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Parkierungsseltsamkeiten

Das Parkleitsystem meiner Heimatstadt ist seltsam, wird aber von dem Parkhaus des dort ansässigen Kaufhauses mühelos übertreffen.

Um vorne anzufangen: Am Samstag in der Innenstadt einen Parkplatz zu erhaschen, ist nicht leicht. Insofern überraschte mich nicht, daß zwei Parkplätze nur noch 4 bzw. 9 freie Plätze auswiesen. Etwas überrascht war ich allerdings schon, daß abweichend von dieser Anzeige beide de fakto gar keinen freien Platz mehr hatten, aber etliche kreisende Fahrzeuge (soweit es sich baulich überhaupt kreisen läßt). Und nein, es handelt sich dabei nicht um Großparkplätze mit mehreren hundert Stellplätzen, sondern eigentlich rechtz überschaubare Gegebenheiten mit jeweils einer zweistelligen Zahl von Plätzen.

Also entschloß ich mich im dritten Anlauf, dann eben das Parkhaus anzufahren, warb doch das Parkleitsystem dafür mit 90 freien Plätzen (wobei wohl auch hier reichlich übertrieben wurde). Die Idee hatten leider eine ganze Reihe Leute, die alle den Vorteil hatten, mir entgegenzukommen und daher rechts in die Einfahrt abbiegen zu können, wohingegen ich als Linksabbieger auf eine Lücke hoffen mußte. Als sich eine ebensolche auftat, huschte ich dann auch schnell in die dritte Warteposition. Und wartete. Und wartete. Und wartete.

Bis aus dem vorne stehenden, etwas zerbeult wirkenden Fahrzeug, aus dem bislang eine Hand zunehmend energischer auf die Anforderungstaste des Parkautomaten gehämmert hatte, auf der Beifahrerseite eine langhaarige Gestalt entstieg, die sich dann auf meine Fahrerseite begab und mich nach Öffnen der Tür fragte, ob ich zufällig wisse, was das technische Gerät mit "Außer Betrieb, nutzen Sie eine andere Ausgabestelle" o.ä. ihm sagen wolle. Leider wußte ich das auch nicht; meine vorsichtige Vermutung, das könne die Umschreibung für "voll" sein, wurde nicht goutiert. Also setzten wir alle vorsichtig (!) wieder auf die vielbefahrene Straße zurück, an der diese Einfahrt lag.

Aufgeben wollte ich allerdings nicht; nach einer erneuten Ehrenrunde steuerte ich daher wieder die Einfahrt an, gelangte allerdings wieder nur an die dritte Position. Und wieder war Warten angesagt.

Bis plötzlich ein Herr mit einem Köfferchen in der Hand und einer Fluppe im Mund um die Ecke marschierte und sich gemächlich dem Brennpunkt des Geschehens näherte. Dort klappte er dann die Haube des Automaten auf … und fütterte ihn mit einem großen Haufen der Chipkarten, die das Gerät bei der Einfahrt ausgibt. Argh! Ich habe eher Zweifel, daß die alle an diesem Samstagvormittag bereits verbraucht waren. (Und jetzt war natürlich klar, was mit der "anderen Ausgabestelle" gemeint war. Hilft nur nicht, wenn es nur diese eine Einfahrt gibt.)

Un-glaub-lich.

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