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"Falsche Ärzte" haben Konjunktur?

Wenn man nach der Berichterstattung in der Presse geht, scheinen derzeit Hochstapler, die sich als Arzt ausgeben und dann auch als solcher praktizieren, Hochkonjunktur zu haben. Nach dem Fall des angeblichen "Dr. Sascha St.", der in München, Horb und im Rems-Murr-Kreis als Anästhesist und Notarzt tätig war und angeblich zumindest bei einem Notfalleinsatz - einer Reanimation - durch Ratlosigkeit auffiel, soll es nun einen weiteren Fall eines Betriebsmediziners geben, der gleichfalls auch ohne ärztliche Approbation u.a. in Ulm seine Tätigkeit aufgenommen hat.

Bemerkenswert finde ich daran - insbesondere im Fall des "falschen Notarztes", daß die völlig fehlenden ärztlichen Kenntnisse offenbar über längere Zeit nicht aufgefallen sind - obwohl das natürlich gerade im Bereich der Notfallmedizin bei Vorhandensein einer medizinischen Ausbildung im weiteren Sinne lange Zeit gutgehen kann …

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Kommentare

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Niels am :

Niels

Die weißen Kittel scheinen eine hohe Anziehungskraft zu haben…

Hingegen kenne ich nur einen Fall eines falschen Juristen, der sich vor einigen Jahren -wenn ich mich richtig erinnere zwar nach einigen Semestern Studium aber ohne je zum Referendarsexamen angetreten zu sein- mit einem gefälschten Examenszeugnis des Nachbarbundeslandes Zugang zum Referendariat erschlich.

Thomas Hochstein am :

Thomas Hochstein

… und auch als Sitzungsvertreter der StA auftrat, wie ich mich zu erinnern meine, ja.

(Böse Zungen könnten jetzt behaupten, daß man als Jurist eben über tatsächliches Wissen und Können verfügen muß, im Gegensatz zu der Tätigkeit als Arzt. veg)

Niels am :

Niels

Sprechen wir vom selben Fall, der sich tatsächlich bis zu Euch herumgesprochen hatte?

Der Kurzzeitreferendar, den ich meinte, hatte sich ein Examenszeugnis aus MV gebastelt und war vom OLG Schleswig eingestellt worden, glaube ich.

Thomas Hochstein am :

Thomas Hochstein

Ich nehme es fast an; gemerkt habe ich mir nur "oben im Norden". ;-)

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