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Geldsenke Amazon

Amazon habe ich als Buchladen kennengelernt, und früher habe ich dort auch (nur) Bücher gekauft. Dann ab und an auch mal Software, v.a. Spiele. Und DVDs. Und später dann Elektronikzeugs, und mittlerweile fast alles.

Das hat natürlich Folgen.

Wer das ungute Gefühl, dass Amazon für einen wesentlichen Teil des Ausgabenbudgets verantwortlich ist, einmal näher quantifizieren möchte, dem kann mit damazon.py geholfen werden.

(Wem - wie mir - pip install requests beautifulsoup4 nichts sagt, außer der Vermutung, dass es sich um entsprechende Bibliotheken handelt, die zunächst installiert werden müssen, dem hilft - wenn er nicht noch einen weiteren Paketmanager zusätzlich zu apt bzw. aptitude (Debian), cpan (Perl), gem (Ruby) und Co. auf dem System begrüßen möchte - unter Debian Wheezy auch die Eingabe von aptitude install python-requests python-bs4 weiter.)

Via @towo.

Spät apportiert: 11 Fragen, 11 Antworten

Ein Blogstöckchen (kurz: Stöckchen) ist eine Aktion mit dem Ziel, Blogs und Blogger besser miteinander zu vernetzen, und dabei ein bestimmtes Thema gemeinsam zu bearbeiten.
Stefan Waidele jun.

Ich hätte gedacht, dass “Stöckchen”, die man sich unter Bloggern zuwirft und die dann vermutlich apportiert werden müssen, schon lange aus der Mode gekommen wären - aber offensichtlich irrte ich insoweit, und daher freue ich mich, dass ich hiermit ein Stückchen von ToJe vom Datentrampelpfad (verspätet) auffangen darf.

Nun also, frischauf ans Werk, die Staubschicht ist vom Blog gepustet, es ist geputzt und poliert - jetzt die 11 Fragen und (mindestens) 11 Antworten dazu!

1. Ist das Blog selbst gehostet oder bei einem Blogprovider?

Ich hoste alle Dienste, wenn irgendwie sinnvoll möglich, selbst - einmal, weil das spannend ist und Spaß macht, zum anderen, weil ich damit meine Dienste und meine Daten selbst unter Kontrolle habe und nicht von Drittanbietern abhängig bin, die vielleicht sonst etwas mit meinen Informationen anfangen oder (noch schlimmer) ihren Dienst irgendwann einstellen. Wenn und so lange ich das kann und ohnehin genügend Platz auf Webspace und Servern habe, ziehe ich das einem Provider vor; nicht zuletzt kann ich dann auch alles genau so konfigurieren, wie ich es haben will (und verstehen, was im Hintergrund geschieht).

Daher: ja, auch mein Blog ist selbstgehostet, und ich betreibe es dank Serendipity und seiner Entwicklerschar. :-)

2. Sind der Inhalt eher spontane Artikel oder lange vorbereitete Texte?

Das hat sich über die Jahre geändert … Früher waren es primär spontane, meist auch eher kurze Artikel. Später waren es dann vor allem länger vorbereitete Texte - sowohl solche, die ich dann (ggf. nach längerem Zuwarten auf ausreichende zeitliche Ressourcen) “in einem Rutsch” heruntergeschrieben habe als auch solche, die über einige Zeit (und Recherchen) gereift sind. Noch später waren es dann vor allem … gar keine Texte mehr, weil es an Zeit und Elan fehlte. :-)

Nach dem Relaunch meines Blogs werden sich voraussichtlich längere (vorbereite) Texte und kurze Hinweise, bspw. auf neue Releases, die Waage halten.

3. Benutzt du zur Kommunikation verschlüsselte oder unverschlüsselte Email?

Ich kommuniziere zumeist unverschlüsselt. Der zusätzliche Aufwand für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist es mir meist nicht wert.

Die Kommunikation von meinem Rechner zu (meinem) Mailserver und, wenn unterstützt, bis zum Empfänger ist ohnehin transportverschlüsselt; das genügt m.E., um das Mitlesen durch zufällige Dritter und Angreifer ohne erhebliche kriminelle Energie zu verhindern. Meine E-Mails gegen einen Zugriff durch staatliche Akteure oder beim Empfänger zu schützen habe ich wenig Bedarf. Zudem müsste ich für eine wirklich sichere Kommunikation einen nicht unerheblichen Aufwand zur Validierung der Schlüssel (und, natürlich, zur Sicherung meines Rechners!) betreiben. Ich mag es auch nicht, wenn empfangene E-Mails nur verschlüsselt vorliegen, weil ich sie dann nicht ohne weiteres durchsuchen oder nur einmal schnell überfliegen kann und das ganze Handling unnötig komplex wird.

