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Bücher tauschen mit Bookmooch

Ich gehöre ja zu den Menschen, die - noch und weiterhin - gerne Bücher kaufen (und nicht nur E-Books lesen), und die diese Bücher dann auch gerne behalten, sammeln und ins heimische Regal stellen. Mancher sagt auch, ich würde sowieso fast alles sammeln und könnte mich nur schwer trennen. :-)

Manchmal - gar nicht so selten - gibt es aber auch Bücher, die man zwar ganz gerne einmal liest, aber nicht unbedingt behalten muss und aller Voraussicht nach auch kein zweites Mal in die Hand nimmt, von den Büchern, die man retrospektiv auch beim ersten Mal nicht zwingend hätte in die Hand nehmen müssen ganz abgesehen. Ungern würde ich auch solche Bücher in die Papiertonne entsorgen, also fragt sich dann, wohin damit. 2006 habe ich mit dem Büchertauschdienst Bookmooch für mich eine Antwort auf diese Frage gefunden.

Das Prinzip eines solchen Tauschdienstes ist einfach: man stellt die Bücher ein, die man gerne abgeben möchte, und schaut sich nach Büchern um, die man gerne haben wollen würde. Für das Abgeben von Büchern - und, bruchteilsweise, auch für das Einstellen derselben - gibt es Punkte, und diese Punkte kann man dann wiederum einsetzen, um Bücher von anderen Mitgliedern zu ordern. Bookmooch unterscheidet sich dabei insofern von anderen Anbietern, als die Teilnahme kostenlos ist; es sind keinerlei Gebühren o.ä. an den Plattformbetreiber abzuführen, dieser stellt Hardware und die selbst entwickelte Applikation sowie den Pflegeaufwand frei und ehrenamtlich zur Verfügung und nimmt allenfalls Spenden entgegen.

Das Prinzip gefällt mir sehr gut - und aufgrund des Non-Profit-Ansatzes sehr viel besser als die deutschen Alternativen wie z.B. Tauschticket oder Hitflip. Allenfalls Tauschgnom scheint gleichfalls kostenlos zu arbeiten. Außerdem sind sowohl die Technik für das Einstellen der Bücher - die primär auf die Eingabe der ISBN und nachfolgende Ergänzung der Daten über Schnittstellen zu Amazon pp. aufbaut und auch eine Massenverarbeitung erlaubt - als auch das Punktesystem m.E. funktional und ausgefeilt. Schade nur, dass der Anteil der deutschen Nutzer vergleichsweise gering und (jedenfalls mittlerweile) auch wenig aktiv ist. Im wesentlichen läuft der Austausch nach meinem Eindruck international mit englischsprachigen Büchern. Dazu kommt natürlich, dass die Portokosten gerade vielen angelsächsischen Nutzern den internationalen Versand vergällen und die zunehmende Verbreitung von E-Books das Tauschmaterial ausdünnt. Auch ich habe mir überlegt, dass es wohl sinnvoller ist, ein Buch, das man voraussichtlich ohnehin nur einmal lesen möchte und nicht in den Schrank stellen würde, direkt als E-Book zu ordnern (jedenfalls ein wenig preisgünstiger und sofort ausgeliefert) als später das physische Buch wegzutauschen.

Andererseits sind die anfallenden Portokosten beim Versand als Büchersendung bzw. Buch international in Deutschland sehr gering; der außerdeutsche Versand kostet auch weltweit nur 3,- € bzw. 5,- €, und ich habe ein gutes Gefühl dabei, meine Regale von nicht mehr benötigen Büchern befreien zu können und dabei noch jemand anderen ab und an eine Freude bereiten zu können.

Vielleicht ist Bookmooch - oder ein Pendant - auch für den einen oder anderen Leser unter meinen Lesern eine Überlegung wert. Das Projekt verdient jedenfalls Anerkennung (und Förderung).

