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LILO makes the difference

Dieser Tage war mal wieder ein Kernelupdate einzuspielen. Normalerweise mache ich das Maschine für Maschine, um bei möglicherweise auftretenden Problemen nur ein System bis zur Lösung lahmzulegen, und eigentlich nie abend, wenn ich eigentlich nur noch ins Bett gehen sollte. Dieses Mal dachte ich mir, das könne ich "noch eben schnell" erledigen - famous last words. Und weil es schnell gehen sollte, habe ich den Update-Prozess mehr oder weniger gleichzeitig gestartet und die ersten beiden Maschinen dann auch parallel rebootet. Während ich dann darauf wartete, daß sie ordnungsgemäß wieder hochkommen, hatte ich die übrigen Updates durchlaufen lassen.

Nur … kamen die beiden rebooteten Maschinen nicht wieder hoch. Nada. Und natürlich handelte es sich dabei um gehostete Server, und natürlich um ältere solche, die über keine remote console verfügen. Nicht, daß mir das zwingend geholfen hätte.

Also hilft nur fluchen und ein Reboot in das sog. Rettungssystem, ein Minimal-Linux, das eine Untersuchung des Systems erlaubt. Und während ich noch grübelte und in den Logs nach möglichen Ursachen suchte, kam mir auch schon ein Gedanke - beides waren Altsysteme, die als Bootloader noch mit LILO, nicht grub, ausgestattet sind. Und ich konnte mich jedenfalls nicht bewußt erinnern, beim Upgrade irgendwelchen Output von LILO gesehen zu haben … Also die Partitionen ins Rettungssystem mounten, in das Echtsystem chrooten, lilo ausführen, unmounten, das Echtsystem rebooten und das beste hoffen.

Und, siehe da: das war die Lösung.

Jetzt frage ich mich nur: War das immer schon so, daß man bei einem Debian nach dem Kernelupdate von Hand lilo ausführen mußte? Oder wurde das früher - unter Sarge oder Lenny - nicht automatisch von einem postinstall-Script gemacht? kopfkratz Und wenn letzteres: wie stelle ich dieses Verhalten wieder her?

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Christian am :

Christian

IIRC, postinsthook in /etc/kernelimage.conf

Grüße, Christian

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