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Drahtlos auf Schienen

Es ist nunmehr etliche Jahre her, dass ich täglich eine längere Strecke zu pendeln hatte; seit einem halben Jahrzehnt bin ich allenfalls noch Gelegenheitsnutzer der Bahn auf längeren Strecken und damit natürlich auch nicht mehr wirklich über aktuelle Entwicklungen im Bilde. Positiv konnte ich jetzt aber vermerken, dass die WLAN-Angebote der Bahn sich preislich wie technisch deutlich verbessert haben.

Vor mehr als einem Jahrzehnt begann der Onlinezugang bei der Bahn mit rail&mail in den Lounges, zu diesem Zeitpunkt (jedenfalls für mich) noch drahtgebunden, aber trotzdem bereits recht praktisch. Ein Jahr später wechselte die Bahn dann zur T-Com und erstattete ziemlich großzügig die noch vorhandenen rail&mail-Guthaben, und ich habe (nicht nur deshalb) seitdem immer auf irgendeine Weise einen Hotspot-Tarif der Telekom (oder eines der verbundenen Unternehmen, die über die Jahre immer mal ihren Namen änderten, aufgespalten wurden und erneut fusionierten) gebucht gehabt, derzeit in Verbindung mit meinem heimischen Telefon- und Internetzugang, so dass ich ohne Zusatzkosten in jeder Lounge online komme.

Schon etliche Jahre bietet die Bahn auch WLAN-Zugänge in ihren ICE - zumindest auf bestimmten Strecken und jedenfalls anfänglich auch nur in bestimmten Zügen - an. Aus der Anfangszeit hatte ich allerdings den Eindruck mitgenommen, dass die Netzverbindung doch oft eher wackelig war oder gar nicht funktionierte, wobei das Problem meistens “hinter” dem WLAN-Accesspoint lag, also in der drahtlosen Anbindung des Zuges ans Netz. Auch hier konnte ich mich kostenneutral mit meinem T-Com-Account einloggen.

Nachdem ich dieser Tage wieder einmal mit der Bahn die Lande bereiste, habe ich jetzt festgestellt, dass der WLAN-Zugang im ICE inzwischen recht zuverlässig funktioniert - doch nicht nur das: zumindest in der 1. Klasse und auch in der Lounge ist er jetzt kostenlos für alle! Das finde ich insgesamt sehr erfreulich, auch wenn es mir natürlich keine Ersparnis bringt (aber immerhin spare ich mir die Eingabe meiner Zugangsdaten).

Jetzt bin ich auf die künftige Entwicklung gespannt; bereits im letzten Monatsrückblick hatte ich ja auf die Berichterstattung der c’t zu den künftigen Plänen der Bahn auf diesem Gebiet verlinkt. Verbesserungspotential für die Geschwindigkeit und Verbindungsstabilität gibt es sicherlich weiterhin.

Serendipity 2.0

Was lange währt, wird wirklich gut.

Nach dem zweiten Release-Candidate ist nun Serendipity 2.0 released und hier für dieses Blog installiert, wo sich im Dreivierteljahr seit dem Relaunch auch die Beta-Versionen schon bewährt haben.

Was andere dazu sagen

[Dieser Eintrag wurde nachträglich um weitere Beiträge in anderen Blogs ergänzt.]

Wellenreiten 12/2014

Wer als “Websurfer” metaphorisch auf den Wellen des Netzes reitet, findet dabei zwar keine paradiesischen Inseln, manchmal aber immerhin ganz interessante Lektüre.

Im Dezember 2014 kann ich u.a. folgende Fundstücke empfehlen und der werten Leserschaft ans Herz legen:

Tips, Tricks & Tech

Cybercrime

WLAN unterwegs

Medizin

Sehenswertes

  • Nuggets
    Ein durch seinen einfachen Stil umso eindrücklicherer Animations-Film zum Thema “Sucht”.