Tag 5 und 6 an der See

Nach dem kurzen Abstecher nach Nordholz am Dienstag führte uns der Weg am Donnerstag zum “Tor zur Welt” nach Hamburg - immer eine (Zug-)Reise wert. Nach kurzem Kampf mit dem Automaten - offenbar hat die Bahn seit meiner letzten Reise die Benutzerführung komplett überarbeitet - spuckte dieser dann ein passendes Ticket, einschließlich einer Tageskarte für den HVV (Großbereich, Ringe A und B), aus, und vor der Tür stand schon ein Metronom im “Nordsee-Takt” zur Abfahrt bereit, so dass dem Aufbruch nichts mehr im Wege stand.

Am Ziel der Fahrt angekommen ließ sich die Zeit bis zu unser Abendverabredung gut füllen mit einem Spaziergang an der Alster entlang und durch die Stadt, einem leckeren Kaffee - mit Blick auf die Abriss-Baustelle am anderen Ufer direkt gegenüber - und schließlich einem Fußmarsch zu den Landungsbrücken (rückblickend hätte ich vielleicht dem Vorschlag folgen sollen, man könne auch mit der U-Bahn dorthin gelangen). Nachdem ich das Museumsschiff “Cap San Diego” bereits von einer gemeinsamen Besichtigung 2007 im Rahmen von Canossa IX kannte, haben wir uns diesmal die “Rickmer Rickmers” angesehen, die auch interessante Ausstellungen in ihren unteren Decks beherbergt.

Das Segelschiff Rickmer Rickmers.
Museumsschiff “Rickmer Rickmers”

Pünktlich um kurz vor 18 Uhr waren wir dann an der U-Bahn-Haltestelle “St. Pauli”, wo wir schon erwartet wurden, und haben uns für die nächsten Stunden ins “Herzblut” begeben, um dort ein leckeres großes Steak zu verspeisen und sowohl die “Happy Hour” als auch die “Jumbo Happy Hour” zu nutzen. Es wurde ein durchaus lustiger Abend - inzwischen habe ich dem Netz auch die Hintergründe der Initiative “Lieber mit Gummi”, die uns zunächst etwas irritierte, entnommen -, bis wir schließlich um kurz nach elf den letzten Zug heimwärts bestiegen. Irgendwann kurz nach 1 Uhr waren wir glücklich zuhause, und irgendwann später im Bett …

Dementsprechend spät war der Start in den Tag am Freitag, und dementsprechend gemütlich der Tagesverlauf. Es ist gar nicht schlecht, wenn man auch einmal dazu kommt, in Ruhe eines der vielen mitgebrachten Bücher zu lesen. Auf die Beteiligung an einer nachmittäglichen Radtour habe ich dann auch verzichtet; vielleicht gar keine schlechte Entscheidung, denn zwischendurch begann es - natürlich! - wieder zu regnen. Das war im übrigen am Donnerstag eine ganz bemerkenswerte Ausnahme: es blieb den ganzen Tag über trocken. In Hamburg jedenfalls; wie wir hörten, galt dies nicht gleichermaßen für die Küste. :-)

Einen leckeren Abschluss fand der Tag bei Hamburger und Rigatoni all’arrabbiata mit Kabeljau im Bistro Kamp’s.

Generatoren für statische Websites

Ganz früher bestand eine Homepage, bestanden Webseiten allgemein im wesentlichen aus HTML-Dokumenten. Auf dem Weg zum Web 2.0 kamen zunächst CGI-Scripts für bestimmte Anwendungen auf; insbesondere aber mit der Verbreitung von PHP wurden Webseiten deutlich interaktiver. Blogs, Gästebücher, Kontaktformulare wären anders auch kaum vorstellbar. Nicht immer aber ist Interaktivität wirklich erforderlich. Manche eigentlich statische Seite wird nur deshalb dynamisch via PHP - oder auf vergleichbare Weise - erzeugt, weil es so bequem ist, die Erstellung einer Navigation und der Grundstruktur der Seiten zu automatisieren und Änderungen nur an einer Stelle vornehmen zu müssen. Das kann durch Installation eines CMS - oder eines dafür “zweckentfremdeten” Blogs oder Wikis - erfolgen; man kann auch wie ich schlicht die bisherigen HTML-Dokumente durch PHP-Scripts ersetzen, die im wesentlichen nichts anderes tun als vorgefertigte Funktionen für die Generierung des Seitengerüsts und der Navigation aufzurufen und ansonsten praktisch nur aus HTML bestehen. Meistens wäre es aber eigentlich gar nicht erforderlich, die Webseiten für jeden Aufruf neu zu generieren, weil sie sich nicht oder doch nur selten ändern. Ausreichend wäre es vielmehr, die Erstellung der an und für sich statischen Seiten aus Vorlagen - Templates - zu automatisieren und dabei ggf. auch automatisch die nötige Navigation zu erstellen.

