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Digitale Ausstellungsstücke

Wer (digitale) Fotos - in welcher Menge, Häufigkeit und Qualität auch immer - macht, der kennt das Problem, sie online verfügbar zu machen. Gut, das eigentliche Problem ist die Überwindung der eigenen Faulheit und das Auswählen, Sortieren, Umbenennen und ggf. Kommentieren einmal wirklich anzugehen, aber man möchte dazu auch die entsprechende, möglichst einfach verwendbare, aber alle notwendigen Funktionen bietende Software haben.

Man kann dazu Web-2.0-Dienste wie flickr nutzen, aber nicht jeder möchte das, sei es, daß man solchen Diensten generell nicht traut und/oder die Software lieber selbst installieren möchte, sei es, daß man am "Sharing" von Fotos gar nicht interessiert ist, sondern den Zugriff potentiell nur wenigen ermöglichen möchte. Insoweit habe ich dann schon einiges durch: mehr schlecht als recht selbst gebaute Implementationen für die Webseiten meiner Hilfsorganisation oder einer Newsgroup (seit ~ 2002), dann für meine private Homepage (ebenfalls seit ~ 2002) mig, ein sehr einfaches Script (auch deshalb, weil man von den Platzhirschen wie Gallery nicht viel Gutes über die Sicherheit hörte), und seit Anfang 2008 (nach dem Erhalt meiner neuen Kamera Weihnachten 2007) auch eine Gallery-2-Instanz, mit der ich allerdings nie so recht angefreundet hatte (zumal bis zu einem Kurzurlaub 2008 zurück noch Bilder zum Sortieren und Hochladen im Backlog liegen - siehe die einleitenden Worte zu diesem Artikel ;-)). Während ich jetzt darüber nachdachte, ob sich nicht ein Update auf Gallery 3 anbietet, bekam ich den weisen Rat, mir doch einmal piwigo anzusehen.

Und das hat mich überzeugt. Zumindest dann, wenn man eine Fotogalerie-Applikation nur für sich selbst ohne ausgefeiltes Benutzermanagement für mehrere Fotografen braucht (und wie oft teilt man sich eine Galerie wirklich zu mehreren?), ist piwigo eine tolle Lösung. Installation und Konfiguration sind einfach (Voraussetzungen: PHP und mySQL), wenn man das Prinzip einmal begriffen hat, der Upload ist übers Web wie auch einfach per FTP möglich, Thumbnails werden erstellt, Benutzer können in vorgegebene Rechtegruppen (Gast, Bekannter, Freund, Familie, …) oder in Nutzergruppen eingeteilt werden, und für Alben bzw. Fotos lassen sich dann die entsprechenden Zugriffsrechte setzen. Fotos lassen sich nicht nur in Alben, sondern in Kategorien zusammenfassen und zugleich noch beliebig taggen; der Benutzer kann sich die Fotos nach Kategorien oder Tags oder nach dem Kalender oder sonstwie anzeigen lassen, bekommt dabei aber immer nur die Fotos oder Kategorien zu sehen, für die er entsprechende Rechte hat. Außerdem gibt es eine Reihe vorgefertigter, recht ansehnlicher Skins.

Mir gefällt’s jedenfalls, und ich habe den heutigen Tag dann im wesentlichen dazu genutzt, aus den drei oder vier vorgenannten Quellen der letzten 10 Jahre die dort vorhandenen Fotos in einer Galerie zusammenzuführen und dann den Rest zu löschen. So gesehen also wie gestern ein weiterer Tag des Räumens und Sortierens. :-)

Trackbacks

Midnight Visions Workshop am : piwigo

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(Aus überfälligem Anlass) Die Alternative zu gallery2 oder auch gallery3. Nach dem sich gallery in allen Versionen, für mich, als unbrauchbar erwiesen hat, bin ich nach etwas suchen und einem Kollegentipp zu piwigo gekommen. Der Hauptvorteil, auf den e…

Kommentare

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Klaus am :

Klaus

Also Sicherheit ist wohl eher kein Argument für piwigo. Soweit ich das feststellen konnte, liegen bei piwigo die Bilder ungeschützt im Webroot, wodurch sich etwaige Zugriffsrechte etc. umgehen lassen. Bei Gallery2 liegen die Bilder außerhalb des Webroot und werden durch das PHP "durchgeschleust", wodurch Gallery2 immer dazwischen hängt und sich um die Authentifizierung und die Rechte kümmern kann. Sehr schade. Denn ansonsten gefällt mir piwigo ziemlich gut.