Meine Blogroll wächst

Im vergangenen Monat habe ich folgende Blogs neu abonniert:

Lesetagebuch 2014

Die Tradition des Lesetagebuchs hat mich auch im vergangenen Jahr 2014 begleitet, in dem ich mir verschiedentlich, sozusagen blockweise, einmal wieder mehr Zeit zum Lesen genommen und den Stand von 2011 ein-, nein, sogar überholt habe:

  • im Jahre 2014 gelesene Bücher: 66 (2013: 35)
  • im Jahre 2014 gelesene Seiten: 25.169 (2013: 12.694)
    (davon 11.101 deutsche und 14.068 englische)

Insofern habe ich im Schnitt mehr als ein Buch pro Woche “geschafft”; nicht unerheblich mitgewirkt hat dabei freilich mein Erwerb eines Kindle Paperwhite im Juli diesen Jahres. So sind von den 66 Büchern immerhin 24 E-Books gewesen (also gut 35%, mit 6.806 von 25.169 Seiten, also nur gut 25% der gelesenen Seiten - zumindest die von mir gelesenen E-Books sind also kürzer als die konventionellen “Schmöker”).

Mit insgesamt 16 Büchern war Karen Rose die 2014 am meisten gelesene Autorin (ich dürfte damit alle von ihr verfügbaren Bücher gelesen haben), gefolgt von Mercedes Lackey mit 10 Büchern - von Lackey habe ich schon vor Jahren etliche Bücher gelesen und war dann irgendwie davon abgekommen; jetzt bin ich mit einigen ungelesenen Büchern von meinem großen Stapel wieder eingestiegen und habe dann die jeweiligen Serien entsprechend ergänzt. Einige Bücherbestellungen sind dabei auch erst einmal wieder auf dem Stapel gelandet. Dazu kam schließlich noch einige leichte (Kindle-)Kost von Katharina Peters (4 Bücher) und Elke Bergsma (7 Bücher), und natürlich diverse Einzelwerke, namentlich regionale Krimis und der “Gibraltar”-Zyklus von McCollum.

Zum Lesen der von mir bestellten zwei oder drei Werke von Ian Rankin bin ich 2014 nicht gekommen; die Bücher liegen noch auf dem Stapel, genau wie einige Bücher von Karin Slaughter, Inge Löhning, ein paar dicke Wälzer von Ken Follett sowie eine ganze Reihe Bücher von John Scalzi, die ich dieses und letztes Jahr gesammelt habe. Für 2015 bin ich also bereits gut mit Lesestoff versorgt. :-)

Frühere Lesetagebücher:

Alle vier Jahre wieder ...

Verbandmittel
Ein fast vollständiger Stapel von Austauschmaterial.

Nach vier Jahren ist es wieder einmal soweit: rechtzeitig vor dem Verfall werden Verbrauchsmaterial (Medizinprodukte) und Arzneimittel umgewälzt. Das kommt angesichts einer üblichen Haltbarkeit von fünf Jahren im vierjährigen Rhythmus offensichtlich ganz gut hin.

Google Calendar ausdrucken

Wie ich bereits vor 2 Monaten berichtet hatte, nutze ich den Kalender von Google, benötige aber auch “Ausdrucke” (richtiger: PDF-Fassungen) meiner Termine. Bislang hatte ich dazu Outlook genutzt, das die Daten aus dem Google-Kalender importieren kann, aber diese Möglichkeit fällt seit der Neuinstallation meines Laptops weg, weil ich - wenn möglich - nicht nur zum Drucken des Google-Kalenders Outlook installieren (und ggf. kaufen …) möchte.

Also benötige ich jetzt eine neue Lösung zum Drucken meines Kalenders (unter Windows, ersatzweise auf einer Linux-Shell) … und das erweist sich als überraschend schwierig. Dabei sind meine Anforderungen gar nicht so groß:

  • Auch längere Terminsbeschreibungen sollen - durch Zeilenumbruch - im Ausdruck lesbar bleiben.
  • Es sollen beliebige Zeiträume (jeweils ganze Wochen) auf eine Seite gedruckt werden können, also bpsw. 4-5 Wochen ab heute, auch wenn diese Wochen in verschiedenen Monaten liegen.