Das leisten - in verschiedensten Variationen - static site generators, also Scripts oder Programmpakete, die man mit Schablonen (Templates) und Inhalten füttert und die daraus - ergänzt um eigene Programmschnipsel - die fertige Website erstellen. Vorteilhaft daran ist, dass die Webpräsenz im wesentlichen aus statischen HTML-Seiten bestehen kann, nur dort durch Scripts ergänzt, wo das auch tatsächlich für Interaktivität notwendig ist. Auf dem Webserver wird die Last deutlich verringert, weil nicht für jeden Seitenaufruf ein PHP-Interpreter gestartet werden muss; auch bestehen weniger Angriffsmöglichkeiten, weil kein ausführbarer Code mehr “live” auf dem Webserver laufen muss. Eine gewisse Interaktivität lässt sich auch durch tägliche, halbtägliche oder sogar stündliche Neuerzeugung der Webseiten erreichen; das macht für ein Forum oder auch ein Blog mit Kommentaren sicher wenig Sinn, aber wenn “nur” ein RSS-Feed oder die aktuellsten Tweets eingeblendet werden sollen, reicht das oft aus. Zudem lassen sich bspw. Kommentare auch durch externe Systeme wie Disqus vermittels Javascript einbinden.

Das Angebot an solchen Generatoren ist - wie bei Blogs, Wikis, CMS, Bugtrackern usw. - einigermaßen unüberschaubar geworden, wie man einer beliebigen Liste von Static Site Generators entnehmen kann. Gute Erfahrungen habe ich mit nanoc gemacht, mit dem auch der CCCS seine Website generiert; Jekyll wird bspw. bei GitHub genutzt, um dort Webseiten - direkt aus Git heraus - zu generieren. Der einzige Nachteil bei beiden ist ggf., dass sie in Ruby geschrieben sind und daher eigene Scripts und Erweiterungen sinnvollerweise ebenfalls in dieser Sprache zu halten sind. :-)

Das Grundprinzip ist bei allen Generatoren immer dasselbe: Es wird ein Grundgerüst für die Seiten in Form eines oder mehrerer Templates aufgebaut, gerne in HTML 5 und “responsive”, die dabei Platzhalter oder sogar entsprechend fortgeschrittenere Funktionen enthalten. Das Design erfolgt über CSS, wobei auch CSS-Präprozessoren wie LESS oder SASS zur Anwendung kommen können. Die einzelnen Webseiten schließlich können als HTML-Dokumente, aber besser noch in einfacheren Auszeichnungssprachen wie MarkDown, Textile, Asciidoc usw. angelegt werden. Dann gibt es in der Regel noch eine Konfigurationsdatei, aus der sich ergibt, wie die einzelnen Bausteine - Templates, CSS, Seiteninhalte - “bearbeitet” und zusammengefügt werden sollen. Aus diesen Anweisungen und Bausteinen generiert der Site Generator dann statische HTML-Dokumente (oder auch PHP-Scripts, oder Dokumente, die Javascript enthalten, oder …). In der Regel sind dabei eine Vielzahl von Filtern zur Interpretation von Markdown, LESS und Co. bereits enthalten; die eigenen Seiten und Designs lassen sich daher quasi aus einem Baukasten zusammensetzen, zumal als Basis für das Grundgerüst der Seiten auf Systeme wie Bootstrap oder HTML5 Boilerplate zurückgegriffen werden kann, die eigene Schriftarten, Icons und/oder Javascript direkt mitbringen oder zumindest entsprechende Anregungen enthalten. Mit verhältnismäßig wenig Aufwand lassen sich so die eigenen Inhalte hübsch, technisch modern und auf den verschiedensten Geräten vom Smartphone über das Tablet bis zum Laptop oder großen Desktopbildschirm ansehnlich darstellen.

