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Auch Arcor verabschiedet sich vom Usenet

Vor gut drei Jahren - zum 31.03.2011 - hat T-Online seine Newsserver abgestellt. Nunmehr folgt mit Arcor einer der letzten verbliebenen großen (semi-)kommerziellen Anbieter und teilt am 01.07.2014 mit:

zum 15.07.2014 stellen wir den Dienst “Arcor-Newsgroups” ein.

Noch eine gute Woche also.

Immerhin: Die alternativen Newsserver, die ich den früheren Nutzern von T-Online empfehlen konnte, gibt es alle noch. Wer also bisher über Arcor den Zugang zum Usenet erlangt hat, kann nun zu individual.de, albasani.net oder eternal-september.org wechseln.

Mailstörung

Ich weiß, dass man sich keine Illusionen über die Zuverlässigkeit auch - gering - bezahler Dienste machen soll, und ich weiß auch, dass Service oft ein Zuschussgeschäft ist. Ich bin auch nie davon ausgegangen, dass man bei bekannten Anbietern kostenloser E-Mail-Adressen einen verlässlichen Dienst erwarten kann; auch dann nicht, wenn man dort einen bezahlten Account hat, denn das ist ja im Zweifel dieselbe Technik mit denselbem Personal.

Dennoch hat es mich etwas überrascht, welche Schwierigkeiten ein Anbieter - übrigens ein solcher, der keine kostenlosen Accounts anbietet, sondern schon ein paar Euro pro Monat für ein E-Mail-Postfach verlangt - bei der Beseitigung einer Störung hat. Aufgefallen ist diese Stärung, die sich darin äußerte, dass ein Versuch des Mailabrufs über IMAP/POP3 wie über Webmail in Timeouts lief, mir am 21. Juni; gut, das war ein Wochenende. Da tat sich offenbar auch nicht viel mehr, als dass eine Mitteilung auf der Webseite geschaltet wurde. Danach hat man sich dann um die Fehlerbehebung bemüht; viel getan hat sich aber nicht. Ab und an konnte man mal einige E-Mails erhalten, aber ein richtiger Abruf war nicht möglich. Bis Donnerstag (immerhin der 6. Tag der Störung!); da hat man dann damit begonnen, die Mailboxen umzukopieren. Nachdem ich meinem Client (am Samstag …) beigebracht hatte, dass sich die UIDVALIDITY geändert hatte, funktionierte der Abruf dann immerhin. Tröpfelnd. Pro E-Mail vergingen mehrere Sekunden. Das dauerte. Und dauerte. Und dauerte auch weiter. Auch heute, am Sonntag, dem 29.06.2014 (9. Tag der Störung) war man immer noch an der Arbeit und mit dem Umkopieren von Daten beschäftigt.

Zwar läuft es bei mir, aber ich bin gespannt, wann man die endgültige Störungsbehebung vermelden kann.

Und ich bin nicht beeindruckt.

Nachtrag vom 05.07.2015: Auch am 02.07.2014 - so der letzte Stand - war man weiter mit dem Umkopieren verbleibender Mailboxen beschäftigt …

Mobiles Internet - reloaded

Schon vor gut fünf Jahren hatte ich über meine guten Erfahrungen mit einer UMTS-Mobilfunkkarte von Novatel für meinen Laptop berichtet; und diese Karte tut auch noch in meinem aktuellen Laptop unter Windows 7 gute Dienste, denn dessen eingebautes UTMS-Modul hat mich sehr enttäuscht und ist für mich nicht brauchbar.

Inzwischen hat sich die Welt aber natürlich fortentwickelt; und wiederum wurde ich durch Berichte in Blogs auf UMTS-WLAN-Router (wie ich sie bezeichnen möchte - Geräte, die einerseits als WLAN-Accesspoint arbeiten und sich andererseits über eine UMTS-SIM-Karte mit dem Mobilfunknetz verbinden und so für alle Geräte im WLAN eine Internetverbindung bereitstellen) neugierig. Das ist natürlich noch besser, als nur den Laptop selbst online zu bringen, zumal, wenn die UMTS-Abdeckung am Standort des Laptops schlechter ist als anderswo in der (Ferien-)Wohnung.

Also habe ich mir im Juli vergangenen Jahres vor dem Urlaub einen Huawei E5331 zugelegt, der sich bewährt hat und mit dem ich seitdem sehr zufrieden bin.

Mobilfunk-Datentarife

Ein Mobiltelefon nutze ich - für Telefonie und SMS - seit gut 20 Jahren. Seitdem hat sich vieles geändert, nicht zuletzt an den Tarifen. Lange Zeit war ich Vertragskunde - seit 2000 bei Vodafone - und hatte mir irgendwelche Pakete aufschwatzen lassen, für die ich dann im Monat bis zu 30,- € bezahlt habe (ohne Datenoption, wohlgemerkt!), obwohl ich Wenigtelefonierer bin und das Mobiltelefon v.a. benötige, wenn (und weil) ich erreichbar sein muss und - wenn wirklich nötig - kurze (!) Telefonate zu führen. Vor rund 7 Jahren wurde mir das alles zuviel, und ich bin in einen Prepadi-Tarif gewechselt. Seitdem lade ich im Monat - für Telefonie und SMS - in der Regel weniger als 15,- € auf, und ich vermute, dass der Löwenanteil dieser Kosten auf dienstliche Gespräche entfällt (die ich meinem Arbeitgeber bislang großzügigerweise schenke).