Optional wäre es noch nett, wenn …

  • … der Ausdruck einigermaßen ansehnlich ist, vielleicht sogar dem Druckergebnis von Outlook nahekommt.
  • … die farbige Kennzeichnung der Termine aus dem Google-Kalender übernommen wird.
  • … neben der Startzeit eine Dauer oder die Endzeit gedruckt werden kann.
  • … verschiedene Google-Kalender gedruckt werden können.

Google selbst ermöglicht natürlich den Kalenderdruck, scheitert aber an beiden zwingenden Anforderungen. Weder gibt es einen Zeilenumbruch - was zur Wahl zwischen “unlesbar kleiner Schrift” und “abgeschnittenen Terminsbeschreibungen” führt - noch können freie Zeiträume auf eine Seite gedruckt werden. Es ist zwar möglich, bspw. die letzten beiden Dezember- und die ersten Januar-Wochen zu drucken; die finden sich dann aber zwingend nach Monaten getrennt auf zwei Seiten. Dafür scheint es auch nicht wirklich eine Lösung zu geben.

Also habe ich mich frohgemut zur Google-Recherche aufgemacht. So schwer sollte das ja nicht sein, schließlich muss ich nicht direkt aus dem Google-Kalender drucken können; mir genügt eine Applikation, die sich mit dem Google-Kalender synchronisieren lässt oder wenigstens ICAL- (oder XML-) Dateien einlesen kann und dann entsprechende Ausdrucke ermöglicht.

"Google Calendar ausdrucken" vollständig lesen

Wechsel meines GPG-Schlüssels

Vor mehr als 15 Jahren habe ich mir - damals noch ausschließlich unter Windows - den ersten eigenen PGP-Key erstellt. Einige Jahre später habe ich diesen alten Schlüssel dann für alle praktischen Zwecke durch einen neuen Key ersetzt. Hanno hat mich jetzt dieser Tage daran erinnert, dass besagter aktueller GPG-Schlüssel ja nun auch schon wieder 10 Jahre alt ist und überdies von der Art und Länge her nicht mehr dem heutigen Standard entspricht.

Also ersetze ich meinen bisherigen Schlüssel:

  pub   1024D/144793AD 2004-10-01
    Key fingerprint = 74A6 8BEE C744 D06C 77D9  BFF5 0F23 6046 1447 93AD

ab sofort durch folgenden neuen Schlüssel:

  pub   4096R/04777287 2014-12-27 [expires: 2024-12-24]
    Key fingerprint = 0276 6D9A CBB6 7FC3 0CBD  93F8 64F6 2D3B 0477 7287

Der alte Schlüssel bleibt noch eine Zeit lang gültig; ich bitte aber darum, nur noch den neuen Schlüssel zu verwenden. Dieser steht auf den Keyservern und auf meiner Webseite unter http://th-h.de/download/0x04777287.asc zum Download bereit.

Außerdem gibt es ein mit beiden Schlüsseln signiertes Transition statement.

Retry, reboot, reinstall?

In den letzten Jahren habe ich im Schnitt alle drei Jahre einen neuen Laptop eingerichtet. Mal war das bisherige Modell uralt und mit ausgerissenen Scharnieren und ausgelutschten Akkus erneuerungsreif, mal wurde sein Leben durch ein umgekipptes Weinglas vorzeitig beendet, mal war es ein obskures Hitzeproblem, das zu ständigen Hängern führte, mal wollte ich einfach etwas neueres, größeres, schöneres und besseres, obwohl das aktuelle Gerät eigentlich noch ganz in Ordnung war. Insgesamt kam das meistens recht gut aus; wenn der Akku allmählich erste Schwächen zeigte, wenn das System gefühlt immer langsamer lief - aus welchen Gründen auch immer -, stand ein Austausch an.