Wenn man möchte, kann man auch die Quelldokumente in einem Versionsverwaltungssystem wie Git verwalten und bei jeder Änderung daraus automatisch eine neue Version der Webseiten erzeugen. Auf diese Weise ist ein Blogbeitrag, aber auch eine neue Seite der eigenen Homepage schnell in Markdown geschrieben, mit einem Vorspann - mit den notwendigen Informationen wie Titel, Autor, Erstellungsdatum, Typ pp., bspw. in YAML - versehen und im Git-Repository gespeichert; daraus erzeugt dann der Generator automatisch die neue Seite und passt - gleichfalls automatisch - alle davon betroffenen anderen Seiten (Inhaltsverzeichnis/Sitemap, Navigation, RSS-Feed, …) an und erzeugt sie, soweit nötig, neu.

Ich finde das sehr praktisch für alle Anwendungsfälle, die keine “Webapplikation” darstellen, sondern im wesentlichen statische Inhalte enthalten, die sich nicht minütlich oder stündlich, sondern eher täglich, wöchentlich oder auch nur alle Jubeljahre einmal ändern. Durchaus lässt sich aber auch ein Blog so betreiben, wenn man denn die interaktiven Elemente wie Kommentare pp. “outsourced”, bspw. an Anbieter wie Disqus. Mit ausreichend Zeit - ja, genau da liegt der Knackpunkt … :-) - plane ich, zumindest einige der von mir betreuten Webseiten in der Zukunft entsprechend umzustellen.

Tag 4 an der See

Ich neige mittlerweile zu der Auffassung, dass das Wetter hier gar nicht wirklich schlecht ist - es ist nur so furchtbar unzuverlässig.

Zwar hat es heute - zufällig - zu dem Zeitpunkt des allmorgendlichenvormittäglichen Fototermins geregnet, aber das hat es an den anderen Tagen zu anderen Zeiten auch. Und danach - als die Entscheidung gegen einen längeren Ausflug hoch zu Rade gefallen war - wurde das Wetter auch wieder besser. Man mochte sich nur nicht so recht darauf verlassen.

Zu Recht, wie sich im Verlauf längerer (Strand-)Spaziergänge ergab. Der Weg zum Hafen hin und dort herum war etwas kühl, aber trocken und sogar recht windstill; auf dem Rückweg wurden wir dann durch einen längeren, aber nicht sehr intensiven Schauer einigermaßen durchnässt. Ein längerer Spaziergang vor dem Abendessen fand sogar im strahlenden Schein der Abendsonne statt, mit tollen Wolkenbildern und Lichteffekten; auf dem kurzen Rückweg hat uns dann ein sehr heftiger Regenschauer, der nur wenige Minuten - ich möchte sagen: bei weitem keine fünf - andauerte, bis auf die Haut durchnässt. Danach war - und blieb - es wieder längere Zeit trocken.

Aber das Wetter ist eben letztendlich so, wie es ist. :-)

MarkdownPad

Über Markdown habe ich in diesem Blog schon mehrfach geschrieben. Ich nutze diese simple Auszeichnungssprache nicht nur für meine Blogbeiträge, sondern auch für FAQs, die sowohl als einfacher Text - bspw. für Postings im Usenet - als auch als HTML - bspw. im Web - veröffentlicht werden sollen, als Quelle für daraus generierte Webseiten oder bei Anbietern, die gleichfalls auf diese Auszeichnungssprache setzen, wie bspw. Github.