Vor gut 10 Jahren war ich einmal einige Jahre täglicher Fernpendler und habe zudem erstmals einen Laptop genutzt; klar, dass ich irgendwann einmal mein Telefon damit via Kabel oder Bluetooth gekoppelt und dann (per GPRS) Mail und News von unterwegs gecheckt (und teilweise auch gechattet) habe. Auch klar, dass ich - bei zeit- oder volumenbezogener Abrechnung! - einige Zeit lang meine monatlichen Rechnungen dank Kostenexplosion quasi mit einem roten Schleifchen zugeschickt bekam; es fehlte eigentlich nur noch ein Dankesbrief des Vorstands für die Sanierung des Unternehmens. Später bin ich dann sinnvollerweise auf eine entsprechende Karte umgestiegen und habe vor allem einen günstig(er)en Anbieter genutzt. Insbesondere als ich dann vor vier Jahren als “late adopter” mein erstes Smartphone mein Eigen nennen durfte, stellte sich die aber auch die Frage nach einem brauchbaren “Flatrate”-Angebot (bzw. einem Volumentarif mit Freivolumen und nachfolgender Drosselung bei Überschreitung).

"Mobilfunk-Datentarife" vollständig lesen

Von Lovefilm zu Prime Instant Video

Viele, viele Monate, nachdem ein großer Samsung-SmartTV bei uns eingezogen ist, hatte ich mich dann auch einmal mit den zugehörigen “Apps” beschäftigt und flugs beschlossen, Kunde bei Lovefilm zu werden, einem Unternehmen von Amazon. Der monatliche Preis war ganz günstig, und wenn man ihn mit den Kosten für das Entleihen entsprechender DVDs oder gar deren Kauf vergleicht - wir haben über die letzten Jahre eine ziemlich umfangreiche DVD-Bibliothek angehäuft -, verblasste er zur Bedeutungslosigkeit. Wir waren mit dem Angebot, gerade an Serien, auch durchaus zufrieden.

Irgendwann Anfang diesen Jahres habe ich mich dann nach langem Zögern auch entschlossen, Kunde bei Amazon Prime zu werden und mir für einen vergleichsweise kleinen Betrag bei meinen durchaus nicht wenigen Bestellungen dort die Versandkosten zu ersparen und zudem kostenlos einen Eilversand zu erhalten.

Und im Februar 2014 hat Amazon dann beide Dienste zusammengeführt: das Videostreaming-Angebot von Lovefilm heißt jetzt Prime Instant Video und ist im - erhöhten - Preis von Amazon Prime inbegriffen.

Für uns erwies sich das zunächst als finanziell günstig, entfiel doch die Monatsgebühr bei Lovelifm, die jährlich einen größeren Betrag ausmachte als die Gesamtkosten von Amazon Prime einschließlich Prime Instant Video. Schon bald zeigte sich aber, so mein Eindruck, dass der Anbieter der auf diesem Wege vermutlich vervielfachten Nutzerzahl nicht ausreichend gewachsen war. Der Abruf von Filmen - oder genauer: Serien - wurde zum Geduldsspiel. Wenn man nicht gerade werktags tagsüber vor dem heimischen Fernseher sitzen wollte - und manche Leute pflegen da ja zu arbeiten -, endeten Abrufversuche immer wieder in verschiedenen Fehlermeldungen. Nach zwei oder drei, zehn oder elf Versuchen, nach manchem Abschalten des Geräts oder auch einem “Kaltstart” durch Trennung von Netz wurde man dann endlich (!) mit dem erwünschten Video belohnt; bis dahin gingen aber regelmäßig fünf, nicht selten auch zehn oder fünfzehn Minunten ins Land. Bequem ist wirklich anders.

In den letzten Tagen hat sich das allerdings deutlich gebesser, oder vielleicht eher: geändert? Videos starten jetzt wieder praktisch immer ohne Anstände; dafür kommt es zwischendurch gerne mal zu “Hängern” im Stream, manchmal für Sekunden, ab und an aber auch mal für eine knappe Minute oder auch anderthalb Minuten, und nicht zwingend nur ein- oder zweimal während der Laufzeit eines Videos.

Insgesamt lässt sich aber durchaus eine Besserung erkennen, und wenn die Stabilität jetzt zumindest so bleibt - oder gar besser wird -, dann verbleibt unter dem Strich die Freude über den finanziellen Vorteil der Zusammenlegung.

Kommentare des Blogautors hervorheben

In anderen Blogs fand ich es immer ganz schön, wenn Kommentare des ursprünglichen Autors - des Blogeintrags - optisch hervorgehoben werden. Wer das gleichfalls schick findet, kann das auch mit Serendipity umsetzen.

Voraussetzung ist, dass im verwendeten Theme (oder Template) zum einen entsprechender Smarty-Code vorhanden ist, der auf die Übereinstimmung von “Kommentarautor” und “Blogautor” prüft, und es zum anderen dort entsprechende CSS-Definitionen gibt, die dann zu einer Hervorhebung führen. Ersteres ist im neuen Standardtheme “2k11” der Fall, letzteres nicht.

