Skip to content

Tag 8 an der See

Nach einer schönen Urlaubswoche an der See heißt es nun allmählich Abschied nehmen. Zur Feier dieses Tages hat sich - nach Regenschauern und Regengüssen - sogar recht lange und recht intensiv die Sonne hervorgewagt, doch kaum hatte man auch mich erfolgreich hervorgelockt, tauchte schon wieder eine dunkle Wolke auf, die allerdings dann doch erst einmal nicht abregnete.

Zum Ausklang hatten wir einen Tisch im Fischereihafen-Restaurant reserviert und konnten dort noch einmal leckere Fischgerichte - sogar mit einem guten Pfälzer bzw. einem Badener Wein - genießen. Unseren ursprünglichen Plan, zuvor noch das lange im Bau befindliche und nunmehr eröffnete, unmittelbar angrenzende Wrack- und Fischereimuseum “Windstärke 10”, hatten wir verworfen; zu gemütlich war der Tag bis dahin verlaufen. Immerhin konnten wir nach dem Essen einige Ausstellungsstücke vor dem Museum begutachten, die durchaus Appetit auf mehr machten - vielleicht im nächsten Jahr?

Historische Fahrwassertonne
Eine historische Fahrwassertonne …
Historische Fahrwassertonne - Detailaufnahme
… aber kein Fahrradständer!

Kafkaeske Kommunikation

Ich habe seit einiger Zeit Kontakt mit der Telekom, die für mich - zu nicht direkt günstigen Tarifen - seit Jahrzehnten die Versorgung mit Telefonie und Internetzugang übernimmt. Und das begann - vor jetzt bald drei Wochen - so:

Date: 5 Aug 2014 11:44:50 +0200

Sehr geehrter Hochstein,

Umstellung des T-ISDN Komfortanschlusses.

Leider konnten wir Sie telefonisch nicht erreichen. Bitte teilen Sie uns einen Zeitraum und eine Rufnummer mit, wann und wie wir Sie erreichen können.

Bitte melden Sie sich zur Beratung unter 08003301000 […].

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen hiermit weiterhelfen konnten. Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung. Sie erreichen uns telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800 33 01000.

Bitte antworten Sie nicht auf diese E-Mail, sondern nutzen unsere kostenfreie Rufnummer.

[…]

Nun wüsste ich nicht, dass ich irgendeine Umstellung beauftragt hätte. Aber vielleicht will mich ja auch die Telekom umstellen? - Wer weiß. Also fragt man am besten einmal nach, indem man direkt auf die entsprechende E-Mail (mit Zitat derselben) antwortet:

Date: Wed, 06 Aug 2014 21:52:54 +0200

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Umstellung des T-ISDN Komfortanschlusses habe ich nicht beauftragt.

Gerne können Sie mir die notwendigen Informationen per E-Mail übermitteln, entweder an diese Adresse oder an die bei Ihnen hinterlegte Adresse.

Freundliche Grüße,
Thomas Hochstein

[…]

"Kafkaeske Kommunikation" vollständig lesen

Tag 7 an der See

Nachdem es heute morgen so sonnig aussah, hat das Wetter sich gegen Mittag dann doch für Regen entschieden. Und dann zum Wolkenbruch. Und dann zum Dauerregen. Aber gerade, als ich an der Tankstelle überlegte, ob sich eine Autowäsche bei diesem Wetter lohnen würde, lugte die Sonne wieder hervor.

Das haben wir dann direkt genutzt, um den Nachmittag - und den Abend - im Thalassozentrum ahoi! zu verbringen, zu saunieren und uns auf der Dachterrasse die - ja, wirklich! - Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

Im Anschluss ging es dann - nicht zum ersten Mal in diesem Jahr - ins Leuchtfeuer zu einem späten, kleinen, aber sehr leckeren Abendessen. Und diesmal wurden wir auf dem Rückweg nicht bis auf die Haut nass! Ich schließe daraus: das Wetter wird besser. (Gerade tröpfelt es aber schon wieder heftig aufs Dach …)

Tag 5 und 6 an der See

Nach dem kurzen Abstecher nach Nordholz am Dienstag führte uns der Weg am Donnerstag zum “Tor zur Welt” nach Hamburg - immer eine (Zug-)Reise wert. Nach kurzem Kampf mit dem Automaten - offenbar hat die Bahn seit meiner letzten Reise die Benutzerführung komplett überarbeitet - spuckte dieser dann ein passendes Ticket, einschließlich einer Tageskarte für den HVV (Großbereich, Ringe A und B), aus, und vor der Tür stand schon ein Metronom im “Nordsee-Takt” zur Abfahrt bereit, so dass dem Aufbruch nichts mehr im Wege stand.

