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Vom "Science Fiction Bokhandeln" zur "Vasa"

Nach dem gestrigen langen Tag war - jedenfalls für mich - erst einmal Ausschlafen angesagt.

“Science Fiction Bokhandeln” in der Stockholmer Altstadt.

Nachdem ich mich dann am frühen Nachmittag wieder einigermaßen fit fühlte, sind wir zunächst noch einmal in Richtung Altstadt aufgebrochen und haben dem “Science Fiction Bokhandeln”, einer großen Fantasy- und SF-Buchhandlung, einen Besuch abgestattet. Neben der riesigen Auswahl (vor allem englischsprachiger) Bücher hatte es mir dort vor allem der große Bereich mit Miniaturen, Rollen- und Brettspielen angetan. Das ist etwas, was mir in Deutschland fehlt: eine Möglichkeit, die ganze Vielzahl der Fantasy-, Science-Fiction- und Strategiespiele, Konfliktsimulationen, Tabletop-Rollenspiele u. a. mehr jenseits der üblichen “Familienspiele” auch einmal in die Hand zu nehmen und nicht nur in Onlineshops anschauen zu können. Und natürlich bräuchte ich noch viel mehr Zeit … :-)

Nach einer Überfahrt mit einer der Pendelfähren (“Pendelbåt”) nach Djurgården, einer der vielen Inseln, aus denen Stockholm besteht, haben wir dann den Rest des Nachmittags etliche Stunden lang im Vasa-Museum zugebracht und sind in die Welt der alten Segelschifffahrt eingetaucht, in die Lebensweise an Bord, die Kriegsführung zur See, die umfangreichen Mal- und Schnitzarbeiten am Heck und in die aufwendige Bergung und Restaurierung des Schiffes, all das auf mehreren Etagen um den Rumpf und die Aufbauten des Schiffes selbst herum. Beeindruckend.

Die Vasa vom Bug her gesehen
© JavierKohen (CC by-SA 3.0 unported)

Zum Abschluss sind wir dann noch bei TGI Fridays eingekehrt und haben jeweils einen ebenso großen wie wohlschmeckenden Burger verspeist - nach dem Abendessen am Mittwoch (in Cuxhaven) und am Donnerstag (in Hamburg) war das dann der dritte Burger in vier Tagen. Glücklicherweise stellen Brötchen mit Salat und Soße, Fleisch und Kartoffeln (“Pommes frites”) ja eine recht ausgewogene Ernährungsform dar.

Mit einem erneuten Bummel durch die Altstadt fand dann auch der zweite Tag in Stockholm sein Ende.

Wachwechsel und Sightseing zu Wasser

Der erste Weg auf unserer Tour zu den Sehenswürdigkeiten Stockholms führte uns heute mittag in die Altstadt (“Gamla stan”) und dort dann zum Schloss (“Kungliga slottet”), wo sich bereits eine größere Menschenmenge zum Wachwechsel eingefunden hatte.

Das “Changing of the Guard” erwies sich als imposantes militärisches Zeremoniell, insbesondere, weil die ablösende berittene “Livskvadron” von der “Livgardets dragonmusikkår” (“The Swedish Mounted Band of the Royal Lifeguards”) begleitet wurde. Eine berittene (!) Militärkapelle habe ich bisher noch nicht erlebt, und ich fand es ungemein beeindruckend, wie die berittenen Musiker nicht nur makellose Märsche spielen, sondern zugleich auch ihre Pferde auf engsten Raum bewegen konnten, in der einen Hand das Blasinstrument, in der anderen die Zügel (die im Falle des Trommlers mit den Füßen (!) bedient wurden). Und selbstverständlich war auch das Spiel von einem exaltiertem militärischen Zeremoniell begleitet.

The Swedish Mounted Band of the Royal Lifeguards
© Wolfgangus Mozart (Wikimedia Commons)

Im Anschluss war es dann Zeit für einen “Lunch” (ich sage ja: lesen lässt Schwedisch sich meist gut …) mit Blick auf den - glaube ich - Marktplatz, und danach dann für eine knapp zweistündige Bootsfahrt über die Ostsee, den Mälarensee und die diese beiden Wasserflächen verbindenden Schleusen, mit einer Fülle von Informationen über Stockholm und seine Inseln und Brücken, deren Geschichte und heutige Entwicklung. Dazwischen haben wir uns einige der malerischen Gassen der Altstadt angesehen, in deren Schaufenstern sich so allerlei finden lässt.

