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Navigation: TomTom GO LIVE 1015

Nachdem ich im April schon einmal einen Screenshot meines aktuellen Navis gezeigt hatte, ist mir aufgefallen, dass ich über seinen Erwerb und die damit gemachten Erfahrungen noch gar nichts habe verlauten lassen, weil beides in eine meiner Blogpausen fiel …

Auch hier war ich - natürlich - mal wieder ein Late Adopter; wie bei meinem Smartphone habe ich auch lange Jahre darauf bestanden, dass Navis fürs Auto im wesentlichen überflüssig seien - doch kaum hatte ich 2006 mein erstes Navi erworben, mochte ich es nicht mehr missen. Allerdings muss ich rückblickend sagen, dass das kein wirklich glückhafter Kauf war; ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich mich über das Navman ICN 530 in den letzten Jahren geärgert hatte. Nicht nur, dass es schon nach dem Kauf keine Karten-Updates mehr gab und das Navi zunehmend Kreuzungen zeigte, wo es schon jahrelang Kreisel gibt, oder man im Freiflug über die Grünflächen unterwegs war, weil es Autobahnausfahrten noch nicht kannte - die Navigation war zunehmend ein extremes Ärgernis, weil nicht nachzuvollziehen. Nach einem besonders ärgerlichen Umweg, der zudem noch durch einen großen Stau führte, so dass wir auf einer Strecke von weniger als einer Stunde Fahrtzeit mehr als eine Stunde Verspätung sammelten, hatte ich zwar nicht meine Drohung wahr gemacht, das Ding von der nächsten Talbrücke in die Tiefe zu werfen, aber doch beschlossen, nunmehr umzusteigen.

Flugs war so im November 2011 ein TomTom GO LIVE 1015 geordert, und ich muss sagen, ich bin immer noch ausgesprochen zufrieden damit. Es braucht zwar manchmal etwas Bedenkzeit oder gar - seltener - einen harten Reset, funktioniert aber normalerweise hervorragend, sucht sehr gute, schnelle Routen heraus, und bietet gut verständliche Ansagen und Anzeigen. Dazu kommt eine Vielzahl von Zusatzfunktionen (die teilweise nach der Anfangszeit gegen Bezahlung nachzubuchen sind); dass man seine Ankunft auf Twitter veröffentlichen kann, ist für mich jetzt nicht so die Killer-Applikation, aber der Abruf von Stauinformationen - nicht nur auf Autobahnen und Bundesstraßen, sondern auch in größeren Städten, die diese Daten verfügbar machen - mit der Möglichkeit, eine Ersatzroute auszuwählen, ist ganz, ganz großartig. Zudem sind die Ankunftsschätzungen gut (eher leicht zu großzügig, wenn man wie ich doch zumeist zügig unterwegs ist, aber nicht wie beim Navmann viel zu großzügig und realitätsfern), und es gibt zudem nach Herzenslust Spielereien, die man nutzen kann. Praktisch sind insbesondere die Suche nach einem Parkplatz in Zielnähe und die einfache Möglichkeit, Favoriten zu speichern, aber auch die Möglichkeit, Kartendaten - wie die zulässige Höchstgeschwindigkeit - zu aktualisieren.

Obschon mein neues Gefährt nun auch ein eingebautes Navigationssystem hat, ziehe ich doch zumeist weiterhin mein treues GO LIVE vor; die Qualität der Routenauswahl und die Zeitschätzungen ist deutlich höher und die Karte zudem viel einfacher mit einem schnelle Seitenblick aufzunehmen.

Kurzum: drei Jahre nach dem Kauf bin ich immer noch begeistert - wohingegen ich drei Jahre nach dem Kauf meines Navmann das erste Mal überlegt habe, ob ich es nicht besser von der Brücke werfen sollte. :-)

Winterputz: Newsletter

“Information overload” ist im Netz kein ganz neues Thema. Dazu gehört auch die Vielzahl von Newslettern und Mailinglisten, die regelmäßig die Inbox verstopft und selten bis nie gelesen wird. Wie schnell ist ein interessant klingender Newsletter abonniert, oder vielleicht ist das Abonnement auch mit der Anmeldung bei einem Dienst verknüpft, und man will dann erst einmal auf dem Laufenden bleiben - abmelden kann man sich ja immer noch. Und will man wirklich das Risiko eingehen, ein interessantes Angebot zu verpassen?