Was mir persönlich allerdings - in Kenntnis der Implikationen für die Sicherheit - sehr gut gefällt, ist ein Proxy, der sich transparent zwischen meinen Mailclient und den (lokalen) Server klemmt, verschlüsselte Mail (nach Eingabe der Passphrase für den privaten Schlüssel) entschlüsselt und dann dem Client auch entschlüsselt - ggf. mit Prüfung der Signatur und Dokumentation des Ergebnisses - übergibt und ausgehende Mail nach bestimten Regeln ebenso transparent verschlüsselt. So habe ich meine ein- wie ausgehende Mail im Client ganz normal unverschlüsselt vorliegen, der Übertragungsweg ist aber Ende-zu-Ende verschlüsselt. Total bequem! Das nutze ich auch tatsächlich für alle Kommunikationspartner, von denen mir Schlüssel vorliegen und bei denen ich weiß, dass sie das entweder wünschen oder zumindest nicht ablehnen und damit technisch klarkommen. :-)

Ein Nachteil bleibt allerdings: von unterwegs, von meinem Smartphone oder Tablet aus, kann ich diese Mails nicht lesen, denn meinen privaten Schlüssel möchte ich nicht auf einem Android-Gerät liegen haben …

4. Benutzt du in der Stadt den ÖPNV oder das Fahrrad?

hüstel Das Auto …

5. Was war früher als Kind dein Lieblingsspielzeug?

Schwer zu sagen. Ich habe sowohl mit Playmobil als auch mit Lego sehr viel (gebaut und) gespielt; das dürften insofern meine Lieblingsspielzeuge gewesen sein, ohne dass ich darunter jetzt echte Prioritäten gehabt hatte.

Danach kamen natürlich irgendwann die Rollenspielrunden und noch davor der erste Computer …

6. Hatte dein erstes Telefon eine Wählscheibe oder Tasten?

Das erste Telefon, das ich benutzt habe, vermutlich noch eine Wählscheibe; die Telefone, mit denen ich bewusst, also ab etwa dem Grundschulalter, aufgewachsen bin, und mein erstes eigenes Telefon hatte(n) Tasten

7. Unternimmst du Ausflüge in fremde Welten lieber mit Science fiction oder mit Fantasy?

Auch hier habe ich keine klare Präferenz, würde mittlerweile aber sagen: eher mit Fantasy. Gerade mit “klassischer” oder “literarischer” Science Fiction - Asimov und Co. - kann ich, muss ich gestehen, herzlich wenig anfangen.

8. Ist selbst kochen Entspannung oder lästige Pflicht?

Definitiv lästige Pflicht! - Insofern greife ich dann entweder auf Fertiggerichte bzw. den Lieferdienst zurück, gehe essen oder darbe … :-)

9. Gibt es ein Musikstück, das du liebst, obwohl es überhaupt nicht zu der sonst von dir gehörten Musik paßt?

Liebst … Nun ja. Es gibt(mehrere) Musikstücke, die ich zumindest sehr gerne höre, die aber so gar nicht zu meinem Stil passen, ja. Eigentlich bin ich eher ein Freund der Balladen, Hymnen und auch instrumentalen Stücke, also des sanften, gefälligen - ich mag aber auch manchmal Metal und ab und an die verstorbenen Beinkleider … Nur eines geht ganz sicher nicht (und nie): Rap.

10. Hast du schon einmal auf einem (echten oder virtuellen) Flohmarkt etwas gekauft, das du früher unbedingt haben wolltest, aber nicht bekommen konntest?

Ich glaube nicht … Jedenfalls kann ich mich nicht bewusst erinnern.

11. Hast du lange überlegt, ob du diese Fragen beantworten willst?

Nein! - Ich habe nur lange gebraucht, um es zu tun. :-)


Nachdem ich nunmehr - verspätet - hoffentlich alles Notwendige getan habe, einen Szafskater froh zu machen, wollen wir es hierbei auch belassen und das Stöckchen nicht weiterwerfen.