Am Ziel der Fahrt angekommen ließ sich die Zeit bis zu unser Abendverabredung gut füllen mit einem Spaziergang an der Alster entlang und durch die Stadt, einem leckeren Kaffee - mit Blick auf die Abriss-Baustelle am anderen Ufer direkt gegenüber - und schließlich einem Fußmarsch zu den Landungsbrücken (rückblickend hätte ich vielleicht dem Vorschlag folgen sollen, man könne auch mit der U-Bahn dorthin gelangen). Nachdem ich das Museumsschiff “Cap San Diego” bereits von einer gemeinsamen Besichtigung 2007 im Rahmen von Canossa IX kannte, haben wir uns diesmal die “Rickmer Rickmers” angesehen, die auch interessante Ausstellungen in ihren unteren Decks beherbergt.

Das Segelschiff Rickmer Rickmers.
Museumsschiff “Rickmer Rickmers”

Pünktlich um kurz vor 18 Uhr waren wir dann an der U-Bahn-Haltestelle “St. Pauli”, wo wir schon erwartet wurden, und haben uns für die nächsten Stunden ins “Herzblut” begeben, um dort ein leckeres großes Steak zu verspeisen und sowohl die “Happy Hour” als auch die “Jumbo Happy Hour” zu nutzen. Es wurde ein durchaus lustiger Abend - inzwischen habe ich dem Netz auch die Hintergründe der Initiative “Lieber mit Gummi”, die uns zunächst etwas irritierte, entnommen -, bis wir schließlich um kurz nach elf den letzten Zug heimwärts bestiegen. Irgendwann kurz nach 1 Uhr waren wir glücklich zuhause, und irgendwann später im Bett …

Dementsprechend spät war der Start in den Tag am Freitag, und dementsprechend gemütlich der Tagesverlauf. Es ist gar nicht schlecht, wenn man auch einmal dazu kommt, in Ruhe eines der vielen mitgebrachten Bücher zu lesen. Auf die Beteiligung an einer nachmittäglichen Radtour habe ich dann auch verzichtet; vielleicht gar keine schlechte Entscheidung, denn zwischendurch begann es - natürlich! - wieder zu regnen. Das war im übrigen am Donnerstag eine ganz bemerkenswerte Ausnahme: es blieb den ganzen Tag über trocken. In Hamburg jedenfalls; wie wir hörten, galt dies nicht gleichermaßen für die Küste. :-)

Einen leckeren Abschluss fand der Tag bei Hamburger und Rigatoni all’arrabbiata mit Kabeljau im Bistro Kamp’s.

Tag 4 an der See

Ich neige mittlerweile zu der Auffassung, dass das Wetter hier gar nicht wirklich schlecht ist - es ist nur so furchtbar unzuverlässig.

Zwar hat es heute - zufällig - zu dem Zeitpunkt des allmorgendlichenvormittäglichen Fototermins geregnet, aber das hat es an den anderen Tagen zu anderen Zeiten auch. Und danach - als die Entscheidung gegen einen längeren Ausflug hoch zu Rade gefallen war - wurde das Wetter auch wieder besser. Man mochte sich nur nicht so recht darauf verlassen.

Zu Recht, wie sich im Verlauf längerer (Strand-)Spaziergänge ergab. Der Weg zum Hafen hin und dort herum war etwas kühl, aber trocken und sogar recht windstill; auf dem Rückweg wurden wir dann durch einen längeren, aber nicht sehr intensiven Schauer einigermaßen durchnässt. Ein längerer Spaziergang vor dem Abendessen fand sogar im strahlenden Schein der Abendsonne statt, mit tollen Wolkenbildern und Lichteffekten; auf dem kurzen Rückweg hat uns dann ein sehr heftiger Regenschauer, der nur wenige Minuten - ich möchte sagen: bei weitem keine fünf - andauerte, bis auf die Haut durchnässt. Danach war - und blieb - es wieder längere Zeit trocken.