Bereits vor rund zwei Jahren, im Januar 2013, hatte ich mir aber einmal ein Herz gefasst und rund drei Dutzend (!) Newsletter abbestellt. Keinen habe ich seitdem wirklich vermisst, aber natürlich sind etliche geblieben und mittlerweile weitere dazugekommen.

Nun habe ich bereits viele Monate lang beobachtet, dass ich alle (!) eingehenden Newsletter nur noch automatisch oder manuell in den entsprechenden Ordner verschiebe und sie weder zeitnah noch überhaupt je lesen. Insofern erscheint mir der richtige Zeitpunkt gekommen, einmal das letzte Quartal in diesem Ordner durchzugehen und konsequent jeden Newsletter abzubestellen, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich ihn im kommenden Vierteljahr lesen werde - dann was bringt es, interessante Informationen und Sonderangebote zu erhalten, wenn man ohnehin die ganze Masse nicht liest? Diesmal waren es knapp vier Dutzend (!) Newsletter, die ich ab sofort nicht mehr beziehen werde. Vielleicht erlaubt mir das dann ja, den verbleibenden Rest ab und zu auch einmal wirklich anzuschauen.

(Als nächstes steht dann ein kritischer Blick auf die abonnierten Mailinglisten an, denn auch dort gibt es mehrere, die ich seit Jahren (!) nur noch regelmäßig auf gelesen setze. Wobei in diesem Fall ja wenigstens noch das Argument greift, dass ein lokales Archiv von Supportmailinglisten u.ä. es erlaubt, im Falle eines auftretenden Problems schnell einen Überblick zu gewinnen, was dazu bereits von anderen geschrieben wurde, ein Mehrwert, den Newsletter nicht zu haben pflegen.)

Meine Plugins für Wordpress

Nachdem ich meine Erfahrungen mit Serendipity-Plugins schon geschildert habe, nun eine kurze Darstellung der Wordpress-Plugins, die ich nutze. Da der Markt dort - im Gegensatz zur Lage bei Serendipity - praktisch unüberschaubar ist und ich noch kein besonders erfahrener Wordpress-Nutzer bin, freue ich mich hier natürlich besonders über wertvolle Kommentare und Ergänzungen.

“Meine” Wordpress-Plugins

  • Jetpack von WordPress.com
    Ich glaube, zu Jetpack muss man nicht mehr viel sagen: eine Sammlung gebräuchlicher und weit verbreiteter Plugins.

  • Akismet
    Akismet schützt vor Spam (und dürfte gleichfalls weit verbreitet sein).

  • WP-Optimize
    Das Plug verspricht “Optimierungen” namentlich der Datenbank.

  • Wordfence Security
    Sicherheit soll dieses Plugin bieten; zudem implementiert es einen Caching-Mechanismus.

  • WordPress SEO
    Das Plugin bietet verschiedenste Möglichkeiten zur Search Engine Optimization, bspw. durch Zusammenfassungen für die description im HTML-Header des jeweiligen Blogbeitrags, unter Berücksichtigung dessen, was über Googles Algorithmen bekannt ist.

  • Google XML Sitemaps
    Dieses Plugin erstellt automatisch Sitemaps (also eine Liste aller verfügbaren Seiten und Beiträge), um das Blog für den Google-Bot besser durchsuchbar zu machen.

  • Google Analytics by Yoast
    Eine Schnittstelle zu Google Analytics, die auch die notwendigen Javascript-Schnippsel in die erzeugten Seiten einfügt.

  • NextScripts: Social Networks Auto-Poster
    Dieses Plugin ermöglicht die Ankündigung von Beiträgen bei Twitter, Facebook und Co.

  • Breadcrumb Trail
    “Brotkrumen-Navigation” für Wordpress

  • dejure.org-Rechtsvernetzung
    Die Dejure.org Rechtvernetzung ist ein externes Plugin, das automatisch Paragraphen und Gesetze sowie Fundstellen von Entscheidungen mit Links in das Angebot von dejure.org versieht. ALternativ kann man auch das Blog-Plugin von buzer.de verwenden, das nicht nur einige der gebräuchlicheren, sondern praktisch alle deutschen Gesetze erkennt, aber dafür keine Entscheidungen verlinken kann.