UseVote 4.12 released

Ein gutes Jahr nach dem letzten Release gibt es nun - dank Marc Langer - wieder eine neue UseVote-Version, die am üblichen Ort heruntergeladen werden kann.

UseVote 4.12 enthält weitere Verbesserungen für die Wahlscheinbearbeitung, insbesondere auch für die Bearbeitung mehrerer (oder einer Vielzahl) parallel laufender Abstimmungen. Marc hat u.a. die Möglichkeit eingefügt, den eingesandten Wahlschein mit dem Wahlscheinmuster zu vergleichen und so versehentliche (oder böswillige) Änderungen zu erkennen. Außerdem wird jetzt im Fehlermenü, das bei der Notwendigkeit eines manuellen Eingriffs des Votetakers angezeigt wird, der Name der aktuell bearbeiteten Abstimmung angezeigt, was sich als sehr hilfreich erweisen kann, wenn eine Vielzahl von Abstimmungen parallel auszuwerten ist. Auch der korrekte Name der Abstimmung wird jetzt besser im Wahlschein erkannt. Schließlich wird die (datenschutzrechtlich erforderliche) Zustimmung zur Datenverarbeitung jetzt per Default strikter geprüft als die Stimmen auf dem Wahlschein; das kann aus Rechtsgründen erforderlich sein. Last but not least hat die letzte Änderung der Einrichtungsregeln für Newsgruppen (Absenkung der Mindeststimmenzahl von 60 auf 50 Stimmen) nunmehr auch ihren Niederschlag in der UseVote-Konfiguration gefunden.

[Dieser Eintrag wurde nachträglich im Mai 2014 veröffentlicht.]

Mr. Ward und Mr. Pozner - SEO kompliziert

Ende letzten Jahres bekam ich eine E-Mail von einem Albertio Ward, der meine Webseite schon seit 2000 kennt und gerne die Header-FAQ ins Bulgarische übersetzen würde. Er arbeitet für (s)ein Projekt namens "Bulgarian FCW Science", ein freemium-model non-English language orientated startup (ich spare mir hier den Versuch einer Übersetzung), in dem wissenschaftliche Artikel, persönliche Notizen usw. in verschiedenen Sprachen seit 1999 (!) gesammelt werden. Über meine Erlaubnis zur Übersetzung würde er sich freuen und auch gerne meinen Namen als Autor nennen und die FAQ verlinken.

Als erstes wollte ich gerne hilfsbereit sein und habe mich natürlich auch gefreut, daß jemand an dem Text Interesse hat. Meiner angeborenen Neugier ahem folgend wollte ich aber zuerst mehr über das Projekt erfahren. Seltsamerweise förderte Google dazu nichts zutage; für ein seit 1999 existierendes, mehrsprachiges Projekt etwas ungewöhnlich. Daher (und aus Zeitgründen) hatte ich eine Antwort zunächst zurückgestellt. Auch eine spätere Recherche förderte jedoch nur ähnliche Anfragen wie die an mich gerichtete (wortgleich mit Austausch der personenbezogenen Teile) in verschiedenen Mailinglisten zutage. - Komisch.

Ein halbes Jahr später, im Juni 2012, wandte sich dann ein Mario Pozner an mich, der dieselbe Seite gerne in die ukrainische Sprache übersetzen wollte und für ein Projekt "SOFTcann" arbeitet, ein freemium-model non-English language orientated startup mit wissenschaftlichen Artikeln, persönlichen Notizen usw., daß er seit 2011 editiert. - Jetzt wurde ich aufmerksam, vor allem wegen des Ausdrucks "freemium-model non-English language orientated startup". Wie wahrscheinlich ist es, binnen eines guten halben Jahres zwei eigenartige Anfragen zur Übersetzung einer Webseite in verschiedene wenig verbreitete Sprachen von verschiedenen Leuten zu erhalten, die für verschiedene Projekte tätig sind, aber ihre Anfragen in Teilen wortgleich formulieren?! Google förderte aber wieder nur ähnliche Anfragen zutage, mehr nicht; auch nichts zum Projekt "SOFTcann". Daher habe ich eine Antwort wieder zurückgestellt, diesmal aber vor allem aus Mißtrauen.

