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Abschied von der Nordsee

Nach unserem erlebnisreichen Ausflug nach Stockholm haben sich die verbleibenden Urlaubstage in Cuxhaven angenehm ruhig gestaltet: mit Gelegenheit zum Ausschlafen, gefolgt von einem gemütlichen späten Frühstück auf dem Balkon mit Blick auf die See, mit viel Muße zum Schmökern in Büchern, zum Nachlesen einiger Zeitschriften und zum Aufholen der über die letzten Wochen immer wieder “für später gemerkten” interessanten Wberessourcen. Sogar das Wetter hat sich einigermaßen benommen: zunehmend kühler zwar und ab und an etwas … nun ja, feucht, aber immerhin zumeist trocken, manchmal gar ein wenig sonnig.

Ins Museum “Windstärke 10” haben wir es zwar wieder nicht geschafft, aber dafür immerhin (gestern) wieder zum Ausklang ins Fischereihafen-Restaurant. Dort habe ich dann - nach einer gleichfalls sehr leckeren Pizza am Dienstag und dem obligatorischen “Fischerfrühstück” am Mittwoch - auch meine Scholle bekommen; für einen Nachtisch war danach allerdings kein Platz mehr.

Kutterschollenfilet mit Speck und Zwiebeln, Kartoffelsalat.

Jetzt heißt es dann Packen, Aufräumen, Tanken und dann auf flüssigen Verkehr (und ein verlässliches Navi) hoffen.

Adieu Cuxhaven, vielleicht bis nächstes Jahr!

PhotoRec: Katastrophe abgewendet

Wie praktisch ist es für die Illustration von Blogbeiträgen aus dem Urlaub doch, wenn man einen Ehepartner hat, der gerne, gut und viel fotografiert. Man bittet einfach schnell um die Speicherkarte aus der Kamera, findet im kleinen Netbook, das die Flugreise mitgemacht hat, sogar einen passenden Schlitz für den Leser und bedient sich dann aus der reichen Bilderauswahl. Gut, bei mehreren hundert (großen) Fotos war es vielleicht keine so kluge Idee, im Explorer große Symbolbilder anzeigen zu lassen … der Rechner rödelt nämlich vor sich hin und mag nicht mehr reagieren. Aber man kann den Explorer ja zwangsweise schließen oder notfalls den Prozess im Taskmanager beenden. Und wenn auch das nicht hilft, fährt man den Rechner eben runter. Und wenn er im Shutdown-Bildschirm hängt, kann man immer noch hart den Strom abschalten - einige Sekunden lang den Power-Knopf zu drücken genügt.

Vielleicht wäre es allerdings klug gewesen, das nicht mit der SD-Karte im Leser zu machen. Oder sie nicht während des Shutdowns herauszunehmen. Oder wenigstens vorher die Schreibschutzlasche auf “locked” zu schieben. Dann hätte die SD-Karte danach vielleicht auch noch ein Filesystem gehabt. Konkret hatte sie leider keines mehr. Das bedeutet: keine Bilder für den Blogbeitrag, sehr begrenzte Begeisterung bei der Fotografin …

Zurück in heimische Gefilde und am größeren Laptop dann der Versuch einer Rettung. Von PhotoRec habe ich bisher viel Gutes gehört - insbesondere soll das Programm auf einer Ebene unterhalb des Filesystems arbeiten, so dass dessen Fehlen nicht stört, und rein lesend, d.h. auch auf einer schreibgeschützten Karte, agieren können. Und, was soll ich sagen? Es funktioniert. Einfach, zuverlässig, toll.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung beschreibt die Vorgehensweise: defekte Karte einlegen, PhotoRec mit Administratorrechten starten, zu rettendes Laufwerk und Partition auswählen, Art des Filesystems angeben und wählen, ob nur der unallozierte Platz (gelöschte Dateien) oder die komplette Partition gescannt werden soll, Verzeichnis für die geretteten Dateien (auf einem anderen Datenträger …) angeben, und los geht es. PhotoRec scannt die nicht mehr als formatiert erkannte SD-Karte, rettet alle Dateien - nicht nur Fotos -, die es findet, und speichert sie am angegebenen Ort. Dabei erhalten Bilddateien als Zeitstempel (modification time) den aus den Metadaten (EXIF) ausgelesenen Aufnahmezeitpunkt, außerdem werden enthaltenen Thumbnails nochmals gesondert extrahiert. Auf diese Weise kann man die Dateien nach dem Aufnahmezeitpunkt ordnen und sie auch schnell durchblättern, also die “richtigen” Bilder zügig finden. Das ist deshalb wichtig, weil PhotoRec natürlich nicht nur die verlorenen 400 Urlaubsbilder findet, sondern über 2.000 andere, längst gelöschte Fotos aus den letzten drei oder vier Jahren.