Wenn die Überprüfung ergibt, dass der Kommentar vom Autor des Beitrags selbst stammt, bekommt der entsprechende <article>-Abschnitt die Klasse serendipity_comment_author_self zugewiesen. Für diese Klasse sind also entsprechende Definitionen vorzunehmen, die dann zu einer optischen Hervorhebung führen. Dazu erstellt - oder ergänzt - man eine entsprechende Datei namens user.css im Verzeichnis des Themes (templates/2k11) entsprechend (deren Nutzung freilich in der Konfiguration des Themes aktiviert sein muss), bspw. so wie hier in diesem Blog:

  1. .serendipity_comment_author_self {
  2.         background: #ff9;
  3.         padding: 0.5em;
  4.         border-radius: 0.75em;
  5. }

Die Überprüfung erfolgt standardmäßig auf Identität der jeweils angegebenen Namen von Kommentar- und Eintragsautor, nicht über die Identität der E-Mail-Adresse. Das lässt sich natürlich ändern, bspw. in der Datei comments_by_author.tpl im Theme-Verzeichnis (templates/2k11). Bei einer Überprüfung auf Identität der E-Mail-Adresse wäre aber zu prüfen, ob nicht etwa ein Spamschutz-Plugin die Ausgabe der E-Mail-Adressen unterdrückt; falls doch, stehen die entsprechenden Daten für Smarty nicht zur Verfügung. Nachdem zumindest in 2k11 ohnehin über das Template selbst die Ausgabe der Mailadressen unterbunden wird, kann man die entsprechende Spamschutz-Konfiguration aber auch getrost deaktivieren.

Im Serendipity-Forum finden sich zu den näheren Einzelheiten u.a. folgende Threads:

Beachten sollte man im übrigen, dass natürlich letztlich jedermann Namen und E-Mail-Adresse des Blogautors für Kommentare verwenden kann …

Dokuwiki als "Multisite"-Installation

DokuWiki ist für mich derzeit und schon länger die generische Antwort auf die Frage nach einem Wiki, nicht nur für Dokumentationszwecke, und auch für die Frage nach einem (simplen) CMS.

Ich installiere DokuWiki dabei (wie die meisten Webapplikationen) nicht als Debian-Paket, sondern direkt vom Erzeuger; zum einen, weil ich gerne eine aktuelle Version habe, zum anderen, weil ich dann (wie bei anderen Webseiten) frei entscheiden kann, wo die Dateien liegen sollen - und das ist in der Regel nicht dort, wo Debian sie ablegen würde, insbesondere, wenn es mehr als einen Nutzer mit Webseiten geben soll - und nicht zuletzt, weil das trivial funktioniert. Das führt dazu, dass ich Updates von Hand durchführen muss, und das kann dann schon etwas nervig werden, wenn es mehrere Hosts und mehrere Wikis betrifft.

Daher überlege ich schon länger, wie ich - zumindest bei Installationen auf demselben Host - den Aufwand (und, natürlich, auch den Platzverbrauch) minimieren kann. Die offenkundige Lösung ist eine “Farm”- oder “Multisite”-Installation, bei der der Code nur einmal vorhanden ist, aber jedes Wiki seine eigenen Konfiguration und natürlich seinen eigenen Speicherplatz für Inhalte hat. DokuWiki unterstützt das prinzipiell, aber die nächste Frage ist ja immer, wie gut das auch tatsächlich funktioniert: stabil, flexibel und vor allem ohne krude Hacks.

Nachdem ich mich diese Woche damit beschäftigt habe, kann ich sagen: es funktioniert gut. Die Flexibilität bleibt erhalten, Hacks braucht man nicht, weil die aktuellen DokuWiki-Versionen eine “Multisite”-Installation unterstützen, und stabil wirkt es bisher auch.

Der offensichtliche Vorteil liegt darin, dass man für beliebig viele Wikis nur einmal den Code für das Wiki selbst - und den für Plugins und Templates - installieren, updaten und pflegen muss. Der offensichtliche Nachteil liegt darin, dass alle Plugins und Templates im “Master”-Wiki installiert werden müssen und in den einzelnen Wikis nicht nachinstalliert werden können, und dass sich alle Wikis in Unterverzeichnissen unter einem “Stammverzeichnis” befinden müssen, deren Namen identisch mit der URL des Wikis sind.

"Dokuwiki als "Multisite"-Installation" vollständig lesen

Blogs und Editoren

Wer ein Blog betreibt, kennt vermutlich die Frage danach, welcher Editor für die Einträge am sinnvollsten verwendet werden sollte.

Meine erste Blogengine, sunlog, bot meiner Erinnerung nach bloß ein Eingabefeld, in das man entweder HTML eingeben oder darauf setzen konnte, dass der ansonsten nicht weiter bearbeitete Text schon irgendwie ausgegeben werden würde.

Nach dem Umstieg auf Serendipity habe ich auch erst einmal den Standard-Editor verwendet, wozu braucht man schließlich WYSIWYG, wenn man HTML beherrscht? Das war auf die Dauer dann aber doch eher anstrengend: um jeden Absatz herum <p>...</p> schreiben, Hervorhebungen korrekt mit <strong>...</strong> einbauen, Links von Hand setzen … Das macht keinen wirklichen Spaß. Und der Einbau von Bildern ist von Hand auch eher eine Strafe als ein Vergnügen.

Also bin ich später auf den WYSIWYG-Editor von Serendipity gewechselt; ich glaube, ich habe sogar nacheinander verschiedene solche benutzt. So richtig zufrieden war ich damit aber auch nicht; das daraus generierte HTML erschien teilweise suboptimal, zwischendurch hatte das Gerät aufgrund irgendeiner (vermutlich von mir irrtümlich getroffenen) Einstellung die Neigung, alle Texte per <font>-Tag mit weißem Hintergrund zu hinterlegen und Spielereien dieser Art mehr. Außerdem war es so mit nicht unerheblichem Aufwand verbunden, Einträge in einem Texteditor vorzubereiten und später per copy & paste ins Blog zu übernehmen, bedurfte es dann doch eines zweiten Schrittes, in dem Formatierungen und Links hinzugefügt wurden, wie auch lx4r in einem vergleichbaren Blogbeitrag berichtet. Wenn ich stattdessen direkt im Editor schrieb, ereilte mich gerne ein Missgeschick wie “langen Blogeintrag geschrieben, abgeschickt, mittlerweile aber ausgeloggt” (worauf Serendipity den Beitrag üblicherweise hungrig verspeist und man ihn neu schreiben darf) oder, noch schlimmer, ich komme an eine Tastenkombination, die eine Browseraktion auslöst und dann den Browser den Text verschlucken lässt. Gut, dagegen hilft Lazarus, aber der wahre Jakob ist das trotzdem nicht, ganz abgesehen davon, dass man eben so nicht sinnvoll offline arbeiten (oder auch nur die Annehmlichkeiten eines guten Texteditors nutzen) kann.