Nachdem mein aktueller Laptop mittlerweile bereits dreieinhalb Jahre alt ist, der Akku aber zumindest noch einigermaßen frisch erscheint und mich nur der manchmal seeehr langsame Betrieb stört, habe ich mich entschlossen, es diesmal einmal anders zu versuchen und statt eines Neukaufs einfach einmal auf eine Neuinstallation zu setzen. (Angesichts der Tatsache, dass ich gerade letztes Jahr Firefly durch ein Neugerät ersetzt hatte, vielleicht auch keine schlechte Idee.)

Dummerweise dauert so etwas ja immer länger; meine Schätzung, dass die Aktion in einem halben Tag erledigt sein sollte, hat sich - fast schon erwartungsgemäß - als übermäßig optimistisch erwiesen, nachdem alleine Download und Installation der notwendigen Windows-Updates (nach Wiederherstellung der Auslieferungszustands von 2011) vier bis fünf Stunden in Anspruch nahm. :-) Und danach fängt die Neuinstallation notwendiger, angenehmer oder vielleicht auch überflüssiger Software ja erst an …

Inzwischen kann ich aber Vollzug vermelden; Landroval ist jetzt neu installiert und eingerichtet. Gespannt bin ich jetzt vor allem darauf, wie sich denn nun das Laufzeitverhalten darstellt und ob die träge Reaktion wirklich - wie man immer mal wieder lesen kann - an der alten und “vollgemüllten” Windows-Installation lag oder an anderen Ursachen.

Serendipity 2.0-rc2

Rund vier Monate nach der Installation der dritten Beta-Version von Serendipity 2.0 steht nun der erste (bzw. nach der schnellen Behebung eines kritischen Fehlers direkt der zweite) Release-Candidate zur Verfügung - sozusagen als kleines Weihnachtsgeschenk. :-)

Nach kurzem Test in meinem, nun ja, Testblog, setze ich diese Version jetzt auch direkt hier auf Netz - Rettung - Recht ein. Etliche (vor allem kleinere, teilweise aber auch nervige) Fehler wurden noch behoben (so zum Beispiel das Problem der ständig im Editor auftauchenden “Sicherheitskopien” älterer Eintragsentwürfe), einiges neu gestaltet (so die Auswahl der Kategorien und Tags und, sehr praktisch, ein Umschalter zwischen “Entwurf” und “Veröffentlichung” direkt beim “Speichern”-Button), und bisher bin ich sehr zufrieden.

Mal gucken, was sich noch an kleinen angenehmen Neuerungen - und vielleicht auch an verbliebenen Ecken und Kanten - findet. Ich bin gespannt, würde aber den Release-Candidate bereits jetzt empfehlen. (Klar, eine Sicherung der Dateien und der Datenbank (!) ist vor dem Update geboten.)

Ich hoffe, dass ich über die Weihnachtstage oder irgendwann im nächsten Jahr auch wieder einmal dazu komme, die Entwicklung näher zu verfolgen; einige kleine Kommentare und Bug-Reports haben sich noch angesammelt, die ich aber erst einmal reproduzieren und formulieren muss. Aber mit 2.0 soll die Entwicklung ja nicht beendet sein. ;-)

"Serendipity 2.0-rc2" vollständig lesen

htmlspecialchars(), PHP 5.4 und eine leere Ausgabe

Erst dachte ich, es liegt an mir - ich bin eben kein “Softwareentwickler”, sondern Dilettant (wie ich hoffe, im ursprünglichen Sinne). Nachdem jetzt aber auch ein Projekt wie Serendipity davon “gebissen” wurde, lohnt es sich vielleicht doch, ein paar Worte dazu zu schreiben, die anderen eine lange Google-Recherche ersparen.

Kurzum: Wenn nach einem PHP-Update (bspw. von Debian Squeeze mit PHP 5.3.3 auf Debian Wheezy mit PHP 5.4.35) Webapplikationen plötzlich verrückt spielen und Texte verschwinden, liegt das an einem geänderten Default der PHP-Funktion htmlspecialchars().

