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Wenn es einfach funktioniert

Manchmal - ganz selten - funktionieren Computer einfach einmal so, wie man sich das vorstellen würde: ohne Probleme, ohne Haken, ohne lange Einrichtungsorgien. Diese Tage kann man sich dann rot im Kalender anstreichen; und heute ist einer dieser Tage. ;-)

Aus irgendeinem Grunde mag - seit der Neuinstallation des Servers - der Adobe Reader auf meinem (Windows-)Laptop nicht mehr auf dem Netzwerkdrucker drucken (bei dem es sich um einen Laserjet handelt, der von CUPS unter samba gefüttert wird). Warum auch immer - vom Desktop-Rechner (ebenfalls Windows) aus geht es, und auch vom Laptop aus geht es aus anderer Software heraus. Nur Versuche, ein PDF zu drucken, scheitern daran, daß sich nicht mal das Druckauswahlfenster auf den Bildschirm begeben mag, warum auch immer - jedenfalls nicht innerhalb der Zeit, die ich zuzuwarten bereit bin (und die sich im Bereich von Viertelstunden bewegt).

Also werden die betreffenden Dateien eben umkopiert und von einem anderen Rechner aus gedruckt; eigentlich kein Problem, man muß nur daran denken und es dann auch tun. Daher fällt einem auch erst dann ein, daß da noch ein E-Mail-Anhang auszudrucken wäre, wenn der Desktop bereits heruntergefahren ist und man gerade auch den Laptop zuklappen und für heute Schluß machen möchte. Zum Neustart des Desktop-Rechners (auch nicht mehr der jüngste und daher nicht ganz so flott beim Booten) fehlt ganz entschieden die Lust.

Da kommt die Idee: der Server läuft ja noch. Und inzwischen ist da ja eine aktuelle Suse iinstalliert, die prinzipiell auch für hübsche bunte Desktops geeignet sein sollte und demnach eigentlich auch in der Lage sein müßte, etwas zu Papier zu befördern. Bloß wie? Das sind so die Momente, wo mir wieder auffällt, daß ich unter Linux schon viel getan, aber noch nie etwas gedruckt habe … Und PDF ist nun auch kein typisches Format aus der Unix-Welt. Dennoch werfe ich die Datei einfach mal in lpr ein und hoppele gespannt und direkt mit bösen Befüchtungen zum Drucker. Was wird er tun? Fehlermeldungen produzieren? Das Ding einfach als ASCII-Datei interpretieren und mich mit einer dreistelligen Anzahl Seiten PDF - roh und unzerkaut - zuschütten, die ich dann auswendig lernen kann, wenn die Bahn mal wieder zu spät ist (oder für die nächsten Jahre als Konzeptpapier benutzen)?

Das Gerät gibt ominöse Töne des Arbeitens und des Papiertransportes von sich, spuckt allerdings zunächst einmal keiin Blatt aus. Nanu? Er wird doch nicht etwa doppelseitig…?

Und tatsächlich: es passiert das einzige, mit dem ich nicht gerechnet habe - heraus kommen ordentlich der Reihe nach 14 Seiten (auf 7 Blatt doppelseitig gedruckt) wunderbar ordentlichen Textes. —- Ich muß gestehen, ich bin schlicht platt. Oder ich habe die Benutzerfreundlichkeit unixoider Betriebssystem massiv unterschätzt. :-)

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Kommentare

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Thinker am :

Thinker

lach Herzlichen Glückwunsch…

Komisch, darüber hab ich mir noch nie Gedanken gemacht, PDF hab ich schon immer so eingekippt, gabs immer Filter für.

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