Bislang habe ich Markdown in meinem Standardeditor Sublime Edit 2 verfasst (oder ggf. in Notetab Pro), schließlich handelt es sich letztlich um einfachen Klartext, und den Text dann veröffentlicht und notfalls einmal nachbearbeitet. Wenn ich einmal wirklich eine Vorschau sehen wollte, habe ich einen der im Web vorhandenen Online-Konverter wie Markdown Live Preview benutzt, bei dem man links in ein Fenster seinen Text einfügen kann und der rechts daneben dann live die Umsetzung in HTML darstellt. Wenn man allerdings mit einer langsamen Internetanbindung irgendwo an der Küste sitzt - oder gar offline arbeiten möchte -, ist das kein optimaler Workflow. :-)

Daher bin ich jetzt - nach kurzer Suche über Google - auf den Markdown-Editor MarkdownPad 2 gestoßen, der einem im Prinzip das, was Markdown Live Preview online kann, offline bietet: links der Text in Markdown, rechts daneben das gerenderte HTML. Außerdem gibt es die bereits sattsam aus Web-Editoren wie in Wikis oder Blogs bekannten Buttons, mit denen man das entsprechende Markup generieren kann - eigentlich nicht nötig, weil das schöne an Markdown ja gerade ist, dass man es ganz natürlich tippen kann, aber mal ganz praktisch, wenn man nach einer Schaffenspause mal wieder ein spezielleres Markup vergessen hat und sich den Ausflug zu einer Syntaxübersicht sparen möchte. Außerdem kann man auf einfache Weise das generierte HTML direkt exportieren, wenn man das möchte.

MarkdownPad ist kostenlos; die 15 Dollar teure “Professional”-Version beherrscht u.a. Tabellen in Markdown Extra und den Export in ein PDF. Ich finde das sehr praktisch und werde dieses Tool zukünftig für meine Markdown-Texte verwenden.

Tag 3 an der See

Überraschend gutes und noch dazu - rückblickend - stabiles Wetter überraschte uns heute. Hätten wir am morgen schon gewusst, wie der Tag werden würde, hätten wir vielleicht die geplante Radtour gemacht, aber so ging es dann eben motorisiert zum Aeronauticum nach Nordholz. Das Luftschiff- und Marinefliegermuseum liegt direkt an der Einfahrt zum Stützpunkt der beiden verbliebenen Marinefliegergeschwader (MFG) 3 (Aufklärungsflugzeuge) und 5 (Hubschrauber); ich muss sagen, dass die Marine alle Kampfjets an die Luftwaffe abgegeben hat, war mir neu. Unabhängig davon trägt das MFG 3 nicht umsonst den Namen “Graf Zeppelin”; die Dauerausstellung im Aeronauticum gibt einen spannenden Einblick in die Geschichte der zivilen wie militärischen Luftschiffahrt, mit Fotos, vielen liebevoll gestalteten Modellen und reproduzierten Original-Plänen und -Schriftstücken. Ebenso interessant wie das Museum sind die Ausstellungsstücke im Freigelände: Hubschrauber und Flächenflugzeuge der Marine von den 50er Jahren bis zum Ende des letzten Jahrhunderts, darunter Aufklärer von der Fairey Gannett bis zur Breguet Atlantic, aber auch zwei Tornados. Insgesamt kann man dort gut einige Stunden verbringen mir Lesen und Schauen verbringen.

Pünktlich zur Rückkehr änderte sich dann allerdings die Wetterlage und ging in heftige Regenschauer über; vielleicht war es unter diesem Gesichtspunkt doch ganz gut, nicht das Fahrrad genommen zu haben. Auch später, auf dem Weg zum Abendessen, gab es mal einen heftigen Schauer, aber insgesamt blieb es doch dazwischen angenehm trocken, bis uns dann am späten Abend fernes und nicht mehr ganz so fernes Wetterleuchten zur Rückkehr von unserem Spaziergang bewegte.