Nun wandte sich vor wenigen Tagen wieder Mario Pozner an mich, der jetzt für ein Weblog "GM Archive" tätig ist. (Ein vielseitig interessierter Mann!) Einer seiner Leser hat ihm die Header-FAQ empfohlen, und er würde sie gerne in die ukrainische Sprache übersetzen; das tun sie dort beim "GM Archive" für diejenigen, die kein Englisch sprechen. - Heute wollte ich mir nun die Zeit nehmen, diese und die anderen E-Mails mal zu beantworten, um sie endlich aus meiner Inbox zu bekommen; vorher googelte ich (wieder vergeblich) nach dem "GM Archive" (man findet viel dazu aus dem automobilen Bereich … vermutlich Absicht). Dabei googelte ich erneut auch nach den anderen Begriffen - und endlich ein Treffer!

"Mr. Ward und Mr. Pozner - SEO kompliziert" vollständig lesen

UseVote 4.11 released

Marc Langer hat soeben die Version 4.11 von UseVoteGer, der zur Auszählung von Abstimmungen im Usenet verwendeten Software, veröffentlicht.

In diese Version (und vor allem den letzte Woche veröffentlichten Vorgänge 4.10, das erste Release nach ziemlich genau fünf Jahren) sind viele Änderungen eingeflossen, die ich vor allem in die von mir selbst verwendeten UseVote-Version eingebaut hatte. Im Zusammenhang mit dem Release der neuen GVV-Webseiten habe ich die Gelegenheit genutzt, die über die Jahre gesammelten Patches an Marc als “Upstream” :-) weiterzureichen, der sie dankenswerterweise auch direkt eingebaut hat.

Neben kleineren Änderungen und Fehlerbehebungen wird jetzt geprüft, ob der Wahlschein auch zur richtigen Abstimmung eingesandt wurde, und der alte Fehler in der Annullierungsbearbeitung (“ANNULLIERUNG” wurde nur als Angabe beim oder letztem Abstimmungspunkt ausgewertet) wurde durch Marc behoben. Außerdem hat Marc UseVote auch für den Umgang mit Maildir fit gemacht.

[Dieser Eintrag wurde nachträglich im Mai 2014 veröffentlicht.]

Kundendatenbank einmal gut durchschütteln

Auf die persönliche Anrede wird in einem Newsletter gerne Wert gelegt - zwar erhöht sie durch die notwendige Personalisierung den Aufwand bei Erstellung und v.a. Versand, aber sie wirkt deutlich persönlicher und wird heutzutage auch gerne als Beleg für die Authentizität der E-Mail verwendet (in der nicht notwendigerweise zutreffenden Annahme, dass die Kenntnis des zu einer E-Mail-Adresse gehörenden Namens die Legitimität der entsprechenden E-Mail bestätigt). Dumm nur, wenn dabei allerlei durcheinander gerät …

Heute erhielt ich zweimal den Newsletter eines großen deutschen Providers (was an und für sich korrekt ist, bin ich doch neben meinem eigenen Vertrag noch für einen anderen Vertrag in der Kundendatenbank registriert). Beide Male begann die entsprechende E-Mail so:

Ihre 2+2 Kundennummer: 22****42
=======================================================================

                           2+2 WEBHOSTING NEWS

              TIPPS, INFOS, LÖSUNGEN RUND UM IHRE WEBSITE

                          AUSGABE: FEBRUAR 2011

=======================================================================

Sehr geehrte Frau Qahostingro,
[…]

Das haut wohl nicht so ganz hin. ;-)

Eigentlich wollte ich diesen Lapsus übrigens gar nicht hier öffentlich machen, sondern - mit einem Augenzwinkern - dem Absender mitteilen; doch obwohl sich beim Überfliegen des Newsletters kein Hinweis darauf ergibt, dass die Absenderadresse nicht für Antworten verwendbar ist und sie sogar noch explizit auch als "Reply-To:" gesetzt ist (und das zudem direkt doppelt - ja, zwei identische "Repl-To:"-Header …), ist die Resonanz nur eine automatische Antwort, das man an diese Adresse leider nicht antworten könne und wie man über das Supportsystem Kontakt mit dem Kundenservice aufnehmen könne. Für diesen Aufwand ist mir die Angelegenheit allerdings nicht wichtig genug … Dann eben doch ein Blogeintrag. :-)

DE-regio: Update

Vor einem guten Jahr habe ich angefangen, mich um lokale und regionale Hierarchien in Deutschland bzw. dann im deutschsprachigen Raum zu kümmern und die entsprechenden Informationen zusammenzutragen; zunächst im Zusammenhang mit der Sortierung meines Newsservers, dann aber, weil ich festgestellte hatte, daß es für viele dieser Hierarchien keine aktuellen Daten (mehr) gibt, erst recht nicht an einem Platz zusammengetragen. Die entsprechenden Informationen habe ich dann unter DE-Regio auf meiner Homepage zusammengestellt, eine Liste nach news.lists.misc  gepostet und das generische control.ctl beim ISC aktualisieren lassen.

