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Praktisches Tool: listadmin

Wer Mailman-Mailinglisten betreibt, wird das Problem kennen: es sammelt sich mit der Zeit - jedenfalls bei offen auf den Webseiten angekündigten oder sonstwie verlinkten Listen - eine ganze Menge Spam an, der zwar in der Regel hängenbleibt, wenn man nur E-Mails von Listenteilnehmern automatisch auf die Liste durchreicht, der dann aber moderiert werden will. Der Aufwand ist dank eines bequemen Webinterfaces nicht so groß - tägliche Hinweismail überfliegen, einloggen, einen Haken bei "discard all", absenden, fertig -, aber wenn man das jeden Tag für ein halbes Dutzend Listen machen muß, ist das trotzdem ziemlich nervig, und man wünscht sich eine einfachere Lösung.

Mit listadmin hat man sie gefunden. listadmin ist ein Perlscript, das die betreffenden Listen und einige Vorgaben aus einer Konfigurationsdatei ausliest, für jede Liste das Webinterface aufruft und dann für jede zu moderierende Mail Absender, Betreff und Moderationsgrund angibt und auf eine Eingabe wartet. Man kann sich dann Teile oder die ganze Mail ansehen und sie entsprechend freigeben, bouncen oder verwerfen; darüber hinaus können auch automatisch Spam-Score-Header ausgewertet werden.

Das macht den Ablauf einfach: alle Listen in die Konfiguration stecken, einmal täglich das Script aufrufen, Default-Action auf "discard" setzen, und für jede Mail einmal <Enter> drücken, und dann noch einmal für jede Liste mit <Enter> die Übernahme der Änderungen bestätigen. Fertig. Kein Aufwand. Toll. Und das beste: listadmin nutzt das Webinterface, d.h. muß nicht auf dem Mailinglistenhost laufen, sondern kann auf einer beliebigen Maschine installiert werden.

(Man sollte allerdings eher nicht das Debian-Package aus stable benutzen, weil das nur Mailman 2.0 unterstützt, und diese Version dürfte in freier Wildbahn eher selten sein. Nachdem der Tarball aber nur aus Manpage und Script besteht, ist es nicht sehr aufwendig, das an der Paketverwaltung vorbei zu installieren.)

Kampfstern Galaktika - neu

Das Freszszaf g hatte mich schon auf die Neuverfilmung von "Battlestar Galactica" aufmerksam gemacht, und für mich klang das nicht allzu gut: Änderungen an Storyline und Besetzung? Starbuck - ausgerechnet! - eine Frau?

Dennoch habe ich mir das heute einmal angetan und war angenehm überrascht: zwar gibt es erhebliche Änderungen, die sich nicht nur auf die Geschlechtsumwandlung des Fliegerasses beschränken - so sind die Zylonen Schöpfungen der Menschen und sehen durchaus menschlich aus, Balthar ist zwar ein Verräter, wird aber zunächst nicht als solcher erkannt, die Präsidentin spielt eine Rolle, der Erste Offizier wird eher negativ dargestellt usw. -, aber insgesamt hat der Film dadurch (zumindest dann, wenn man das Original einmal ausblendet - nur gewonnen.

Durchaus empfehlenswert!

Galaxy Quest

Heute scheint das Fernsehprogramm einen vorgezogenen Ausgleich für die morgen vorgesehene Gleichschaltung aller vier großen Sender zwecks Sprechblasenwettproduktion vornehmen zu wollen: gibt es doch mit Bodyguard, Galaxy Quest und Saving Private Ryan direkt drei große Filme im Angebot.

Nachdem ich zwei derselben schon - mehrfach - gesehen habe, aber mich seit vielen Monaten vergeblich bemühe, Galaxy Quest auszuleihen und seit dem daraufhin vorgenommenen Kauf noch nicht zum Anschauen gekommen bin seufz, entscheide ich mich dafür. Und ich habe es keinesfalls bereut!

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Der Scheinheilige, Jacob's Ladder, Hulk, Terminator 3, Smoke

Wenn ich gerade dabei bin, kann ich ja auch mal wieder die Eindrücke der letzten Filme zusammenfassen.