  • Contact Form 7
    Ein immens mächtiges Plugin zur Erzeugung von Kontaktformularen mit verschiedenen Feldern pp.

  • footnotes
    Nicht jeder wird so lange Beiträge schreiben, dass er dazu ein Plugin zur Verwaltung von Fußnoten benötigt, aber vielleicht ist dieses Plugin doch dem einen oder anderen “Science-Blogger” hilfreich.

  • VG Wort
    Auch dies sicherlich eher ein Nischenprodukt, aber sehr praktisch, ermöglicht es doch auf recht einfache Weise die Erfassung und Verwaltung von “Zählpixeln” der VG Wort im Rahmen des METIS (Meldesystem für Texte auf Internetseiten), und setzt diese Zählpixel vor allem automatisch in Beiträge oberhalb der erforderlichen Mindestlänge ein. Außerdem unterstützt es die Meldung der Beiträge an die VG Wort.

Über die Notwendigkeit von WP JV Custom Email Settings und Set email sender habe ich schon anderweitig berichtet.

Wordpress: Korrekte E-Mails generieren

Blogsysteme müssen regelmäßig E-Mails generieren, sei es an den Blogbetreiber, sei es an Kommentatoren: Informationen über neue Kommentare oder Beiträge, mögliche Updates usw. usf. Das erfordert natürlich das Vorhandensein einer (gültigen) E-Mail-Adresse, die als Absender solcher Mails eingesetzt werden kann.

Serendipity macht es sich einfach und überlässt dem Nutzer die Wahl: die “E-Mail-Adresse des Blogs”, blogMail, ist entsprechend in der Konfiguration zu setzen. Das erlaubt dem Nutzer die freie Wahl, erfordert aber umgekehrt natürlich, dass der Nutzer sich darüber Gedanken macht - andererseits: wie soll das anders gehen?

Die Antwort darauf liefert der Konkurrent WordPress, und sie überzeugt mich nicht: auch WordPress verlangt zwar die Angabe einer E-Mail-Adresse “zu administrativen Zwecke”, setzt standardmäßig als Absender aber die Adresse wordpress@example.com, wobei statt example.com die Domain des Blogs steht. Großartig, wenn eine solche Absenderadresse dann nicht existiert. Außerdem setzt WordPress offensichtlich standardmäßig keinen Envelope-Sender, so dass in der Regel der Benutzer, unter dem der Webserver-Prozess läuft, als solcher eingesetzt wird. Auch an diesen “Absender” in der Form www-data@yourhost.example.com kann man allerdings regelmäßig keine Mail schicken …

Abgesehen davon, dass daraus Probleme mit der Auslieferung der E-Mails entstehen können (Stichworte “Verifikation von Absenderadressen” und “Spamfilter”), ist das auch einfach technisch unschön. Wie also lässt sich das abstellen?

  1. Der Mailserver muss dem PHP-Prozess zunächst einmal erlauben, einen Envelope-From (bspw. via sendmail -f blog@example.com) zu setzen.
    Wenn man - wie ich - Exim einsetzt, muss der entsprechende Benutzer, unter dem der Webserver läuft, zu trusted_users hinzugefügt werden. Man kann sich dabei stundenlanges Debugging sparen, wenn man rechtzeitig daran denkt, dass man via mod_suphp (oder auf ähnliche Art und Weise) PHP-Scripts nicht unter der User-ID des Webservers, sondern unter derjenigen des Benutzers laufen lässt. Dieser Benutzer - und nicht www-data o.ä. - muss dann auch in trusted_users.

  2. Danach muss man WordPress davon überzeugen, den passenden From:-Header zu setzen.
    Das geht über manuelle Änderungen von Konfigurationsdateien oder - einfacher und m.E. auch besser - durch Installation eines passenden Plugins, von denen es eine ganze Reihe gibt. Ich nutze dazu WP JV Custom Email Settings, das mir leichtgewichtig genug erscheint. Stattdessen kann man natürlich auch WP Simple Mail Sender, Personal Email oder etwas ähnliches verwenden, im Extremfall etwas wie WP Mail Options, das den Zugriff auf alle Einstellungen von PHPMailer, dem verwendeten PHP-Modul, eröffnet und insbesondere auch Test-E-Mails generieren kann, was zum Testen ganz praktisch sein mag.