Fazit: Operation gelungen, Haussegen hängt wieder gerade. :-)

Zurück in Cuxhaven

Heute nacht sind wir aus Stockholm zurückgekommen. Der Flug startete mit einigen Minuten Verzögerung und verlor dann noch eine knappe halbe Stunde in Warteschleifen über Hamburg wegen einer “Prioritätslandung”, aber kurz nach zehn durften wir dann auch auf dem heimischen Boden aufsetzen. Nach Transfer, Gepäckabholung, Shuttleservice ins Hotel und dem Einsammeln des eigenen Autos war es dann doch gegen elf Uhr, bis wir nach Cuxhaven starten konnten - und nach einer gut zweistündigen Fahrt, während der das Navi manchmal den Eindruck vermittelte, ihm sei mein Lob wohl etwas zu Kopf gestiegen, kamen wir dann glücklich, wenn auch müde, wieder im Feriendomizil an.

Ich bin mir allerdings immer noch nicht sicher, ob der Freihafen oder das Airbus-Testgelände wirklich zwingend zwischen Hamburg und Cuxhaven liegen oder der (malerische, aber gegen Mitternacht eigentlich einfach nur dunkle) Weg durch das Alte Land wirklich die schnellste Verbindung darstellt … andererseits ist das mitten in der Nacht weitgehend egal, weil ohnehin kaum ein anderes Auto auf der Strecke ist.

Nun sind wir jedenfalls zurück aus dem Land, in dem auch Hühner ihr eigenes Smartphone haben … und schlafen erst einmal aus.

Netzanbindung auch auf dem Land - sogar für das Huhn.

Gute Nacht!

Stadsbibliotek und Skansen

Montag - der letzte Tag unseres viertägigen Ausflugs nach Stockholm, diesmal pünktlich begonnen mit einem leckeren Frühstück (wenn auch leider ohne Pfannkuchen - baked beans sind dafür kein adäquater Ersatz).

Blick auf die Altstadt.

Am Vormittag stand ein Besuch in der “Stadsbibliotek”, dem Hauptgebäude der Stockholmer Stadtbibliothek, auf dem Programm - ein eindrucksvoller Kuppelbau mit großer Rotunde, in der sich auf mehreren Ebenen sowie in 5 angrenzenden Fachsälen eine Bücherauswahl findet, die sich mittlerweile auch in Nischen und früher wohl dem Personal vorbehaltene Gänge ersteckt, nachdem der geplante Erweiterungsbau zunächst gestoppt wurde.

Die Rotunde der Stadtbibliothek Stockholm.

Nach der Rückkehr ins Hotel, dem Kofferpacken und Check-out haben wir den Nachmittag dann im Zoo und Freilichtmuseum “Skansen” verbracht und uns (meist begehbare) historische Gebäude aus vergangenen Jahrhunderten und diverse Tierarten angesehen. Am Abschluss unser mehrstündigen Runde durch das Freilichtmuseum standen die verschiedenen historischen Stadthäuser, in denen nicht nur die “Wohnwelt” der letzten 200 Jahre, sondern auch das Handwerk an Ausstellungsstücken, aber auch “live” (so bei den Glasbläsern, in der Möbelfabrik und der mechanischen Werkstadt) im wahrsten Sinne “begreifbar” wurde.

