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Ein Schaf findet zurück zur Herde

Anfang 2010 habe ich mich - nach jahrelangem Zögern - endlich einmal zum Geocaching aufraffen können und dieses Hobby (zumindest für meine Verhältnisse) sogar recht intensiv betrieben; ich neige normalerweise nicht dazu, mich allzuoft ins Freie zu begeben. Knapp ein halbes Jahr später, Ende September, fehlte es dann aber auch schon (vor allem) an der Zeit, manchmal auch am notwendigen Elan, und so habe ich danach nur noch einnmal im August 2011 während des Urlaubs zwei Caches geloggt.

Bereits in der Anfangs-Euphorie hatte ich aber auch einige Trackables auf die Reise geschickt: ein paar Münzen, einen Schlumpf - die allesamt schon lange nicht mehr aufgetaucht sind - und ein schnuckeliges Schaf, das sich am 27.05.2010 auf eine Reise aufgemacht hat, die es mehrfach quer durch Deutschland zu verschiedenen Etappenzielen führen sollte.

Das schwarze Schaf 2010, vor seiner großen Reise.

Und was soll ich sagen? Im Januar 2011 war das Schaf in Köln, im August in Neuss, im November an der Nordseeküste; im Mai 2012, zwei Jahre nach dem Start, dann in Neustadt. Im Juli 2013 hat es das vorletzte Etappenziel in Koblenz abgegrast und ein Jahr darauf dann die letzte Etappe in Heidelberg hinter sich gebracht. Zusätzlich zu den verlangten Fotos an jedem Etappenziel gibt es Bilder im Wald, an der Küste, auf dem Campingplatz, am Nürburgring und zwischen den Pfoten eines großen Hundes … eine Reise von rund 25.000 km, sagt zumindest der - notorisch unzulässige - Zähler.

Von Heidelberg hätte das Schaf dann 2014 endlich nach Hause zurückkehren können, das hat aber nur bedingt geklappt - plötzlich fand das arme Schaf sich in Belgien wieder, reiste im März 2015 über Niedersachsen in die Niederlande und dann durch mehrere deutsche Länder, kreuz und quer, meistens durch Nordrhein-Westfalen, dann wieder durch Hessen und im Dezember 2015 wieder nach NRW zurück. Im Juni 2016 fand es dann den besagten großen Hund als Beschützer und machte sich nunmehr zielorientiert auf die Reise nach Süden: Niederfischbach in Rheinland-Pfalz - nur um dann schon wieder nach NRW verschleppt zu werden. :-) Schließlich aber wurde es Anfang September im Ulm abgesetzt und kam dann tatsächlich am gestrigen Sonntag in Stuttgart an.

Nachdem ich morgens die Mitteilung erhalten hatte, machte ich mich am Nachmittag sofort auf den Weg - und nach sechs Jahren und dreieinhalb Monaten kehrte das Schaf heute zur mir zurück!

Ende gut - alles gut. Ein weitgereister Trackable ist heimgekehrt.

6 Jahre später - a bit worse for wear, aber das Schaf selbst ist eigentlich ganz glücklich und gut erhalten, nur der große laminierte Anhänger ist (insbesondere wohl nach dem Verlust der Kette) etwas strapaziert.

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