Die Langfassung

Nach einem Update meines Servers auf das aktuelle Debian Anfang diesen Jahres stellte ich fest, dass u.a. bei votetakers.de manche Teile der Seite einfach verschwunden waren. Eine genauere Betrachtung ergab, dass es sich dabei exakt um solche Teile handelte, die (a) dynamisch generierte Inhalte enthalten, aus denen mit der Funktion htmlspecialchars() unerwünschter HTML-Code entfernt wird (indem ‘<>’ in ‘&lt;&gt;’ umgewandelt wird), und bei denen (b) im entsprechenden Text Umlaute vorkamen.

Nach erster Ratlosigkeit stellte ich fest, dass die einzige Änderung an dieser Funktion zwischen PHP 5.3 und PHP 5.4 der geänderte Default für den verwendeten Zeichensatz war. Vollständig besteht der Aufruf von htmlspecialchars() nämlich nicht nur in der Übergabe des zu konvertierenden Textes in der Art htmlspecialchars('Ich bin ein Tästtext!'), sondern enthält u.a. auch noch Flags und das Encoding:

  1. string htmlspecialchars ( string $string [, int $flags = ENT_COMPAT | ENT_HTML401 [, string $encoding = ‘UTF-8’ [, bool $double_encode = true ]]] )

Dabei hat sich der Default von ISO-8859-1 auf UTF-8 geändert:

If omitted, the default value of the encoding varies depending on the PHP version in use. In PHP 5.6 and later, the default_charset configuration option is used as the default value. PHP 5.4 and 5.5 will use UTF-8 as the default. Earlier versions of PHP use ISO-8859-1. 

Also habe ich testweise alle Aufrufe von htmlspecialchars() im Code ergänzt um passende Flags (zwingend, weil der Parameter im Funktionsaufruf vor $encoding steht und daher mit übergeben werden muss, wenn man $encoding setzen will) und das Encoding ‘ISO-8859-1’ … und danach tat es wieder.

Die Ursache dafür dürfte wohl darin liegen, dass htmlspecialchars() sinnigerweise einen leeren String zurückgibt, wenn der übergebene String - im entsprechenden Encoding - unzulässige Zeichen enthält:

If the input string contains an invalid code unit sequence within the given encoding an empty string will be returned, unless either the ENT_IGNORE or ENT_SUBSTITUTE flags are set.

Das führt dann zum “Verschwinden” der entsprechenden Text-Teile in der Ausgabe. Böse Falle.

Gut, man hätte vielleicht den Funktionsaufruf direkt richtig machen können, und warum das Problem überhaupt auftritt, obwohl die Datenbank als Collation “UTF-8’ hat, weiß ich auch nicht - vielleicht weil die Webseiten als Encoding ISO-8859-1 haben? Wie auch immer: so ist das nicht nett. Und noch weniger nett, dass es (vor PHP 5.6) keine Möglichkeit gibt, einen Default zu setzen, so dass man jeden (!) Aufruf von htmlspecialchars() mit Flags und Encoding “aufpeppen” muss - oder man ersetzt htmlspecialchars() sinnvollerweise direkt durch eine eigene Funktion, wie auch in einem Kommentar zur PHP-Dokumentation geraten wird.

Nachdem ich im März im Blog von Felix Pfefferkorn auf dieses Problem stieß und jetzt auch die Serendipity-Developer den Code kurz vor dem geplanten Release-Candidate noch einmal umkrempeln mussten, ist es wohl an der Zeit, dazu ein paar Worte zu schreiben - offenbar bin ich wenigstens nicht der einzige Dilettant (im besten Sinne, natürlich ;-)).

Nachwort

Ja, ich stehe dazu: ich hasse die Probleme mit Charset-Konversionen, überall - sowohl das unselige Problem der verschiedenen Zeilenende-Markierung in Windows und Unixen als auch Dinge wie das BOM (“Byte Order Mark”) am Anfang einer Textdatei, die dann durch ältere Software nicht mehr geöffnet werden kann, als auch die ganze unselige Hin-und-Her-Konvertiererei, oft ohne dass man der Datei ansehen könnte, welches Encoding sie denn nun genau hat. Am Ende stehen dann “kaputte” Postings, E-Mails oder Webseiten.