  3. Schließlich muss man in WordPress auch den Envelope-Sender korrekt setzen.
    Das kann, soweit ich sehe, nur das Plugin Set email sender.

Danach funktioniert dann auch in WordPress alles so, wie man sich das eigentlich von Anfang an gedacht hätte.

Wellenreiten 11/2014

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im November kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

systemd - Die Diskussion im Debian-Projekt

Die Diskussion um das künftige Default-Init-System in Debian hat mittlerweile Formen angenommen, die langjährige Entwickler zum Rücktritt von ihrer Position oder Funktion oder gleich zum Austritt aus dem ganzen Projekt bewegt:

Auf der anderen Seite hat sie einige lesenswerte Texte zum Thema “Umgang miteinander und mit Veränderungen” hervorgebracht:

Presseschau: Skurriles, Schönes und weniger Schönes im Blätterwald

“Vom weißen Hai gefressen” einmal umgekehrt

Rechtssicher nutzbare (freie) Inhalte

Meine Blogroll wächst

Im vergangenen Monat habe ich folgende Blogs neu abonniert:

Meine Plugins für Serendipity

Ich hatte in die Runde gefragt, welche Plugins für Serendipity zu empfehlen sind - und möchte darauf natürlich auch selbst antworten.

Besonders wichtig sind mir folgende (Ereignis-)Plugins:

  • Statische Seiten,
  • Freie Artikel-Tags,
  • Dejure.org-Rechtvernetzung,
  • Textformatierung: GeSHi,
  • Textformatierung: Markdown,
  • Erweiterte Eigenschaften von Artikeln,
  • Microblogging (Twitter,Identica),
  • Avatar
  • und natürlich die diversen Spamschutz-Plugins.
"Meine Plugins für Serendipity" vollständig lesen

Plugins für Wordpress und Serendipity

Blogsysteme wie Wordpress oder das hier installierte und von mir sehr geschätzte Serendipity bringen von Haus aus bereits einen großen Funktionsumfang mit, der die Basisfunktionalitäten eines Blogs gut abdeckt. Ein wichtiger Grund dafür, das Bloggen nicht neu zu erfinden und ein eigenes Blogsystem zu schreiben, ist aber die große Zahl der verfügbaren Erweiterungen, die vielfältige neue Möglichkeiten bieten, Widgets in Seitenspalten zu plazieren, das Blog ans “Web 2.0” anzubinden, die eine Spamfilterung oder neue Ein- und Ausgabeformate ermöglichen oder ganz neue Funktionen wie Formulare, Foren, Fotoalben etc. pp. in das Blogsystem integrieren und es damit zu einer Art “CMS light” ausbauen.

Der große, manchmal kaum überschaubare Umfang der Plugin-Welt, die zudem in Bewegung ist und ständig größer wird oder auch an anderer Stelle (durch nicht mehr gepflegte Plugins) wieder schrumpft, birgt natürlich die Gefahr in sich, das ultimative Plugin zu übersehen, das man sich für das eigene Blog schon immer gewünscht hätte. Manchmal denkt man auch gar nicht an bestimmte Funktionen, stößt man aber anderswo darauf, hätte man sie auch gerne selbst zur Verfügung.

Daher die Frage in die Runde: Welche Plugins nutzt ihr in eurem Blog, sei es Wordpress, sei es Serendipity? Und, sinnvoller und wichtiger als bloße - oft endlose - Listen installierter Plugins, welche Erweiterungen findet ihr besonders wichtig, welche sind besonders neu oder vielleicht auch noch ziemlich unbekannt? Welche(s) Plugin(s) würdet ihr empfehlen, um mal etwas neues auszuprobieren, welches Plugin sollte bekanter werden?

Auf eure Empfehlungen und Erfahrungen bin ich erneut gespannt , gerne als Kommentar, gerne aber auch als eigener Beitrag mit Trackback nach hier.