Das Aeronauticum von oben
Das Aeronauticum von oben gesehen.
© Ralf Roletschek - Lizenz: CC-by-3.0-unported

Druckertreiber für HP LaserJet 1015 unter Win7/Win8

Mir leistet seit Jahren ein kleiner, aber durchaus feiner HP LaserJet 1015 als Drucker gute Dienste. Er belegt recht wenig Platz, der Papiervorrat ist ausreichend, und man kann auch mal 100 Seiten am Stück drucken - für die heutigen Zwecke, bei denen ab und an mal ein Brief, eine Checkliste, ein Kalender oder ein Kartenausschnitt, vielleicht auch einmal ein Manuskript oder eine Reihe Handouts gedruckt werden sollen, ist das (auch von der Druckgeschwindigkeit) völlig ausreichend und mir - für Schwarzweißdruck - aus mehrerlei Gründen lieber als ein Tintenstrahldrucker, der in Gestalt eines HP OfficeJet Pro 8600 Anfang letzten Jahres auch hier eingezogen ist. Wenn doch einmal größere Druckmengen erforderlich sind, gibt es in der Regel im Büro eine Möglichkeit dafür, oder - oft sogar billiger - im Copyshop.

Problematisch ist aber die Treiberversorgung für neuere Windowsversionen. Für Windows 7 gab es - so weit ich weiß - gar keinen offiziellen Treiber, und die Treiber für Windows 8 und Windows 8.1 sind nur für den Anschluss via USB direkt am entsprechenden Rechner geeignet. Das hilft mir nicht, weil der Drucker am Linuxrechner hängt und von dort via CUPS als Netzwerkdrucker bereitgestellt wird …

Jedesmal also, wenn hier ein neuer Rechner einzieht, stehe ich neu vor dem Problem, einen Druckertreiber für den LaserJet zu installieren, und jedesmal habe ich vergessen, wie ich beim letzten Mal zu einer Lösung gekommen bin - ich erinnere mich nur daran, dass das Stunden gekostet hat, und das tut es dann auch erneut. Und jedesmal ärgere ich mich, dass ich meine Lösung dann nicht hinterher dokumentiert habe.

Daher nun dieser Blogeintrag, in dem für die Nachwelt (und vor allem für meinen nächsten Rechner!) festgehalten sei:

  • Eine Lösung ist die Installation eines anderen Druckertreibers, bspw. für einen LaserJet 3055 - es muss dann aber der PCL-Treiber sein, und das funktioniert nur unter Windows 7 mit PCL 5, nicht aber unter Windows 8 mit PCL 6; PCL-5-Treiber gibt es da nicht mehr.

  • Eine andere Lösung ist es, schlicht einen älteren Treiber auf der Webseite von HP herunterzuladen. Der “host based”-Treiber für Windows Vista funktioniert hier (zwar mit etwas Verzögerung vor dem ersten Ausdruck, ansonsten aber) beanstandungsfrei.

  • Ich habe das Gefühl, bei meinem vorletzten Rechner hätte ich noch eine andere Lösung - offenkundig auch mit einem älteren Treiber - gefunden, aber wenn das so ist, dann erinnere ich mich daran nicht mehr …

Falls zufällig jemand eine noch bessere oder anderweitig konstruktive Idee hat, bin ich im übrigen natürlich ganz Ohr!

Congstar Prepaid

Ich hatte bereits vor einiger Zeit geschildert, dass ich für den drahtlosen Netzzugang im Urlaub und auf Reisen auf einen Huawei E5331 setze, in dem eine Prepaid-Karte von Congstar mit einer aktivierten Tagesflat werkelt. Ganz richtig war mein Bericht jedenfalls zur Tagesflat aber nicht; deren Limit von 200 MB monatlich gilt nämlich nur für Vertragskarten. Bei Prepaid-Karten gibt es stattdessen für die Tagesflat ein tägliches (!) Limit von 25 MB, das ziemlich schnell aufgebraucht ist, worauf dann die Geschwindigkeit auf die üblichen 64 kb/s gedrosselt wird. Dafür ist es - zumindest neuerdings - möglich, jederzeit für weitere 99 Cent ein neues Paket mit 25 MB ungedrosseltem Datenverkehr (gültig für 24 Zeitstunden ab Abruf) zu buchen und sich auch das bereits verbrauchte Volumen anzeigen zu lassen, indem man nämlich einfach - über die entsprechende Datenverbindung - die Webseite datapass.de aufruft. Die zeigt das noch vorhandene und das verbrauchte Volumen an und bietet die Möglichkeit, mit einem Klick Volumen beliebig oft nachzubuchen. Sehr praktisch, wenn man unterwegs “nur mal eben” etwas erledigen will, kein Monatspaket für fünf, zehn oder mehr Euro buchen möchte und das knappe Inklusiv-Volumen von 25 MB nicht ganz ausreicht.