Mit dem Relaunch des Blogs habe ich auch dafür eine Lösung gefunden: ich verwende den simplen Standardeditor von Serenditpity zusammen mit dem Markdown-Plugin. Wieder eine für mich sehr hilfreiche Anwendung von Markdown. Jetzt kann ich flüssig Texte schreiben, sie ggf. per copy & paste ins Blog übernehmen und muss mich nie wieder um seltsame Formatierungen kümmern. Passt. Das ist ein Workflow, der Spaß macht.

(Um zu verhindern, dass ältere Einträge durch das Markdown-Plugin zerhackt werden, kann man dieses Plugin für die älteren Einträge - jeweils einzeln pro Eintrag - deaktivieren. Jedenfalls dann, wenn man das Plugin “erweiterte Eigenschaften für Artikel” [serendipity_event_entryproperties] installiert hat. :-))

Geldsenke Amazon

Amazon habe ich als Buchladen kennengelernt, und früher habe ich dort auch (nur) Bücher gekauft. Dann ab und an auch mal Software, v.a. Spiele. Und DVDs. Und später dann Elektronikzeugs, und mittlerweile fast alles.

Das hat natürlich Folgen.

Wer das ungute Gefühl, dass Amazon für einen wesentlichen Teil des Ausgabenbudgets verantwortlich ist, einmal näher quantifizieren möchte, dem kann mit damazon.py geholfen werden.

(Wem - wie mir - pip install requests beautifulsoup4 nichts sagt, außer der Vermutung, dass es sich um entsprechende Bibliotheken handelt, die zunächst installiert werden müssen, dem hilft - wenn er nicht noch einen weiteren Paketmanager zusätzlich zu apt bzw. aptitude (Debian), cpan (Perl), gem (Ruby) und Co. auf dem System begrüßen möchte - unter Debian Wheezy auch die Eingabe von aptitude install python-requests python-bs4 weiter.)

Via @towo.

Markdown: HTML aus Text erzeugen

Der erste längere (Erläuterungs-)Text, den ich zur Veröffentlichung im Netz verfasst habe, war im September 1998 die Header-FAQ, deren erster Entwurf am 18.09.1998 in der Newsgroup de.admin.net-abuse.mail veröffentlicht wurde und die dann seit dem 15.10.1998 unter dem Titel “E-Mail-Header lesen und verstehen” dort über viele Jahre lang monatlich erschien.

Text- und HTML-Version

Natürlich sollte es zu der monatlich geposteten FAQ auch eine Web-Version geben, die bereits im Oktober entstanden war und deren URL im November 1998 das erste Mal in der FAQ genannt wurde. Und natürlich sollte diese Version auch mit allem Annehmlichkeiten, die HTML für Optik und Funktion bietet, also namentlich Formatierungen und Verlinkungen, ausgestattet sein. Das bedeutete dann umgekehrt aber auch, dass zwei völlig getrennte Versionen desselben Textes zu pflegen waren; insbesondere bei größeren Änderungen und Ergänzung keine wirklich gute Idee. Es musste also eine andere Lösung her: die eine Fassung sollte aus der anderen Fassung generiert werden, oder ggf. beide Fassungen aus demselben Rohtext.

HTML-Dokumente aus Textdokumenten erzeugen

Da mir das Usenet als Publikationsmedium (damals) deutlich näher lag, hatte ich zuerst den Gedanken, die Webseite - also das HTML-Dokument - zumindest im wesentlichen aus dem Textdokument der geposteten FAQ zu erzeugen. Bei entsprechenden Recherchen stieß ich dann auch auf das Tool AscToHTM, das genau diesem Zweck diente und sich auch insbesondere an FAQ-Autoren richtete. Eine Zeit lang habe ich damit auch gearbeitet (und das erzeuge HTML-Dokument dann quasi mit Header und Footer versehen, um es optisch und organisatorisch - Navigation! - in meine damalige Webseitenstruktur einzubinden), aber so wirklich überzeugend war das nicht. Es bedurfte einiger Kompromisse im Layout des geposteten Textes, um die HTML-Generierung überzeugend hinzubekommen, und der Aufwand war doch vergleichsweise groß.

Textdokumente aus HTML-Dokumenten erzeugen

Daher habe ich mich - theoretisch im übrigen völlig richtig - in der Folge davon überzeugen lassen, dass die Vorgehensweise, aus (letztlich) unstrukturiertem Text strukturierten Text (mit Markup) zu erzeugen, bereits gedanklich verfehlt ist und keinen dauerhaften Erfolg haben könne: HTML enthält gegenüber text/plain zusätzlichen Informationsgehalt, Struktur, Markup eben, und aus der Gestaltung des Rohtextes das Markup zu “erraten”, ist keine brauchbare Lösung. Daher bin ich danach dann eben den umgekehrten Weg gegangen und habe beschlossen, dass nunmehr die Webversion der FAQ das “Master-Dokument” (oder die Quelle) sein sollte und ich den geposteten Text daraus erzeuge. Information und optische Gestaltung zu kürzen sollte ja vergleichsweise trivial sein. — Ganz so war es dann erwartungsgemäß doch nicht, denn auch der gepostete “reine” Text sollte ja einigermaßen apart formatiert sein, mit dem was, man an “Formatierungen” in E-Mail und Usenet so gewohnt ist: Zitate eingeleitet mit “|” am Zeilenfang, Hervorhebungen und Betonungen durch *Sternchen* o.ä. und dieser Dinge mehr. Für den Anfang half dazu html2text, damals in C++ geschrieben, mittlerweile durch den verstorbenen Aaron Swartz auch in PYthon reimplementiert, aber ganz zufrieden war ich mit dem Output noch nicht.