Themes für Wordpress

Vor anderthalb Monaten hatte ich gefragt, welche Themes und Templates für s9y oder Wordpress wohl empfehlenswert sein könnten. Die Resonanz war sehr gering; das mag aber daran gelegen haben, dass es für Serendipity derzeit außer dem aktuellen Standard-Theme 2k11 wohl keine sehenswerte, moderne Alternative für ein “allgemeines” Blog gibt (oder?), und dass die Leserschaft hier, soweit sie bloggt, vermutlich eher Serendipity als Wordpress verwendet.

Daher möchte ich hier noch ein paar Beispiele für schöne - oder zumindest schön abzuwandelnde :-) - Wordpress -Themes nachliefern:

  • Twenty Fourteen
    Das aktuelle (2014er) Standard-Template für Wordpress-Installationen - durchaus elegant, aber auf größeren (breiteren) Bildschirmen bleibt am rechten Rand unschöner Weißraum.

  • Decode - Beispiel-Blog: Beyond The Code
    Ein angenehm minimalistisches, aufgeräumtes Theme ohne viel Schnickschnack - aber auch ohne große Interaktionsmöglichkeiten. Themenzentriert eben. - Es erscheint mir persönlich aber eher für eine Homepage o.ä. geeignet als für ein Blog, weil Dinge wie Kategorien, letzte Beiträge pp. standardmäßig ausgeblendet sind.

  • Required - Beispiel-Blog: Strafakte
    Ebenfalls sehr minimalistisch, aber - wie das Beispiel-Blog zeigt - durchaus ausbaufähig.

  • Blaskan
    Im Gegensatz zu den beiden vorigen Beispielen bietet dieses Theme eine Menge Möglichkeiten für Spielereien und Funktionen, beginnend schon mit der Option, zwei Randspalten einzubauen. Es zentriert sich bei größeren Bildschirmen in der Mitte der Seite, d.h. es bleibt nicht einseitig ein großer Rand, sondern beidseitig.

Hat die werte Leserschaft weitere Empfehlungen für Themes, die man gesehen haben sollte, gleich für welche Blog-Engine?

Todoist: weitere Funktionen

Todoist, die von mir verwendete Aufgabenliste, bietet eine ganze Reihe Funktionen, die in der Hilfe auch schön erläutert sind. Nicht alle Features der Premium-Version finden sich aber dort (oder ich finde sie jedenfalls dort nicht), und auch die Werbeseite für Todoist Premium zählt Features wie “E-Mails als Aufgaben hinzufügen” oder “Projektvorlagen” zwar auf, beschreibt sie aber nicht.

Dennoch gibt es die Dokumentation, und über Google ist sie auch zu finden, nämlich hier:

Außerdem gibt es noch einmal eine Einführung, wenn man “Aufgaben per E-Mail an dieses Projekt senden” auswählt:

Dokumentation zum Hinzufügen von Aufgaben per E-Mail

Hilfreich ist es, sich jedenfalls die zum Ordner Eingang gehörende E-Mail-Adresse zu speichern; so kann man einfach und schnell dort Aufgaben hinzufügen und sie dann später im richtigen Projekt ablegen. Natürlich kann man - wenn man möchte - sich auch die E-Mail-Adressen verschiedener Projekte ablegen, um die neuen Aufgaben per Mail direkt an der richtigen Stelle einzufügen.

Ein weiterer Tip:

Standardmäßig sortiert Todoist die hinzugefügten Tasks nach der Reihenfolge des Hinzufügens, und bei einer Ansicht nach Fälligkeitszeitraum (nicht nach Projekt) werden sie mit höherer Priorität noch nach ihrer … nun ja, Priorität sortiert. So bekommt man die Aufgaben in der Reihenfolge Prio 1, Prio 2, … angezeigt, und innerhalb der Prioritäten werden sie nach der Reihenfolge des Hinzufügens geordnet. Man kann sie aber stattdessen auch von Hand durch “drag and drop” so anordnen, wie man das haben möchte. So kann man seine Aufgaben dann auch der Reihe nach abarbeiten.

Vielleicht hilft das alles ja dem einen oder anderen. :-)

Alternativer Android-Kalender: aCalendar+

Wie ich berichtet hatte, kann mich die neue Google-Calendar-App gar nicht überzeugen.