“Special horse of Gotland”

Voller neuer Eindrücke und allmählich totmüde (bald 16 Stunden wach) schloss sich an das (beeindruckend schlechte) Abendessen dann der Weg ins Bett - mit einem Umweg über den Rechner, für diesen Bericht :-) - an.

Morgen werden wir uns dann u.a. das Knäckebrotschiff ansehen.

Heute hier, morgen dort

Nachdem das Cuxhavener Wetter sich am vorgestrigen Anreisetag noch von seiner besten, schwül-warmen und sonnigen Seite gezeigt hatte, bot der frühe Morgen gestern eher ein aus dem vergangenen Jahr gewohntes Bild.

Cuxhaven im Gewitterregen.

Davon ließen wir uns aber nicht schrecken, und nachdem die Welt sich wieder trockener zeigte, konnten wir ein Frühstück mit Blick auf die See - und natürlich mit Franzbrötchen! - einnehmen, das erste und zugleich für einige Tage auch erst einmal wieder letzte.

Gedeckter Frühstückstisch.
"Heute hier, morgen dort" vollständig lesen

"Der vor uns hat dasselbe Navi"

Das von mir sehr geschätzte Navi TomTom GO LIVE 1015 glänzt nicht nur mit guter Routenwahl und sehr verlässlichen Zeitschätzungen, sondern auch durch die Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage, die aus einer Vielzahl von Quellen gespeist wird und nicht nur die Autobahnen, sondern auch bspw. große Städte abdeckt und Störungen meist sehr exakt wiedergibt. Sehr zeitnah wird dann eine mögliche Alternativroute vorgeschlagen. Als Manko mag man allenfalls eine leichte Tendenz zur Überoptimierung der schnellsten Route sehen, die manchmal zur Auswahl eher ungewöhnlicher, durchaus auch einmal verwinkelter oder sehr schmaler Straßen führt.

Die beiden letzten Punkte zusammen führten auf der gestrigen Fahrt hoch an die Nordsee zu einer einigermaßen skurrilen Situation.

Hatte das Navi uns zunächst nach vielen hundert Kilometern praktisch staufreier Strecke durch eine plötzlich eingeblendete Verzögerung von zunächst rund 90 und dann 116 (!) Minuten verschreckt, bot es kurz danach eine alternative Route an, die den Zeitverlust auf eine knappe Viertelstunde eindampfen sollte. Diese Möglichkeit haben wir natürlich genutzt und die A7 kurz vor dem Stau - wie sich herausstellte: aufgrund einer sich schließlich über viele, viele Stunden erstreckenden Voll- bzw. Teilsperrung in beiden Fahrtrichtungen nach einem Unfall in einer Baustelle mit einem quer über der Leitplanke liegenden Lkw - verlassen und den Stau umfahren. Dabei lotste das Navi uns dann in der Gegend um Northeim von der B3 auf immer obskurere Nebenstrecken und schließlich um einige Kurven über eine schmale, nur in einer Fahrtrichtung gleichzeitig befahrbare Brücke auf eine Art Feldweg (aber offiziell für den Verkehr freigegeben!), der irgendwann wieder auf eine Landstraße mündete und uns schlussendlich auch hinter dem Stau wieder auf die Autobahn zurückführte.

Soweit ist daran eigentlich nichts skurril - wären wir alleine gewesen.

Tatsächlich befuhr diese obskure Route, auf die sicherlich niemand ohne langjährige Ortskunde gekommen wäre, aber ein Konvoi von mindestens drei Fahrzeugen aus - den Kennzeichen nach - Hamburg, Stuttgart und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg (Korbach). An jeder Kreuzung, jeder Abzweigung zunehmend gespanntere Erwartung - aber jedesmal fuhr der Kleinbus vor uns und der Pkw hinter uns in exakt dieselbe Richtung weiter wie auch wir das taten. Man darf daraus dann wohl schließen, dass wir alle dasselbe Navi im Einsatz hatten … :-)

Wellenreiten 06/2015

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im Juni 2015 kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

Tips, Tricks & Tech

Softwareentwicklung

Sicher im Netz

Recht

Interessantes aus der (Populär-)Wissenschaft

  • Ralf Neumann: Bonanza-Journals
    Wie (Dr.) Hoss Cartwright (vom Ponderosa Institute of Bovine Research), bekannt auch aus der Serie “Bonanza”, es in die “Scientific Advisory Boards” diverser “wissenschaftlicher” Journals geschafft hat.