Einiges Experimentieren führte dann zu dem folgenden Workflow:

  1. wget http://th-h.de/faq/$1 -O output.html
  2. html2text -nobs -width 70 -rcfile html2text.rc output.html > output.txt
  3. ./wrap.pl < output.txt > wrapped.txt

Und wrap.pl, das (daher der Name) vor allem für den Umbruch auf 70 Zeichen pro Zeile unter Beachtung von (nicht zu umbrechenden Zitaten) zuständig war, sah folgendermaßen aus:

  1. #!/usr/bin/perl
  2.  
  3. use Text::Wrap qw(&wrap $columns);
  4. $columns = 70;
  5.  
  6. while (<>) {
  7.  if (/[-\/]$/) {
  8.   ($zeile, $rest) = /(.+\s)(\S+)$/;
  9.   print "$zeile\n";
  10.   JOINLOOP: while (<>) {
  11.    $rest .= $_;
  12.    last JOINLOOP if (/^$/);
  13.   }
  14.   $rest =~ s/\n/ /g;
  15.   $_ = wrap(, , $rest)."\n";
  16.  };
  17. print $_;
  18.  if (/^[|>:]/) {
  19.   QUOTELOOP: while (<>) {
  20.    chomp;
  21.    if (/^$/) {
  22.     print "\n";
  23.     last QUOTELOOP;
  24.    } elsif (/^[|>:]/) {
  25.     print "\n$_";
  26.    } else {
  27.     print $_;
  28.    }
  29.   };
  30.  };
  31.  print "\n";
  32. };

Das ließ sich jetzt durchaus automatisieren; andererseits gefiel es mir nicht wirklich, dass die Quelle des Textes nun ein HTML-Dokument war und ich erst längere Konversionsprozesse laufen lassen musste, um zu überprüfen, ob auch die (aus meiner Sicht immer noch primäre) Textfassung ordentlich aussah. Und HTML schreiben ist auch deutlich aufwendiger als “Klartext”, selbst wenn man sich durch geeignete Editoren beim Einfügen der passenden Tags (und deren Schließen!) unterstützen lässt.

Die Lösung?

Am Ende habe ich, glaube ich, einfach wieder beide Texte getrennt gepflegt oder, wahrscheinlicher, die FAQ (erst einige Zeit nicht mehr richtig aktualisiert und dann) gar nicht mehr gepostet; sowohl das Spam-Problem (jedenfalls der Wunsch, Spam nachzuverfolgen und zu melden) als auch das Usenet waren dabei, in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen.

"Markdown: HTML aus Text erzeugen" vollständig lesen

Serendipity, Spartacus und Dateirechte

Wie ich schon im Eintrag “Serendipity 2.0-beta” dokumentiert habe, hatte ich anfangs mit meiner Serendipity-Installation das Problem, das alle (über Spartacus) heruntergeladenen Plugins falsche Dateirechte hatten, die Verzeichnisse nämlich 0700 und die Dateien allesamt 0600. Das hatte zur Folge, dass der Webserver auf die Dateien und Verzeichnisse nicht zugreifen und u.a. Grafiken nicht anzeigen konnte, und auch sonst die Funktion der Plugins eingeschränkt war. Stattdessen müssten richtigerweise Rechte von 0755 und 0644 (oder zumindest 0705 und 0604) gesetzt werden.

Nachträglich beheben lässt sich das - im Verzeichnis plugins - ganz einfach so:

  1. find . -type d -perm 700 -exec chmod 755 ’{}’ \;
  2. find . -type f -perm 600 -exec chmod 644 ’{}’ \;

Nachdem ich einen Bug reportet hatte, bekam ich sehr schnell den richtigen Hinweis, dass die Spartacus-Konfiguration entsprechende Einstellungsmöglichkeiten aufweist, was ich übersehen hatte. Im Plugin lassen sich daher die richtigen Rechte vorgeben, und dann funktioniert die Installation auch zukünftig direkt problemlos.

Die Ursache für die zu strikten Rechte war für mich dann nicht auf Anhieb zu finden; die umask des Systems stand nämlich erwartungsgemäß und korrekt auf 0022. Allerdings setzte suphp für PHP dann noch einmal eine eigene umask in /etc/suphp/suphp.conf, und dort steht tatsächlich 0077

Wer also vor demselben Problem steht, sollte an der einen oder der anderen Stelle entsprechend den Schraubenzieher ansetzen.

Keywords: serendipity s9y spartacus plugins apache php suphp permissions too strict wrong

Serendipity 2.0-beta

Mitte April 2014, gerade als ich überlegte - und im Usenet diskutierte -, ob ich für den Relaunch meines Blogs weiter auf Serendipity (s9y) setze oder zu Wordpress wechseln soll, erschien die erste Beta des lange entwickelten Serendipity 2.0, auf die mich zuerst Dirk in seinem Blog aufmerksam machte und über die man kurz danach dann auch in Nur ein Blog lesen konnte.

Also habe ich ein Testblog aufgesetzt und mir das mal angeschaut, und nachdem das ganz gut lief und alles sehr schick aussah für den Relaunch meines Blogs direkt auch auf die Beta-Version gesetzt.