Auf Empfehlung u.a. von Dirk habe ich jetzt einmal aCalendar+ ausprobiert. Und, was soll ich sagen? Eine sehr schöne Lösung! Ich kann das jedem Android-Nutzer nur empfehlen.

Das einzige, was mir noch fehlt, ist die Darstellung eines Zeitrasters in der Wochenübersicht. aCalender+ zeigt ein typisches “Kalenderblatt” aus einem Wochenkalender und stellt die Termine dort zwar dar, bietet aber keine Darstellung eines Zeitrasters und damit auch keine einfach optisch erfassbare Dauer der Termine dar. Das ist schade, hat man doch so auf einen Blick direkt eine Übersicht darüber, wie “voll” die Woche wirklich ist. Denn selbst wenn sich an jedem Tag zwei Termine von einer Stunde Dauer finden, ist das weniger Zeit als drei vierstündige Termine …

Die neue Google-Calendar-App

Google hat - u.a. - den Google-Kalender und auch die damit verbundene Android-App “hübscher” gemacht.

Sagen wir so: Es ist jetzt alles ziemlich bunt, aber dieses Update war keine Verbesserung. Am schlimmsten ist, dass die Schrift (und alle Elemente) ein gutes Stück größer geworden sind und man zudem auch nicht mehr die Kalender”höhe” durch eine Zwei-Finger-Geste ändern, also v.a. verkleinern, kann. Selbst nach dem Deaktivieren der für Grafiken ohne konkreten Nutzwert neu eingerichteten Kopfzeile bleibt auf dem Tablet deutlich weniger Platz und Übersicht (ganz abgesehen davon, dass man die neue Schrift und die Farben mögen muss).

Katastrophal ist das User-Interface dann aber auf einem Smartphone (hier: Nexus 5): es passen nur noch fünf Wochentage auf das Display, und dank der “fetten” Schrift für die Termine passt nur noch so wenig Text in das Kästchen, dass oft gar nicht mehr richtig erkennbar ist, um welchen Termin es geht.

Kris Köhntopp stellt das Problem textuell und graphisch an einem Beispiel dar: Whitespace, low information density and no way to shrink the hours

Er hat auch noch weitere Kommentare zu dem Thema, auch zum neuen Google Maps:

Mehr kann man dazu kaum sagen, außer: Google, so geht das nicht.

Hat jemand Vorschläge für eine andere Kalender-App?

Aufgabenverwaltung (To-Do-Listen)

Vor einige Zeit hatte ich über meine Suche nach einem brauchbaren Kalender berichtet. Im Zusammenhang damit steht auch eine Aufgabenverwaltung bzw. To-Do-Liste oder neudeutsch task manager (nicht umsonst bieten viele Applikationen beides an) - und solche habe ich auch bereits ausprobiert. Gerne habe ich Listen geschrieben (und hier liegen immer noch Listen mit unerledigten Aufgaben von vor 10 und vor 15 Jahren), diese immer mal wieder neu sortiert und strukturiert, auch mal “getting things done” (GTD) gelesen, aber bisher nicht umgesetzt, die elektronische Variante des “Listen-Zettelkastens” in Form von Listen in einem Wiki ausprobiert, und natürlich auch schon einmal auf Apps gesetzt.

Vor einigen Jahren hatte ich sogar verschiedene solche ausprobiert; mal Webapplikationen wie “Remember the Milk” oder “Hiveminder”, dann auch einige Zeit lang (weil ich damals Webapplikationen noch grundsätzlich ungeeignet fand) ein herunterladbares Programm, das sich sogar - aber nur kompliziert - mit meinem Smartphone synchronisieren ließ und dessen Namen ich so gründlich vergessen habe, dass ich es gar nicht mehr wiederfinde … (Mittlerweile - am 20.12.2014 - habe ich eine alte Datensicherung von 2011 gefunden und kann daher den Namen, “ThinkingRock”, beisteuern. Es lohnt sich aber nicht; man kann das direkt wieder vergessen. :-)) Ich habe viel probiert, der Funke ist allerdings nie so richtig übergesprungen. Immer war die Eingabe zu kompliziert, die Übersicht zu gering, und/oder ich habe das System einfach nicht richtig genutzt.