Danach sind die entsprechenden Bemühungen aus Zeitmangel leider weitgehend eingeschlafen. Ich möchte, wenn möglich, die vor einem Jahr angefangene Arbeit nun vollenden oder wenigstens fortführen, und habe als ersten Schritt die entsprechenden Seiten aus meiner Homepage in ein eigenes Projekt de-regio ausgegliedert und die Seiten komplett übersetzt. Geplant ist ergänzend zu der Datenbank ein Wiki für weitere Informationen - bspw. Geschichte und Geschichten der entsprechenden Hierarchie -, die Komplettierung der Übersicht und das Ausbügeln verbliebener Fehler.

Bloglines schließt

Bloglines, mein bisher genutzer Feedreader-Dienst, schließt (jetzt zum 1. November) seine Pforten. Das ist sehr bedauerlicher (und die Begründung überzeugt mich nicht wirklich) und hinterläßt zwei Fragen: gibt es Alternativen, und wie transferiere ich die entsprechenden Daten?

Als erste Alternative springt mich natürlich der Google Reader an; gibt es überhaupt noch etwas anderes? Der Transfer meiner Subscriptions erweist sich dann als trivial: Bloglines bietet eine Export-Funktion in ein XML-Dokument an, das man herunterladen kann, und Google bietet den Import desselben an, fertig.

Allerdings ist das noch nicht alles, was ich gerne hätte; in den letzten Monaten bin ich nämlich, bedingt durch konstanten Zeitmangel, nicht mehr zum regelmäßigen Lesen meiner Blogs gekommen. Daher würde ich gerne die in Bloglines gespeicherten ungelesenen Blogbeiträge gleichfalls exportieren, zumindest in eine Liste o.ä., um sie dann sukzessive Nachlesen zu können. Ein solches Feature bietet Bloglines auf den ersten Blick nicht. Auf den zweiten Blick allerdings erweist sich die Bloglines API als sehr hilfreich: dort kann man sich eine Liste der abonnierten Feeds anzeigen lassen und auch einzelnen Feeds, Gruppen oder gar alle abonnierten Feeds auf einmal auslesen. Es genügt dazu, die entsprechende URL aufzurufen, BasicAuth mit User/Password zu machen und das erzeugte XML-Dokument zu speichern. Der Abruf aller ungelesenen Einträge auf einen Schlag funktioniert demnach in etwa so:

wget -O bloglines.xml --http-user=USERNAME http-password=PASSWORD &quot;<a class="twitter-timeline-link" target="_blank" rel="nofollow" href="http://rpc.bloglines.com/getitems?s=0&amp;n=0" title="http://rpc.bloglines.com/getitems?s=0&amp;n=0">http://rpc.bloglines.com/getitems?s=0&amp;n=0</a>&quot;

Vielleicht hilft’s ja dem einen oder anderen.

Fachjournalismus?

Über die Qualität journalistischer Beiträge zu lästern ist zweifellos billig, schließlich kann niemand alles wissen - dennoch kann man sich manchmal eigentlich nur wundern.

Da gibt es einen Verlag, der sich - durchaus mit Recht - als "Verlag für Notfallmedizin" bezeichnet, neben Fachliteratur vor allem auch anerkannte Fachzeitschriften für den Bereich des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes herausgibt und in der Redaktion dieser Zeitschriften namhafte Fachleute zusammengebracht hat. Dieser Verlag stellt im Netz auch aktuelle Kurznachrichten zusammen, die zugleich als Newsletter verteilt werden. Einer dieser Kurzbeiträge trägt die Überschrift "Berufsprozess gegen ehemaligen Leiter der Rettungswache Saarburg" - wer die damalige Berichterstattung verfolgt hat, erinnert sich direkt an den Skandal, als als mutmaßlicher Verursacher von gezielten Störungen auf dem Funkkanal für den Rettungsdienst im Bereich der Integrierten Leitstelle Trier, der immer wieder - und nur - grenzüberschreitende Einsätze des Rettungshubschraubers "Air Rescue 3" aus Luxemburg behinderte, der Leiter einer Rettungswache in diesem Rettungsdienstbereich ermittelt wurde. Allerdings klingt die Überschrift doch etwas irritierend - denn warum sollte ein berufsrechtliches Verfahren durchgeführt werden, zumal bereits vor Jahren eine strafrechtliche Verurteilung erfolgte?