Skansen im Überblick.

Danach gab es auf dem Rückweg ins Hotel ein letztes Hotdog mit Röstzwiebeln, und jetzt wird es Zeit fürs Abschiednehmen und den Weg zum Flughafen …

"Stadsbibliotek und Skansen" vollständig lesen

Seefahrt, Polizei und ein Panorama

Heute am dritten Tag führte uns unser Weg nach einem reichlichen und leckeren Frühstück - u.a. mit Pfannkuchen! - zum “Museiparken”, frei übersetzt dem Museumspark, mit dem Seefahrtsmuseum, dem Technischen Museum, dem “Reichssportmuseum”, dem Völkerkundlichen Museum und schließlich dem Polizeimuseum.

Dem ersten und dem letztgenannten, also dem “Sjöhistoriska museet” (dem Seehistorischen Museum) und dem “Polismuseet”, haben wir jeweils einen Besuch abgestattet und einen umfangreichen Blick auf die Geschichte der Handelsschiffahrt, die Schiffstypen und Lebensbedingungen an Bord, wie auch auf die Schwedische Marine im Wandel der Zeiten, geworfen und uns danach Uniformen, Fahrzeuge und Funk der Polizei in den letzten anderthalb Jahrhunderten und eine recht gut gelungene Darstellung der Kriminaltechnik und ihrer Möglichkeiten angeschaut.

Das Heck der Amphion, der Lustjacht Gustav III.

Nach einigen Stunden in oft abgedunkelten Räumen war der Spaziergang hoch zur “Fjällgatan” mit einem wunderbaren Blick über Stockholm - die Altstadt, “Skeppsholmen” mit “Kastellholmen”, Djurgården mit u.a. dem Vasa-Museum, dem Vergnügungspark “Gröna Lund” und dem den Werken von Astrid Lindgren gewidmeten “Junibacken” - und die Ostsee eine willkommene Abwechslung.

Panoramablick über Stockholm.

Den Abend abgeschlossen haben wir diesmal bei einem sehr guten Essen im “Schwarzen Schaf” - klar, ein Muss. :-)

“Das schwarze Schaf”

Vom "Science Fiction Bokhandeln" zur "Vasa"

Nach dem gestrigen langen Tag war - jedenfalls für mich - erst einmal Ausschlafen angesagt.

“Science Fiction Bokhandeln” in der Stockholmer Altstadt.

Nachdem ich mich dann am frühen Nachmittag wieder einigermaßen fit fühlte, sind wir zunächst noch einmal in Richtung Altstadt aufgebrochen und haben dem “Science Fiction Bokhandeln”, einer großen Fantasy- und SF-Buchhandlung, einen Besuch abgestattet. Neben der riesigen Auswahl (vor allem englischsprachiger) Bücher hatte es mir dort vor allem der große Bereich mit Miniaturen, Rollen- und Brettspielen angetan. Das ist etwas, was mir in Deutschland fehlt: eine Möglichkeit, die ganze Vielzahl der Fantasy-, Science-Fiction- und Strategiespiele, Konfliktsimulationen, Tabletop-Rollenspiele u. a. mehr jenseits der üblichen “Familienspiele” auch einmal in die Hand zu nehmen und nicht nur in Onlineshops anschauen zu können. Und natürlich bräuchte ich noch viel mehr Zeit … :-)

Nach einer Überfahrt mit einer der Pendelfähren (“Pendelbåt”) nach Djurgården, einer der vielen Inseln, aus denen Stockholm besteht, haben wir dann den Rest des Nachmittags etliche Stunden lang im Vasa-Museum zugebracht und sind in die Welt der alten Segelschifffahrt eingetaucht, in die Lebensweise an Bord, die Kriegsführung zur See, die umfangreichen Mal- und Schnitzarbeiten am Heck und in die aufwendige Bergung und Restaurierung des Schiffes, all das auf mehreren Etagen um den Rumpf und die Aufbauten des Schiffes selbst herum. Beeindruckend.

