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Blut ist dicker als Wasser

Die schlimmsten Streitigkeiten gibt’s immer zwischen den Leuten, die sich am nächsten stehen - oder gestanden haben. Das muss noch nicht einmal eine Scheidung oder Erbschaft sein; auch so kann man sich schon hinreichend in die Wolle geraten.

Da stellt die bald 100jährige Frau A, vertreten durch ihre eine Tochter, Frau B, den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen ihre andere Tochter und deren Ehemann, das Ehepaar C, diese zu verpflichten, ihr wieder Zutritt zu der Wohnung im Erdgeschoss des Hauses von C zu gestatten, in der sie lebenslanges Wohnrecht hat, und ihr einen Schlüssel dafür auszuhändigen. Die alte Dame lebt derzeit in einem Seniorenzentrum, und ob sie jemals nach dort zurückkehrt, ist wohl etwas zweifelhaft, aber zumindest an ihre Sachen möchte sie heran. Beide Töchter haben eine notarielle Vorsorge-Vollmacht erhalten (unter Berufung darauf nimmt im übrigen Frau C den gegen sie und ihren Mann gerichteten Antrag auf Erlass der einstweiligen Verfügung namens ihrer Mutter, Frau A, zurück), und beide können ganz offensichtlich nicht (mehr) miteinander.

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