Die Lektüre des Beitrags ergibt dann auch, daß es mitnichten um ein Berufs-, sondern um ein Berufungsverfahren geht und vor dem Landgericht Trier die Berufungshauptverhandlung stattfindet, nachdem offenbar Staatsanwaltschaft wie Angeklagter gegen das erstinstanzliche Urteil des Amtsgerichts Trier Rechtsmittel eingelegt haben. Dennoch findet sich derselbe Schreib- (oder Verständnis-?) Fehler auch im Beitrag selbst. Und im weiteren Verlauf wird es nicht besser, erfährt der erstaunte Leser doch, daß die erneute Verhandlung vor dem Landgericht erforderlich wurde, weil Staatsanwalt und Verteidigung in Revision (!) gegangen seien. Seltsam dann nur, daß offenbar statt einer Revision vor dem Oberlandesgericht eine Berufung vor dem Landgericht verhandelt wird …

Sicher, es handelt sich nicht um einen juristischen Fachverlag, von dem man zwingend die Kenntnis des Unterschiedes zwischen Berufung und Revision erwarten kann - aber ist denn auch die Kenntnis des Begriffs "Berufung" (nicht Beruf!) zuviel verlangt? Und warum berichten die anderen Medien - bspw. der SWR - korrekt über eine Berufungseinlegung (statt einer Revision)? Hieße es an einen Fachverlag zu hohe Ansprüche zu stellen, wenn man erwartet, diese in der allgemeinen Presse schon zwei Tage früher veröffentlichte Nachricht (oder die zugrundeliegende Agenturmitteilung oder Pressemitteilung …) richtig zu übernehmen? Insbesondere, wenn zum Redaktionsstab der Fachzeitschrift "Rettungsdienst" auch kompetente Juristen gehören, die man im Zweifelsfall fragen kann?

Routerausfall bei 1&1

Es scheint wie verhext: Nachdem es gestern die DENIC glücklich geschafft hat, den Großteil des deutsch(sprachig)en Netzes offline zu schalten, hat sich heute einer der größten deutschen Provider bemüht, zu beweisen, daß er das auch hinbekommt. 1&1 (United Internet), die nicht nur einer der größten Webspace- und Mietserveranbieter in Deutschland sein dürfte, sondern auch eine beträchtliche Rolle als Anbieter von Internetzugängen (DSL) und Internettelefonie (VoIP, SIP) spielt und zudem mit GMX und web.de die beiden vermutlich größten Freemaildienste betreibt, hatte Schwierigkeiten mit einem zentralen Router, mit der Folge, daß alle diese Dienste aus bestimmten Netzsegmenten nicht zugänglich waren, unter anderem von Strato aus und aus den Einwahlnetzen von Alice und - teilweise - der Deutschen Telekom AG.

Überraschend finde ich, daß man das Problem wohl erst mit knapp einstündiger Verspätung bemerkt - oder erst dann das Social-Media-Team aktiviert - hat. Kurz danach war der Spuk dann auch wieder vorbei.

Mit dem gestrigen Nameserver-Ausfall hatte das Problem aber - ersichtlich - nichts zu tun.

Das .de-Internet steht still, auch wenn DENIC das nicht will

Am gestrigen Tage war ein guter Teil des deutschsprachigen Internets nicht erreichbar, weil die Nameserver der DENIC fehlerhaft arbeiteten. Aber was genau war passiert?

Grundlagen des DNS

Zunächst eine - verkürzte und oberflächliche - Einführung in die Grundlagen des Domain Name Systems (DNS).

Allen mit dem Internet verbundenen Rechnern - seien es Web- oder Mailserver oder der heimische Rechner zuhause, mit dem man "online geht" - ist eine numerische IP-Adresse zugewiesen, die auf technischer Ebene genutzt wird, um mit einem dieser Rechner zu kommunizieren. Weil es aber u.a. ausgesprochen unpraktisch ist, sich mehrere Milliarden Nummern zu merken, benutzt man in der Regel nicht die IP-Adresse eines Rechners, sondern einen Namen; dieser Name muß aber von der verwendeten Software wieder in die zugehörige IP-Adresse umgesetzt werden. Zu diesem Zweck kann die zu einem Namen gehörende Adresse bei einem DNS-Server abgefragt werden.