Fangen wir mit denen an, die man nicht gesehen haben muß:

Über Terminator III kann man sich noch streiten: immerhin hat die Terminator-Reihe etwas Kultiges, es wird ab und an spannend, und dem Ende mag man etwas Tiefgang nicht abstreiten können. Ansonsten beschränkt sich der Film aber auf Bemerkungen des Terminators im Spock-Stil ("Ich bin ungerührt und völlig gefühllos, aber ich habe einen guten Kern und opfere mich auf, ja schaffe es sogar, einer Umprogrammierung zu widerstehen"), Schießereien und Verfolgungsjagden mit Fahrzeugen jeder Art und Größe.

Über Hulk hingegen gibt es nur eines zu sagen: albern. Action-Einheitskost, unlogisch von vorne bis hinten.

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Renate Günzel-Horatz: www.penthesilea-projekt.de

Dieses Buch will Kunst sein, und es ist ein Projekt. Ersteres sieht man daran, daß die Lesbarkeit durch die fehlende Kennzeichnung wörtlicher Rede stark erschwert wird - es gibt einfach keine Anführungszeichen, Erzählung und das, was die Charaktere äußern, geht nahtlos ineinander über. Das ist avantgardistisch, es ist modern, und es geht schon nach wenigen Seiten erheblich auf die Nerven. Das Projekt dabei sind die 13 Jugendlichen, die an dem Buch mitgeschrieben, "Figuren entworfen, die Handlung kritisch hinterfragt und Ideen eingebracht" haben. Auch das sehr hip, sehr modern.

Genauso auch das Thema der Handlung: es geht ums Internet, um Chat, um die - natürlich gefährliche - Vermischung realer und virtueller Welten, um dern Online-Kontakt als Ersatzbefriedigung der realiter Kontaktlosen. So abgeschmackt und archetypisch wie dieses Motiv sind dann auch die von wenig Kenntnis der Materie getrübten Einzelheiten der Handlung, soweit es um den Onlinebereich geht; es sei genug damit gesagt, daß es offenbar nur ein Chatsystem gibt, daß sämtliche Personen der Handlung benutzen und in dem sie sich quasi gezwungenermaßen über den Weg laufen, weil man dort und nur dort landet, wenn man sich ins Internet einwählt und dort kommunizieren will.

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Tess Gerritsen: Die Chirurgin

Ein ähnliches Thema wie "Das geheime ABC der Toten": auch hier eine Ärztin im Zentrum der Geschehnisse um einen Serienmörder - aber dennoch anders. Auf jeden Fall aber spannend!

Ein Serienmörder treibt in der Stadt sein Unwesen, und zu dem Team, das auf ihn angesetzt ist, gehören zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten: Thomas Moore, ein Mann und Gentleman wie aus dem Buche, immer noch am Verlust seiner geliebten Ehefrau leidend, die vor zwei Jahren nach schwerer Krankheit starb, und Jane Rizzoli, eine Frau in einer Männerwelt, klug, hart arbeitend, aber regelmäßig um die Lorbeeren ihres Erfolgs betrogen. Und Catherine Cordell, Chirurgin, mit einem traumatischen Erlebnis in ihrer Vergangenheit: ein Medizinstudent, ein Famulant aus ihrer damaligen Abteilung war ein Serientäter, der Frauen vergewaltigt und ihnen danach bei lebendigem Leibe die Gebärmutter entfernt - und sie war sein letztes Opfer, konnte sich aber vor dem brutalen Eingriff befreien und ihn töten. Und der neue Täter geht ganz ähnlich vor wie damals …

Auch Gerritsen hat eine ganze Reihe Bücher geschrieben, allerdings mit jeweils anderen handelnden Personen, und auch anderen - wenngleich ähnlichen - Themen. Dieses hier ist jedenfalls bis zuletzt spannend und mit furiosem Ende.