Unter anderem YellowLed und onli haben sehr gute Arbeit geleistet: das Standard-Template 2k11 funktioniert gut und ist sehr schick, und auch die renovierte Backend-Oberfläche kann auf den ersten Blick bereits optisch, aber auch technisch-inhaltlich gefallen. Insgesamt ist bereits die Beta einen Blick wert, und so stabil, wie man das von Serendipity gewohnt ist.

Natürlich gibt es auch noch einige kleine Fehler, Haken und Ösen:

  • Die Vorschaubilder der Templates (jetzt: “Themes”) stecken in riesig großen Rahmen, die zu Scrollorgien führen, weil ein Vorschaubild übergroß ist (mittlerweile behoben).
  • Das Einfügen von Bildern als Thumbmail mit Link auf das große Bild funktioniert mit dem eingebauten Button irritierender Weise nur beim ersten Mal; danach wird kein Link mehr generiert (mittlerweile behoben).
  • Ab und an (konkret insbesondere: beim Filtern bzw. Durchsuchen von Einträgen nach ihrem Inhalt) führt ein Druck auf die Enter-Taste nicht zum erwarteten Ergebnis, sondern zum Aufruf einer ganze anderen Seite (mittlerweile behoben).
  • Kategorien können über die Admin-Oberfläche nicht mehr bearbeitet werden, weil dann eine Namenskollision auftritt (bereits behoben).
  • Das serendipityevententrycheck-Plugin versagt schweigend: wenn es eigentlich wegen leerer Titel o.ä. das Speichern verhindern müsste, bestätigt es zumindest bei Entwürfen das erfolgreiche Speichern, verwirft den Eintrag aber (es lebe das Lazarus-Plugin für Firefox!).
  • Der schöne neue Button “Veröffentlichen” im neuen Admin-Dashboard für Entwürfe funktioniert nicht; der Eintrag wird zwar auf “veröffentlicht” gesetzt, erscheint aber nicht im Blog (mittlerweile behoben).
  • Zumindest bei mir hatten alle Plugin-Verzeichnisse und -Dateien zu strikte Zugriffsrechte.
  • Mit HTTPS werden (aufgrund der Protokollangabe in den Links zu CSS- und Javascript-Dateien) Stilinformationen, Icon-Schriften und Javascript nicht korrekt eingebunden.

Das sind jedenfalls die Kleinigkeiten - oder auch Größerigkeiten -, über die ich bisher gestolpert bin, aber: es wird!

Ich habe heute abend dann mal noch Bugreports für alle noch nicht bekannten Probleme eingeworfen (statt des Forums hat Serendipity dankenswerterweise jetzt auch einen Bugtracker in Form von github Issues) und bin sicher, dass wir in einiger Zeit einen Release Candidate und dann eine großartige 2.0-Version von Serendipity haben werden!

Nachtrag vom 19.05.2014 und 22.05.2014:

Das HTTPS-Problem lässt sich dadurch lösen, dass man unter “Konfiguration” (Block “Einstellungen” im Backend) und dort dann im Panel “Pfade” die Option “HTTP-Hostnamen automatisch erkennen” auf “Ja” setzt. Es handelt sich also eher um eine Fehlkonfiguration als einen Fehler. :-)

Und die Einstellungen für die Dateirechte lassen sich im Spartacus-Plugin vorgeben (was ich auch hätte bemerken können). Mit passenden Werten (0644 für Dateien und 0755 für Verzeichnisse) dort funktioniert dann auch alles blendend. - Allerdings sollten leere Eingaben dort einen Fallback auf die umask nach sich ziehen, und die ist korrekt auf 0022 gesetzt. Ganz in Ordnung scheint mir das daher noch nicht zu sein. Allerdings nur die umask des Systems. In der /etc/suphp/suphp.conf ist hingegen standardmäßig, auch unter Debian, eine umask von 0077 gesetzt … was das Problem erklärt. Also kein Fehler in Serendipity, sondern nur etwas, woran man denken sollte.

Nachtrag vom 10.06.2014:

Die meisten gemeldeten Probleme - und noch einige kleinere Baustellen, die mir zwischendurch aufgefallen sind - sind mittlerweile im Entwicklungszweig 2.0 bereits behoben.

Stöckchenkanonade: noch 11 Fragen, noch 11 Antworten

Und wenn ich schon zu spät dran bin mit dem Fangen der Stöckchen, fange ich sie dafür doppelt. :-) Nach ToJes Stöckchen nun also das Stöckchen vom Tomatenblog (ohne Mozzarella!).

1. Ist heute Vollmond?

Nein, der war letzten Mittwoch. Sagt Google. :-)

2. Berichtet dein Blog von deinen Hobbies?

Ja! - In erster Linie jedenfalls.

Ich schreibe über das, was ich privat so erlebe, vor allem über die Themen, die mich interessieren.

3. Private Fotos im Internet - wie sieht deine Lösung aus?

Früher war ich damit sehr freigiebig; heute veröffentliche ich nur, was ich auch dauerhaft öffentlich sichtbar haben möchte, und überlege mir ggf., welche Rückschlüsse daraus zu ziehen sind: auf mich, auf das, was ich tue, den Ort, an dem ich war, die Menschen, mit denen ich zu tun habe. Und ich bemühe mich, dabei neben dem Geotagging durch das Posten in sozialen Netzwerken auch daran zu denken, dass ggf. Informationen nicht nur über Zeit und Datum, sondern auch den genauen Ort des Bildes in diesem eingebettet sein können, jedenfalls dann, wenn das Bild mit einem mobilen Gerät, bspw. einem typischen Smartphone, gemacht wurde.

