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Promotion, Rezension, Zirkumzision

Ich hatte in letzter Zeit - zwangsweise - Gelegenheit, mich mehrfach mit der rechtlichen Beurteilung der Beschneidung (Zirkumzision) bei Männern bzw. richtiger Knaben, nämlich männlichen Kindern, insbesondere aus rituellen / religiösen Gründen, also ohne medizinische Indikation, zu beschäftigen. In dem Zusammenhang habe ich dann auch mit Interesse den - m.E. aber zu weit gehenden - Beitrag von Dr. Putzke in Medizinrecht (MedR) 2008, 268 ff. gelesen.

Mit noch größerem Interesse habe ich dann heute die Rezension des vorgenannten zu einer Promotion über dieses Thema in der Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik (ZIS 2009, 177 ff.) gelesen. Meistens sind Rezensionen ja kurz, knapp, wenig aussagekräftig und … lobend. Diese hier ist nichts davon: nicht kurz, nicht knapp (ganz im Gegenteil: selbst Formalia sind ausführlich be- und ausgewertet!), durchaus aussagekräftig - und vernichtend. Wenn man davon ausgeht, daß das, was dort steht, zutrifft - und zu Zweifeln daran gibt es wenig Grund -, dann ähnelt diese Promotion eher einer (durchschnittlichen) Seminararbeit. Lesenswert.

(via Obiter Dictum)

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Kommentare

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Thomas am :

Thomas

Ich wüßte da im Usenet eine Kapazität auf dem Gebiet des Strafrechts (wie auch auf jedem anderen Gebiet), die sich gerne und ausführlich über Beschneidungen unterhalten würde… eg

Ulrike am :

Ulrike

Um wen handelt es sich denn bei der Kapazität?

Emmi am :

Emmi

Nicht ganz so gut wie die über Schneider, aber auch nicht übel:

Putzke, Holm: Rezension zu Exner, Thomas, Sozialadäquanz im Strafrecht. Zur Knabenbeschneidung, Berlin 2011; in: Medizinrecht (MedR) 2012, S. 229 f.

http://www.holmputzke.de/index.php?option=com_content&view=article&id=23&Itemid=29

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