Die Vasa vom Bug her gesehen
© JavierKohen (CC by-SA 3.0 unported)

Zum Abschluss sind wir dann noch bei TGI Fridays eingekehrt und haben jeweils einen ebenso großen wie wohlschmeckenden Burger verspeist - nach dem Abendessen am Mittwoch (in Cuxhaven) und am Donnerstag (in Hamburg) war das dann der dritte Burger in vier Tagen. Glücklicherweise stellen Brötchen mit Salat und Soße, Fleisch und Kartoffeln (“Pommes frites”) ja eine recht ausgewogene Ernährungsform dar.

Mit einem erneuten Bummel durch die Altstadt fand dann auch der zweite Tag in Stockholm sein Ende.

Wachwechsel und Sightseing zu Wasser

Der erste Weg auf unserer Tour zu den Sehenswürdigkeiten Stockholms führte uns heute mittag in die Altstadt (“Gamla stan”) und dort dann zum Schloss (“Kungliga slottet”), wo sich bereits eine größere Menschenmenge zum Wachwechsel eingefunden hatte.

Das “Changing of the Guard” erwies sich als imposantes militärisches Zeremoniell, insbesondere, weil die ablösende berittene “Livskvadron” von der “Livgardets dragonmusikkår” (“The Swedish Mounted Band of the Royal Lifeguards”) begleitet wurde. Eine berittene (!) Militärkapelle habe ich bisher noch nicht erlebt, und ich fand es ungemein beeindruckend, wie die berittenen Musiker nicht nur makellose Märsche spielen, sondern zugleich auch ihre Pferde auf engsten Raum bewegen konnten, in der einen Hand das Blasinstrument, in der anderen die Zügel (die im Falle des Trommlers mit den Füßen (!) bedient wurden). Und selbstverständlich war auch das Spiel von einem exaltiertem militärischen Zeremoniell begleitet.

The Swedish Mounted Band of the Royal Lifeguards
© Wolfgangus Mozart (Wikimedia Commons)

Im Anschluss war es dann Zeit für einen “Lunch” (ich sage ja: lesen lässt Schwedisch sich meist gut …) mit Blick auf den - glaube ich - Marktplatz, und danach dann für eine knapp zweistündige Bootsfahrt über die Ostsee, den Mälarensee und die diese beiden Wasserflächen verbindenden Schleusen, mit einer Fülle von Informationen über Stockholm und seine Inseln und Brücken, deren Geschichte und heutige Entwicklung. Dazwischen haben wir uns einige der malerischen Gassen der Altstadt angesehen, in deren Schaufenstern sich so allerlei finden lässt.

“Special horse of Gotland”

Voller neuer Eindrücke und allmählich totmüde (bald 16 Stunden wach) schloss sich an das (beeindruckend schlechte) Abendessen dann der Weg ins Bett - mit einem Umweg über den Rechner, für diesen Bericht :-) - an.

Morgen werden wir uns dann u.a. das Knäckebrotschiff ansehen.

Heute hier, morgen dort

Nachdem das Cuxhavener Wetter sich am vorgestrigen Anreisetag noch von seiner besten, schwül-warmen und sonnigen Seite gezeigt hatte, bot der frühe Morgen gestern eher ein aus dem vergangenen Jahr gewohntes Bild.

Cuxhaven im Gewitterregen.

Davon ließen wir uns aber nicht schrecken, und nachdem die Welt sich wieder trockener zeigte, konnten wir ein Frühstück mit Blick auf die See - und natürlich mit Franzbrötchen! - einnehmen, das erste und zugleich für einige Tage auch erst einmal wieder letzte.