Prädikat: empfehlenswert

Die Chirurgin von Tess Gerritsen
Blanvalet
416 Seiten
2002 (dt. Ausgabe)

Patricia Cornwell: Das geheime ABC der Toten

Cornwall hat inzwischen, wie ich bei Amazon gelernt habe, bereits 11 Bücher mit ihrer Heldin Kay Scarpetta, ihres Zeichens forensische Pathologin mit abgeschlossenem Medizin- und Jurastudium und Chief Medical Examiner von Virginia, geschrieben. Dies ist eines der mittleren: aus sich selbst verständlich, aber auf ersichtlich bereits seit langem eingeführte Figuren um die Hauptperson herum zurückgreifend. Spannend geschrieben, ein Geflecht verschiedener Spuren und Möglichkeiten mit einem überraschenden Schluß, sympathische Personen und offenbar genügend Ahnung von der Materie bei der Autorin: das macht Lust auf mehr.

Ich habe die handlungsmäßig ersten Bücher mal für das Wochenende geordert.

Prädikat: empfehlenswert

Das geheime ABC der Toten von Patricia D. Cornwell
Droemer Knaur
1997

Mindstorm

Ein Film, den man in einem Wort zusammenfassen kann: Albern.

Wirklich albern. In jeder Hinsicht. Kein Stück Plot oder Dialog, keine einzige Szene, die man ernstnehmen könnte. Aber dafür massig schlechte Effekte und alberner Sound. Und Stadtpläne. Viiiieeele Stadtpläne.

Bewertung: Wirklich nicht.

Fünf auf einen Streich

So, mal zusammenfassend die letzten Filme beurteilt:

A beautiful mind ist sehenswert, insbesondere, weil man - selbst wenn man die Story im Prinzip kennt - eine echte Überraschung erlebt. Und weil der spätere Teil und das Ende richtiggehend ergreifend ist.

Künstliche Intelligenz ist nichts, was man sehen müßte: die Idee ist gut, die Umsetzung ziemlich hanebüchen und der Plot im weiteren Verlauf schlicht lachhaft.

"Fünf auf einen Streich" vollständig lesen

Luther

Starke, ausdrucksvolle Bilder, eine fesselnd erzählte, wenn auch historisch im wesentlichen ja bekannte Geschichte, packende Atmosphäre: die Verfilmung von Martin Luthers Leben kann ich nur empfehlen (auch dann, wenn man seinem Wirken eher kritisch gegenübersteht, wie in meinem Falle).

Prädikat: sehenswert

Demolition Man

Eine nette Idee: Irrer Superkrimineller wird von Einzelkämpfer-Cop gefasst, um den dabei üblicherweise alles in die Luft geht - in Haft landen aber beide, denn auch die Geiseln hat man nur noch tot gefunden …. Und zwar in einer besonderen Art Haft: sie werden im Kryogefängnis tiefgefroren.

"Demolition Man" vollständig lesen

Star Wars: Episode II

Nun ja. Die ursprüngliche Star-Wars-Trilogie hatte ja noch ihren Charme, aber die nachgedrehten Teile finde ich nicht so besonders faszinierend. Episode II hat mich noch weniger angesprochen als Episode I …

Bewertung: ganz nett, aber nichts besonderes

Juliet E. McKenna: The Assassin's Edge

Der fünfte und letzte Teil der “Tales of Einarinn” bringt die Geschichte - auf eine angesichts der düsteren Drohungen, denen sich die dramatis personae zuvor immer entgegensahen, letztlich überraschend einfache und direkte Weise - zuende und führt die verbleibenden losen Enden zusammen.

Ich kann die ganze … hm, wie nennt man eine fünfteilige Reihe? Quintilliogie? … nur empfehlen.

Prädikat: deutlich empfehlenswert

The Assassin’s Edge von Juliet E. McKenna The fifth and final tale of Einarinn Eos 528 Seiten 01.12.2003

Minority Report

Wie wäre es, wenn man Morde vorhersehen und verhindern könnte? Und die Mörder trotzdem verurteilen und einsperren, aufgrund der zuverlässigen Vorhersage? Toll, nicht? Schlimm nur, wenn man in einer solchen Einrichtung arbeitet und man dann einen Mord von eigener Hand vorhergesagt bekommt …

Eine recht spannende Geschichte in einer Welt voller “big brother”.

Bewertung: sehenswert

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