  • Thomas Steinschneider: Lügen aus heiterem Himmel
    Zur Beurteilung von Satellitenbildern.

Presseschau: Skurriles, Schönes oder sonstwie Lesenswertes im Blätterwald

Allerlei

Presse und Medien

Online-Communities und Social Media

Schule

Kirche

Sehenswertes

Meine Blogroll wächst

Im vergangenen Monat habe ich folgende Blogs neu abonniert:

Deutscher Evangelischer Kirchentag 2015

In der vergangenen Woche fand in Stuttgart der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag 2015 statt.

Bildquelle: Kirchentag (© DEKT/Nadine Malzkorn)

Ich hatte leider nur wenig Zeit, aber doch Gelegenheit, an der einen oder anderen öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen. Neben allem anderen, was zum Geist einer solchen christlichen Großveranstaltung gehört, ist mir aber besonders das Verhalten der Teilnehmer - angenehm - aufgefallen.

Normalerweise sind Großveranstaltungen mit einer solchen Teilnehmerzahl nicht nur - ha! - groß und laut und bringen nicht selten Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern oder Teilnehmern und Dritten mit sich, sie hinterlassen auch Unmengen an Müll, weil sich der postmoderne Weltenbummler über solchermaßen spießbürgerliche Sekundärtugenden wie das Mitnehmen oder Entsorgen des eigenen Abfalls längst erhoben hat - eine Erkenntnis, die man im übrigen auf jeder Bahnreise neu gewinnen kann. Nicht so auf dem Kirchentag: als ich mich umdrehte, weil ich hinter mir eine Plastikflasche zu Boden fallen hörte, hatte sie der Verlierer schon wieder aufgehoben. Danach habe ich einmal bewusst auf den Boden der Veranstaltungsorte (unter freiem Himmel) geachtet und festgestellt, dass sich dort tatsächlich trotz vieler tausend Besucher und Passanten kaum Abfälle finden.

Und diese (ungewohnte) Rücksichtnahme aufeinander und auf andere zog sich durch die ganze Veranstaltung, durch die gemeinsame Nutzung von Liedzetteln, durch das Teilen des Feuers für das Anzünden der Kerzen beim Abendsegen, jeweils unter völlig Fremden, und nicht zuletzt auch in der Person des Skateboarders, der rechtzeitig vor dem Passieren eines der öffentlich musizierenden Chöre von seinem Board absprang und es vorbeitrug, um die leisen Passagen des Gesangs nicht zu stören.

Schön wäre es, wenn auch der Alltag mehr durch diese Rücksichtnahme, dieses - ja - Benehmen geprägt wäre.

Wellenreiten 05/2015

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im Mai 2015 kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

Tips, Tricks & Tech

Serendipity

Sicher im Netz

  • Jens Kubieziel: Browser gegen LogJam absichern
    Der Logjam-Angriff ermöglicht es einem man in the middle, Webserver und Browser bei einer TLS-verschlüsselten Verbindung dazu zu bringen, sich auf ein unsicheres Verschlüsselungsverfahren zu einigen, das dann leicht gebrochen werden kann, mit der Folge, dass die Kommunikation für den “Mittelsmann” lesbar wird. Jens schildert, wie man Browser so konfigurieren kann, dass sie bei diesem Spiel nicht mehr mitmachen.

  • Florian Maury: The “Indefinitely” Delegating Name Servers (iDNS) Attack [PDF]

IT und Recht

(Selbst-)Organisation

Presseschau: Skurriles, Schönes oder sonstwie Lesenswertes im Blätterwald

Spieler- und Jugendschutz in Spielhallen

Nicht selten scheint “der Staat” ein gespaltenes Verhältnis zu schädlichen bzw. selbstschädigenden Verhaltensweisen zu zeigen - so besteuert er Tabakerzeugnisse (nicht zu verwechseln mit Rauchwaren!) und Alkohol und generiert auf diese Weise Einnahmen, versucht aber zugleich, die Jugend (und zunehmend auch die erwachsene Bevölkerung) vor den schädlichen Folgen des Tabak- und des übermäßigen Alkoholkonsums zu bewahren. (Andererseits übt er so natürlich auch eine steuernde Wirkung nicht nur auf das Preisniveau aus.) Ähnlich sieht es im Umgang mit dem Glücksspiel aus: der Staat konzessioniert oder betreibt Spielbanken und/oder Lotterien bzw. verdient an diesen mit, versucht aber andererseits - auch dies zunehmend -, durch entsprechende Regelungen der Spielsucht entgegenzuwirken.