Gedeckter Frühstückstisch.
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"Der vor uns hat dasselbe Navi"

Das von mir sehr geschätzte Navi TomTom GO LIVE 1015 glänzt nicht nur mit guter Routenwahl und sehr verlässlichen Zeitschätzungen, sondern auch durch die Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage, die aus einer Vielzahl von Quellen gespeist wird und nicht nur die Autobahnen, sondern auch bspw. große Städte abdeckt und Störungen meist sehr exakt wiedergibt. Sehr zeitnah wird dann eine mögliche Alternativroute vorgeschlagen. Als Manko mag man allenfalls eine leichte Tendenz zur Überoptimierung der schnellsten Route sehen, die manchmal zur Auswahl eher ungewöhnlicher, durchaus auch einmal verwinkelter oder sehr schmaler Straßen führt.

Die beiden letzten Punkte zusammen führten auf der gestrigen Fahrt hoch an die Nordsee zu einer einigermaßen skurrilen Situation.

Hatte das Navi uns zunächst nach vielen hundert Kilometern praktisch staufreier Strecke durch eine plötzlich eingeblendete Verzögerung von zunächst rund 90 und dann 116 (!) Minuten verschreckt, bot es kurz danach eine alternative Route an, die den Zeitverlust auf eine knappe Viertelstunde eindampfen sollte. Diese Möglichkeit haben wir natürlich genutzt und die A7 kurz vor dem Stau - wie sich herausstellte: aufgrund einer sich schließlich über viele, viele Stunden erstreckenden Voll- bzw. Teilsperrung in beiden Fahrtrichtungen nach einem Unfall in einer Baustelle mit einem quer über der Leitplanke liegenden Lkw - verlassen und den Stau umfahren. Dabei lotste das Navi uns dann in der Gegend um Northeim von der B3 auf immer obskurere Nebenstrecken und schließlich um einige Kurven über eine schmale, nur in einer Fahrtrichtung gleichzeitig befahrbare Brücke auf eine Art Feldweg (aber offiziell für den Verkehr freigegeben!), der irgendwann wieder auf eine Landstraße mündete und uns schlussendlich auch hinter dem Stau wieder auf die Autobahn zurückführte.

Soweit ist daran eigentlich nichts skurril - wären wir alleine gewesen.

Tatsächlich befuhr diese obskure Route, auf die sicherlich niemand ohne langjährige Ortskunde gekommen wäre, aber ein Konvoi von mindestens drei Fahrzeugen aus - den Kennzeichen nach - Hamburg, Stuttgart und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg (Korbach). An jeder Kreuzung, jeder Abzweigung zunehmend gespanntere Erwartung - aber jedesmal fuhr der Kleinbus vor uns und der Pkw hinter uns in exakt dieselbe Richtung weiter wie auch wir das taten. Man darf daraus dann wohl schließen, dass wir alle dasselbe Navi im Einsatz hatten … :-)

Elite: Dangerous

Elite. Einer der ewigen Spieleklassiker - damals, Mitte der 80er, eine absolute Revolution und ein lange nicht übertroffener Meilenstein.

(Old) Elite cover graphics

Elite. Eines der Spiele, das mich - gemeinsam mit Bard’s Tale (und ähnlich wie Gunship) - auf dem C 64 als Jugendlicher monatelang fasziniert hat, und bei dem ich immer bedauert habe, dass es nie eine brauchbare Umsetzung auf neuere Rechner gab; die Amiga-Version war nicht richtig überzeugend, und bei der Fortsetzung “Frontier: Elite II” ist der Funke für mich auch nicht wirklich übergesprungen.

Als ich daher Ende 2012 auf die Kickstarter-Kampagne für Elite: Dangerous aufmerksam wurde, war das nicht nur ein Anlass, in Nostalgie zu versinken, sondern auch Grund genug, mich im Rahmen der Kampagne für einen habhaften Betrag zu verpflichten, den ich meiner Frau lieber nicht genannt habe (der mir aber nahezu die Benennung einer eigenen Raumstation erlaubt hätte). Dabei hatte ich nicht ausschließlich das geplante neue Spiel im Auge; schon die schöne Zeit mit dem ursprünglichen Elite war mir in gewisser Weise eine Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass der zeitgemäße Nachfolger das Licht der Welt erblickt. Aber natürlich hatte ich auch die Hoffnung, bis zur geplanten Fertigstellung des Spiels wieder über ausreichende Zeitreserven zu verfügen, um es auch einmal auszuprobieren.