Was nicht für die unbegrenzte Öffentlichkeit vorgesehen ist, sondern nur für einen kleineren Personenkreis - mag dieser auch groß sein - schütze ich entsprechend: sei es mit den (oft lückenhaften) Funktionen sozialer Netzwerke, sei es durch ein Passwort, wenn selbstgehostet.

4. Wie würdest du dein Fahrrad beschreiben?

Als silbern, tragfähig, flott und toll. :-)

5. Ein freier Nachmittag, schönes Wetter: Würdest du einen Ausflug machen, und wenn ja, wohin?

VIelleicht sollte ich das, und dann am besten gemeinsam mit dem Rad - meistens faulenze ich aber stattdessen, lese ein Buch, sitze am Rechner, arbeite (trotz des freien Nachmittags), und schlimmstenfalls ärgere ich mich hinterher furchtbar darüber, dass ich den Ausflug nicht gemacht hab. :-)

6. Wann warst du das letzte Mal (privat) in einer Bibliothek?

In einer Fachbibliothek: ziemlich sicher diesen, spätestens letzten Monat.

In einer öffentlichen Bibliothek, also bspw. auf der Suche nach Belletristik, Reiseführern usw.: seit Menschengedenken nicht mehr. (Es sei denn zu anderen Zwecken als der Suche nach einem Buch oder Medium.)

7. Welches Hörbuch hörst / Buch liest du gerade? Taugt es was?

Hörbücher höre ich gar nicht, ebenso wenig wie ich gerne Podcasts höre oder Videos schaue; das hat bei mir bisher nicht “gezündet”.

Ansonsten lese ich aktuell gerade kein Buch … habe aber einen sehr großen Stapel (ach was, einen Stapel - etliche davon, über die Jahre aufgehäuft!) und hoffe, wieder regelmäßiger zum Lesen auch von Büchern (und nicht nur von Fachzeitschriften) zu kommen.

8. Wofür nutzt du unterwegs das Internet?

  • Zum Twittern (und Lesen meiner Timeline)
  • Zum Lesen meiner (privaten) E-Mails (selten: zu einer kurzen Antwort)
  • Zur Recherche, bspw. bei Google oder in Nachschlagewerken, auch über Apps
  • Zum Blick in Webforen (selten: zu einer Antwort)
  • Zum Blick in soziale Netzwerke (selten)

9. Hast du einen Facebook-Account?

Ja. Ich bin auf Facebook aber kaum präsent, mein “Netzleben” spielt sich anderswo ab.

10. Welches Computerspiel (o.ä.) kann dich stundenlang fesseln?

Zum Spielen “richtiger”, großer Spiele bin ich seit Jahren nicht mehr gekommen; die letzten, irgendwann 2010/2011 (?) gekauften Spiele liegen noch verpackt irgendwo im Schrank.

Ansonsten: Triple Town im Modus “Wachsende Stadt” oder (sonntags) im neuen Turnier-Modus. Kann man endlos Zeit mit totschlagen …

11. Wann wirst du heute abend ins Bett gehen, und wann solltest du eigentlich schlafen?

Schlafen sollte ich spätestens um 22 Uhr - ich brauche meinen Schönheitsschlaf. :-) Wann ich ins Bett gehen will: dito.

Wann ich ins Bett gehen werde


Auch hier und hiermit sei dann ein Schlussstrich gezogen unter das Stöckchen, das nicht mehr weitergeworfen wird.

(Man darf die Regeln ja frei auslegen, hieß es …)

Spät apportiert: 11 Fragen, 11 Antworten

Ein Blogstöckchen (kurz: Stöckchen) ist eine Aktion mit dem Ziel, Blogs und Blogger besser miteinander zu vernetzen, und dabei ein bestimmtes Thema gemeinsam zu bearbeiten.
Stefan Waidele jun.

Ich hätte gedacht, dass “Stöckchen”, die man sich unter Bloggern zuwirft und die dann vermutlich apportiert werden müssen, schon lange aus der Mode gekommen wären - aber offensichtlich irrte ich insoweit, und daher freue ich mich, dass ich hiermit ein Stückchen von ToJe vom Datentrampelpfad (verspätet) auffangen darf.

Nun also, frischauf ans Werk, die Staubschicht ist vom Blog gepustet, es ist geputzt und poliert - jetzt die 11 Fragen und (mindestens) 11 Antworten dazu!

1. Ist das Blog selbst gehostet oder bei einem Blogprovider?

Ich hoste alle Dienste, wenn irgendwie sinnvoll möglich, selbst - einmal, weil das spannend ist und Spaß macht, zum anderen, weil ich damit meine Dienste und meine Daten selbst unter Kontrolle habe und nicht von Drittanbietern abhängig bin, die vielleicht sonst etwas mit meinen Informationen anfangen oder (noch schlimmer) ihren Dienst irgendwann einstellen. Wenn und so lange ich das kann und ohnehin genügend Platz auf Webspace und Servern habe, ziehe ich das einem Provider vor; nicht zuletzt kann ich dann auch alles genau so konfigurieren, wie ich es haben will (und verstehen, was im Hintergrund geschieht).

Daher: ja, auch mein Blog ist selbstgehostet, und ich betreibe es dank Serendipity und seiner Entwicklerschar. :-)

2. Sind der Inhalt eher spontane Artikel oder lange vorbereitete Texte?

Das hat sich über die Jahre geändert … Früher waren es primär spontane, meist auch eher kurze Artikel. Später waren es dann vor allem länger vorbereitete Texte - sowohl solche, die ich dann (ggf. nach längerem Zuwarten auf ausreichende zeitliche Ressourcen) “in einem Rutsch” heruntergeschrieben habe als auch solche, die über einige Zeit (und Recherchen) gereift sind. Noch später waren es dann vor allem … gar keine Texte mehr, weil es an Zeit und Elan fehlte. :-)

Nach dem Relaunch meines Blogs werden sich voraussichtlich längere (vorbereite) Texte und kurze Hinweise, bspw. auf neue Releases, die Waage halten.

