kollision gekommen. Während ich als viertes oder fünftes Fahrzeug auf der Standspur anhielt und schon einmal die Polizei verständigte - und sei es nur zur Absicherung -, verbunden mit der Bitte, aufgrund des Unfallmechanismus gleich den Rettungsdienst mitzualarmieren, konnte ich einige Autos weiter vorne schon beobachten, wie sich ein - vermutlich - Kollege eine rote Einsatzjacke überzog und mit einem Koffer zum Unfallfahrzeug stürzte. Offenbar waren die Türen aber verklemmt.

Nach einem sichernden Blick in die Runde - und nachdem dankenswerterweise ein weiterer Lkw in bewährter Manier auf die Überholspur gefahren war und dort anhaltend die Unfallstelle in Prellbock-Manier nach hinten abgesichter hatte - ging ich mir das dann mal vor Ort anschauen. Offensichtlich waren die Fahrzeugtüren tatsächlich nicht zu öffnen; angesichts der Unfallschäden - unter anderem war der Motorraum im wesentlichen verlustig gegangen - wenig verwunderlich. Nachdem besagter mutmaßlicher Kollege und eine Mitfahrerin aus seinem Auto bereits gleichfalls mit Handy am Ohr einen ergänzenden Notruf mit Angabe des Verletzten und der Einklemmungssituation machten, ersichtlich auch außer mir Fachpersonal (und im Gegensatz zu mir mit Material ausgestattetes solches) vor Ort und der Verletzte nicht zugänglich war und inzwischen ein gutes halbes Dutzend Leute um das Fahrzeugwrack herumstanden und auch im Hinblick auf die Absicherung nichts zu veranlassen war, habe ich mich dann entschlossen, nach kurzer Rückfrage, ob noch Hilfe benötigt würde, meine Fahrt fortzusetzen und meinen Zug doch noch zu erreichen.

Danach verlief der Tag dann allerdings in den erwarteten Bahnen: es gab einiges zu besichtigen, es gab lecker zu essen, und ich bin ebenso pünktlich wie zufrieden abends wieder zuhause eingetroffen. Wir haben beschlossen: das müssen wir wiederholen! Allerdings ohne das Drumherum …

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