Letzteres hat - natürlich - nicht funktioniert. Der Alpha-Test ging an mir vorbei, die offene Beta ging an mir vorbei, ebenso wie die Aufregung in der Community über den Entfall eines Offline-Spielmodis, und auch den Release-Zeitpunkt Ende vergangenen Jahres habe ich nur in den Newslettern verfolgt … die Karte unserer Galaxie und die große Pappschachtel mit dem Spiel und allerlei Goodies, die dann Anfang des Jahres in der Post waren, landeten schließlich erst einmal auf dem Schrank, denn wie immer war genug anderes zu tun.

"Elite: Dangerous" vollständig lesen

Wellenreiten 06/2015

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im Juni 2015 kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

Tips, Tricks & Tech

Softwareentwicklung

Sicher im Netz

Recht

Interessantes aus der (Populär-)Wissenschaft

  • Ralf Neumann: Bonanza-Journals
    Wie (Dr.) Hoss Cartwright (vom Ponderosa Institute of Bovine Research), bekannt auch aus der Serie “Bonanza”, es in die “Scientific Advisory Boards” diverser “wissenschaftlicher” Journals geschafft hat.

  • Thomas Steinschneider: Lügen aus heiterem Himmel
    Zur Beurteilung von Satellitenbildern.

Presseschau: Skurriles, Schönes oder sonstwie Lesenswertes im Blätterwald

Allerlei

Presse und Medien

Online-Communities und Social Media

Schule

Kirche

Sehenswertes

Meine Blogroll wächst

Im vergangenen Monat habe ich folgende Blogs neu abonniert:

Deutscher Evangelischer Kirchentag 2015

In der vergangenen Woche fand in Stuttgart der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag 2015 statt.

Bildquelle: Kirchentag (© DEKT/Nadine Malzkorn)

Ich hatte leider nur wenig Zeit, aber doch Gelegenheit, an der einen oder anderen öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen. Neben allem anderen, was zum Geist einer solchen christlichen Großveranstaltung gehört, ist mir aber besonders das Verhalten der Teilnehmer - angenehm - aufgefallen.

Normalerweise sind Großveranstaltungen mit einer solchen Teilnehmerzahl nicht nur - ha! - groß und laut und bringen nicht selten Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern oder Teilnehmern und Dritten mit sich, sie hinterlassen auch Unmengen an Müll, weil sich der postmoderne Weltenbummler über solchermaßen spießbürgerliche Sekundärtugenden wie das Mitnehmen oder Entsorgen des eigenen Abfalls längst erhoben hat - eine Erkenntnis, die man im übrigen auf jeder Bahnreise neu gewinnen kann. Nicht so auf dem Kirchentag: als ich mich umdrehte, weil ich hinter mir eine Plastikflasche zu Boden fallen hörte, hatte sie der Verlierer schon wieder aufgehoben. Danach habe ich einmal bewusst auf den Boden der Veranstaltungsorte (unter freiem Himmel) geachtet und festgestellt, dass sich dort tatsächlich trotz vieler tausend Besucher und Passanten kaum Abfälle finden.

Und diese (ungewohnte) Rücksichtnahme aufeinander und auf andere zog sich durch die ganze Veranstaltung, durch die gemeinsame Nutzung von Liedzetteln, durch das Teilen des Feuers für das Anzünden der Kerzen beim Abendsegen, jeweils unter völlig Fremden, und nicht zuletzt auch in der Person des Skateboarders, der rechtzeitig vor dem Passieren eines der öffentlich musizierenden Chöre von seinem Board absprang und es vorbeitrug, um die leisen Passagen des Gesangs nicht zu stören.

Schön wäre es, wenn auch der Alltag mehr durch diese Rücksichtnahme, dieses - ja - Benehmen geprägt wäre.