3. Benutzt du zur Kommunikation verschlüsselte oder unverschlüsselte Email?

Ich kommuniziere zumeist unverschlüsselt. Der zusätzliche Aufwand für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist es mir meist nicht wert.

Die Kommunikation von meinem Rechner zu (meinem) Mailserver und, wenn unterstützt, bis zum Empfänger ist ohnehin transportverschlüsselt; das genügt m.E., um das Mitlesen durch zufällige Dritter und Angreifer ohne erhebliche kriminelle Energie zu verhindern. Meine E-Mails gegen einen Zugriff durch staatliche Akteure oder beim Empfänger zu schützen habe ich wenig Bedarf. Zudem müsste ich für eine wirklich sichere Kommunikation einen nicht unerheblichen Aufwand zur Validierung der Schlüssel (und, natürlich, zur Sicherung meines Rechners!) betreiben. Ich mag es auch nicht, wenn empfangene E-Mails nur verschlüsselt vorliegen, weil ich sie dann nicht ohne weiteres durchsuchen oder nur einmal schnell überfliegen kann und das ganze Handling unnötig komplex wird.

Was mir persönlich allerdings - in Kenntnis der Implikationen für die Sicherheit - sehr gut gefällt, ist ein Proxy, der sich transparent zwischen meinen Mailclient und den (lokalen) Server klemmt, verschlüsselte Mail (nach Eingabe der Passphrase für den privaten Schlüssel) entschlüsselt und dann dem Client auch entschlüsselt - ggf. mit Prüfung der Signatur und Dokumentation des Ergebnisses - übergibt und ausgehende Mail nach bestimten Regeln ebenso transparent verschlüsselt. So habe ich meine ein- wie ausgehende Mail im Client ganz normal unverschlüsselt vorliegen, der Übertragungsweg ist aber Ende-zu-Ende verschlüsselt. Total bequem! Das nutze ich auch tatsächlich für alle Kommunikationspartner, von denen mir Schlüssel vorliegen und bei denen ich weiß, dass sie das entweder wünschen oder zumindest nicht ablehnen und damit technisch klarkommen. :-)

Ein Nachteil bleibt allerdings: von unterwegs, von meinem Smartphone oder Tablet aus, kann ich diese Mails nicht lesen, denn meinen privaten Schlüssel möchte ich nicht auf einem Android-Gerät liegen haben …

4. Benutzt du in der Stadt den ÖPNV oder das Fahrrad?

hüstel Das Auto …

5. Was war früher als Kind dein Lieblingsspielzeug?

Schwer zu sagen. Ich habe sowohl mit Playmobil als auch mit Lego sehr viel (gebaut und) gespielt; das dürften insofern meine Lieblingsspielzeuge gewesen sein, ohne dass ich darunter jetzt echte Prioritäten gehabt hatte.

Danach kamen natürlich irgendwann die Rollenspielrunden und noch davor der erste Computer …

6. Hatte dein erstes Telefon eine Wählscheibe oder Tasten?

Das erste Telefon, das ich benutzt habe, vermutlich noch eine Wählscheibe; die Telefone, mit denen ich bewusst, also ab etwa dem Grundschulalter, aufgewachsen bin, und mein erstes eigenes Telefon hatte(n) Tasten

7. Unternimmst du Ausflüge in fremde Welten lieber mit Science fiction oder mit Fantasy?

Auch hier habe ich keine klare Präferenz, würde mittlerweile aber sagen: eher mit Fantasy. Gerade mit “klassischer” oder “literarischer” Science Fiction - Asimov und Co. - kann ich, muss ich gestehen, herzlich wenig anfangen.

8. Ist selbst kochen Entspannung oder lästige Pflicht?

Definitiv lästige Pflicht! - Insofern greife ich dann entweder auf Fertiggerichte bzw. den Lieferdienst zurück, gehe essen oder darbe … :-)

9. Gibt es ein Musikstück, das du liebst, obwohl es überhaupt nicht zu der sonst von dir gehörten Musik paßt?

Liebst … Nun ja. Es gibt(mehrere) Musikstücke, die ich zumindest sehr gerne höre, die aber so gar nicht zu meinem Stil passen, ja. Eigentlich bin ich eher ein Freund der Balladen, Hymnen und auch instrumentalen Stücke, also des sanften, gefälligen - ich mag aber auch manchmal Metal und ab und an die verstorbenen Beinkleider … Nur eines geht ganz sicher nicht (und nie): Rap.

10. Hast du schon einmal auf einem (echten oder virtuellen) Flohmarkt etwas gekauft, das du früher unbedingt haben wolltest, aber nicht bekommen konntest?

Ich glaube nicht … Jedenfalls kann ich mich nicht bewusst erinnern.

11. Hast du lange überlegt, ob du diese Fragen beantworten willst?

Nein! - Ich habe nur lange gebraucht, um es zu tun. :-)


Nachdem ich nunmehr - verspätet - hoffentlich alles Notwendige getan habe, einen Szafskater froh zu machen, wollen wir es hierbei auch belassen und das Stöckchen nicht weiterwerfen.

Änderung der Feed-URL

Mit dem Relaunch meines Blogs ändern sich auch die URLs für den bzw. die Feeds! Die Einträge im jeweiligen Feedreader sollten entsprechend angepasst werden.

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