War dies in früheren Zeiten im wesentlichen auf die strafrechtlichen Vorschriften der §§ 284, 285 StGB beschränkt, so benennt der “Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland” mit dem neckischen Kürzel GlüStV bzw. der aktuelle Erste GlüÄndStV die Verhinderung des “Entstehens von Glücksspielsucht und Wettsucht” als das erste seiner gleichrangigen Ziele, gefolgt von dem Ziel, “den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken” und “den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten”. Infolgedessen sehen der Staatsvertrag und die entsprechenden landesrechtlichen Regelungen nicht nur umfangreiche Aufklärungspflichten (§ 7 GlüÄndStV), sondern auch ein zentrales Sperrsystem zum Schutz der Spieler vor ihrer möglichen Spielsucht vor.

So verlangt bspw. das Bremische Spielhallengesetz (BremSpielhG)

  • eine Ausweis- oder vergleichbare Kontrolle zur Gewährleistung der Volljährigkeit der Spieler vor Gewährung des Zutritts zur Spielhalle (§ 3 BremSpielhG) und

  • die Einführung umfangreicher Maßnahmen zum Spielerschutz (§ 4 BremSpielhG)

und verbietet (§ 6 BremSpielhG) u.a.

  • den Ausschank von alkoholischen Getränken oder das Angebot von Speisen,
  • die Gewährung von Kredit und
  • die Gestattung einer Spielteilnahme Spielsüchtiger.

Nun ist bekanntlich die Schaffung von Regelungen gut, aber deren tatsächliche Umsetzung bleibt entscheidend. Also stellt sich die Frage, inwieweit Spielhallenbetreiber diese zum einen teilweise sehr bürokratischen und zum anderen ihren Geschäftsinteressen zuwiderlaufenden Vorgaben wirklich umsetzen. Dieser Frage ist das Institut für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen mit einer in “Sucht” 2015, 9-18 veröffentlichen Studie nachgegangen. Es wurden im Rahmen des experimentellen Praktikums innerhalb des Psychologie-Studiums Studenten als Testspieler in insgesamt 29 (auswertbaren) Fällen in verschiedenen Spielhallen eingesetzt.

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nanoc 4.0.0 beta 1

Bereits mehrfach hatte ich über nanoc berichtet, dessen Entwicklung nunmehr wieder mit Elan fortschreitet.

Seit einigen Tagen gibt es die erste Beta-Version von nanoc 4.0 mit bereits teilweise angepasster Dokumentation - und obwohl dieses Release eigentlich keine neuen Features enthalten, sondern nur den Code für zukünftige Veränderungen vorbereiten soll, gibt es einige Neuigkeiten zu vermelden:

  • In den Rules können nunmehr erweiterte Platzhalterzeichen (Globs) verwendet werden. Gab es bisher nur die Möglichkeit, * und + zu verwenden, bspw. in der Form /projects/*/, gibt es in nanoc 4.0 neue Möglichkeiten wie * contra ** oder Zeichensätze wie [abcdefg] oder auch Auswahllisten wie {foo,bar}. Vermutlich wird das der neue Default.

  • Von manchem lange erwartet gibt es in der neuen Version zwei verschiedene Formate für Items, also einzelne Quelltextdateien: full format (neu) und stripped format.

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Serienfieber

In den letzten Wochen war ich abends oft zu geschafft - oder fühlte mich jedenfalls so -, um noch größere intellektuelle Leistungen zu vollbringen; so fand ich mich des öfteren im Fernsehsessel wieder.

Unter anderem habe ich dabei gesehen:

  • die Staffeln 9 und - gerade noch laufend - 10 von Criminal Minds,
  • das mittendrin abgebrochene Spin-Off Criminal Minds - Team Red,
  • die Staffeln 10 und 11 von NCIS und schließlich
  • die - ebenfalls noch laufende - Staffel 1 von Stalker.