Aber das Wetter ist eben letztendlich so, wie es ist. :-)

Tag 3 an der See

Überraschend gutes und noch dazu - rückblickend - stabiles Wetter überraschte uns heute. Hätten wir am morgen schon gewusst, wie der Tag werden würde, hätten wir vielleicht die geplante Radtour gemacht, aber so ging es dann eben motorisiert zum Aeronauticum nach Nordholz. Das Luftschiff- und Marinefliegermuseum liegt direkt an der Einfahrt zum Stützpunkt der beiden verbliebenen Marinefliegergeschwader (MFG) 3 (Aufklärungsflugzeuge) und 5 (Hubschrauber); ich muss sagen, dass die Marine alle Kampfjets an die Luftwaffe abgegeben hat, war mir neu. Unabhängig davon trägt das MFG 3 nicht umsonst den Namen “Graf Zeppelin”; die Dauerausstellung im Aeronauticum gibt einen spannenden Einblick in die Geschichte der zivilen wie militärischen Luftschiffahrt, mit Fotos, vielen liebevoll gestalteten Modellen und reproduzierten Original-Plänen und -Schriftstücken. Ebenso interessant wie das Museum sind die Ausstellungsstücke im Freigelände: Hubschrauber und Flächenflugzeuge der Marine von den 50er Jahren bis zum Ende des letzten Jahrhunderts, darunter Aufklärer von der Fairey Gannett bis zur Breguet Atlantic, aber auch zwei Tornados. Insgesamt kann man dort gut einige Stunden verbringen mir Lesen und Schauen verbringen.

Pünktlich zur Rückkehr änderte sich dann allerdings die Wetterlage und ging in heftige Regenschauer über; vielleicht war es unter diesem Gesichtspunkt doch ganz gut, nicht das Fahrrad genommen zu haben. Auch später, auf dem Weg zum Abendessen, gab es mal einen heftigen Schauer, aber insgesamt blieb es doch dazwischen angenehm trocken, bis uns dann am späten Abend fernes und nicht mehr ganz so fernes Wetterleuchten zur Rückkehr von unserem Spaziergang bewegte.

Das Aeronauticum von oben
Das Aeronauticum von oben gesehen.
© Ralf Roletschek - Lizenz: CC-by-3.0-unported

Tag 2 an der See

Der heutige Tag begann ähnlich wie gestern, nämlich mit meinem Ausflug zum Bäcker und danach dem Einkauf, um sodann zu einem gemütlichen Frühstück mit Meerblick überzugehen - den Blick auf die See, der sich dabei bot, hatte ich ja bereits heute morgen veröffentlicht. Allerdings blieb das Wetter nicht so trocken - deshalb haben wir beschlossen, noch ein zweites Mal zum Einkauf zu starten und neben Haushaltsausstattung - von Glühbirnen bis hin zu Öl für quietschende Scharniere - sowohl Erkältungsmittel als auch stabileres Schuhwerk (und einen Regenschirm …) zu besorgen. Auf dem Rückweg gab es dann auch schon den ersten richtig heftigen Regenschauer - danach allerdings wurde es kurze Zeit so richtig sonnig, so dass wir (nach dem Trocknen der Klamotten) die Gelegenheit zu einem Ausflug an die frische Luft genutzt haben.

Als wir dann einige Stunden später gerade zum Abendessen aufgebrochen waren, öffnete der Himmel seine Schleusen - so nass wie auf den wenigen Metern zum Auto bin ich in letzter Zeit selten geworden. Schon vor dem Ende der Fahrt aber war alles wieder täuschend friedlich und vor allem - glücklicherweise - weitgehend trocken. Den nächsten Guss haben wir dann gemütlich unter Dach und Fach bei einem schmackhaften Essen abgewartet, im Anschluss aber nach einem kurzen Abstecher an den Strand beschlossen, es für heute auch gut sein zu lassen und nicht mehr auf das Wohlwollen des launischen Wettergottes zu setzen. Immerhin steht jetzt für die nächsten Tage eine Verabredung zum gemeinsamen Essen anlässlich eines Tagesausflugs nach Hamburg, und für morgen ist der Plan, vielleicht besser einmal Indoor-Aktivitäten in den Blick zu nehmen. :-)

tweetbackcheck