Hat man allerdings - vorhersehbar - etwas größeres vor, bspw. in einem längeren Urlaub, bei dem man bei schlechtem Wetter auch mal arbeiten und surfen möchte (und mit automatisierten Downloads bspw. von Android-Geräten im WLAN leben muss, wenn man vergisst, eben diesen zu deaktivieren), sollte man rechtzeitig (!) vorher statt der Tagesflat eines der größeren Pakete buchen. Die Kündigung der Tagesflat erfolgt nämlich zum Ablauf des Folgetages - und so lange die Tagesflat noch aktiv ist, kann kein anderes Surf-Paket mit Datenvolumen gebucht werden. Auch die Buchung erfolgt dann nicht instantan, sondern braucht etwas Zeit, bis die Bestätigung vorliegt.

Ist die Buchung allerdings gelungen, stehen - je nach Paket - 200 MB, 500 MB, 1 GB oder 3 GB für den mit Buchung beginnenden 30tägigen Abrechnungszeitraum zur Verfügung, und auch hier können beliebig oft für jeweils 5,- € Datenpakete von 200 MB (in den beiden kleineren Paketen) bzw. 500 MB (in den beiden größeren Paketen) auf dem bereits genannten Weg - oder auch per SMS - nachgebucht werden.

Tag 2 an der See

Der heutige Tag begann ähnlich wie gestern, nämlich mit meinem Ausflug zum Bäcker und danach dem Einkauf, um sodann zu einem gemütlichen Frühstück mit Meerblick überzugehen - den Blick auf die See, der sich dabei bot, hatte ich ja bereits heute morgen veröffentlicht. Allerdings blieb das Wetter nicht so trocken - deshalb haben wir beschlossen, noch ein zweites Mal zum Einkauf zu starten und neben Haushaltsausstattung - von Glühbirnen bis hin zu Öl für quietschende Scharniere - sowohl Erkältungsmittel als auch stabileres Schuhwerk (und einen Regenschirm …) zu besorgen. Auf dem Rückweg gab es dann auch schon den ersten richtig heftigen Regenschauer - danach allerdings wurde es kurze Zeit so richtig sonnig, so dass wir (nach dem Trocknen der Klamotten) die Gelegenheit zu einem Ausflug an die frische Luft genutzt haben.

Als wir dann einige Stunden später gerade zum Abendessen aufgebrochen waren, öffnete der Himmel seine Schleusen - so nass wie auf den wenigen Metern zum Auto bin ich in letzter Zeit selten geworden. Schon vor dem Ende der Fahrt aber war alles wieder täuschend friedlich und vor allem - glücklicherweise - weitgehend trocken. Den nächsten Guss haben wir dann gemütlich unter Dach und Fach bei einem schmackhaften Essen abgewartet, im Anschluss aber nach einem kurzen Abstecher an den Strand beschlossen, es für heute auch gut sein zu lassen und nicht mehr auf das Wohlwollen des launischen Wettergottes zu setzen. Immerhin steht jetzt für die nächsten Tage eine Verabredung zum gemeinsamen Essen anlässlich eines Tagesausflugs nach Hamburg, und für morgen ist der Plan, vielleicht besser einmal Indoor-Aktivitäten in den Blick zu nehmen. :-)

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