Für die nächsten Wochen liegt dann hier die 6. Staffel von The Mentalist auf Vorrat …

Schwächelndes Navigationsgerät

Seit einigen Wochen - aufgefallen ist es mir zum ersten Mal auf dem Weg zum Frühjahrsfachgespräch der GUUG - machte mein Navi, das bis dato sehr geschätzte TomTom GO LIVE 1015, zunehmend Spirenzchen: insbesondere schaltete es sich während der Eingabe einer Route einfach ab. Zunächst hatte ich mir darüber keine Sorgen gemacht, sondern das Gerät einfach mal - am heimischen Rechner via USB - gründlich geladen, und das schien auch erfolgreich gewesen zu sein: eine Fahrt von Stuttgart nach Mainz und zurück und danach einen Abstecher nach Mannheim (und zurück) machte das Navi weitgehend klaglos mit.

Wenige Tage später jedoch trat das Gerät auf einer längeren Fahrt wieder in den Streik: es schaltete schon beim Versuch der Zieleingabe ab. Beließ man es während der Fahrt einige Zeit in ausgeschaltetem Zustand am Steckerladegerät, ließ es sich danach zur Mitarbeit überreden, jedoch nur kurz - erst nur einige wenige Sekunden, gerade so ausreichend zur Auswahl des Fahrtziels, später dann auch einmal mehrere Minuten, manchmal fast eine Viertelstunde, dauerhaft jedoch nie. Sehr unschön, wenn die Bahn gerade bestreikt wird und die Verkehrssituation sich dementsprechend unschön darstellt - da wären aktuelle Informationen über die Verkehrslage und entsprechende Routenvorschläge sehr hilfreich gewesen. :-/

Nachdem das Problem offenbar die (nicht ausreichende) Akkuladung war, habe ich verärgert Google und Konsorten bemüht - und war danach schockiert: eine Vielzahl von Einträgen schilderte mehr oder weniger meine Symptome (einschließlich manchmal angezeigter Fehlermeldungen, einschließlich der manchmal fehlenden Onlinedienste) und bezog sich auf ein fehlerhaftes Update, das offenbar den Akku beschädigte, so dass er nicht mehr ausreichend durchhielt! Als Abhilfe wurden - mehr oder weniger erfolgreiche - Kontaktaufnahmen mit dem Support (während der in meinem Fall sicherlich abgelaufenen Garantiezeit) oder der - meine handwerklichen Fähigkeiten mit Sicherheit überfordernde - Austausch des Akkus genannt. :-( Andererseits stammten diese Berichte im wesentlichen aus den Jahren 2011 und 2012, und an ein Firmware- oder Software-Update in letzter Zeit konnte ich mich ohnehin nicht erinnern. Aber vielleicht war der Akku einfach ausgelutscht?

Nach längerem Nachdenken fiel mir dann auf, dass ich vor einiger Zeit den zerbrochenen und zunächst notdürftig mit Klebeband geflickten Stecker für den Zigarettenanzünder (bzw. den fahrzeuginternen Stromanschluss - Zigarettenanzünder findet man in neueren Fahrzeugen ja ebenso wenig wie Aschenbecher) durch einen neuen Stecker ersetzt hatte, der sich sogar als Schnellladegerät apostrophierte. Und wenn es daran lag? Die Symptome würden passen; offenbar reichte der Ladestrom während der Fahrt ja noch nicht einmal zum Betrieb, geschweige denn zum Aufladen des Akkus …

Also das Navi noch einmal am Rechner via USB geladen, festgestellt, dass der Akku sich laden lässt und die Ladung auch zu halten scheint, für die nächste Fahrt flugs wieder einen normalen Ladestecker verwendet … und heureka, das Navi wird während der Fahrt wieder geladen und arbeitet so wie zuvor!

Große Erleichterung - jetzt fühle ich mich dem Verkehr auf den Straßen und dem Auffinden aller denkbaren Ziele wieder gewachsen! :-)

Wellenreiten 04/2015

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im April 2015 kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

Tips, Tricks & Tech

Sicher im Netz

  • Chris Palmer: About Public Key Pinning
    Public Key Pinning (RFC 7469) ermöglicht es, eines oder mehrere SSL-/TLS-Zertifikate aus der Zertifikatskette einer Website als “muss zwingend vorhanden sein” vorzugeben. Ist keines dieser “zwingenden” Zertifikate mehr in der Kette vorhanden, lehnt der Client einen Zugriff mit einer Fehlermeldung ab. Auf diese Weise kann das Risiko der böswilligen Ausstellung falscher Zertifikate durch irgendeine CA vermindert werden.