winni am :

winni

Sicherheit für Bilder? Meinst du damit Sicherheit gegen Bilderklau? Die gibt es bei Gallery (oder coppermine, 4images, zenphoto, etc, etc) auch nicht. Die unterschiedlichen Konzepte unterscheiden sich allenfalls im Aufwand den ein Interessierter 6treiben muss um ans Bild zu kommen, ob er, wenns "schwierig gestaltet" wird, den Umweg über den Browsercache gehen muss oder trivialerweise gleich zum screenshotprogramm greift. Ein Galleriescript nach dem Kriterium betreffs dieser "Sicherheit" zu beurteilen und dabei wesentlichere Aspekte in der Handhabung und Möglichkeiten ausser acht zu lassen ist, vorsichtig ausgedrückt, ungeschickt.

Die Frage nach Sicherheit für Bilder im Web kennt genau 3 Antworten: a. nicht im Web veröffentlichen b. unübersehbare Watermark im Bild c. hohe jpg Kompression und gering auflösende Bilder (640*480px, 50%jpg klaut heuer kaum noch einer) d. b+c

Klaus am :

Klaus

Oh. Eine Antwort. Nein. Ich bin kein Depp. Ich meine also nicht "Bilderklau" von öffentlich zugänglichen Bildern. Ich will auch keinen Rechtsklick verbieten oder so einen Blödsinn.

Piwigo bietet, wie Gallery auch, die Möglichkeit privater Galerien, die dann nur mit Zugangsdaten zugreifbar sind. Das will ich für die Veröffentlichung privater Bilder für einen beschränkten Personenkreis nutzen. Im Gegensatz zu Gallery(2) liegen die Bilder bei piwigo aber ungeschützt im Webroot und können ohne jegliche Zugangsdaten durch (mehr oder minder) geschicktes URL-Raten heruntergeladen werden. Das finde ich fahrlässig, wenn man mit Sicherheit der genannten privaten Galerien wirbt. Natürlich geht man immer ein gewissen Risiko ein, wenn man Daten auf einen Server packt. Aber man kann sich ja zumindest ein wenig um Sicherheit bemühen.

winni am :

winni

ja, eine Antwort … und ich weiß auch nicht, wie ich mich überhaupt hierher verirrt habe :-)

"und können ohne jegliche Zugangsdaten durch (mehr oder minder) geschicktes URL-Raten heruntergeladen werden"

Das ist in der Praxis wenig praktikabel, ohne zu wissen wie das Bild heisst und der reale Ordner. Du kannst zwar reversiv feststellen welche physikalischen Ordner es geben kann, daraus Rückschlüsse auf den realen Aufenthaltsort unbekannter Bilder zu ziehen wird durch das Konzept der Virtuellen Ordner und der historisch bedingten unterschiedlichen Uploadstrategien massiv erschwert. Anders ausgedrückt, in einem Album namens z.B. Blumen können 30 Bilder sein die aus 30 verschiedenen Directorys kommen können … viel Spass beim Eruieren aus welchem physikalischen Ordner das privat gesetzte Bild nun stammt, falls es da überhaupt eines gibt. Natürlich ist es nicht unmöglich, aber der Aufwand steht in keinem Verhältniss zum möglichen Ergebniss … "Tante Erna besoffen auf dem Tisch strippend" mag zwar aus familiären Gründen in ein privates Album gehören, aber ob das Bild nun so interessant ist um den nötigen Aufwand zu treiben? Ich habe auch Aktbilder in meiner Galerie, die können natürlich nur validierte Benutzer sehen (obwohl an jedem Bahnhofskiosk mehr nacktes Fleisch in den Auslagen zu sehen ist) … was natürlich schon irgendwie ans lächerliche grenzt, wenn jederman mit 2 klicks auf youporn gehen kann. Die kleine Schwäche hinsichtlich Sicherheit bei privaten Alben sehe ich da also nicht so dramatisch wie du und vor allen Dingen wiegen die Vorzüge (gerade auch das Konzept der virtuellen Alben) diesen Nachteil für mich bei weitem auf. Eine Piwigo könnte ich dann auch noch zusätzlich so konfigurieren, dass ein Aussenstehender nichteinmal mehr weiss, wo und wie die Ausgangsdirectorys, liegen und heissen (nachträglich schwer, aber bei einer neuinstallation trivial) … ist ja nicht so, daß mir das Problem unbekannt wäre ;-}

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