Wellenreiten 05/2015

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im Mai 2015 kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

Tips, Tricks & Tech

Serendipity

Sicher im Netz

  • Jens Kubieziel: Browser gegen LogJam absichern
    Der Logjam-Angriff ermöglicht es einem man in the middle, Webserver und Browser bei einer TLS-verschlüsselten Verbindung dazu zu bringen, sich auf ein unsicheres Verschlüsselungsverfahren zu einigen, das dann leicht gebrochen werden kann, mit der Folge, dass die Kommunikation für den “Mittelsmann” lesbar wird. Jens schildert, wie man Browser so konfigurieren kann, dass sie bei diesem Spiel nicht mehr mitmachen.

  • Florian Maury: The “Indefinitely” Delegating Name Servers (iDNS) Attack [PDF]

IT und Recht

(Selbst-)Organisation

Presseschau: Skurriles, Schönes oder sonstwie Lesenswertes im Blätterwald

Spieler- und Jugendschutz in Spielhallen

Nicht selten scheint “der Staat” ein gespaltenes Verhältnis zu schädlichen bzw. selbstschädigenden Verhaltensweisen zu zeigen - so besteuert er Tabakerzeugnisse (nicht zu verwechseln mit Rauchwaren!) und Alkohol und generiert auf diese Weise Einnahmen, versucht aber zugleich, die Jugend (und zunehmend auch die erwachsene Bevölkerung) vor den schädlichen Folgen des Tabak- und des übermäßigen Alkoholkonsums zu bewahren. (Andererseits übt er so natürlich auch eine steuernde Wirkung nicht nur auf das Preisniveau aus.) Ähnlich sieht es im Umgang mit dem Glücksspiel aus: der Staat konzessioniert oder betreibt Spielbanken und/oder Lotterien bzw. verdient an diesen mit, versucht aber andererseits - auch dies zunehmend -, durch entsprechende Regelungen der Spielsucht entgegenzuwirken.

War dies in früheren Zeiten im wesentlichen auf die strafrechtlichen Vorschriften der §§ 284, 285 StGB beschränkt, so benennt der “Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland” mit dem neckischen Kürzel GlüStV bzw. der aktuelle Erste GlüÄndStV die Verhinderung des “Entstehens von Glücksspielsucht und Wettsucht” als das erste seiner gleichrangigen Ziele, gefolgt von dem Ziel, “den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete und überwachte Bahnen zu lenken” und “den Jugend- und den Spielerschutz zu gewährleisten”. Infolgedessen sehen der Staatsvertrag und die entsprechenden landesrechtlichen Regelungen nicht nur umfangreiche Aufklärungspflichten (§ 7 GlüÄndStV), sondern auch ein zentrales Sperrsystem zum Schutz der Spieler vor ihrer möglichen Spielsucht vor.

So verlangt bspw. das Bremische Spielhallengesetz (BremSpielhG)

  • eine Ausweis- oder vergleichbare Kontrolle zur Gewährleistung der Volljährigkeit der Spieler vor Gewährung des Zutritts zur Spielhalle (§ 3 BremSpielhG) und

  • die Einführung umfangreicher Maßnahmen zum Spielerschutz (§ 4 BremSpielhG)

und verbietet (§ 6 BremSpielhG) u.a.

  • den Ausschank von alkoholischen Getränken oder das Angebot von Speisen,
  • die Gewährung von Kredit und
  • die Gestattung einer Spielteilnahme Spielsüchtiger.

Nun ist bekanntlich die Schaffung von Regelungen gut, aber deren tatsächliche Umsetzung bleibt entscheidend. Also stellt sich die Frage, inwieweit Spielhallenbetreiber diese zum einen teilweise sehr bürokratischen und zum anderen ihren Geschäftsinteressen zuwiderlaufenden Vorgaben wirklich umsetzen. Dieser Frage ist das Institut für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen mit einer in “Sucht” 2015, 9-18 veröffentlichen Studie nachgegangen. Es wurden im Rahmen des experimentellen Praktikums innerhalb des Psychologie-Studiums Studenten als Testspieler in insgesamt 29 (auswertbaren) Fällen in verschiedenen Spielhallen eingesetzt.

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