  • Mario Heiderich: Copy & Pest [PDF]
    “A case-study on the clipboard, blind trust and invisible cross-application XSS”

Science & Fiction

Presseschau: Skurriles, Schönes oder sonstwie Lesenswertes im Blätterwald

Meine Blogroll wächst

Im vergangenen Monat habe ich folgende Blogs neu abonniert:

nanoc und MySQL

Ein static site generator wie bspw. nanoc erzeugt, wie der Name schon sagt, im wesentlichen statische Seiten ohne - zumindest serverseitige - dynamische Elemente, oder schlicht: HTML-Dateien. Dennoch ist es möglich, solchen Webpräsenzen eine begrenze “Dynamik” zu verleihen, und dies nicht nur durch Einbindung von Drittanbieter-Diensten wie bspw. der Kommentar- und Diskussionsplattform Disqus - soll sich der Inhalt einer oder mehrerer Seiten ändern, müssen sie eben neu generiert werden.

Üblicherweise wird die Neugenerierung immer dann (manuell) veranlasst, wenn eine neue Seite oder ein neuer Beitrag (in einem statisch generierten Blog) verfasst oder ein bestehendes Quelldokument verändert worden ist. Jedoch kann eine Neugenerierung der Seiten auch angestoßen durch externe Ereignisse erfolgen. Man könnte bspw. immer dann, wenn ein neuer Beitrag eines bestimmten Accounts auf Twitter veröffentlicht wird, diesen Tweet in die Webseiten einbinden und dann die dadurch veränderten Seiten neu generieren - oder, bspw., einen RSS-Feed regelmäßig (täglich, stündlich, …) auslesen und bei einer Änderung die betreffenden Seiten der (eigentlich statischen) Webpräsenz neu generieren und auf diese Weise einen Newsticker einbinden, der allerdings nicht in Echtzeit “tickt”. Sehr häufig ist eine solche Echtzeit-Aktualisierung aber auch gar nicht nötig, weil sich Änderungen ohnehin nur in größeren Zeitabständen ergeben und es unschädlich ist, wenn sie mit einer gewissen Verzögerung angezeigt werden. So bindet bspw. der CCCS in seinen durch nanoc erzeugten Webseiten die Tweets des Accounts @cccs ebenso ein wie eine Übersicht der Blogbeiträge von Aktiven des Vereins. Die entsprechenden Daten werden in regelmäßigen Abständen ausgelesen, danach werden dann - wenn erforderlich - die betreffenden Webseiten neu erzeugt.

Die Dynamik lässt sich aber noch deutlich weiter treiben.

"nanoc und MySQL" vollständig lesen

nanoc: Auswahl des Templates via YAML

Nicht selten lassen sich die meisten Seiten einer Webpräsenz aus demselben Template erzeugen, wohingegen einige Ausnahmefälle einer Sonderbehandlung bedürfen - bspw. die Startseite oder landing page, die oft anders gestaltet ist als der Rest der Webseiten, und sei es nur, dass sie keine oder andere Navigations-Elemente aufweist oder mehrspaltig statt einspaltig (oder umgekehrt) dargestellt werden soll.

Mag es bei der Verwendung von nanoc für eine singuläre Ausnahme noch sinnvoll sein, sie explizit in die - bereits erläuterte - Rules-Datei aufzunehmen, gibt es für diese Aufgabenstellung eine sehr einfache Lösung: ein abweichendes Template kann nämlich im YAML-Metadatenblock jeder Seite angegeben werden.

Sollen nun die Webseiten einer Präsenz normalerweise das Template namens default verwenden, die Startseite aber das Template startpage, so erhält die Quellcode-Datei der Startseite einen entsprechenden Eintrag in ihre YAML-Metadaten, bspw. template: startpage, und die Rules-Datei erhält dann im compile-Block an der passenden Stelle - statt layout 'default' - die Anweisung layout item[:template] || 'default'.

Man kann auch - wie es der CCCS tut - die Variante “gar kein Template” direkt mit aufnehmen:

  1. if item[:template]!=‘none’
  2.   layout item[:template] || ‘default’
  3. end
tweetbackcheck