Um die Last der ungezählten Abfragen zu verteilen und die Vielzahl der bestehenden Domains und Rechnernamen handhabbar zu machen, aber auch, um die Verantwortung für Domains delegieren zu können, ist das DNS hierarchisch organisiert. Jeder DNS-Server muß (nur) die festen IP-Adressen der sog. Root-Nameserver kennen; alle weiteren notwendigen Auskünfte erhält er durch rekursive Anfragen bei den jeweils zuständigen Nameservern. Nehmen wir an, es wird die IP-Adresse für den Rechner www.th-h.de  gesucht. Ein DNS-Server würde zunächst bei einem der Root-Nameserver nachfragen, wer denn für die Top-Level-Domain ".de" zuständig ist; der Root-Nameserver würde ihn dann an einen der Nameserver der DENIC verweisen. Unser DNS-Server fragt jetzt einen dieser Nameserver, wer denn für "th-h.de" zuständig sein mag, und erhält dann als Antwort die Nameserver meines Providers. Diese wiederum fragt er dann nach "www.th-h.de" und erhält schließlich die korrekte IP-Adresse.

Soweit der grundsätzliche Ablauf. Hinzu kommt, daß Rechner von Endbenutzern üblicherweise diese rekursiven Abfragen nicht selbst vornehmen; ihnen sind vielmehr ein oder mehrere DNS-Server des jeweiligen Providers zugewiesen, denen sie ihre Fragen stellen. Diese DNS-Server übernehmen dann einerseits den Aufwand der rekursiven Abfragen und speichern andererseits die Antworten für eine gewisse Zeit zwischen, um bei neuen Anfragen nach genau diesem Hostnamen ohne erneute Abfrage sofort antworten zu können.

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Überflüssiges Gezwitscher

Twitter fand ich immer schon überfüssig. Das hat sich eigentlich auch nicht geändert. Trotzdem habe ich dort jetzt einen Account (und suche momentan noch, was man damit sinnvollerweise anfängt). Immerhin kann man Twitter mit diesem Blog hier verheiraten, in beide Richtungen. Das ist total modern und sicher sehr cool, aber eigentlich noch kein echter Mehrwert. Mal sehen.

Vielleicht brauche ich auch einfach noch eine dazu passende technische Spielerei, bspw. ein mobiles Endgerät, um dann Szlauszaf 2.0 zu werden? kopfkratz

Geschichten vom Balkon ...

… erzählt ab jetzt (hoffentlich regelmäßig) das Tomatenblog, dessen Protagonisten im vergangenen Jahr auch schon in diesem Blog eine Rollte spielten - allerdings kam ich aufgrund meiner erneuten Blogpause nicht mehr dazu, vom erfolgreichen Ausgang der Geschichte zu berichten.

Eine Kurzzusammenfassung findet sich jetzt immerhin im Tomatenblog. Und wir erwarten natürlich zukünftig ein wöchentliches Statusupdate! ;-)

"Falsche Ärzte" haben Konjunktur?

Wenn man nach der Berichterstattung in der Presse geht, scheinen derzeit Hochstapler, die sich als Arzt ausgeben und dann auch als solcher praktizieren, Hochkonjunktur zu haben. Nach dem Fall des angeblichen "Dr. Sascha St.", der in München, Horb und im Rems-Murr-Kreis als Anästhesist und Notarzt tätig war und angeblich zumindest bei einem Notfalleinsatz - einer Reanimation - durch Ratlosigkeit auffiel, soll es nun einen weiteren Fall eines Betriebsmediziners geben, der gleichfalls auch ohne ärztliche Approbation u.a. in Ulm seine Tätigkeit aufgenommen hat.

Bemerkenswert finde ich daran - insbesondere im Fall des "falschen Notarztes", daß die völlig fehlenden ärztlichen Kenntnisse offenbar über längere Zeit nicht aufgefallen sind - obwohl das natürlich gerade im Bereich der Notfallmedizin bei Vorhandensein einer medizinischen Ausbildung im weiteren Sinne lange Zeit gutgehen kann …

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