Und ich stehe auch dazu, dass ich den Umgang von PHP (und Apache und …) mit Zeichensätzen, insbesondere das Problem, wie man richtig mit Formulareingaben umgeht, einfach bisher nicht verstehe. Aber dazu wollte ich ohnehin bei Gelegenheit mal etwas schreiben.

Navigation: TomTom GO LIVE 1015

Nachdem ich im April schon einmal einen Screenshot meines aktuellen Navis gezeigt hatte, ist mir aufgefallen, dass ich über seinen Erwerb und die damit gemachten Erfahrungen noch gar nichts habe verlauten lassen, weil beides in eine meiner Blogpausen fiel …

Auch hier war ich - natürlich - mal wieder ein Late Adopter; wie bei meinem Smartphone habe ich auch lange Jahre darauf bestanden, dass Navis fürs Auto im wesentlichen überflüssig seien - doch kaum hatte ich 2006 mein erstes Navi erworben, mochte ich es nicht mehr missen. Allerdings muss ich rückblickend sagen, dass das kein wirklich glückhafter Kauf war; ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich mich über das Navman ICN 530 in den letzten Jahren geärgert hatte. Nicht nur, dass es schon nach dem Kauf keine Karten-Updates mehr gab und das Navi zunehmend Kreuzungen zeigte, wo es schon jahrelang Kreisel gibt, oder man im Freiflug über die Grünflächen unterwegs war, weil es Autobahnausfahrten noch nicht kannte - die Navigation war zunehmend ein extremes Ärgernis, weil nicht nachzuvollziehen. Nach einem besonders ärgerlichen Umweg, der zudem noch durch einen großen Stau führte, so dass wir auf einer Strecke von weniger als einer Stunde Fahrtzeit mehr als eine Stunde Verspätung sammelten, hatte ich zwar nicht meine Drohung wahr gemacht, das Ding von der nächsten Talbrücke in die Tiefe zu werfen, aber doch beschlossen, nunmehr umzusteigen.

Flugs war so im November 2011 ein TomTom GO LIVE 1015 geordert, und ich muss sagen, ich bin immer noch ausgesprochen zufrieden damit. Es braucht zwar manchmal etwas Bedenkzeit oder gar - seltener - einen harten Reset, funktioniert aber normalerweise hervorragend, sucht sehr gute, schnelle Routen heraus, und bietet gut verständliche Ansagen und Anzeigen. Dazu kommt eine Vielzahl von Zusatzfunktionen (die teilweise nach der Anfangszeit gegen Bezahlung nachzubuchen sind); dass man seine Ankunft auf Twitter veröffentlichen kann, ist für mich jetzt nicht so die Killer-Applikation, aber der Abruf von Stauinformationen - nicht nur auf Autobahnen und Bundesstraßen, sondern auch in größeren Städten, die diese Daten verfügbar machen - mit der Möglichkeit, eine Ersatzroute auszuwählen, ist ganz, ganz großartig. Zudem sind die Ankunftsschätzungen gut (eher leicht zu großzügig, wenn man wie ich doch zumeist zügig unterwegs ist, aber nicht wie beim Navmann viel zu großzügig und realitätsfern), und es gibt zudem nach Herzenslust Spielereien, die man nutzen kann. Praktisch sind insbesondere die Suche nach einem Parkplatz in Zielnähe und die einfache Möglichkeit, Favoriten zu speichern, aber auch die Möglichkeit, Kartendaten - wie die zulässige Höchstgeschwindigkeit - zu aktualisieren.

Obschon mein neues Gefährt nun auch ein eingebautes Navigationssystem hat, ziehe ich doch zumeist weiterhin mein treues GO LIVE vor; die Qualität der Routenauswahl und die Zeitschätzungen ist deutlich höher und die Karte zudem viel einfacher mit einem schnelle Seitenblick aufzunehmen.

Kurzum: drei Jahre nach dem Kauf bin ich immer noch begeistert - wohingegen ich drei Jahre nach dem Kauf meines Navmann das erste Mal überlegt habe, ob ich es nicht besser von der Brücke werfen sollte. :-)

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