Heute liegen hier immer noch Notizzettel, gerade für größere Projekte, die ich “irgendwann” einmal angehen möchte; ich habe mich aber vor einigen Wochen entschlossen, den “elektronischen” Aufgabenverwaltungen noch einmal eine Chance zu geben, und mich nach etwas Google-Suche an ein System erinnert, das ich schon einmal einigermaßen erfolgreich in Betrieb, dann aber wieder aufgegeben hatte: Todoist

Todoist

Todoist bietet mir - in der kostenpflichtigen Premium-Version - tatsächlich alles, was ich momentan in dieser Hinsicht benötige: verschiedene Themenbereiche oder “Projekt”, die jeweils (wohl sogar gestaffelt) Unterprojekte erlauben, in denen jeweils Aufgaben angelegt werden können (die auch Unteraufgaben erlauben). Diesen Aufgaben können dann - neben einem Fälligkeitsdatum, das auch Wiederholungen ermöglicht - noch Prioritäten und “Tags” zugeordnet werden. Gebräuchliche Fälligkeitszeiträume - namentlich “heute”, “morgen”, “nächste Woche” sind vordefiniert und erlauben auch ein schnelles Verschieben von Aufgaben, wenn Prioritäten sich ändern oder ein Backlog für die kommende Woche neu sortiert werden soll. Zugriff ist möglich über die Web-Applikation und Apps für Smartphones und Tablets, außerdem gibt es Plugins zumindest für Outlook und Thunderbird. Schließlich ist auch noch ein “Karma”-System implementiert, das für das Eintragen und Erledigen von Aufgaben Punkte vergibt (und für lange überfällige Aufgaben Punkte abzieht) und in regelmäßigen Abstände zu einer “Beförderung” auf eine neue “Fähigkeitsstufe” führt - ein wenig Gamification, so habe ich festgestellt, schadet gar nicht.

Bislang komme ich damit sehr gut klar - vor allem vergesse ich nicht ständig Kleinigkeiten, die ich noch erledigen wollte, weil ich einfach alles (und sei es “Spülmaschine anstellen” oder “Geburtstagsglückwünsche schreiben”) dort notiere, mag die Aufgabe noch so klein sein. Und es hilft mir, einen Überblick über die anstehenden Aufgaben zu haben, so dass ich mir entweder den am dringendsten anstehenden Task oder eine Aufgabe auswählen kann, der ich mich eher gewachsen fühle. Und, schließlich, es hilft, den Kopf freier zu bekommen und nicht immer daran zu denken, was man unbedingt noch erledigen muss und nicht vergessen darf.

Den Schritt zum umfassenden “GTD” habe ich noch nicht gemacht, aber immerhin schon angefangen, einige Prinzipien zu übernehmen, so bspw. Kontexte (“im Büro”, “zuhause” oder “Telefon”, “E-Mail”) oder den “Eingang”, den Todoist selbst vorsieht. Vielleicht schaffe ich es schrittweise, wirklich alle anstehenden Themen in dieses Tool hineinzupacken, “next actions” zu definieren und was dieser Dinge mehr sind … Bis dahin habe ich aber immerhin das Gefühl, meine Abläufe zumindest ein kleines wenig besser im Griff zu haben (und nicht zuletzt auch meinen Kalender von “Terminen” zu entlasten, die in Wahrheit gar keine sind, sondern vielmehr Erinnerungen an anstehende Aufgaben).

"Aufgabenverwaltung (To-Do-Listen)" vollständig lesen

Wellenreiten 10/2014

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im Oktober kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

Sicher im Netz

  • Deploying TLS the hard way
    Wie richte ich TLS richtig ein - mit Hintergründen
  • Finger weg von Tor!
    Alvar Freude erklärt, warum Tor gerade keine Patentlösung für den Durchschnittsnutzer darstellt, sondern vielmehr dessen Gefährdung erhöht.

Moderation von Mailman-Mailinglisten

Textsatz mit LaTeX?

  • The LaTeX cargo cult
    Hat LaTeX im Zeitalter der Onlinepublikationen noch einen Platz - außerhalb des Satzes mathematischer Formeln?

Spannende Hobbys

Unerwartete Gefahren von Holzpelletheizungen

  • Abschlussbericht zur Sonderaktion „Lagerung von Holzpellets“ der Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz
    Herstellungsbedingt können Holzpellets relevante Mengen CO (Kohlenmonoxid, giftig, hochentzündlich, kann mit Luft explosionsfähige Gemische bilden) ausgasen, die sich in Lagerräumen von Holzpelletheizungen sammeln können.

Generation Y

Mein Taschenbegleiter

Wenn ich bereits dabei bin, über Schreibbedarf zu berichten, dann darf natürlich ein Loblied auf den “Taschenbegleiter” von “ROTERFADEN” nicht fehlen, auf den mich die Empfehlung von Dirk Deimeke gebracht hat.

Taschenbegleiter von der Seite
Der Taschenbegleiter in der Seitenansicht

TaschenbegleiterEs handelt sich dabei im Prinzip um eine Schreibmappe, in die aber nicht nur ein Schreibblock eingelegt werden kann, sondern die über ein durchdachtes System von Klammern die Einlage nahezu jeder Art von gebundenen Heften oder Kladden ermöglicht, seien es vom Hersteller mitgelieferte Einlagen oder auch Zeitschriften, Schreibhefte oder ähnliches. Zudem ist die Mappe zwar weich und flexibel, aber dennoch stabil; sie wird zudem durch ein kräftiges Gummiband zusammengehalten, so dass auch Zeitschriften, Aufzeichnungen, Kopien oder was eben mitzunehmen ist dort eingelegt und dann sicher transportiert werden können.

Taschenbegleiter sind kein Massenprodukt, sondern werden individuell angefertigt; dementsprechend können Außenmaterial und dessen Farbe wie auch das Innen”futter” - in der Regel farbiger Filz - ebenso ausgewählt werden wie das Aussehen der Innenseiten (kleine oder große Taschen pp.) und die Anzahl der Klammern. Auch eine Namens- oder Emblembestickung auf der Innenseite ist möglich.

Soviel Individualität und, ja, Wertigkeit hat freilich auch ihren Preis; der günstigste Taschenbegleiter beginnt bei 89,- €, und das Modell, das ich mir im vergangenen Jahr zum Geburtstag habe schenken lassen, bewegt sich (samt einiger Einlagen und Zubehör) komfortabel in Bereichen, für die man auch ein günstiges Netbook bekommen würde. Fraglos also ein Luxus-Accessoire, aber eines mit tatsächlichem Gebrauchswert.

Taschenbegleiter geöffnetZwar nutze ich ihn (bislang!) nicht als Alltagsbegleiter wie Dirk, weil ich ihn dort nicht regelmäßig brauche - weder bin ich mit Rucksack noch sonst im ÖPNV unterwegs, und meine Tätigkeit erfordert normalerweise nicht das ständige Mitführen einer Schreibmappe (oder wenn doch, müsste ich private und berufliche Aufzeichnungen trennen), bzw. wenn Papier mitzunehmen ist, dann so viel, dass Akten- oder Pilotenkoffer, ggf. auch ein Trolley herhalten müssen und der Taschenbegleiter überfordert wäre. Dennoch hat er sich binnen weniger Tage als treuer Begleiter zu jeder Art von (privater) Besprechung, zu Vorträgen und Fortbildungen, auch zu Recherchen in der Bibliothek entwickelt, den ich keinesfalls mehr missen möchte. Zudem ist er nicht nur praktisch, sondern sieht auch - finde ich - sehr gut aus, und es macht mir immer noch Freude, in ihm Notizen anzufertigen. Insgesamt also ein lohnenswerter Kauf, wenn man etwas Geld in die Hand nehmen möchte oder ein wertvolles Geschenk sucht. Ich kann da Silvias Beitrag aus 2011 und Dirks Beitrag aus 2012 nur zustimmen.

(Nur eines hat sich bereits jetzt als Fehlinvestition erwiesen: der Jahreskalender 2014, den ich mitbestellt hatte. Angesichts all der Fülle an Kalendern, über die ich verfüge, und nachdem mich der Taschenbegleiter nur zu bestimmten Anlässen begleitet, hat sich darin bis heute noch kein einziger Eintrag ergeben. Er wird voraussichtlich auch jungfräulich bleiben, und einen Kalender für 2015 wird es dementsprechend nicht geben.)

[Dieser Eintrag wurde nachträglich im November 2014 veröffentlicht.]

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